[Home] [Kann man Glauben messen?] [Die Imitationskirche] [Verschiedenes]

[Home]>[Die Imitationskirche]>[12. Konkordanz - Teil 1]

 

Dieses ist das 12. Kapitel von "Die Imitationskirche."

 

12. Konkordanz - Teil 1

Frank L. Preuss

 

Manche Bibeln enthalten am Ende eine Konkordanz. Es ist ein alphabetisches Wortregister das Worte der Bibel auflistet und die Schriftstellen angibt, wo diese Worte gefunden werden können. Eine Konkordanz kann es auch als getrenntes Buch geben. Eine Konkordanz ist also eine Sammlung von Wörtern - von Wörtern die in der Bibel vorkommen. Diese Worte sind in alphabetischer Reihenfolge angeordnet. Nach jedem aufgeführten Wort ist die Schriftstelle angeben in der dieses Wort benutzt wird. Manchmal ist auch ein Auszug dieser Schriftstelle hinzugefügt. Dieses ist eine Hilfe, um Schriftstellen zu finden, nach denen man sucht. Eine Konkordanz ist also ein Hilfswerkzeug zum Bibelstudium, daß mir hilft, Schriftstellen zu finden, von denen ich nicht genau weiß wie sie lauten und mir auch angibt wo ich sie in der Bibel finden kann.

Vielleicht kenne ich einen Ausdruck der Bibel, weiß aber nicht in welchem Buch der Bibel er ist und möchte herausfinden wo dieser Vers ist, in welchem Buch, in welchem Kapitel und in welchem Vers, und will auch sehen, welchen genauen Wortlaut er hat.

 

Gewerbe

Wir wollen uns ein Beispiel ansehen. Ich denke an etwas das vielleicht so geht: "Sie meinen, daß Frömmigkeit ein Gewerbe sei." Mir fällt nicht ein, wo sich diese Aussage in der Bibel befindet und ich möchte gern den richtigen Text wissen. Ich nehme eine Konkordanz und suche eins der Wörter von denen ich glaube das es im Text enthalten ist. Eine Konkordanz funktioniert wie ein Wörterbuch, alle Wörter sind in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. Ich nehme ein Wort, von dem ich annehme, daß es ungewöhnlich ist. Ich wähle also das Wort "Frömmigkeit" auf. Ich könnte jetzt eine Bibelsoftware und einen Computer benutzen, um nach diesem Wort zu suchen. Ich schlage es aber in einer Konkordanz auf.

Da sind nur etwa zwei Dutzend Eintragungen unter dem Wort "Frömmigkeit" und ich lese sie und finde dann die Eintragung die ich suche. Da steht "1Ti 6,5 die meinen, F. brächte Gewinn" und das F. ist die Abkürzung des Stichwortes "Frömmigkeit." Ich habe damit die Stelle gefunden, in der sich diese Aussage befindet: 1 Timotheus 6,5. Ich schlage also diese Stelle auf, um den gesamten Text in seinem Zusammenhang zu lesen. Bei der Gelegenheit stelle ich fest, daß einige Übersetzungen am Schluß des Verses 6 im 1 Kapitel von 1 Timotheus einen Satzteil haben, der in anderen Übersetzungen fehlt. Dieser Satzteil oder Satz lautet "halte dich von solchen fern." Ich gehe nun zur Interlinearübersetzung und sehe, daß er dort auch fehlt. Nun gehe ich zur englischen Interlinearübersetzung, einer "Interlinear Bible" und sehe, daß dieser Satzteil dort enthalten ist. Ich schließe daraus, daß dies ein Fall ist, wo die "Schriftgelehrten" wieder einmal versuchen, uns etwas vorzuenthalten. Die Lutherübersetzung von 1912 lautet, "Schulgezänke solcher Menschen, die zerrüttete Sinne haben und der Wahrheit beraubt sind, die da meinen, Gottseligkeit sei ein Gewerbe. Tue dich von solchen!" Im Jahre 1912 war dieser Satz, "Tue dich von solchen!" also enthalten, aber in den darauf folgenden revidierten Texten wurde er dann heraus revidiert. Es ist wohl wieder ein solcher Fall wo die sogenannte Geistlichkeit am "revidieren" war. Vielleicht mochten sie diese Aussage nicht; vielleicht merkten sie, daß sie es waren, von denen die Bibel hier spricht und von denen wir uns fernhalten sollen.

Wenn ich zu einem Text gehe, der noch aus der Zeit von Luthers Lebzeiten stammt, dann finde ich folgendes, "Schulgezencke solcher Menschen die zurütte sinne haben vnd der warheit beraubt sind Die da meinen Gottseligkeit sey ein Gewerbe. Thue dich von solchen." Und dann ist da eine Randbemerkung zu dem Wort Gewerbe: "Ein Hendelchen damit man Ehre oder Gut möge suchen vnd nicht Gott dienen allein." Als Luther das Neue Testament übersetzte, hatte er seine Konfession, der er bis dahin angehört hatte, gerade verlassen. Er war ausgetreten. Aus ihm war also gemäß 1 Korinther 3,1-5 ein Geistesmensch geworden - aus einem fleischlich gesinnten Menschen war ein geistlich gesinnter Mensch geworden. Aus einem unmündigen Kind in Christus war ein mündiger Geistesmensch geworden, der den Sinn Christi hatte (1 Korinther 2,16). Es war also auch vor der Zeit als sich die lutherische Konfession anfing zu formieren und die Reformer und die Reformierten langsam wieder fleischlich wurden. Luther übersetzte also das Neue Testament als geistlich reife Person und als jemand, der vom System der Konfessionen frei war und deshalb nicht darauf achtete, die Interessen seines Systems bei der Übersetzung zu beachten. Und deshalb schrieb er auch "Thue dich von solchen" in 1 Timotheus 5,6. Seine lutherischen Nachfolger im zwanzigsten Jahrhundert nahmen es dann also heraus.

Ich hätte auch das Wort "Gewerbe" in der Konkordanz suchen können und dort hätte ich nur ein halbes Dutzend Einträge gefunden und wäre noch schneller gewesen.

Hätte ich das Wort "meinen" gewählt, dann hätte ich weit über hundert Bibelstellen gefunden, die dieses Wort enthalten, und es wäre bereits aufwendig gewesen, es zu finden.

Als ich mich weiter mit dieser Bibelstelle befasse, fällt mir auf, daß ich zwei andere Bibelstellen daneben geschrieben habe. Jeremia 6,13 und Jeremia 8,10. Ich gehe zu Jeremia und finde dort folgendes: "Denn sie geizen allesamt, klein und groß; und beide, Propheten und Priester, gehen allesamt mit Lügen um" (Jeremia 6,13) und "Denn sie geizen allesamt, beide, klein und groß; und beide, Priester und Propheten, gehen mit Lügen um" (Jeremia 8,10).

Dies sieht wie eine Prophezeiung aus, die recht gut die Situation beschreibt, in der sich das Christentum seit langem befindet: die Anführer betreiben Schulgezänke, und sind damit solche Menschen, die zerrüttete Sinne haben und der Wahrheit beraubt sind, und die da meinen, Gottseligkeit sei ein Gewerbe.

 

Dreieinigkeit

Wenn ich feststellen will, ob ein Wort überhaupt in der Bibel ist, benutze ich die Konkordanz von James Strong: The Exhaustive Concordance of the Bible. Diese Konkordanz enthält alle Worte der Bibel und ist deshalb vollständig. Von jeder Stelle, in der sich ein Wort der Bibel befindet, ist die Schriftstelle angegeben. Eine solche Konkordanz zu benutzen hat Vorteile. Eine dieser Vorteile ist, daß ich feststellen kann, ob sich ein Wort überhaupt in der Bibel befindet. Wenn ich mit einer Konkordanz arbeite die nicht komplett ist, dann weiß ich nicht, ob dieses Wort nicht in der Bibel ist oder ob der Verfasser dieser Konkordanz es nicht mit aufgeführt hat, weil er meint, es sei nicht wichtig. Mit einer vollständigen Konkordanz kann ich daher prüfen ob sich ein Wort überhaupt in der Bibel befindet. Ich kann zum Beispiel das Wort "Dreieinigkeit" nehmen und prüfen, ob es in einer vollständigen Konkordanz ist. Ich werde es dort nicht finden. Auch nicht das Wort "Dreifaltigkeit." Wir werden es dort nicht finden, weil es ein religiöses Wort ist, das von Theologen kreiert wurde, aber es ist nicht Teil des Wortes Gottes.

Dies ist also ein guter Grund und ein nützlicher Zweck eine Konkordanz zu benutzen, besonders eine vollständige Konkordanz: nachzuprüfen und zu überprüfen ob religiöse Leute uns täuschen wollen, uns etwas vormachen wollen, uns trügen wollen. Leute die religiöse Ausdrücke erschaffen, um ihr System zu stärken und die wahre Kirche umzubringen. Was erreichen sie damit, wenn sie einen Ausdruck wie "Dreieinigkeit" oder "Dreifaltigkeit" einführen? Sie wollen einen Gott schaffen - ein Oberhaupt - auf der einen Seite und die Gruppe von Menschen auf der anderen Seite. Es ist die Schaffung einer Trennung zwischen Gott und seinen Menschen. Und der nächste Schritt ist natürlich, daß sie selbst dann dazwischen auftreten: der Klerus - oder die Geistlichkeit - der nötig ist, um zwischen den beiden die Kommunikation herzustellen und um dadurch Einfluß und Gewinn zu erzielen - der Klerus zwischen Gott und Mensch. Der Ausdruck Dreieinigkeit wurde geschaffen, um den Eindruck zu erwecken, daß der Sohn etwas ist, was nichts mit uns zu tun hat, sondern Teil von Gott ist und getrennt von uns ist. Und dies widerspricht natürlich der Grundidee warum Jesus kam - warum er zur Erde kam. Jesus Besuch auf diesem Planeten fand gerade deshalb statt, um zu veranschaulichen, daß er eins mit uns ist, daß wir seine Brüder und Schwestern sind, daß es keine Trennung zwischen Gott und Mensch gibt, daß Einheit da ist. Wir sind alle eins; Gott ist in Jesus und Jesus ist in Gott und daß auch wir in Gott und in Jesus sind (Johannes 17,21): auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; daß auch sie in uns eins seien. Die Idee hinter der Schaffung des Ausdrucks Dreieinigkeit macht die elementare Lehre Jesu zunichte - der Person, die Erlösung bringt - Erlösung von Trennung - die Heilung dieses getrennt sein von Gott. Das war es warum es im Fall ging: die Trennung zwischen Gott und dem Mensch. Der Mensch vergaß, daß er eins mit Gott war - daß er - der Mensch - ein Gott war. "Ihr seit Götter," sagt uns Jesus in Johannes 10,34 und bezieht sich dabei auf den Psalm 82,6: Ich habe wohl gesagt: "Ihr seid Götter und allzumal Kinder des Höchsten". Dies ist es genau was dem Klerus nicht gefällt, es macht sie unnötig und überflüssig. Wir sind Kinder des Höchsten und wir sind deshalb Götter - und brauchen keine Geistlichen. Wir sind uns bewußt geworden, daß diese Trennung nur in unserem Denken bestand, aber in Wirklichkeit gab es sie gar nicht. Und als wir uns dessen bewußt wurden, waren wir plötzlich frei - wir waren Götter. Und wenn wir Götter sind, dann sind wir von allem erlöst, vom geistigen Tod, von Krankheit, von Armut, von jeder Art von Mangel. Diese Realisation ist die wirkliche Erlösung. Die Juden wollten Jesus steinigen weil sie behaupteten, daß Jesus sich der Gotteslästerung schuldig gemacht hatte und daß er nur ein Mensch sei, sich selbst aber zum Gott mache. Und Jesus ging zum Gegenangriff über und sagte ihnen, daß sie selbst Götter seien (Johannes 10,33-34). Das ist für viele zuviel. Jesus sagt uns in Johannes 10,35, daß wir, zu denen das Wort Gottes kam, Götter seien und daß die Schrift nicht aufgehoben werden kann. Das ist zuviel für viele - es legt die ganze Verantwortung für ihr Leben in ihre eigenen Hände. Jesus nennt uns seine Brüder und Schwestern (Matthäus 12,50) und wenn Jesus Gott ist dann sind wir Götter.

Wenn Jesus über den Sohn Gottes spricht, dann sind darin er selbst und wir alle enthalten. Für Jesus sind wir alle da mit einbezogen als Teil des einen Sohnes Gottes. Er sieht seine Gleichheit mit uns. Und wenn die Kleriker über Jesus reden, dann sind wir natürlich ausgeschlossen. Ihr traditionelles Christentum schließt alle außer Jesus aus - sie wollen nicht, daß wir zu den Söhnen Gottes gehören.

Jetzt folgt eine Kundgabe die zu uns über Bertha Dudde kommt:

Die Lehre der Dreieinigkeit Gottes.

11. November 1948. B.D. NR. 4484.

Ihr habt die Gabe, euren Verstand gebrauchen zu können, und sollet diese Gabe auch nützen. In irdischer Beziehung zwingt euch das Leben dazu, und ihr kommt diesem Zwang ohne Widerstreben nach. Es ist für euch eine Selbstverständlichkeit, daß ihr über alles nachdenkt, was in Berührung tritt mit euch, daß ihr forschet und grübelt und also verstandesmäßig euch bereichert an irdischem Wissen. Wenig oder gar nicht aber nützet ihr den Verstand, um geistiges Wissen euch anzueignen aus eigenem innerem Antrieb. Ihr lasset euch wohl solches zutragen von außen und nehmet es an, ohne euren Verstand in Tätigkeit gesetzt zu haben, ohne zu prüfen oder darüber nachzudenken. Ihr verarbeitet es nicht mit dem Verstand, und also nützet ihr diesen nicht, oder ihr mißbrauchet ihn, indem ihr ihn tätig werden lasset zu gänzlich falschen Folgerungen, weil ihr empfangenes Geistesgut annehmet ohne Prüfung. Der euch den Verstand gab, fordert auch Rechenschaft darüber, wie ihr ihn genützt habt. Zahllose Menschen wandeln im Irrtum dahin, weil sie nicht nachdenken über Lehren, die ihnen Anlaß geben sollten zur Prüfung, weil sie einfach unannehmbar sind in der Form, wie sie den Menschen dargeboten werden.

Ihr weiset zwar jede Prüfung mit dem Hinweis zurück, daß ihr als Mensch nicht fähig seid, ein richtiges Urteil zu fällen, und habt auch insofern recht, daß euer Verstand allein dazu nicht ausreichet. Doch immer wieder muß entgegengesetzt werden, daß die Erleuchtung durch den Geist jederzeit angefordert werden kann und auch angefordert werden muß, um schwerste Probleme wahrheitsgemäß zu lösen, und daß Gott dem Ernstlich-Wollenden niemals Seinen Beistand versagen wird. Und so ist es auch dem Menschen möglich, sich Aufklärung zu verschaffen auf Fragen, die der Verstand allein nicht beantworten kann. Desto nötiger aber ist es, Gott dann um Unterstützung zu bitten, wenn der Mensch sich selbst unfähig fühlt, recht zu urteilen. Es ist dies ratsamer, als Lehren anzunehmen, die dem Menschen schwer annehmbar erscheinen, denn was ein Mensch vertreten will als Wahrheit, das muß ihm selbst auch voll und ganz erläutert werden, weshalb die Belehrungen von oben fortgesetzt zur Erde geleitet werden, die Licht bringen in die Dunkelheit des Geistes. Und dunkel ist es überall, wo die Wahrheit verdrängt oder verschleiert wird, wo Irrlehren verbreitet sind und von den Menschen als Wahrheit vertreten werden. Und diese Dunkelheit soll durchbrochen werden vom Licht - Lüge und Irrtum soll von der Wahrheit verdrängt werden, es soll aufgedeckt werden, wo die Menschen falsch unterrichtet sind, weil nur die Wahrheit zum ewigen Leben führt und weil nur die Wahrheit göttlich, Irrlehren aber Gott-gegnerisch sind.

Und so gilt es, eine Lehre zu beleuchten, die vom Feind der Seelen verworren und gänzlich verbildet sich Eingang verschafft hat unter den Menschen, und zwar deshalb, weil diese die Gabe des Verstandes nicht nützten und ohne Prüfung annahmen, was ihnen dargeboten wurde: die Lehre der Dreieinigkeit Gottes. Es ist diese Lehre völlig unverständlich, d.h., verstandesmäßig nicht zu fassen und zu begreifen, es ist eine Erklärung der ewigen Gottheit, die darum unannehmbar ist, weil sie widersinnig ist, also der Mensch, so er sich dazu bekennt, nicht mehr nachdenken darf, oder, so er darüber nachdenkt, sich nicht dazu bekennen kann.

(12.11.1948) Die ewige Gottheit in eine engbegrenzte Form bringen zu wollen ist ein Zeichen der Unvollkommenheit der Menschen, die diese Lehre annehmen. Jede Form ist ein engbegrenzter Begriff, das Wesen Gottes aber ist unbegrenzt, weil es etwas überaus Vollkommenes ist. So ist auch etwas höchst Vollkommenes nicht teilbar, denn Vollkommenheit ist ein Zustand des Geistigen, niemals aber kann etwas Geistiges eine Dreiteilung erfahren - es kann also niemals von einem dreipersönlichen Gott gesprochen werden, weil das ein undenkbarer Begriff ist, der zu völlig falschen Ansichten über das Wesen der Gottheit führt.

Gott Vater - Gott Sohn - und Gott hl. Geist - diese Begriffe berechtigen nicht zu der Annahme, daß drei Personen sich als ewige Gottheit zusammenschließen, also diese drei einen Gott bilden, wohingegen die Wesenheit Gottes durch diese drei Begriffe den Menschen verständlich gemacht werden kann, wenn "Vater" als Liebe, "Sohn" als Weisheit und "Geist" als Kraft erklärt werden. Und es ist dies auch die allein rechte Erklärung, die der Lehre der Dreieinigkeit Gottes zugrunde liegt, jedoch im Unverständnis dessen in falscher Auslegung die irrige Lehre entstehen ließ, daß drei Personen in einer Gottheit enthalten sind. Der Geist Gottes, der Teilbegriff der Wesenheit Gottes, ist niemals zu personifizieren, er ist nicht in eine Form zu bringen nach menschlichem Begriff, er ist eine unendliche Fülle von Licht und Kraft, die von einem überstarken Liebewillen gelenkt und genützet wird. Das Licht ist Gott - die Kraft ist Gott - und der Liebewille ist Gott - es ist nicht eines ohne das andere, es schließt alles Göttliche diese Dreiheit in Sich; es ist das Zeichen der Vollkommenheit, so Liebe, Weisheit und Kraft einem Wesen innewohnen, und es ist dann zum Ebenbild Gottes geworden. Doch immer ist es nur ein Wesen - keine Form, sondern etwas Unendliches, Geistiges, das keiner Form bedarf, um zu sein, und das alle Formen sprengen würde, so diese sich nicht vorher vergeistigt hätten, daß sie Liebe, Weisheit und Kraft in Fülle fassen kann, ohne zu vergehen.

Eine solche Form war der Mensch Jesus, Der von Gott ausersehen war, Träger der ganzen Fülle von Liebe, Weisheit und Kraft zu sein, um den Menschen als vorstellbare Gottheit zu dienen, damit sie glauben können an ein Wesen, Das, in höchster Vollkommenheit stehend, doch mit den unvollkommenen Menschen, Seinen Geschöpfen, in Zusammenhang steht. Diese Form war aber nur irdisch, sie stand gewissermaßen nur den mit leiblichen Augen Sehenden zu Gebote, weil der Geist keiner Form bedarf, um doch geschaut werden zu können - die Vorstellung: Vater, Sohn und hl. Geist als drei getrennte Wesen - wenn auch unter dem Zusatz: sie sind eins - ist irreführend, weil dann die Menschen in Gefahr stehen, eine Trennung vorzunehmen, indem sie jede Person einzeln anrufen und dadurch das Bewußtsein von drei Personen verstärken, also das rechte, wahrheitsgemäße Empfinden für einen Gott verlieren, an Den allein sie sich wenden sollen in jeder irdischen und geistigen Not. Selbst der Mensch Jesus, Der auf Erden als Einzelwesen wandelte, um Gott in aller Fülle in Sich aufzunehmen, wurde eins mit Ihm, was Seine Himmelfahrt bezeugte, weil der Körper sich völlig vergeistigt hatte und alle Substanzen sich der ewigen Gottheit angliedern konnten und sonach nicht mehr zwei getrennte Wesen, die vollkommen waren, (12.11.1948) existierten, sondern es war nur eine Gottheit, Die Liebe, Weisheit und Kraft in höchster Vollendung war. Gott Vater, Gott Sohn und Sein Geist, der die ganze Unendlichkeit erfüllt, durch den alles zur Ausführung kommt, was Sein Wille bestimmt. Es ist das Wesen der ewigen Gottheit, das durch diese Begriffe Vater, Sohn und hl. Geist gekennzeichnet wird. Es geht die Weisheit - der Sohn - vom Vater der Liebe aus, die alles durchströmende Kraft wirket, was der Vater und der Sohn beschließen. Gott ist allmächtig und überaus weise und liebevoll. Dieser Begriff ist verständlicher und löst das Problem der dreieinigen Gottheit auf das einfachste, und nur geistig blinde Menschen können diese einfache Lösung nicht fassen oder anerkennen, weil sie irregeleitet sind durch geistig blinde Führer, die unerleuchtet sind und sich auch nicht belehren lassen. Amen. B.D. NR. 4484.

 

Nikolaiten

Eine Konkordanz ist auch hilfreich, wenn ich ein Wort untersuchen will. Ich lese vielleicht Offenbarung 2,6. "Aber das hast du, daß du die Werke der Nikolaiten hassest, welche ich auch hasse." Und jetzt möchte ich wissen, was es mit dem Wort Nokolaiten auf sich hat. Ich schlage also dieses Wort in der Konkordanz von Strong nach und finde, daß es zweimal vorkommt, in der Offenbarung 2,6 und 2,15 und das es bei Strong eine Nummer hat, die Nummer 3531. Am Ende von Strongs Konkordanz ist ein hebräisches und ein griechisches Wörterbuch und da mein Wort aus dem Neuen Testament ist, gehe ich zum griechischen Wörterbuch und schlage es dort nach, um mehr über es herauszufinden. Was ich dort finde, und was ich dadurch finde, daß ich die Verweise dort zu anderen Wörtern aufsuche, gibt mir Informationen über das Wort mit der Nummer 3531. Die Nikolaiten sind diejenigen, die die Leute (nikao) - oder die Laien - erobern (laos). Die Nikolaiten sind also der Klerus - es sind die Geistlichen. Es sind diejenigen, die ihre selbstgemachten Kirchen erfinden und unterhalten. Es sind diejenigen, die sich unter uns befinden, und deren Absicht es ist, ihr eigens Reich zu haben. Sie wollen die Leute erobern - gewinnen - die zu unseren Versammlungen kommen, um sie in ihre Konfessionen zu ziehen. Ihr Ziel ist die Einnahme, die Eroberung, der Sieg über Menschen. Es sind diejenigen von denen Jesus sagt, daß er ihre Werke haßt.

Es wird also deutlich, warum die Bibelübersetzer das Wort Nikolaiten nicht übersetzen, so wie sie auch alle anderen Worte aus dem Griechischen ins Deutsche übersetzt haben. Sie schreiben lieber Nikolaiten als Leute-Eroberer oder etwas entsprechendes. Der Grund ist, daß diese Übersetzer diese Leute selbst sind - diese Leute-Eroberer - und sie wollen es den Lesern nicht so einfach machen, dieses zu entdecken. Sie wollen solche Schriftstellen die sich auf sie selbst beziehen, und sie bloßstellen, unverständlich machen. Es ist der gleiche Grund warum sie in 1 Timotheus 6,5 den Satzteil "halte dich von solchen fern" auslassen.

In den beiden Versen der Bibel über die Nikolaiten spricht Jesus. Er spricht zu dem Engel der Gemeinde in Ephesus und Pergamus. Er sagt, daß es gut ist, die Werke der Nikolaiten zu hassen, also ihre Taten und Praktiken. Er sagt nicht, daß wir sie selbst hassen sollen. Wir hassen solche Leute nicht; nur was sie tun. Und weil wir sie lieben, genau deshalb tun wir etwas gegen das, was sie tun. Unser Tun ist vielleicht so etwas wie es uns in 1 Timotheus 6,5 geboten wird: wir halten uns von ihnen fern.

 

Neid und Hader und Zank

Sie mögen vielleicht denken, daß doch viele dieser Leute das Evangelium predigen, daß Menschen gerettet werden, sogar geheilt und freigesetzt werde. Sie tun Gottes Arbeit und nun sollen Sie sich von ihnen fern halten.

Ich möchte Sie auf eine Schriftstelle verweisen, die sich mit diesem Problem befaßt. Es ist Philipper 1,15-18:

Etliche zwar predigen Christum um des Neides und Haders willen, etliche aber aus guter Meinung. Jene verkündigen Christum aus Zank und nicht lauter; denn sie meinen, sie wollen eine Trübsal zuwenden meinen Banden; diese aber aus Liebe; denn sie wissen, daß ich zur Verantwortung des Evangeliums hier liege. Was tut's aber? Daß nur Christus verkündigt werde allerleiweise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich doch darin und will mich auch freuen.

Wenn Paulus hier sagt, daß einige das Christentum um des Neides und Haders willen predigen, dann erinnert uns dies an was Paulus in 1 Timotheus 6,4 sagt: "Schulgezänke solcher Menschen, die zerrüttete Sinne haben und der Wahrheit beraubt sind, die da meinen, Gottseligkeit sei ein Gewerbe." Etwas aus Neid zu tun, das Christentum um des Neides willen zu predigen, ist das Gleiche, als wenn das Christentum als Gewerbe betrachtet wird. Sie tun etwas aus Neid, sie wollen etwas für sich selbst gewinnen, etwas gewerblich ausnutzen.

Es kann also aus schlechten Motive geschehen, warum Leute das Christentum predigen. Wir sollten aber nicht vergessen, daß Gott alle Dinge seiner Schöpfung nutzen kann, um Ausdruck über ihn zu geben. Gott kann Dinge - materielle Dinge - benutzen, um zu uns zu sprechen. Alle Dinge sind von Gott geschaffen worden und weisen deshalb auch auf ihn und führen zu ihm. Ein Mann kann einen kahlen Baum im Winter sehen und wie er über diese Situation nachdenkt, wird ihm bewußt, daß bald das Laub wieder erscheinen wird und daß es Gott ist, der es tut und es führt ihn zu Gott. Gott kann also alles nutzen, auf ihn hinzuweisen. Er kann sogar Heuchler benutzen, um Menschen zu Christus zu bringen.

Denken Sie an die Frau die beim Ehebruch ergriffen wurde. Warum brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer diese Frau zu Jesus? Sie brachten sie "um des Neides und Haders willen" (Philipper 1,15), "aus Zank und nicht lauter; denn sie meinen, sie wollen eine Trübsal zuwenden Jesu Banden" (Philipper 1,16). "Was tut's aber? Daß nur Christus verkündigt werde allerleiweise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich doch darin und will mich auch freuen" (Philipper 1,18). Gott kann jede Situation für sich nutzen und aus ihr das Beste machen.

 

Herr

Die Heuchler brachten also die Ehebrecherin zu Jesus, um ihm Probleme zu bereiten, um Hader zu stiften, aus Neid, aus Zank, um Jesu Trübsal zu bereiten; es war ein Vorwand. Und trotz all dieser falschen Motive gab es ein völlig positives Ergebnis: Die Frau wurde gerettet. Sie wurde nicht nur davor gerettet, gesteinigt zu werden, sie wurde auch von ihren Sünden errettet und fand ewiges Leben - sie wurde vor der Hölle gerettet. Wie wurde sie gerettet? Sie wurde dadurch gerettet, daß sie Jesus als ihren Herrn bekannte. Sie sagte "Herr" - sie öffnete ihren Mund und bekannte Jesus als ihren Herrn. "Denn so du mit deinem Munde bekennst Jesum, daß er der Herr sei, und glaubst in deinem Herzen, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig." (Römer 10,9-10).

Stellen wir uns nur einmal vor, wie diese Frau von diesen Leuten zum Tempel gebracht wurde, die geradezu hofften, daß sie sie steinigen könnten und damit Jesus in eine peinliche Lage versetzen könnten. Sie war in großer Seelenqual und in Todesfurcht. Und dann hört sie, wie ihre Ankläger auf das Gesetz des Mose verweisen, das ihren Tod fordert. Und diese Ankläger fuhren fort Jesus zu fragen, und Jesus schrieb auf die Erde. Und dann hörte sie Jesu Worte - Worte die ihr sagten, daß eigentlich niemand den ersten Stein auf sie werfen konnte. Diese Worte hörten sich wie Errettung an. Und dann sah sie die Folgen dieser Worte: plötzlich war keiner ihrer Ankläger mehr anwesend - sie waren alle verschwunden. Sie war erlöst. Sie war von Jesus errettet worden. Jesus hatte sie gerettet. Und als ihr Erlöser sie etwas fragte, antwortete sie und erklärte eine Tatsache: keiner war mehr da. Sie sagte: "Herr, niemand." Sie nannte ihn Herr. Sie bekannte mit ihrem Mund Jesum, daß er der Herr sei, und so wurde sie selig.

Wir haben hier diesen Bericht von der Frau, die im Ehebruch ergriffen wurde, gebraucht, um zu zeigen, daß Gott die Heuchler benutzen kann, um Menschen zu Jesus zu bringen - die Frau dazu zu bringen, Jesus als Herr zu bekennen und eine Gläubige zu werden und erlöst zu werden.

Was ist das Prinzip von all diesem? Wonach sollten wir uns richten?

Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern und sprach: Auf Mose's Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut's; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen's wohl, und tun's nicht (Matthäus 23,1-3).

Wenn also jemand die Worte Gottes lehrt, dann halten wir uns an diese Lehre. Wenn dieser Lehrer Fehler hat, dann können wir diese Fehler nicht dazu benutzen, seine Lehre nicht zu befolgen.

 

Das Beste - Vortrefflichkeit

In Philipper 1,9-11 haben wir Paulus Gebet: "Und darum bete ich, daß eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntnis und Erfahrung, daß ihr prüfen möget, was das Beste sei, auf daß ihr seid lauter und unanstößig auf den Tag Christi, erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum geschehen in euch zur Ehre und Lobe Gottes."

Wir müssen prüfen, was das Beste ist: erkennen und unterscheiden was das Beste ist. Da sind vielleicht viele Dinge die zu Gott führen, wir aber sollten spüren, was davon die vorteilhafteste Lösung ist. Diese Botschaft wurde geschrieben, so daß Ihre Liebe mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntnis und Erfahrung. Wenn Sie und ich mehr und mehr reich werden in allerlei Erkenntnis und Erfahrung, dann werden wir den besten Weg nehmen, um jemand zu Christus zu führen. Wir werden zum Beispiel die Gemeinde der wahren Gläubigen unterstützen und nicht die Kirche der Spalter, denn wir wissen, daß die wahre Kirche viel effektiver Ungläubige zur Bekehrung bringen kann, als es die Imitationskirche je könnte. Aber sogar noch wichtiger ist es, daß wir selbst "lauter und unanstößig auf den Tag Christi sind, erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum geschehen in euch zur Ehre und Lobe Gottes," daß wir selbst das tun, was das Beste für uns ist und uns nicht von den Heuchlern täuschen lassen.

Die Bibel möchte, daß wir prüfen mögen, was das Beste sei. Hierfür hatten wir bereits zwei Beispiele.

Das erste war das in Philipper 1,15-18. Das Beste ist die Art und Weise in der Paulus die gute Nachricht predigt - aus guter Meinung. Die andere Art ist Christus um des Neides und Haders willen zu predigen, aus Zank und nicht lauter, zum Vorwand, um den wahren Gläubigen Trübsal zu verursachen. Es ist ein möglicher Weg - aber bestimmt nicht der beste.

Das zweite Beispiel ist der Bericht über die Frau die beim Ehebruch ergriffen wurde. Da waren Menschen die für Gott handelten, dabei aber die falschen Motive hatten. Sie beschritten einen möglichen Weg, aber er war nicht der beste. Der beste wäre gewesen diese Frau zu Jesus zu bringen und es aus echten Motiven heraus zu tun. Der richtige Weg wäre gewesen, es so zu tun wie es Andreas tat als er Petrus zu Jesus brachte (Johannes 1,41-42).

In beiden Beispielen wurden Menschen zu Gott gebracht, und trotz falscher Motive, oder ungeachtet der Tatsache, daß Leute nicht den richtigen Weg wissen oder nicht nehmen, wurde das richtige Ergebnis erreicht. Wir wollen nun ein drittes Beispiel ansehen.

Etliche Tage nach dem Tag der Pfingsten kommt eine Person nach Jerusalem, um Gott zu finden. Man könnte ihn zum Tempel schicken damit er dort mitten unter den Lehrern sitzt und ihnen zuhört und sie fragt. Dies scheint ein ausgezeichneter Weg zu sein. Jesus ging ihn (Lukas 2,46). Es ist aber einleuchtend für uns heute, daß das ganz bestimmt nicht der beste Weg gewesen wäre. Er würde diese Person schon von Anfang an in die falsche Richtung weisen. Er würde zu Leuten geschickt werden, die ihn wahrscheinlich sogar vor dieser neuen Jesus-Sekte warnen würden - er würde selbst ein Heuchler werden. Der beste Weg ist, eine solche Person zum Obergemach zu schicken oder zu der Halle Salomos, um Petrus zuzuhören. Dies würde der beste Weg für diesen Suchenden sein.

Heute sollten wir die wahre Kirche haben und diesen Leib von Gläubigen benutzen, um die gute Nachricht zu verbreiten und wir sollten einen Suchenden nicht zu einer Imitationskirche schicken und ihn damit schon von Anfang an auf den falschen Pfad leiten. Wenn es uns nach einer Mahlzeit verlangt, gehen wir in ein Restaurant und wir versuchen nicht, Nahrungsmittel aus den Mülleimern zu sammeln, denn wir werden dann nicht richtig genährt werden, wir werden wahrscheinlich sogar krank werden.

Wenn jemand zu einer menschgemachten Kirche geht, werden ihm immer falsche Lehren vorgesetzt werden, denn es ist ein geistiges Prinzip, daß dort Fleischlichkeit herrscht. Dort wird der Leib Christi nicht unterschieden (1 Korinther 3,1-4) und somit wird ihm Nahrung gegeben werden, die ihn krank machen mag, die ihn nicht nur geistig krank machen mag sondern auch physisch - die seinen Körper krank machen mag (1 Korinther 11,29-30). Krankheit hat direkt etwas mit der Zugehörigkeit zu Konfessionen zu tun. Es ist als ob er aus der Mülltonne ißt. Ein kluges Herz hungert nach Wahrheit; aber der Narren Mund ernährt sich von Unrat. Ein verständiger Mensch verlangt nach Wissen; ein uneinsichtiger hat nur auf Dummheit Appetit (Sprüche 15,14).

 

Kirche

Um mehr zu lernen, wie man eine Konkordanz benutzen kann, wollen wir uns das Wort "Kirche" ansehen. Das Wort "Kirche" ist eigentlich ein Wort das von religiösen Mensch gebraucht wird und das es in der Bibel nicht wirklich gibt. Das ursprüngliche griechische Wort dort ist "ekklesia" und bedeutet Versammlung, oder Gemeinde, und sollte als solches übersetzt werden. Es kann jede Form von Versammlung sein - eine weltliche oder eine religiöse. Der Beweis hierfür ist in der Bibel selbst und kann im neunzehnten Kapitel der Apostelgeschichte gefunden werden. Man benötigt für diese Untersuchung nicht einmal Kenntnisse der griechischen Sprache - nur eine Konkordanz. Da sind drei Verse in der Apostelgeschichte 19 in denen das Wort "ekklesia" vorkommt und für eine weltliche Versammlung verwendet wird und dies ist der Beweis, daß das Wort "ekklesia" nicht die besondere christliche Bedeutung hat, wie das Wort "Kirche" es in der deutschen Sprache hat, oder wie es das Wort "church" in der englischen Sprache hat. Die Worte "Kirche" und "church" sind Worte geworden, die einen spezifischen religiösen Charakter haben, und die nur unter christlichen Umständen verwendet werden. Dies ist aber nicht der Fall mit dem Wort "ekklesia" wie es in der Bibel gebraucht wird. Es ist einfach ein normales Wort das für die Zusammenkunft von Menschen gebraucht wird. Die Verse in der Apostelgeschichte 19 sind: 32, 39 und 41. Dort wird es für die Zusammenkunft von heidnischen Menschen in Ephesus angewendet. Sie können das selbst nachprüfen, in dem sie eine Konkordanz nutzen. In Strong's Concordance hat James Strong jedem Wort eine Nummer gegeben und hat ein Wörterbuch beigefügt, das auf diesen Nummern basiert. Strongs Nummern werden auch in anderen Bibelhilfen verwendet. Es gibt interlineare Bibeln, die die Nummern von James Strong gebrauchen. Strong's Concordance basiert auf der King James Version (KJV) der Bibel. Wenn die beiden englischen Worte "church" und "assembly" nachgeschlagen werden, findet man, daß das griechische Wort "ekklesia" benutzt wird wenn es mit "church" übersetz wird, aber daß es auch in den drei Versen in der Apostelgeschichte 19 benutzt wird, wo es mit "assembly" übersetzt wird. Aber alle diese Worte haben die selbe Nummer - die Nummer 1577. Und wenn man dann zum Ende der Konkordanz geht - zum griechischen Wörterbuch - dann findet man unter der Nummer 1577 das griechische Wort "ekklesia" und dies bedeutet, daß das griechische Wort "ekklesia" für zwei englische Worte gebraucht wird: church und assembly. Die Übersetzer der KJV führen uns also irre. Sie versuchen uns zu sagen, daß es in der Bibel ein Wort "church" gibt, indem sie das griechische Wort "ekklesia" als das englische Wort "church" übersetzen. Aber dann hätten sie konsequent sein sollen und es jedesmal so übersetzen sollen. Aber das konnten sie nicht tun, denn in der Apostelgeschichte 19 hätte es keinen Sinn ergeben, es hätte die Versammlung der Heiden als "church", als "Kirche", bezeichnet. Hätten sie es korrekt gemacht, dann hätten sie es in all diesen Fällen mit "assembly", mit "Versammlung", übersetzt. Aber das taten sie nicht, denn sie wollten ein religiöse Wort, das Wort "church", oder "Kirche", schaffen.

Wenn Sie eine Interlinearübersetzung der Bibel nutzen, können Sie dieses auch nachprüfen ohne eine Konkordanz zu gebrauchen. Sie sehen sich das Wort "Versammlung" in den Versen 32, 39 und 41 in der Apostelgeschichte Kapitel 19 an und sehen, daß jedesmal über diesem deutschen Wort das griechische Wort "ekklesia" steht. Dann gehen sie ein Kapitel zurück, zu Apostelgeschichte 18,22, und finden dort das deutsche Wort "Gemeinde", aber auch dort steht das griechische Wort "ekklesia" darüber. Sie können auch ein Kapitel weiter gehen, zu Apostelgeschichte 20,17 und dort beim Wort "Gemeinde" werden Sie das Gleiche feststellen.

Das Wort "ekklesia" wurde also mißbraucht, um das Wort "Kirche" zu erschaffen - um aus dem Christentum eine Religion zu machen. Nun auch hier müssen wir wieder darauf hinweisen, daß Luther zu der Zeit, als er die Übersetzung des Neuen Testaments anfertigte, nicht fleischlich sonder geistlich war, denn er war konsequent und hat das griechische Wort "ekklesia" immer mit "Gemeinde" übersetzt. Und das scheint auch noch bis heute in den revidierten Ausgaben so weiter beibehalten zu werden. Aber die Lutherübersetzung scheint bei den deutschen Übersetzungen die Ausnahme zu sein. Die meisten anderen deutschen Übersetzungen scheinen "ekklesia" zweideutig zu übersetzen und etliche kreieren das Kunstwort "Kirche". Sehen Sie sich mal die 5 Verse an: Apg 18,22, Apg 19,32, Apg 19,39, Apg 19,41 und Apg 20,17 an. Die meisten Bibeln benutzen Gemeinde und Versammlung, es gibt aber auch Fälle, wo "ekklesia" mit "Kirche" übersetzt wurde. Also im Englischen wie im Deutschen wurden die religiösen Worte "church" und "Kirche" von den Religionisten eingeführt, und zwar dadurch, daß sie das ursprüngliche Wort verdrehten, es korrumpierten.

Das Prinzip der Heuchler ist es, die Schriften zu verdrehen, und das zu ihrer eigenen Verdammnis (2 Petrus 3,16).

 

Apostel

Wir wollen uns eine weiteres Beispiel ansehen in dem religiöse Leute religiöse Worte benutzen die in Wirklichkeit nicht in der Bibel sind. Wenn wir in Strong's Concordance zu dem Wort "apostle" (Apostel) gehen, finden wir dort die Nummer 652. Und wenn wir dann zu dieser Nummer 652 im griechischen Wörterbuch gehen, finden wir dort das griechische Wort "apostolos." Und wir finden dort auch die Information, das dieses griechische Wort "apostolos" in die drei englischen Ausdrücke "apostle," "messenger" und "he that is sent" übersetzt wurde in der KJV. Wenn wir dann zu dem Wort "messenger" gehen, finden wir, daß es in Philipper 2,25 und in 2 Korinther 8,23 vorkommt. Aber die Bibelübersetzer nahmen nicht das Wort "Apostel" hier, denn die religiöse Bedeutung, die sie diesem Wort gegeben hatten, paßte ihnen hier nicht. Wenn wir jetzt in der Konkordanz zu dem Wort "sent" gehen, finden wir, daß das Wort 652 in Johannes 13,16 benutzt wird. Und wenn wir dann Johannes 13,16 nachlesen, finden wir, daß die meisten Bibelübersetzer hier nicht das Wort Apostel gebrauchen, sondern Botschafter oder Gesandter oder Sendbote oder Abgesandter oder Bote. Das griechische Wort "apostolos" hat also die ganz allgemeine Bedeutung die wir im Deutschen als "Bote" kennen. Und als "Bote" hätte dieses Wort in allen anderen Fällen auch übersetzt werden müssen - wenn nicht die verfälschende Absicht der Übersetzer bestehen würde, ein religiöses Wort zu kreieren. So schufen sie das deutsche Wort "Apostel." Und damit kreierten sie ein religiöses Wort das nur in der christlichen Religion gebraucht wird und halfen damit, eine christliche Religion zu schaffen und zeigten, daß sie nicht verstanden, daß die Nachfolge Jesu keine Religion ist und daß religiöse Worte und religiöse Riten, Zeremonien, Liturgien und Rituale nicht Teil eines Lebens mit Christus sind. Ein Jünger Jesu zu sein ist keine Religion. Ein Buddhist oder ein Moslem oder ein Hindu zu sein bedeutet normalerweise einer Religion anzugehören, und in diesem Zusammenhang bedeutet ein Christ zu sein, der christlichen Religion zugehörig zu sein. Aber vom Geist des Gottes geleitet zu sein, der den Himmel und die Erde und das Meer und alles was darin ist geschaffen hat, ist keine Religion. Wir haben keine religiösen Worte. Dies ist es was uns von den Religionen dieser Welt trennt. Wir sollten dies niemals vergessen. Und so ist es wahrscheinlich auch mit den anderen Religionen: Die Leute in ihnen, die der wahren Lehre dort folgen, sind echte Nachfolger und eher qualifiziert wahre Nachfolger von Jesus zu sein, als die, die Herr, Herr sagen, aber nicht tun was Jesus ihnen aufgibt. Solche Leute sind also eher unsere Schwestern und Brüder als diejenigen, die sich Christen dem Namen nach nennen. In Matthäus 7,15-23 lehrt Jesus, daß Menschen die nur Herr, Herr sagen nicht Christen sind, sonder die, die tun was er sagt.

Es ist recht einfach eine Konkordanz zu gebrauchen, und es ist ein hilfreiches Werkzeug zum Bibelstudium und zum Wachsen in der Kenntnis Gottes. Es ist besonders nützlich, wenn man eine Liste all der Stellen der Bibel haben will, in denen ein bestimmtes Wort vorkommt, oder um all die Stellen zu finden, in der eine bestimmte Person erwähnt wird.

Ein weiterer Vorteil von Strong's Concordance ist, daß man all die Bibelstellen herausfinden kann, in welchen ein bestimmtes hebräisches oder ein bestimmtes griechisches Wort existiert, denn am Schluß jeder Eintragung eines Wortes im hebräischen und im griechischen Wörterbuch befindet sich eine Liste derjenigen verschiedenen englischen Worte, in die es übersetzt wurde. Nehmen wir als Beispiel das griechische Wort mit der Nummer 1577 - "ekklesia" - dann finden wir, wenn wir im griechischen Wörterbuch zur Nummer 1577 gehen, daß es in die folgenden zwei englischen Worte übersetzt wurde: "assembly" und "church." Und wenn wir dann zum Hauptteil von Strong's Concordance gehen, können wir diese beiden Worte nachschlagen und all die Eintragen finden, in denen das griechische Wort mit der Nummer 1577 für sie verwendet wurde. Man kann also, ohne Kenntnisse des Hebräischen oder des Griechischen, die Untersuchung eines Wortes dieser beiden Sprachen recht weit führen.

Eine Konkordanz beruht meistens auf einer bestimmten Bibelübersetzung und es ist deshalb zweckmäßig, diese entsprechende Bibelübersetzung auch zu haben. Beruht die Konkordanz auf der Übersetzung von Luther, sollte man also auch die entsprechende Luther-Übersetzung gebrauchen. Sollten Sie Strong's Concordance benutzen, wäre also, um den Gebrauch sinnvoll zu machen, die englische Bibel in der King James Version (KJV) zweckmäßig. Wenn Sie zum Beispiel wissen wollen, was das griechische Wort für "Abgesandter" in Johannes 13,16 einer deutschen Bibelübersetzung ist, dann würden Sie diesen Vers in der KJV aufschlagen, dort das Wort "sent" finden und dann in Strong's Concordance sehen, daß dieses Wort "sent" in diesem speziellen Fall die Nummer 652 hat, und dann im griechischen Wörterbuch unter der Nummer 652 das Wort "apostolos" finden. Die KJV ist dann also als Bindeglied notwendig.

Eine Konkordanz ist ein gutes Werkzeug, um zum Beispiel zu überprüfen, ob das Wort "Apostel" als Titel benutzt wird, denn all die Verse, in denen das Wort "Apostel" in der Bibel vorkommt, befinden sich an einer Stelle. Wenn man also das Wort "Apostel" in der Konkordanz aufschlägt, kann man mühelos sehen, daß es niemals als Titel angewendet wird - es gibt da nicht so etwas wie einen "Apostel Paulus." Die beiden Worte "Apostel" und "Paulus" erscheinen hauptsächlich wie folgt: Paulus, ein Apostel Jesus Christi.

Auch in diesem Fall - der Überprüfung des Wortes Apostel - käme man ohne Konkordanz aus, und man brauchte nur eine Interlinearübersetzung zu nehmen und die folgenden Verse aufzusuchen: Joh 13,16; 2 Kor 8,23; Phil 2,25 und vielleicht Kol 1,1. Man kann sich dann ein Bild machen, wie unterschiedlich das griechische Wort "apostolos" übersetzt wird.

 

Geld

Ich möchte noch ein Beispiel für den Gebrauch einer Interlinearübersetzung anführen. Immer wenn ich mir eine für mich neue Bibelübersetzung ansehe, gehe ich zu Apostelgeschichte 6,1 und sehe mir an, wie es übersetzt wurde. Vor einiger Zeit als ich mich mit Apostelgeschichte 6,1 beschäftigte, viel mir auf, daß einige Übersetzungen folgendes hinzugefügt hatten: "der Lebensmittel" oder "Speise" oder "Verpflegung." Andere Übersetzungen hatten dies nicht. Ich machte mir also Gedanken, wie ich herausfinden könnte, was der ursprüngliche griechische Text sagen würde. Die Lösung war die Interlinearübersetzung. Ich sah unter Apostelgeschichte 6,1 nach und fand, daß diese zusätzlichen Worte, die auf das "Essen" wiesen, nicht da waren. Jahre später unterhielt ich mich mit einer Person über diese Stelle in der Bibel und sie sah sie sich in ihrer Bibel an und fand, daß diese Worte auch zugefügt waren, aber kursiv gedruckt waren. Wir versuchten dann herauszufinden, was kursiver Druck zu bedeuten hatte und fanden die Erklärung am Anfang der Bibel, daß kursiv solcher Text sei, der zwar nicht in dem ursprünglichen Hebräisch oder Griechisch zu finden sei, aber auf ihn schließen ließe - er sich aus dem ursprünglichen Text ergeben würde. Wir hatten hier also eine Bestätigung gefunden, daß diese "Essen"-Ausdrücke nicht im ursprünglichen Griechisch vorkamen. Religiöse Übersetzer haben sie einfach hinzugefügt. Sie haben sie dazu gefügt und behaupten dann, daß sich dieser Zusatz aus dem ursprünglichen Text ja ergeben würde. Wenn man sich aber den Zusammenhang etwas ansieht, sieht man, daß man solche Schlußfolgerungen nicht machen kann, daß man nicht auf so etwas schließen kann. Im Gegenteil, man kann sehr einfach ersehen, daß dieser Dienst (oder Bedienung oder Handreichung oder Hilfeleistung oder Austeilung oder Versorgung oder Verteilung) sich nicht auf "Essen", sondern auf Geld bezieht. Dies ist in Apostelgeschichte 4,34-35 zu finden. Da steht ganz klar, daß es Geld war, das verteilt wurde.

Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wie viel ihrer waren, die da Äcker oder Häuser hatten, die verkauften sie und brachten das Geld des verkauften Guts und legten es zu der Apostel Füßen; und man gab einem jeglichen, was ihm not war.

Es ist also eindeutig, daß es nicht Lebensmittel waren, die gebracht und dann verteilt wurden, sondern Geld. Warum werden wir von Bibelübersetzern so in die Irre geführt? Weil sie Heuchler sind - denn wenn sie sagen würden, daß es sich aus dem Zusammenhang ergibt, daß es sich um Geld handelt, das verteilt wurde, dann würden die Leser ja anfangen zu denken. Die Leute würden in der Bibel lesen, daß wenn die Armen zur Kirche kamen, an sie Geld verteilt wurde, daß aber wenn heute die Armen zur Kirche kommen, an sie kein Geld verteilt wird, im Gegenteil, die Kirche will Geld von ihnen haben; von ihnen wird Geld eingesammelt.

Auf den ersten Blick scheint dies für jemanden in einer Wohlstandsgesellschaft kein großes Problem zu sein, wenn man aber sich Situationen anhören muß, wo der Priester darauf besteht, daß das Geld gegeben wird und Druck auf die Leute ausübt und sie müssen dieses Geld vom dem wenigen was sie zum leben haben abzweigen, und es ist vielleicht ein erheblicher Teil dieses Lebensunterhalts, dann wird einem klar, was für Probleme solche Leute haben, die sich davon beeindrucken lassen, was andere über sie denken und was andere wohl denken werden, wenn sie nur wenig oder nichts geben. Wenn sie soviel geben, wie sie meinen, daß es von andere erwartet wird, dann haben ihre Kinder nichts zu essen. In wohlhabenden Gegenden ist das Verhalten von selbstgemachten Kirchen verabscheuungswürdig, aber in ärmeren Gegenden kann es leicht zu einem Terrorregime werden - zu einer terroristischen Vereinigung.

Das ganze System der selbstgemachten Kirchen würde bloßgestellt, denn wir sollten nicht vergessen, daß der greifbarste Weg eine Person oder eine Gruppe von Personen einzuschätzen und beurteilen zu können, der Weg des Geldes ist - sie zu beobachten wie sie mit Geld umgehen, besonders mit dem Geld anderer Leute. Es ist immer der schnellste Weg, sich ein Bild über jemand zu machen: sein Umgang mit Geld zu beobachten. Wenn er Geld haben will, ist er ein falscher Prophet.

In der Apostelgeschichte 4,36-37 ist noch einmal angegeben, daß es Geld war, das zur Kirche gebracht wurde, Barnabas brachte das Geld und legte es zu Füßen der Apostel - oder zu Füßen der Boten, sollten wir vielleicht besser sagen. Auch in der Apostelgeschichte 5,1-4 wurde Geld gebracht, Ananias und Saphira brachten Geld. Dreimal wird dort von Geld berichtet.

Wir wollen eine weitere Bestätigung ansehen, Apostelgeschichte 6,2:

Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es taugt nicht, daß wir das Wort Gottes unterlassen und zu Tische dienen.

In der Interlinearübersetzung oder in Strong's Concordance kann man ersehen, daß das Wort "Tische" die Nummer 5132 hat. Und im griechischen Wörterbuch findet man unter dieser Nummer das griechische Wort "trapeza." Und wenn wir zu Lukas 19,23 in der Interlinearübersetzung gehen, finden wir, daß das selbe Wort "trapeza" für das deutsche Wort "Bank" benutzt wird. Lukas 19,23:

Warum hast du denn mein Geld nicht in die Wechselbank gegeben? Und wenn ich gekommen wäre, hätte ich's mit Zinsen erfordert.

Für das griechische Wort "trapeza" wird hier also das deutsche Wort "Bank" benutzt. Daß das griechische Wort "trapeza" oft etwas mit Geld zu tun hat - mit der Handhabung von Geld - kommt recht klar zum Ausdruck in Versen wie Matthäus 21,12, Markus 11,15 und Johannes 2,15 wo es für die Tische der Geldwechsler gebraucht wird, die von Jesus umgeworfen werden. Diese Tische der Geldwechsler sind das griechische Wort "trapeza" und haben deshalb die Bedeutung des deutschen Wortes "Bank." Das gleiche Wort "trapeza," für das das deutsche Wort "Bank" in Lukas 19,23 benutzt wird, und das auch für das deutsche Wort "Tisch" der Geldwechsler im Tempel benutzt wird, wird in Apostelgeschichte 6,2 für die Tische benutzt, an denen die Sieben dienen.

Auch in diesem Fall würde ein Aufsuchen der eben gerade angeführten Schriftstelen in einer Interlinearübersetzung eine Überprüfung ohne den Gebrauch einer Konkordanz möglich sein. Man müßte nur die Schriftstellen wissen, die relevant sind.

Diese Untersuchung der Apostelgeschichte 6,1-2 hat die wohl wichtigste Unterscheidung zwischen der Imitatioskirche und der wahren Gemeinde der Glaubenden zum Vorschein gebracht. Die selbstgemachte Kirche nimmt von den Armen und der wahre Leib des Herrn gibt den Armen - wie es Christus tat, als er auf Erden wandelte. Sogar ein Mann wie Barnabas der Apostel - oder besser Barnabas der Bote - ein Mann, der unter den "Geistlichen" von heute den höchstem Rang in der Hierarchie der Kleriker einnehmen würde, hat keine Spenden von den Armen eingesammelt oder einsammeln lassen, sondern verkaufte ein Feld das ihm gehörte und brachte das Geld und es wurde verteilt. Und der "Geistliche" von heute ist immer fleißig mit seiner Kollekte beschäftigt - er ist dabei, Geld einzusammeln. Wo findet man irgendwo einen Bericht in der Bibel wo Jesus eine Kollekte abhielt oder wo Paulus für seine eigene Arbeit Geld sammelte?

Eine Situation, in der ein heutiger Bischof ein Stück Grund und Boden verkauft, um das Geld dann an die Armen zu verteilen, ist schwer vorstellbar; sie würde schon einiges an Vorstellungskraft erfordern.

Die selbstgemachte "christliche" Kirche verkauft nicht ein Feld und gibt nicht das Geld davon den Armen, nein, sie ist noch heute der größte private Grundeigentümer der Welt.

Diese Untersuchung der ersten Verse der Apostelgeschichte Kapitel 6 - oder vielleicht besser Botengeschichte Kapitel 6 - sollte uns aber auch an etwas anderes erinnern. Dieser Bericht über die Wahl der Sieben richtet unseren Blick auf die Wichtigkeit des Gebens, besonders des Gebens von Geld, und wie wir es geben sollten. Wenn wir jemanden Geld geben - hier besonders Geld schenken - dann sollten wir dabei "erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist" (Apostelgeschichte 6,5) sein. Es ist wichtig, daß wir glauben, das heißt das wir davon überzeugt sind, daß wir den angemessenen Betrag an die richtige Person zur richtigen Zeit gebe. Und daß wir dabei vom Geist geleitet sind und uns von der Person, und der Situation in der sie sich befindet, eine richtige Vorstellung machen. Das heißt zum Beispiel auch, daß wir wissen, ob es überhaupt richtig ist, dieser Person Geld zu schenken. Das Schenken von Geld ist ein sehr gutes Übungsfeld, um vom Geist geleitet zu sein. Wir sollten jede Form von Regelmäßigkeit vermeiden. Wenn wir regelmäßig einer Person etwas geben, veranlassen wir dadurch, daß diese Person abhängig wird, und sich weniger auf sich selbst - und damit auf Gott - verläßt. Auf alle Fälle gilt es zu vermeiden, einer Person oder einer Organisation, jährliche oder monatliche Beträge zu zahlen, zu überweisen. Das Extrem ist wohl, wenn Menschen in Deutschland dem Finanzamt eine Religionszugehörigkeit angeben, und ihm dadurch das automatische Einziehen der Kirchensteuer ermöglichen. Auch das Geben des Zehnten sollten wir vermeiden; es ist eine Sache des Alten Testamentes. Wir sind beim Geben vom Geist geleitet. Wir nutzen jedes Geben, um mehr zu lernen, auf unseren Geist zu hören. Wir sind beim Geben völlig frei von einem Einfluß der auf dem beruht, was andere wohl von uns denken werden, wenn wir dies tun oder das andere nicht tun. Unsere Motivation beim Geben beruht völlig auf der Schrift. Wir richten uns nach 2 Korinther 8,3 und geben aus eigenem Antrieb - ganz von uns aus. Wir spenden nach unseren Kräften und vielleicht sogar darüber hinaus, aber es bleibt immer unsere Entscheidung. Wir sind willig, das heißt es geht nach unserem Willen, niemals nach dem Willen von jemand anderem. Es muß völlig freiwillig geschehen. Wir tun es ohne Aufforderung, eine Aufforderung beeinflußt nicht unsere Entscheidung. Wir lassen uns nicht beeinflussen, auch nicht wenn etwas von uns verlangt wird. Wenn wir etwas beisteuern, dann tun wir es freiwillig - aus freien Stücken - als Freiwillige. Das Geben von Geld ist eine wichtige Angelegenheit. Es kommt gleich nach dem Gebet und dem Dienst am Wort (Apostelgeschichte 6,4) und es erfordert unseren Glauben, unseren Geist und unsere Weisheit. Falls wir in eine Routine des Gebens verfallen sind, sollten wir uns schnellsten daraus befreien.

Aber eine Konkordanz die nur eine beschränkte Anzahl von Stichworten hat, kann sehr nützlich sein. Ich habe bereits eine vollständige Konkordanz erwähnt und auf ihre Vorteile verwiesen. Aber eine vollständige Konkordanz, ebenso wie eine Konkordanz die nicht alle Worte enthält, aber auch als ein eigenständiges Buch erscheint, hat Nachteile, und ich möchte hier ein Beispiel anführen, um dies aufzuzeigen. Ich wollte eine Bibelstelle finden, die etwa folgendermaßen lautete: "Nicht durch Heer oder Kraft sondern durch meinen Geist." Alle Worte die hierin auftreten sind recht gewöhnliche Worte die häufig vorkommen und ich stellte schnell fest, daß die Listen dieser Worte in der vollständigen Konkordanz recht lang waren und ich relative viel Zeit benötigen würde, um den gewünschten Vers zu finden. Dann fiel mir ein, daß diese Schriftstelle eigentlich recht bekannt ist und daß ich sie vielleicht in einer nicht so umfangreichen Konkordanz finden könnte, einer Konkordanz die manchmal einer Bibel als Anhang beigefügt ist. Ich nahm eine solche Bibel zur Hand und suchte nach dem Wort "Kraft" und dort fand ich den gesuchten Vers sofort. Es war Sacharja 4,6. "Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth." Diese Konkordanz mit einer beschränkten Auswahl an Eintragungen erwies sich also als sehr hilfreich und sie ersparte es mir, daß ich diesen Vers mit der Hilfe des Computers hätte suchen müssen, wo ich wohl einen Ausdruck wie "nicht durch Heer oder Kraft" hätte eingeben müssen. Und wenn ich dabei einen Fehler gemacht hätte, wenn ich zum Beispiel das Wort "durch" ausgelassen hätte, dann wäre ich wahrscheinlich nicht ans Ziel gekommen. Diese gekürzte Konkordanz war also ganz ideal für diesen Fall und brachte eine schnelle Lösung - schneller als sie der Computer hätte bringen können.

Der Gebrauch einer Konkordanz oder einer Interlinearübersetzung ist also recht hilfreich, hilfreich um die Bibel besser kennenzulernen.

Wenn jemand es ernst meint mit dem Studium der Bibel, dann tut er das Beste was eine Person sich antun kann. Sie tut etwas was die Menschen in Beröa taten. Apostelgeschichte 17,11: "Diese aber waren edler denn die zu Thessalonich; die nahmen das Wort auf ganz willig und forschten täglich in der Schrift, ob sich's also verhielte."

Auch wir wollen edler sein und in der Schrift forschen.

 

Dieses ist das Ende von "Konkordanz - Teil 1"

 

Dies war Konkordanz - Teil 1. Lesen Sie auch 49. Konkordanz - Teil 2.

Zu Kapitel: [13]

 

 

[Home]>[Die Imitationskirche]>[12. Konkordanz - Teil 1]

[Home] [Kann man Glauben messen?] [Die Imitationskirche] [Verschiedenes]

Die Adresse dieser Seite ist:
http://www.fpreuss.com/de2/de212.htm