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Dieses ist das 1. Kapitel von

"Kann man Glauben messen?"

von Frank L. Preuss

 

1. Vorwort

 

Schutz und Errettung aus Gefahr ist eine Sache der Erfahrung. Wenn wir Gottes Errettung aus Gefahr wollen, wenn wir Gottes Schutz wollen, dann müssen wir im Glauben handeln und glauben, daß Gott uns beschützt und wir müssen dementsprechend sprechen. Besonders das Sprechen wird wichtig, wenn wir uns in gefährlichen Situationen befinden. Dann ist der Augenblick da, wo wir bekennen müssen, "Gott rettet mich aus jeder Gefahr." Und wenn ich dann Gottes Errettung erfahre, wenn ich danach zurückschaue und feststelle, daß Gott mich aus dieser gefährlichen Situation gerettet hat, dann wird mein Glaube stärker geworden sein.

Wir wollen uns hier einige Beispiele ansehen, die aus dem Leben gegriffen sind und die uns einen Weg zeigen, Gottes Weg, wie wir Gottes Errettung aus aller Gefahr erlangen können. Im Psalm 25,3 sagt David, daß niemand, der auf Gott hofft, zuschanden wird. Das hört sich gut an und viele Menschen mögen die Psalmen und vielen Menschen gefällt was sie da lesen, aber sie denken vielleicht auch, daß solch eine Aussage eine schöne religiöse Formulierung ist, die recht wenig mit den Problemen des Alltags zu tun hat.

Hinter dieser Aussage Davids war jedoch eine lebenslange Erfahrung der Errettung durch Gottes Hand. David hatte so oft Gottes Errettung erfahren, daß es für ihn nicht mehr eine Sache des Glaubens war, es war für ihn bereits eine Sache des Wissens geworden. Er wußte, daß Gott ihn erretten würde, wenn immer er in Not war. Er wußte, daß er sich auf Gott verlassen konnte, daß er Gott vertrauen konnte.

In 1 Samuel 17,37 hören wir David sagen: Der Herr, der mich von dem Löwen und Bären errettet hat, der wird mich auch erretten von diesem Philister. David befand sich in einer gefährlichen Situation, er wußte aber, daß niemand, der auf Gott hofft, zuschanden wird. David hatte sich im Glauben geübt seit seiner frühen Kindheit. Als er seines Vaters Schafe hütete, war sein Glaube bereits voll entwickelt und stark. Er fing nicht an, stark im Glauben zu werden, als der Löwe nahte; nein, er hatte sein Vertrauen in Gott an kleinen Dingen entwickelt und wenn immer eine Notwendigkeit dafür entstand. Er war ständig darauf bedacht, mit Gott zu wandeln. Wir werden nicht glaubensstark werden, wenn wir uns an Gott nur in Krisensituationen wenden und dann versuchen, glaubensstark zu sein. Es ist schwierig, stark im Glauben zu werden, wenn wir dabei sind, an Krebs zu sterben. Wir sollten also jetzt anfangen und wenn immer ein kleines Problem auftaucht, sollten wir uns an Gott erinnern und seinen Namen anrufen und sagen: Gott errettet mich aus jeder Gefahr. Wir wollen von den Beispielen, die uns Gott in seinem Wort gegeben hat, lernen und genau so handeln. Wir wollen ganz einfach dem Beispiel einer erfolgreichen Person wie David folgen und handeln und sprechen und glauben wie er es tat.

David wurde aus der Gefahr gerettet als er jung war, weil er sagte, daß er gerettet werden würde und er wurde aus der Gefahr gerettet als er alt war, weil er auch dann noch bekannte, daß Gott ihn retten würde. Er änderte seine Methode nicht. Er wurde nicht kultivierter. Er sprach auch dann noch ganz einfach mit seinem Mund und glaubte in seinem Herzen und erhielt von Gott was er begehrte. Er wußte, wie er Dinge von Gott erlangen konnte. Es sollte eine unserer Hauptanstrengungen sein, zu lernen, wie wir etwas von Gott erhalten können. Wenn wir dies gelernt haben, werden wir Gott kennen. Wie kann jemand sagen, daß er Gott kennt, wenn er nicht weiß, wie er etwas von Gott bekommen kann. Wie kann jemand der nicht weiß wie er etwas von Gott erhalten kann, wirklich sagen, daß er Gott kennt. Nur wenn ich zu Gott gebetet habe, wenn ich Gott gebeten habe mir etwas zu geben, und wenn ich dann das, um das ich gebeten habe, erhalten habe, werde ich wirklich Gott kennen. Nur wenn mein Verhältnis mit Gott praktische Auswirkungen hat, wenn ich beginne Frucht zu tragen, werde ich davon überzeugt sein, daß ich Gott kenne und daß Gott mich kennt. Nur dann werde ich wirklich ein Glaubender geworden sein.

Als David alt war und er sich wieder, wie schon so oft in seinem Leben, in einer gefährliche Situation befand, tat er als erstes eins - er bekannte: der Herr hat mein Leben aus jeder Not gerettet. Am Ende seiner Regierungszeit als der berühmteste aller Könige der Kinder Gottes, hatte David eine Situation vor Augen, wo ihm gemeldet wurde, daß jemand König geworden war, den er nicht ernannt hatte, daß er beiseite geschoben werden würde und daß sobald David tot sein würde, die Person, die König werden sollte, nämlich Salomo, und seine Mutter, Batseba, wie Kriminelle behandelt werden würden. Die Meldung beinhaltete, daß er, David, zuschanden wird.

Und was ist die Reaktion Davids auf diese Meldung der Gefahr? Seine Reaktion ist, daß er bekennt, daß der Herr sein Leben aus jeder Gefahr gerettet hat. Darauf kommt es an, wenn wir uns in Gefahr befinden, in großer Gefahr, daß wir unseren Mund aufmachen und sagen: Der Herr hat mein Leben aus jeder Gefahr gerettet. Batseba war die erste Person, die ihm die Gefahr meldete und ihm von dem Aufstand gegen ihn berichtete und nach ihr kommt der Prophet Nathan und auch er berichtet von der Machtergreifung des Adonija. Was ist nun die Reaktion des David auf diese Meldungen der Gefahr? Wie verhält er sich in solch einer Situation?

David gibt den Befehl, Batseba hereinzubringen. Nachdem sie gekommen ist und vor ihm steht, sagt er: Der Herr hat mein Leben aus jeder Gefahr gerettet. Dies sind seine ersten Worte. Die ersten Worte die aus seinem Munde kamen waren Worte die die Tatsache bezeugten, daß Gott ihn aus jeder Gefahr rettet. Wir müssen zu solch starkem Vertrauen in Gott kommen, daß dies unsere ersten Worte sein werden, die aus unserem Munde herauskommen, wenn wir uns großer Gefahr gegenüber sehen: Der Herr rettet mein Leben aus jeder Gefahr.

Das erste, was wir tun müssen, wenn wir uns in großer Gefahr befinden, ist den Herrn auf allen unseren Wegen zu erkennen. Dies wird uns leicht fallen, wenn wir die Anwesenheit des Herrn praktizieren. Wir müssen eine Entscheidung fällen, von nun an immer die Anwesenheit des Herrn zu praktizieren. Dieses wird uns leicht fallen, wenn wir uns jeden Tag mit dem Wort Gottes beschäftigen. Was wir hier behandeln, unterstreicht die Wichtigkeit, jeden Tag geistige Nahrung aufzunehmen. Geistige Literatur jeden Tag zu lesen ist nicht eine religiöse Pflicht, sondern eine Tat, die uns Leben und Licht bringt und ganz praktische Auswirkungen hat. Wenn wir im Leben wie Könige regieren wollen, dann haben wir wie Könige zu handeln. Gott gibt eine Hauptaufgabe für Könige. Und dieser Befehl ist: Das Wort Gottes soll bei ihm sein, und er soll darin lesen sein Leben lang, auf daß er lerne fürchten den Herrn, seinen Gott, daß er halte alle Worte dieses Gesetzes und diese Rechte, daß er darnach tue. (5 Mose 17,19). Wenn wir die Worte Gottes nicht von unseren Augen weichen lassen, dann wird unser Weg sicher sein (Sprüche 3,21-26). Der Heilige Geist kann uns nicht an etwas erinnern, was nicht zuvor in unser Gedächtnis hineingebracht worden ist. Wenn wir unseren Verstand mit den Dingen Gottes nähren, dann wird das erste was uns der Heilige Geist in einer kritischen Lage ins Gedächtnis ruft Gott sein. Gott wird einen viel größeren Raum in unserem Denken einnehmen als das Problem und als die Gefahr.

David erinnerte sich an die Vergangenheit. In der Vergangenheit hatte Gott ihn immer aus aller Gefahr errettet. Wir müssen die gleiche Erfahrung haben. Wenn wir einer Gefahr gegenüberstehen, muß unser Denken zurückgehen zu all den Vorfällen in der Vergangenheit in denen Gott uns half, diese Gefahren zu überwinden. Glaube wächst sehr durch Erfahrung: wenn wir Wunder von Gott erfahren, wenn wir Gottes Hand in allem erkennen. David sagte: Der Herr hat mich aus aller Gefahr errettet. Er erkannte Gottes errettende Kraft in all seinen vorigen gefährlichen Lagen und dies reichte aus, ihn davon zu überzeugen, daß Gott ihn auch jetzt erretten würde.

Es gefällt Gott, wenn wir glauben (Hebräer 11,6). Es gefiel Gott, Davids Glaubensbekenntnisse zu erfüllen. Wenn David sagte, Gott wird mich aus jeder Lage erretten, dann gefiel dies Gott sehr und Gott gefiel es, daß David Gott vertraute. Und Gott tat, was David sagte, er errettete ihn von jeder Gefahr. Gott hielt sein Wort. Denken wir zurück an all die Gefahren in denen sich David befand. Es waren recht viele. Aber David wurde aus all diesen gefährlichen Situationen heraus gerettet. Er wurde niemals verwundet, er fiel nicht durch das Schwert trotzdem er ein großer Krieger war, er wurde niemals gefangen genommen, er erlitt niemals Hungersnot oder Mangel an Geld, er verlor niemals eine Schlacht oder einen Krieg, er war niemals krank. Gott belohnte seinen Glauben, besonders seinen Glauben bezüglich Errettung aus Gefahr.

Sogar als David nicht in Gottes Wegen wandelte, als er gesündigt hatte und bevor er seine Sünde bekannte und umkehrte, belohnte Gott Davids Glauben. Gott bestrafte Davids Kinder und die Menschen in seinem Reich, aber er rührte David selbst nicht an. Gott hielt sein Wort. David sagte, daß der Herr ihn von aller Gefahr erretten würde und David glaubte es. David glaubte in seinem Herzen und David sprach mit seinem Mund und er erhielt genau das was er sagte und was er glaubte: der Herr errettete ihn aus aller Gefahr.

Wie wichtig für Gott diese Aussagen Davids sind, können wir daraus ersehen, daß die Bibel diese Vorkommnisse vier mal aufzeichnet. Vier mal wird uns berichtet, daß David sein Vertrauen in Gott ausdrückte - daß Gott ihn aus Gefahr errettet. Ich glaube, daß dieses vierfache Vorkommen in der Schrift nicht zufällig ist, sondern herausstreicht, daß es für Gott, und somit auch für uns, wichtig ist. Gott will uns lehren, an seine Errettung aus jeder Gefahr hier auf dieser Erde zu glauben. David ist ein typisches Beispiel für Jesus Christus. David war ein sehr erfolgreicher Mann Gottes. Aber Jesus Christus war erfolgreich in allem was er tat, er ist unser einziges wirkliches Vorbild. Jesus wandelte auf dieser Erde als Mensch und er war ein Überwinder. Jesus wird als König regieren, wenn er wieder kommt. Er aber bewies, daß ein Mensch bereits erfolgreich sein kann, ohne diese Vollmacht eines allmächtigen Herrschers zu haben. Wir werden auch fähig sein mit Jesus als Könige zu herrschen nach seinem zweiten Kommen, wenn wir es lernen in diesem Leben hier auf Erden und jetzt Überwinder zu sein und erfolgreich zu sein. Denken wir darüber nach wie Jesus erfolgreich war. Er war niemals krank, er war niemals arm, er wurde niemals gefangen genommen, er wurde niemals verwundet. Er war immer unabhängig, niemand konnte ihn verletzen, wenn Menschen ihn herabstürzen wollten, schritt er mitten durch die Menge hindurch und ging weg, sie konnten ihm nichts zufügen. Jesus fing erst dann an zu leiden, als er entschied, ans Kreuz zu gehen, um uns das Leiden zu ersparen, erst dann konnten ihm Menschen Leid zufügen.

Niemand konnte David Leid zufügen weil Gott ihn beschützte. Aber Gott beschützte David, da David diesen Schutz von Gott durch seinen Glauben erhielt. Wie oft erhalten Christen diesen Schutz nicht, weil sie nicht glauben? Nicht nur unterlassen Christen es oft Gottes Schutz über sich zu bekennen, sie sagen sogar oft das Gegenteil, sie bekennen oft Gefahren über sich selbst. Sich eine religiöse Gewohnheit anzueignen und zu sagen, daß Gott mich von allen Gefahren errettet und dann dazwischen Worte herauszulassen, die genau das Gegenteil beinhalten, wird keine Errettung von Gott einbringen. Wenn eine wirklich gefährliche Situation entsteht und aus dem Munde kommt etwa so etwas heraus: "Jetzt hats mich erwischt" oder "Ich habe alles verloren" oder "Hier werde ich niemals herauskommen", dann wird eine solche Person nur Not und Bedrängnis haben, aber nicht davon errettet werden. Tod und Leben stehen in der Macht der Zunge.

Und David sprach dieses Glaubensbekenntnis immer aus, wenn andere Menschen anwesend waren, wenn andere es hören konnten. David war mutig in diesen Dingen, er bekannte öffentlich, daß er sich auf Gott verließ. Es war nicht nur ein allgemeines Bekenntnis, daß er Gott vertraute. Er war genauer. Er ging präzise das Gebiet an, das in der gegebenen Situation relevant war. Sein Gottvertrauen war, daß er glaubte, daß Gott ihn aus jeder Gefahr erretten wird. Wir wollen uns diese vier Fälle ansehen, in denen David diese Aussage macht.

Das erste mal, daß die Bibel davon berichtet, daß David sein Vertrauen für Errettung aus Gefahr in Gott setzt, war während David zu König Saul sprach (1 Samuel 17,37). "Der Herr wird mich erretten von diesem Philister" sagte David. Davids Glaube muß bereits recht stark gewesen sein, um so etwas zu dem Staatsoberhaupt zu sagen.

Das zweite mal ist aufgezeichnet in 1 Samuel 26,24. Hier spricht David wieder zu Saul. Aber dieses mal spricht er zum König, zu des Königs Heerführer Abner und zu den Kriegern aus Israel. David sagt, "Der Herr errettet mich von aller Trübsal." Wenn Gott mich beschützt, dann kann die ganze Welt mir kein Leid zufügen. Sie waren alle dabei, den David zu kriegen: der König Saul, der Heerführer Abner und 3000 ausgesuchte Krieger aus Israel. Aber sie konnten David kein Leid zufügen.

Der Nachfolger Sauls war sein Sohn Ischbaal. Er wurde von zweien seiner Truppenführer umgebracht. Diese beiden brachten Ischbaals Kopf zu David. David erwiderte Rechab und seinem Bruder Baana, den Söhnen Rimmons aus Beerot: So war der Herr lebt, der meine Seele aus aller Trübsal erlöst hat (2 Samuel 4,9). Dies ist das dritte mal, daß die Bibel diese Aussage Davids enthält. David brauchte nicht den Mord dieser zwei Männer an ihrem König, um ihm zu helfen, König von ganz Israel zu werden; Gott würde dies sowieso tun. Wir haben es nicht nötig, üble Methoden zu benutzen, um etwas zu erreichen und wir benötigen nicht üble Taten vollbracht bei üblen Menschen, um aus gewissen Situationen herauszukommen.

Das vierte mal, daß David sagt, und sogar schwor, "so wahr der Herr lebt, der meine Seele erlöst hat aus aller Not" ist in 1 Könige 1,29, als er zu Batseba sprach. Die Bibel hat viermal aufgezeichnet, daß David sich auf den Herrn für seine Errettung aus jeder Gefahr bezog, wir können aber annehmen, daß er dieses gute Bekenntnis viel öfters bekannt hat. Wir sollten anfangen, das Gleiche zu tun.

David machte diese Erklärung zu den Leuten um ihn herum und außerdem wurde es auch von den Geschichtsschreibern aufgezeichnet. Solche Aussagen zu machen, brachte die Gefahr mit sich, daß Leute über ihn lachen würden, wenn Unheil ihn überfallen würde. Dieses Verhalten, in Worten anderen Leuten zu erklären, daß Gott mich immer retten wird - er mich aus jeder Gefahr erretten wird, von Krankheit, von Armut - ist es, worauf es ankommt. Wenn ich es nur glauben würde und Gott für seine Errettung danken würde, würde aber niemals dieses als Erklärung anderen gegenüber aussprechen, dann würde ich immer die Tür offenlassen für den Fall, daß es nicht funktioniert und daß mir Unheil widerfährt und daß Leute zu mir sagen, "Du hast immer gesagt, daß Gott dich aus aller Gefahr erretten wird und jetzt bist du in der Klemme". Wenn ich die Entscheidung in meinem Leben treffe, von nun an Leuten um mich herum zu bekennen, daß Gott mich aus aller Gefahr errettet, dann kommt der Teufel zu mir und sagt, "Sei nicht so dumm und sage so etwas. Sei vernünftig und sage es nicht und wenn Du dann in der Not bist, dann kann keiner sagen, daß Du immer behauptet hast, daß Gott Dich aus jeder Gefahr erretten wird und keiner wird über Dich lachen." Und dies ist der Grund, warum so viele in Not sind, weil sie auf den Teufel hören. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Sie wurden getäuscht vom großen Betrüger. Und sie haben zu leiden. Der eine Grund warum Menschen leiden ist der Unglaube. So viele Menschen sind in Not, in Gefahr und in Bedrängnis und erleiden Gewalt, weil sie nicht wirklich an Gottes Schutz glauben. Würden sie wirklich glauben, dann würden sie dementsprechend reden. Sie würden sich wie David verhalten und sagen, "Der Herr errettet mich aus jeder Gefahr." Der Herr behütet die, die wirklich glauben. Psalm 31,24: Die Gläubigen behütet der Herr.

Der klassische Psalm zu diesem Thema ist Psalm 91: "Unter dem Schutz des Höchsten." Eine wichtige Einzelheit in diesem Psalm wird oft übersehen. Wir finden diese Einzelheit im zweiten Vers. Es heißt dort: "der sagt zum Herrn". Dieses ist die wichtige Einzelheit in diesem Psalm. Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott auf den ich hoffe.

Das Wichtige ist, zum Herrn zu sagen, daß er unsere Zuflucht und unsere Burg ist und zu sagen, daß wir auf unseren Gott vertrauen. Auf das Sagen - auf das Sprechen - kommt es an. Auf das Sagen kam es bei David an. Es ist eine der Bedingungen, um Gottes Schutz zu erhalten: wir müssen unseren Mund aufmachen und es sagen.

Die grundlegenden Bedingungen, um Gottes Schutz zu erhalten, sind erstens, daß wir Gott lieben. Nun wie weiß ich, ob ich Gott liebe? Ich weiß, daß ich Gott liebe, wenn ich seine Gebote habe und sie halte (Johannes 14,21). Zweitens muß ich Gott kennen. Ich kenne Gott, wenn er sich mir offenbart. "Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren" (auch Johannes 14,21). Jesus wird sich uns offenbaren. Ein einfacher Weg diese Offenbarung zu erfahren ist, ihn um etwas zu bitten und es dann zu erhalten. Wenn wir etwas von Gott erhalten, dann wissen wir, daß er ist. Und damit sind wir bei der dritten Bedingung: dem Bitten. Wir können es auch so bezeichnen: wir müssen den Namen des Herrn anrufen.

Die Überschrift zum Psalm 91 heißt: "Unter dem Schutz des Höchsten". Es ist gut und wichtig diesen Psalm zu studieren und aufzunehmen. Die Bedingungen für diesen Schutz sind in den Versen 14 und 15 aufgezeigt: "Er begehrt mein, so will ich ihm aushelfen; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen." Ich kenne seinen Namen, wenn ich zu Gott in Jesu Namen bete. Ich kann dieses tun, wenn ich ein Kind Gottes und ein Bruder Jesu bin - wenn ich gerettet bin. Und wenn ich gerettet bin, dann bin ich auch von all den Nöten hier auf dieser Erde bereits gerettet. "Er ruft mich an, so will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not; ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen." Das Anrufen ist wichtig. David tat dies immer, wenn er sich einer Gefahr gegenüber sah. Er sagte dann, "Der Herr errettet mich aus jeder Gefahr." Er berief sich auf den Herrn, er rief den Herrn an, er sprach aus Erfahrung. "Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören." Und der letzte Vers in diesem Psalm 91, der Vers 16, faßt es alles zusammen: Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.

 

Dieses ist das Ende des 1. Kapitels von "Kann man Glauben messen?"

Nächstes Kapitel: 2. Glaubensprinzipien in der Schöpfung

Inhaltsverzeichnis siehe: "Kann man Glauben messen?"

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