[Home] [Kann man Glauben messen?] [Die Imitationskirche] [Verschiedenes]

[Home]>[Die Imitationskirche]>[20. Buch des Lebens]

 

Dieses ist das 20. Kapitel von "Die Imitationskirche."

 

20. Buch des Lebens

Frank L. Preuss

 

Das Buch des Lebens kann mit einem Computer verglichen werden oder mit einem Menschen. Ein Computer speichert Informationen und stellt sie dann wieder zur Verfügung. Genau so wie das Buch des Lebens und auch wie der Mensch. Wenn ich auf meinem Computer einen Bericht über eine Besprechung schreibe und ich speichere diesen und danach stelle ich ihn wieder zur Verfügung - für mich selbst oder für andere - dann habe ich etwas aufgezeichnet, was in meinem Leben stattfand. Nun schreibe ich vielleicht das Protokoll der Besprechung und Fotos die zu dem Thema gehören werden hinzugefügt und auch Tonaufzeichnungen von einer der Reden die gehalten wurden und vielleicht auch einige Berechnungen von der finanziellen Seite oder technische Nachweise. Nehmen wir nun einen Computer der Zukunft an, der zusätzliche Dinge speichern kann wie Geruch und Geschmack und wie sich etwas anfühlt und der auch Druckintensität fühlen kann. Und diese Maschine kann vielleicht auch noch die Gedanken der Teilnehmer aufzeichnen, ihre Absichten und ihre Emotionen. Sie speichert vielleicht auch Dinge wie Freude oder Wut oder Aggressivität oder Zufriedenheit. Nehmen wir also an es sei ein Computer der recht umfassend ist in seiner Fähigkeit menschliches Leben zu erfassen, aufzubewahren und wiederzugeben. Ein Computer der uns Zugang zu allen Informationen geben kann die wir gerne haben möchten.

Der Mensch ist solch ein umfassender Computer und wenn Computerleute eine Zielvorgabe benötigen, wie eine Computer der Zukunft aussehen sollte, dann brauchen sie sich nur die Fähigkeiten des Menschen anzusehen, und hier wäre es natürlich sehr von Nutzen, wenn sie sich nicht nur den physischen Körper ansehen würden, sondern auch die geistige Seite des Menschen.

Wenn ein Computer Daten speichert, dann bewahrt er sie für späteren Gebrauch auf. Und wenn diese Information dann nicht mehr gebraucht wird, löscht man sie. Wir betätigen die Entfernungstaste. Diese Entfernung von Information auf einem Computer ist jedoch eine Illusion. In Wirklichkeit werden solche Daten nicht wirklich gelöscht. Der Platz den diese Daten auf dem Speichermedium einnehmen wird lediglich für anderen Gebrauch freigestellt. Der Platz kann dann von andere Daten eingenommen werden. Information von einer neuen Datei mag die Information der gelöschten Datei überschreiben. Sie mag. Sie mag aber auch nicht. Auch wenn sie überschrieben wird, ist sie nicht wirklich weg - sie ist immer noch da. Unerwünschte Information kann nicht wirklich von der Festplatte gelöscht werden. Es gibt besondere Software die sich mit diesem Problem beschäftigt, aber auch diese Software entfernt diese Daten nicht, sie überschreibt sie nur. Sie überschreibt sie vielleicht mit Zufallsdaten, so daß eine Wiederherstellung der ursprünglichen Daten fast unmöglich wird. Durch das Überschreiben werden also die ursprünglichen Daten nicht ausradiert. Sie bleiben. Es gibt Leute, die noch an diese Information kommen können. Experten können so etwas mit der Hilfe von anspruchsvollen Wiederherstellungswerkzeugen erreichen. Durch das Analysieren der magnetischen Struktur der Festplatte könne sie Daten wiederfinden. Es sind Spezialisten und es ist ein einträglicher Beruf. Es sind auch Gesetzeshüter und Geheimdienste und auch Spionageorganisationen und Betrüger. Wenn also ein Computer gewisse Daten überschrieben hat, dann sind diese nicht wirklich fort. Es ist sehr schwierig, Daten die der Computer einmal auf ein Speichermedium geschrieben hat, zu entfernen. Die Entsorgung von Computerbändern und Festplatten die wichtige Informationen enthalten ist bedingt durch diesen Umstand relativ teuer.

Daten werden auf diese Speichermedien in Form von magnetischen Mustern aufgebracht. Dieses trifft zu auf Dinge wie Festplatten oder magnetische Bänder wie Ton- oder Videokassetten. Die technischen Vorrichtungen, die auf solche Medien schreiben und auch von ihnen ablesen, haben eine gewisse Potenz. Wenn ein Gerät benutzt wird, das eine Potenz hat die geringer ist, als die eines normalen Gerätes, das sensibler ist, dann können die feineren überschriebenen Daten herausgefiltert werden. Schwächere magnetische Muster können von stärkeren getrennt und dann untersucht werden.

Hier haben wir wieder die Situation, daß schwacher elektrischer Strom einflußreicher ist als Starkstrom. Er ist sensibler. Er ist mehr geistig - feinfühliger, empfindsamer, sensitiver. Der schwache Strom ist wichtiger - denn er enthält wichtige Informationen - Geheimnisse. Die Daten die zu dem Überschreiben benutzt wurden, sind stärker - aber recht unwichtig. Eine intelligente Mitteilung über eine Telefonleitung ist einflußreicher als ein starker Strom von 380 000 Volt. Eine solche Nachricht kann einfach ein Kraftwerk, das solchen Strom generiert, veranlassen, ihn abzuschalten, und dann gibt es diesen Starkstrom nicht mehr.

Wir wollen uns nun die geistige Seite hiervon ansehen und zu 1 Könige 19,12 gehen wo es heißt, "Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der Herr war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles sanftes Sausen."

Der Herr war nicht in dem Feuer, in der Hochspannungsleitung, sondern in einem sehr sensitiven Strom, einer sanften stillen Stimme.

Die gesamte materielle Welt besteht aus Energie. Und diese Energie ist eigentlich von elektrischer Natur. Wenn wir herunter bis zu einem Atom gehen, dann haben wir eigentlich keine materiellen Dinge mehr vor uns. Es ist nur Energie. Materielle Dinge sind nur Muster von Energie die in einem gewissen Bereich schwingen. Und wenn wir dann in noch weitere Einzelheiten gehen, dann haben wir nur noch Bewußtsein. Es ist der wirkliche, grundsätzliche Baustein. Und Bewußtsein ist nicht nur der elementare Baustein unserer materiellen Welt, sondern aller materiellen Welten und auch aller anderen Arten von Welten.

Und dieses wiederum zeigt uns, daß es da eigentlich keinen Unterschied gibt zwischen den materiellen Aspekten des Lebens und den geistigen Aspekten unserer Existenz. Alles, alle materiellen Dinge und alle geistigen Dinge - in jeder Art von Universum - sind eins - sind das Eine. Und dieses zeigt auch, daß Information die in einem Computer ist und Information die in einem Menschen ist, in seinem Körper oder in seiner Seele oder in seinem Geist, nicht wirklich unterschiedlich ist. Auch das Denken in unserem Verstand - und auch außerhalb des Verstandes - geschieht in einer Form von magnetischem Muster.

Und jetzt kommen wir zu dem Hauptpunkt was diese magnetischen Muster gemeinsam haben. Beide - die magnetischen Muster eines Computers wie auch die magnetischen Muster der Produkte unseres Verstandes, unsere Gedanken - können nicht zerstört werden. Wir können sie nicht auslöschen.

Sind sie erst einmal in die Existenz gerufen worden, existieren sie für immer. Und der Name den die Bibel dieser Existenz gibt ist dieser: das Buch des Lebens.

Es ist recht wichtig, daß wir uns dieser Tatsache bewußt sind - oder bewußt werden. Wenn die Bedeutung dieser Angelegenheit erst einmal klar wird, dann werden wir verstehen wie wichtig es ist, was für Gedanken wir haben. Wurden sie erst einmal erzeugt, dann bestehen sie und sie bleiben bestehen. Da gibt es keine Möglichkeit dies aufzuhalten.

Kenntnis zu haben von diesen unauslöschbaren magnetischen Mustern des Buches des Lebens hat einen großen Stimulus. Es hilft uns enorm unser Denken in den Griff zu bekommen. Wenn immer unser Denken in die falsche Richtung geht, wird der heilige Geist dieses uns ins Gedächtnis rufen und wir werden froh sein, daß er es tat, und wir werden das Lied des Danksagens wieder aufnehmen.

Fürchten Sie sich also nicht davor, falsche Gedanken zu haben. Nur tun Sie etwas dagegen wenn sich dessen gewahr werden. Wandeln Sie im Glauben. Vertrauen Sie dem heiligen Geist. Verurteilen Sie sich nicht. Fühlen Sie sich nicht schuldig. Nutzen Sie einfach Ihre Kenntnis auf eine intelligente Weise und entspannen Sie sich. Wandeln Sie in Frieden und Freude und Glück.

Daß es so etwas wie das Buch des Lebens gibt ist seit Äonen bekannt. Es ist nichts neues. Was aber neu ist, ist der Umstand, daß wir es heute leicht haben, uns zu erklären, wie es funktioniert. Wir hatten uns gerade einen Computer angesehen und wie er Informationen handhabt und speichert. Ein Computer, ein Computer wie er heute existiert, ist aber nur ein sehr primitives Beispiel des Buches des Lebens. Wenn wir an einen Computer denken der all das speichern kann was wir vorhin angesprochen hatten - alle Informationen die unserer fünf Sinne aufnehmen können und auch Informationen wie Emotionen und Gedanken, dann nähern wie uns schon eher dem Buch des Lebens.

Und wenn wir zum Computer noch das Internet hinzufügen, dann fällt es uns noch leichter zu erkennen, wie dieses geistige Speichermedium funktioniert.

Alles was passiert, jede Szene und jede Begebenheit, die einmal geschah, und die jetzt geschieht, und die einmal geschehen wird, wird in diesem System gespeichert. Und nichts davon kann wieder gelöscht werden. Alles wird für immer bestehen bleiben.

Für uns ist es heute viel leichter, geistige Dinge zu erklären.

Ein wichtiger Schritt in dieser Richtung war der Beginn der Nutzung von Elektrizität. Da war etwas - es wurde der Name Elektrizität gewählt - und niemand wußte so recht was es war, wir konnten es aber nutzen. Der Telegraph und das Telefon halfen weiter. Dann kam das Radio und der Fernseher. Das Mobiltelefon war bereits so etwas wie Telepathie - Gedankenübertragung. Es übertrug sogar bereits Emotionen indem es dem anderen Partner nicht nur die Stimme sondern auch unser Aussehen mitteilte. Wir könnten uns nun vorstellen, daß es auch Dinge wie unser Parfüm übertragen könnte, und den Geschmack der Kirsche in unserem Munde und das Gefühl das der Wind um uns herum erzeugt. Einer der nächsten Schritte könnte es sein, daß wir unser Mobiltelefon dafür benutzen, oder ein entsprechendes Gerät, um mit jemanden zu kommunizieren, der vor 20 Jahren "starb."

Wenn wir diese Möglichkeiten betrachten und auch bedenken, daß der Mensch ein Kommunikationswerkzeug ist, das all diese verschiedenen Kommunikationen möglich macht, jetzt möglich macht, dann wird es viel leichter, geistige Dinge zu verstehen, leichter als es für Menschen war die nur wenige Jahrhunderte vor uns lebten. Wir brauchen uns nur ein Mobiltelefon anzusehen, und wir können dann sogleich uns auch vorstellen, wie Telepathie - Gedankenübertragung - geschieht. Ein Mensch der vor 200 Jahren lebte würde ein Mobiltelefon für eine höchst übernatürliche Maschine halten und würde es für unglaublich halten, daß man mit solch einem Ding sich mit einer Person unterhalten kann, die in einem anderen Teil der Welt lebt.

Mit dem Internet haben wir direkten Zugang zu recht viel Information. Wenn wir uns nun vorstellen, daß alle Information auf dem Internet vorhanden ist, dann kommen wir dem Buch des Lebens näher. Nehmen wir an, daß alle Information, nicht nur die die auf Computern ist, auf Speichermedien gespeichert wird. Und dann fügen wir hierzu alle Information der Vergangenheit. Denken Sie an alle Information die in allen Büchern der Welt enthalten ist, Gegenwart und Vergangenheit, und daß sie im Internet zur Verfügung steht. Dieses zu erreichen würde recht viel Speicherkapazität und immensen Aufwand erfordern.

In Wirklichkeit aber steht uns all diese Information zur Verfügung, steht uns jetzt zur Verfügung. Es ist dieses Buch des Lebens.

Wenn wir uns dieser Tatsache bewußt werden, dann wird uns klar werden, daß wir nicht wirklich in die richtige Richtung gehen. Wir streben immer noch viel zu sehr den materialistischen Weg an und viel zu wenig den geistigen. Den materialistischen Weg zu verfolgen ist nicht verkehrt, besonders wenn wir bedenken, daß er uns mehr und mehr dazu bringen wird, zu entdecken, daß die zwei Wege - der materialistische und der geistige - konvergieren. Wir würden aber viel schneller Fortschritte machen, besonders in unseren persönlichen Angelegenheiten, wenn wir geistig voran kämen.

Ein gutes Beispiel ist Raumfahrt. Wie wäre es, wenn wir nur unser Denken entsenden würden? Wir würden nur unseren Verstand zu einem entfernten Planeten schicken und der Verstand könnte von dem Seelenkörper begleitet werden. Oder lassen Sie uns daran denken, eines unserer physischen Organe zu untersuchen oder ein Blutgefäß. Anstatt ein mechanisches Minigerät dorthin zu senden, könnten wir unser Denken dorthin schicken und mit ihm dort alles untersuchen und feststellen, was dort los ist, und zusätzlich auch, was der geistige Ursprung der Unzulänglichkeit ist. Und dann schicken wir unseren Verstand, um alles auszubessern.

Wenn wir alle geistig mehr fortgeschritten wären, dann würden wir mechanische Mittel wie Computer kaum mehr benötigen. Dieses aber ist ein Leben der Zukunft. Heute benötigen wir noch solche Dinge, besonders auch weil wir mit Menschen zu tun haben, die auf unterschiedlichem Niveau sind.

Was ist der Hauptpunkt aller unserer Diskussionen bis jetzt? Es ist die Tatsache, daß alle Information schon jetzt zur Verfügung steht. Wir brauchen nicht zu warten, bis alles auf Computern abgespeichert ist und via Internet zugänglich gemacht wird. Wir haben es jetzt.

Wir wollen nun eine Zukunftssituation betrachten, in der Computer alle täglichen Vorkommnisse aufzeichnen. Ich gehe zum Markt und alles wird auf Video aufgenommen, einschließlich allem was erblickt wird, jedes Geräusch, jede Fühlungnahme, und jeder Geschmack und Geruch. Ich nehme eine Portion Passionsfrüchte, Grenadillen, und der Kauf wird gefilmt, und dieses schließt den Käufer ein, den Verkäufer, die finanziellen Einzelheiten, die Emotionen, die Zeit, das Wetter, die Marktsituation, die Atmosphäre auf dem Markt und die der Leute. Ich gehen dann nach hause und packe die Früchte aus und fasse sie mit meinen Fingern an und alle Einzelheiten wie Oberflächenglätte und Rundungen und Härte der Schale werden vom Computer aufgenommen, überwacht und gespeichert. Ich schneide dann die Frucht auf und dieses Geräusch wird aufgenommen und dann ist da der Duft den meine Nase aufnimmt als das Fruchtfleisch sichtbar wird. Ich esse dann diese Frucht, köstlich wohlriechend und intensiv mit charakteristischem, süßem Geschmack. Alle diese Einzelheiten werden nicht nur aufgezeichnet, sie stehen auch für spätere Reproduktion jederzeit zu Verfügung. Dieses bedeutet, daß die Maschine die Einzelheiten nicht nur sinnlich wahrnimmt, sondern sie auch für mich wieder sinnlich wahrnehmbar machen kann. Die Maschine wird reproduzieren können was sie aufgenommen hat - ohne daß eine solche Frucht gegenwärtig ist.

Das Buch des Lebens ist also etwas was sich dauernd ändert und wächst. Es integriert ständig jede Einzelheit und Nuance an Erfahrung. Und dieses tut es für alle Formen des Bewußtseins dieser Welt und auch für alle anderen. Was immer wahrgenommen wird, entdeckt wird, erforscht, übermittelt, erfahren, gedacht, geredet wird, ist da. Und all diese Information steht uns auch zur Verfügung. Das Buch des Lebens hat unbegrenztes Wahrnehmungsvermögen. Es ist ein kosmischer Verstand. Es ist der einzige Verstand der existiert. Unser Verstand ist nur ein Teil davon. Es gibt nur einen Verstand. Wir aber haben den Sinn Christi.

Lassen Sie uns einen Aspekt dieser Verfügbarkeit aller Information ansehen, um seine Wirkung zu erkennen. Ein Medium das Hinterbliebenen hilft, einen verstorbenen Verwandten oder Bekannten zu kontaktieren, spricht vielleicht davon, daß dieses ein Beweis dafür ist, daß es ein Weiterleben nach dem Tode gibt. Wenn sich ein solcher Kontakt zwischen den zwei Personen ergibt, zwischen einer lebenden Person und einer "toten" Person, und wenn es dann dazu kommt, daß die "tote" Person Information bekannt macht die nur diesen beiden je bekannt war, dann wird behauptet, daß dieses ein Beweis dafür sei, daß es ein Leben nach dem Tod gibt; ein Beweis dafür, daß die "tote" Person nicht wirklich tot ist sondern lebt; ein Beweis dafür, daß die "tote" Person, die nicht mehr auf der physischen Ebene lebt, jetzt aber auf einer anderen Ebene lebt; daß ihre Seele überlebt hat. Wenn wir aber in Betracht ziehen, daß alle Information allen zur Verfügung steht, allen die Zugang zu diesem Buch des Lebens haben, dann scheint diese Erklärung für einen Beweis für ein Leben nach dem Tode nicht sehr beeindruckend zu sein. Grundsätzlich kann jeder der sich mit einer solchen Sache befaßt, diese Information ans Tageslicht bringen. Es könnte das Medium sein, oder der Kunde, oder beide zusammen; es könnte jedes Wesen in der geistigen Welt sein, das ein Interesse an dieser Zusammenkunft zeigt und das anwesend ist, und es könnte der eigentlich Verstorbene sein. Solch ein Ereignis beweist also nicht sehr viel; wenn aber der Suchende zu einer Veränderung seiner Lebensansichten dadurch kommt, wenn er anfängt zu glauben, daß es da mehr gibt als nur die physische Welt, dann ist es etwas positives, das da geschieht. Der Suchende akzeptiert die Information die er erhielt, als Beweis für ein Überleben; er - und vielleicht das Medium auch - tut dieses aber aus Unwissenheit dieser Möglichkeiten. Jemand - auf unsere Ebene oder auf jeder anderen Ebene - hätte das Gedächtnis des Suchenden lesen können oder hätte die Aufzeichnungen des Buches des Lebens abrufen können.

Wenn wir Kenntnis darüber haben, daß es diese Aufzeichnungen gibt, und daß man Zugang dazu bekommen kann, dann wird es viel leichter, Geschehnisse zu verstehen, die sich wundersam anhören und die unerklärlich zu sein scheinen.

Denken Sie an so etwas wie Hellsehen. Es ist einfach nur eine Sache des Zugangs zu diesem Buch des Lebens. Oder nehmen Sie die Zugvögel die jedes Jahr von der nördlichen Hemisphäre in die südliche fliegen und dann wieder zurück, sie erhalten ihre geheimnisvolle Information und wissen und finden ihren Weg.

Wie erhalten wir nun Zugang zu dieser Information?

Drei Dinge sind hier nützlich. Als erstes müssen wir die richtige Einstellung haben, als zweites benötigen wir Glauben, und als drittes müssen wir vom Geist geleitet sein. Die der Geist Gottes leitet, sind die Kinder Gottes.

Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Römer 8,14.

Wir müssen hieran arbeiten. Wir müssen besonders die kleinen Umstände des Lebens nutzen, um es zu praktizieren. Wenn wir eine Information benötigen, dann sollten wir den heiligen Geist bitten, sie uns zu geben. Wenn wir ein Problem haben, dann sollten wir es an ihn weitergeben. Und wir sollten niemals vergessen, daß alle Dinge zum Besten dienen.

Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Römer 8:28.

Wir erhalten uns also immer eine Haltung des Friedens und in unserem Herzen ist der Gesang des Dankes.

Wenn die Gaben des Geistes in unserem Leben wirken, dann sollten wir wirklich dankbar sein, und wenn sie auch noch dazu benutzt werden, anderen zu helfen, ist es umso besser.

Und wir müssen glauben. Ohne Glaube gefallen wir nicht Gott.

Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muß glauben, daß er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde. Hebräer 11,6.

Und der Schlüssel zum Glauben ist richtiges Sprechen. Und das können wir durch richtiges Denken erreichen und durch ständiges messen unseres Glaubens - und den Glauben anderer.

Es ist also recht einfach, Information von dem Buch des Lebens zu erhalten. Ich mache die Anfrage einfach in meinem Herzen. Ich rufe diese Information einfach dadurch ab, daß ich darüber nachdenke und mir vornehme, sie zu haben. Und dann entspanne ich mich und mache mit dem weiter, was ich gerade am tun war. Und wenn die Information dann kommt, dann erkenne ich sie als solche und nehme wieder meinen Gesang des Dankes auf.

Und wenn ich sie als solche erkenne, dann ist es wichtig, auch zu erkennen und zu akzeptieren und zu glauben, daß sie kam, weil ich sie haben wollte, und nicht zu glauben, daß sie sowieso gekommen wäre.

Es würde sicherlich viel helfen, wenn ich Buch führe. Ich sollte diese kleinen Vorkommen aufschreiben: Information die ich erbat und auch Information die ich dann erhielt. Es würde sehr dabei helfen, die Glaubensmuskeln zu stärken.

Wir wollen jetzt darauf zurückkommen, daß Information nicht wirklich gelöscht werden kann - daß nichts was passiert jemals verloren geht.

Das geistige Prinzip dahinter finden wir in Matthäus 10,26:

Darum fürchtet euch nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, was man nicht wissen werde.

Oder Lukas 8,17:

Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werde, auch nichts Heimliches, was nicht kund werde und an den Tag komme.

Ein gutes Geschäft in der Informationstechnologie ist die Geheimhaltung von Information. Und wir haben bereits gesehen, daß es schwierig ist, dies zu erreichen. Es ist schwierig, Information zu löschen. Und Information während eines Datentransfers geheim zu halten, ist auch ein Problem. Wir lesen oft von Betrügern, die in diesen Datenfluß einbrechen wollen, um zu leichtem Geld zu kommen.

Es gibt da einen Weg Information zu versenden ohne daß eine dritte Partei Zugang dazu erhält. Und das ist Gedankenübertragung. Telepathie. Aber nicht zu solchen Gedanke Zugang zu haben die von einer Person zu einer anderen transferiert werden - daß eine dritte Person keinen Zugang dazu hat - trifft nur auf Personen zu, die in der materiellen Welt tätig sind. In der geistigen Welt gibt es keine Geheimnisse.

In der physischen Welt ist aber das zur Verfügung stellen von Werkzeugen der Geheimhaltung ein großes Geschäft. Leute wollen zum Beispiel, daß ihre Emails geheim bleiben. Die Nachfrage nach Geheimhaltung schafft Verstecktechniken für Daten und Methoden der Datenumschreibung in kodierte Form. Leute wollen, daß die Einzelheiten ihres Bankkontos eine Angelegenheit zwischen ihnen und der Bank bleibt und daß andere nicht Zugang dazu bekommen.

Was für ein Leben aber werden wir in der Zukunft leben - in einer Zukunft in der das Geistige mehr verbreitet ist als jetzt?

Wir werden eine mehr offene Gesellschaft haben. Das Bedürfnis, Information geheim zu halten, wird geringer sein. Es wird nicht mehr soviel die Notwendigkeit herrschen, sich vor Betrügern schützen zu müssen. Das Ende einer solchen Entwicklung wird so sein, wie wir sie vorfinden, wenn wir aus unserem physischen Körper heraus steigen und im Hiernach leben. Es wird nicht möglich sein, Information zu verstecken. Jeder Gedanke wird zur Schau gestellt sein und wird sofort erkennbar sein.

Wir sollten also nicht soviel Aufwand treiben mit der Verbesserung von Geheimhaltungsverfahren und Verstecktechniken und Überwachungsbemühungen, sondern mit geistigem Fortschritt.

Die Entwicklung der technischen Seite sollten wir den weltlichen Leuten überlassen, und uns der Entwicklung der geistigen Aktivitäten zuwenden. Dieses sollte aber nicht bedeuten, daß wir die technische Seite ignorieren. Jesus sagt uns, weise zu sein.

Siehe, ich send euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. Matthäus 10,16.

Und in den folgenden Versen gibt er uns Einzelheiten über diese Wölfe.

Wenn Sie nun die folgenden Verse, Matthäus 10,17-42, lesen, dann beachten Sie bitte, wie oft - indirekt - auf unser Buch des Lebens Bezug genommen wird.

Hütet euch vor den Menschen; denn sie werden euch überantworten vor ihre Rathäuser und werden euch geißeln in ihren Schulen.

Und man wird euch vor Fürsten und Könige führen um meinetwillen, zum Zeugnis über sie und über die Heiden.

Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt.

Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet.

Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören wider die Eltern und ihnen zum Tode helfen.

Und ihr müsset gehaßt werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig.

Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Wahrlich ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis des Menschen Sohn kommt.

Der Jünger ist nicht über seinen Meister noch der Knecht über den Herrn.

Es ist dem Jünger genug, daß er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheißen, wie viel mehr werden sie seine Hausgenossen also heißen!

So fürchtet euch denn nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, das es nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde.

Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was ihr hört in das Ohr, das predigt auf den Dächern.

Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht können töten; fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.

Kauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Dennoch fällt deren keiner auf die Erde ohne euren Vater.

Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupte alle gezählt.

So fürchtet euch denn nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge.

Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater.

Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.

Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.

Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter.

Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.

Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert.

Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert.

Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.

Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.

Wer einen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, der wird eines Propheten Lohn empfangen. Wer einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, der wird eines Gerechten Lohn empfangen.

Und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers tränkt in eines Jüngers Namen, wahrlich ich sage euch: es wird ihm nicht unbelohnt bleiben.

Dieses war also Matthäus 10,17-42.

Einer der Gründe warum ich hier alle diese Verse zitiere ist der 26. Vers:

So fürchtet euch denn nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, das es nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde.

Jesus bestätigt hier die Existenz des Buches des Lebens und gibt uns einige Einzelheiten. Die Tatsache, daß Information nicht gelöscht werden kann, wird zu unserem Vorteil sein. Unser Wandel im Licht wird klar hervortreten und ihr Wandel in der Finsternis wird bloßgestellt werden. Keine Information wird verdeckt werden können. Alles wird enthüllt werden. Alles wird bekannt werden.

Jesus gebietet uns weise zu sein. Und er gibt uns den Grund dafür. Der Grund ist, daß wir mitten unter die Wölfe geschickt worden sind. Und wir werden ermahnt, uns vor diesen Wölfen zu hüten, denn sie werden uns weltlichen Behörden übergeben und werden uns in ihren Kirchen geißeln.

Hütet euch vor den Menschen; denn sie werden euch überantworten vor ihre Rathäuser und werden euch geißeln in ihren Schulen. Matthäus 10,17.

Und man wird euch vor Fürsten und Könige führen um meinetwillen, zum Zeugnis über sie und über die Heiden. Matthäus 10,18.

Wenn also ein Christ gefangen wird, dann kann dieses den Zweck haben, die Botschaft zu einer wichtigen Person zu bringen, etwa wie Jesus der zu Kaiphas sprach, dem Hohenpriester, und zu Pontius Pilatus, dem Landpfleger, und wie Jesus Herodes sah, den König. Und Paulus ist ein weiteres Beispiel. Er sprach zu Sergius Paulus, dem Landvogt, in der Stadt Paphos auf der Insel Cypern (Apostelgeschichte 13,7). Jesus sagte über Paulus, daß er seinen Namen trage vor Könige (Apostelgeschichte 9,15) und Paulus tat es. In der Apostelgeschichte 22 bis 26 finden wir, daß Paulus zu dem Oberhauptmann von Jerusalem, Klaudius Lysias, sprach, und zu den Hohenpriestern und dem ganzen Hohen Rat, zu dem Hohenpriester Ananias, zu Felix, dem Landpfleger, und zu Porcius Festus der an des Felix Statt kam, und zu Agrippa, dem König. Man hatte Paulus vor Fürsten und Könige geführt um Jesus willen, zum Zeugnis über sie und über die Heiden.

Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. Matthäus 10,19-20.

Es ist unseres Vaters Geist der dann durch uns reden wird. Und dieser Geist hat völligen Zugang zu dem Buch des Lebens und kennt daher all die Umstände der Leute, vor denen wir stehen werden. Und er wird dann genau die Stelle in ihrem Leben berühren, die empfindlich ist. Wir werden Dinge ansprechen, die ihre Bedürfnisse zu diesem Zeitpunkt betreffen. Wir werden Zeugen gegen sie sein.

Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so fliehet in eine andere. Matthäus 10,23.

Weil wir Zugang zum Buch des Lebens haben, werden wir wissen wenn die Verfolgung beginnt. Wir werden es wissen, bevor sie kommen, um uns zu holen. Unser Informationssystem, das Buch des Lebens, ist allen weltlichen Systemen der Kommunikation weit überlegen.

Wir haben als unseren Vorteil dieses System und als weiteren Vorteil haben wir Weisheit.

Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. Matthäus 10,16.

Wir werden so klug wie die Schlagen sein. Sehen Sie sich an, wie Jesus sich in Israel bewegte; wie klug er seine Standorte wechselte und wie er Leute darüber informierte - oder nicht informierte.

Für ihn war die Benutzung der Information aus dem Buches des Lebens eine ständige Angewohnheit. Lesen Sie Berichte über Jesus und viele scheinbar übernatürliche Geschehnisse werden dann mehr natürlich erscheinen, wenn wir beachten, daß er ständig in Kontakt mit diesem Buch des Lebens war.

Wenn wir studieren, wie wir klug wie die Schlangen sein sollen, dann sollten wir uns auch die Bewegungen und Handlungen Davids ansehen. Sein Leben ist ein ausgezeichnetes Beispiel wie praktische Weisheit anzuwenden ist - wie wir mit religiösen Verfolgern umgehen sollten.

Sehen wir uns einige Beispiele an:

1 Samuel 21:1-2:

David aber kam gen Nobe zum Priester Ahimelech. Und Ahimelech entsetzte sich, da er David entgegenging, und sprach zu ihm: Warum kommst du allein und ist kein Mann mit dir? David sprach zu Ahimelech, dem Priester: Der König hat mir eine Sache befohlen und sprach zu mir: Laß niemand wissen, warum ich dich gesandt habe und was ich dir befohlen habe. Denn ich habe auch meine Leute an den und den Ort beschieden.

1 Samuel 21:12-15:

Und David nahm die Rede zu Herzen und fürchtete sich sehr vor Achis, dem König zu Gath, und verstellte seine Gebärde vor ihnen und tobte unter ihren Händen und stieß sich an die Tür am Tor, und sein Geifer floß ihm in den Bart. Da sprach Achis zu seinen Knechten: Siehe, ihr seht, daß der Mann unsinnig ist; warum habt ihr ihn zu mir gebracht? Habe ich der Unsinnigen zu wenig, daß ihr diesen herbrächtet, daß er neben mir rasete? Sollte der in mein Haus kommen?

In 1 Samuel 27 lesen wir einen Bericht wie David in dem Philisterland lebt und die Feinde von Juda angreift aber dem König der Philister erzählt, daß er Juda angreift.

Was für ein Prinzip verbirgt sich hier dahinter? Wir finden es im Psalm 18 Verse 26-27:

Bei den Heiligen bist du heilig, und bei den Frommen bist du fromm, und bei den Reinen bist du rein, und bei den Verkehrten bist du verkehrt.

Gott wird sich bei den Verkehrten verkehrt verhalten, bei den Verschlagenen feindlich, bei den Bösen schlau, bei den Perversen gegensätzlich. Es wird schwierig sein, mit Gott klar zu kommen, wenn sich Leute ihm widersetzen.

Wir sollten also studieren, wie wir klug wie die Schlangen sein können, und entsprechend handeln, wenn es sich so ergibt.

Da gibt es noch eine andere Richtlinie. Sehen wir uns Apostelgeschichte 5,29 an.

Petrus aber antwortete und die Apostel und sprachen: Man muß Gott mehr gehorchen denn den Menschen.

Die Apostel wurden von den Behörden verfolgt, von Leuten, die böse Absichten hatten und übel waren. Und die Apostel gehorchten ihnen nicht; sie taten genau das Gegenteil von dem, was diese Menschen ihnen befohlen hatten. Sie hatten strikte Anweisung erhalten, daß sie nicht in Jesu Namen lehren sollten. Sie weigerten sich aber, zu gehorchen.

Mein Vater war ein Soldat und der Krieg fand ein Ende und seine Einheit sollte der siegreichen Seite übergeben werden. Am Tag bevor der Übergabe ging mein Vater ins Büro und bat, von der Armee entlassen zu werden, und die Reaktion war äußerste Empörung über solch ein Ansinnen und er wurde abgewiesen. Mein Vater ging daraufhin aus dem Büro, organisierte sich zivile Kleidung und machte sich auf den Weg, seine Familie zu finden. Er weigerte sich also, den Befehl zu befolgen, sich der anderen Seite zu übergeben. Einige Jahre später nun traf er einen Mann von seiner Einheit, der ihm erzählte, wie es ihnen ergangen war. Sie wurden alle den Siegern übergeben, einer Armee einer Demokratie, und diese wiederum übergab sie der Armee eines anderen Landes, eines Landes das eine Diktatur war, einer Armee gegen die sie eigentlich gekämpft hatten, und dort erhielten sie eine Behandlung, die ihnen jahrelange Kriegsgefangenschaft, viel Leiden und Hunger, und den Tod der meisten von ihnen einbrachte. Nur sehr wenige überlebten, einer war dieser Mann den mein Vater traf. Das System nun, das dieses Leiden verursachte, war ein völlig übles System, eine Diktatur die alle ihre Leute unterdrückte und die zusätzlich versuchte, den Rest der Welt zu erobern, um diese dann auch so schlecht zu behandeln oder noch schlimmer. Und das System das meinen Vater zwang Soldat zu sein, war von dem gleichen Kaliber, es war aber nun besiegt und hatte sein Ende gefunden. Mein Vater hörte also auf sein inneres Selbst und tat was für sein Überleben nur natürlich war und verweigerte den Befehl eines üblen Systems. So etwas erforderte natürlich Mut, und Leute die ihn nicht hatten, gingen den Weg der zu dem Zeitpunkt der einfachste zu sein schien, der aber in Wirklichkeit der Weg des Leidens und des Sterbens war. Manche haben nicht den Mut ihr eigenes Leben zu führen, sie haben sich zu sehr daran gewöhnt, den Befehlen eines totalitären Regimes zu gehorchen, und sind dadurch zu Sklaven geworden die ihren eigenen Willen verloren haben. Sogar als das System besiegt worden war und eigentlich gar nicht mehr existiere, waren Menschen noch von ihm und ihren Vertretern wie hypnotisiert. Es ist auch eine Frage, ein übles System zu erkennen und eine bewußte Entscheidung zu treffen, ihm zu widerstehen - nicht Teil dessen Denkweise zu werden. Und wenn dieses getan ist, dann ist der nächste Schritt die ganze Situation dazu zu benutzen, das Überwinden zu praktizieren - durch herausfordernde Ereignisse hindurchzugehen. Ängste zu überwinden, Steh- und Durchhaltevermögen aufzubauen, Charakter zu entwickeln, Selbstvertrauen.

Meine Mutter war in einer ähnlichen Situation die Mut erforderte. Das üble System in dem wir lebten erlaubte seinen Leuten nicht, aus dem Kampfgebiet zu fliehen. Das Motto war, daß jeder Quadratmeter Bodens zu verteidigen sei und niemals aufgegeben werden dürfe, auch nicht von der Zivilbevölkerung. Ungehorsam wurde mit dem Tode bestraft. Die zwei wahrscheinlich größten und bösartigsten Armeen in der Geschichte der Menschheit bekämpften miteinander und wir waren da mittendrin. Am Sonntag entschied sich meine Mutter, uns alle zu nehmen und das Gebiet zu verlassen. Als sie dies tat, war sie sich durchaus bewußt, daß sie es riskierte, von den Amtsträgern dieses Systems in dem wir lebten gehängt zu werden; sie hatte aber, genau so wie mein Vater, in all diesen Jahren der Diktatur moralischen Widerstand gegen Leute praktiziert, die auf üblen Wegen wandelten. Risikos einzugehen war also normale Praxis. Als diese Funktionäre dann meine Mutter in einem Standgericht zum Tode verurteilten, beschuldigte sie diese "Richter" ihre Arbeit nicht richtig getan zu haben, denn, so sagte sie ihnen, sie hätten alle Menschen die mit ihr waren auch zum Tode verurteilen sollen und nicht nur sie, denn sie alle hätten das gleiche Verbrechen begangen wie sie. Diese anderen Menschen waren ihre Mutter - meine Großmutter - und wir Kinder. Sie sagte ihnen auch, sie sollten lieber den Feind bekämpfen und damit der Zivilbevölkerung helfen, die versuchte, zu entkommen, und nicht die eigenen Leute bekämpfen und sie daran hindern, dem Kampfgebiet zu entrinnen. Diese "Richter," nachdem sie die mutigen Worte meiner Mutter gehört hatten, verloren das bißchen Courage das sie noch hatten und gaben auf und sagten meiner Mutter, sie solle man weiterziehen weg vom Kampfgebiet. Nun gerade vor ein paar Tagen, Jahrzehnte nach diesen Geschehnissen, erhielt ich einen Bericht über einen Mann, der auch nicht die Befehle der Funktionäre der damaligen Zeit befolgte. Er aber ging nicht so weit wie meine Mutter. Er war der Manager eines großen landwirtschaftlichen Betriebes in unserem Gebiet und als das Kampfgebiet sich näherte, begann er, Vorbereitungen für all die Menschen unter seiner Leitung zu treffen, den Betrieb zu verlassen. Der Bericht sagt, daß sogar jeder Gedanke an Flucht offiziell verboten war. Er tat es deshalb heimlich. Dieses jedoch blieb kein Geheimnis. Die sehr gut organisierte Diktatur erfuhr davon. Ihm wurde befohlen zur Gebietsverwaltung zu kommen und dort wurde ihm befohlen, alle Vorbereitungen rückgängig zu machen. Sollte er diesen Befehl nicht befolgen, würde er standrechtlich erschossen. Dieser Mann gehorchte auch nicht diesem Befehl. Das Wohlergehen all der Menschen unter seiner Leitung war ihm wichtiger als sein eigenes Leben. Er war ein mutiger Mann. Dieser Bericht nun sagt, daß der Räumungsbefehl für die Zivilbevölkerung dieses Gebietes, das Gebiet das auch unser Gebiet war, am Sonntag kam, und befahl, am nächsten morgen um 8 Uhr mit der Räumung zu beginnen. Dieses nun war Montag morgen acht Uhr. Dieser Bericht sagt auch, daß dieser Termin viel zu spät war. Es gelang ihnen am Montag nachmittag um vier Uhr loszuziehen. Unsere Abreise geschah eine Tag früher, am Sonntag, da meine Mutter den Befehl zu bleiben, ignoriert hatte. Dieser Mann und seine ganze Gruppe ignorierten nur den Befehl, nichts vorzubereiten, hielten sich aber an den Befehl, nicht loszuziehen und starteten erst, nachdem es ihnen erlaubt war. Wir starteten am Sonntag, und sie am Montag, einen Tag später. Dieser eine Tag Unterschied war dann allerdings recht bedeutend.

Wir bewegten uns gerade in die Richtung Sicherheit und Freiheit. Sie konnten dies aber schon nicht mehr tun, sie waren eingekesselt worden. Sie zogen deshalb in Richtung Meer und dort kamen sie nicht weiter. Kaltes Wetter war eingetreten und das Wasser begann zu frieren und Menschen begannen, die sich auf dem Wasser bildende Eisschicht als Fluchtweg zu benutzen, viele aber sanken in das eiskalte Wasser und ertranken oder erfroren. Dieser Mann aber und seine Gruppe waren stark genug dieser Versuchung zu widerstehen und sie warteten bis die Eisschicht stark genug war sie zu tragen. Leute ihrer Gruppe starben, aber die meisten waren erfolgreich und erreichten die andere Seite der Bucht und entkamen.

Andere Leute, besonders die die keine Vorbereitungen getroffen hatten, gingen noch später los oder bewegten sich überhaupt nicht. Viele von ihnen wurden gefangen und viele wurden von den einfallenden Truppen getötet. Und die getötet wurden, wurden von den Überlebenden als Menschen betrachtet, die Glück gehabt hatten, denn ihr eigenes Schicksal war schlimmer. Das Leiden war schrecklich, und die die Folterung überlebten, und Vergewaltigung und Hunger, sahen einer jahrzehntelangen Versklavung entgegen.

Ich hatte also Glück gehabt. Daß meine Mutter sich vom Geist leiten ließ, verursachte, daß ich dieser schlimmen Zeit ohne Leiden entkam. Ich litt niemals Hunger, wurde niemals gefangen genommen, niemand wurde getötet, auch nicht einmal verletzt, ich erlitt keine Erfrierungen. Eines Tages unseres Entkommens, und nach einem langen Marsch, fanden wir einen Ruheort auf einem Marktplatz und planten, mindestens einen Tag dort auszuruhen. Aber plötzlich sagte meine Mutter allen, sie sollten wieder packen und weiterziehen. Sie traf auf Widerstand, setzte sich dann aber durch, und alle begannen, widerwillig, wieder aufzubrechen - sie kannten meine Mutter. Stunden später, nachdem wir etliche Kilometer zwischen uns und diesem Markt gelegt hatten, erhielten wir den Bericht, daß der Marktplatz wo wir gewesen waren das Ziel eines militärischen Angriffes des Feindes geworden war und daß Artilleriebeschuß und Luftangriffe dort viel Schaden angerichtet hatten und Viele getötet und verletzt worden waren. Und uns war nichts passiert.

Warum nicht? Weil meine Mutter Zugang zum Buch des Lebens hatte. Sie erhielt, unbewußt, Information über die Zukunft. Und nicht nur das, sie nutzte auch diese Information und handelte entsprechend.

In dieser Zeit des Krieges wurden Millionen getötet. Und was passierte mir?

Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Psalm 91,7.

Es traf mich niemals. Am dichtesten kam ich an militärische Kampfhandlungen heran, als eines Tages ein tiefes Dröhnen in der Luft und der Himmel voller Flugzeuge war. Aber das war alles. Ich sah niemals einen toten Menschen.

Der Herr schützt mich vor jeder Gefahr.

Denken Sie also an die Schrift die da sagt, "Man muß Gott mehr gehorchen denn den Menschen."

In der Apostelgeschichte 4,19 finden wir eine ähnliche Aussage: Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Richtet ihr selbst, ob es vor Gott recht sei, daß wir euch mehr gehorchen denn Gott.

Je mehr wir den Eingebungen des Geistes nachgeben, je mehr werden wir Gott gehorchen und seine Stimme hören und Informationen aus dem Buch des Lebens erhalten.

Meine Mutter wurde vom Geist geleitet. Ein Nebenprodukt hiervon war, daß sie Losgelöstsein und inneren Abstand praktizierte. Nun wie kann ich das wissen? Ich war nur ein Kind und wie könnte ich so eine geistige Einstellung beurteilen? Ich weiß es deshalb, weil meine Mutter ein Tagebuch führte. Und dieses steht heute zur Verfügung. In dieser Zeit höchster Anspannung, einer Zeit der Verfolgung durch unsere eigenen Leute und brutaler Angriffe von der Seite des Feindes, und das unter rauhen Wetterbedingungen wie strengem Frost und Schneesturm und chaotischen Verkehrsverhältnissen mit Straßen voller Militär und Flüchtlingen, einer Zeit des ständigen Planens von Fluchtwegen und des Organisierens der elementarsten Lebensnotwendigkeiten wie Nahrungsmittel und, wenn möglich, Unterkunft, nahm sich meine Mutter die Zeit, jeden Abend sich hinzusetzen und die Ereignisse des Tages aufzuschreiben. Sie war distanziert. Sie spielte ganz bestimmt nicht die Rolle eines Opfers. Sie war fähig, zurückzutreten und zwischen sich und den Ereignissen eine Distanz zu erhalten. Sie war wie eine Löwin die für ihre Jungen kämpft und das ohne ihre Beherrschung zu verlieren.

Als ich jung war habe ich oft gedacht, daß unsere Familie nach Amerika hätte gehen sollen, nachdem die Diktatoren die Macht im Land ergriffen hatten. Mein Vater hatte in Amerika gelebt und es wäre ein Leichtes für ihn gewesen, einfach dorthin zurückzugehen und uns mitzunehmen. Wir hätten dann nicht nur das Leben in einem totalitären Staat vermieden, sondern auch das Leben in einem Krieg und Zerstörung und den Verlust des Eigentums. Worum aber geht es im Leben? Wir lernen zu wachsen - geistig zu wachsen - und die Geschehnisse des Lebens zu diesem Zweck zu benutzen. Dadurch daß meine Eltern in dem Lande blieben, hatten sie die Gelegenheit, daß ihre Courage einer extremen Prüfung unterzogen wurde, unter Bedingungen einer tödlichen Opposition ihnen gegenüber von einer Organisation, die Macht über die Menschen gewonnen hatte, und dann auch all die Probleme zu überwinden, die sich aus Krieg und Kampf und Zerstörung ergaben. Und ich selbst hatte soviel zu beobachten und zu erfahren in den wenigen ersten Jahren meines Lebens nachdem ich angefangen hatte, Dinge die um mich herum geschahen, bewußt aufzunehmen, daß ich heute dieses niemals hätte versäumen mögen. Ich hätte in Amerika aufwachsen können und das unter wohlhabenden Umständen und in Frieden und weit weg von Terrorregimen und Kriegführung. Doch ich wuchs auf mit Krieg um mich herum. Ich dachte, daß Krieg das normale Leben war. Nachdem der Krieg zu Ende war, und als sich dann später auch die Lebensumstände verbesserten, und wir nicht nur Frieden sondern auch Freiheit hatten und auch Wohlstand, fand ich dieses alles als sehr gut und meinte, es sei eine großartig Idee. Ich meinte, all dieses sei eine gute Sache - es sei wert dafür zu kämpfen.

Unser Ziel ist es also immer mehr sich es anzugewöhnen, vom Geist geleitet zu werden. Wenn wir über Glauben reden, über verschieden Glaubensstufen, dann wissen wir, daß die höchste Stufe erreicht ist, wenn wir siegen indem wir Worte des Glaubens aus unserem eigenen Munde kommen lassen und daß dann dieses gesprochene Wort das erreichen wird, was es sagt. Es wird dann geschehen, was wir sagen. Wir rufen das, was nicht ist, daß es sei. Aber da sind auch andere Niveaus. Da ist die Stufe "Großer Glaube." Menschen die an das Wort Gottes glauben haben großen Glauben. Sie glauben, daß etwas passieren wird, wenn jemand anderes spricht - oder betet - daß dann eine Änderung eintreten wird. Und dann ist da die dritte Stufe: wenn jemand einen Berührungspunkt benutzt, um Glauben zu aktivieren. Man mag eine andere Person bitten, daß sie ihre Hände auf einen legt, oder man will, daß der Schatten einer anderen Person auf einen fällt, und dann glaubt man, daß dieses Heilung bringen wird.

Ähnlich ist es mit dem vom Geist geleitet zu sein. Auch da gibt es so etwas wie einen Berührungspunkt. Wir wollen uns ein Beispiel ansehen.

Da gibt es die "Wissenschaft" der "Radiästhesie."

Ich habe hier das Wort Wissenschaft mal in Anführungsstriche gesetzt. Für die meisten Naturwissenschaftler ist diese Wissenschaft nicht echte Wissenschaft. Für Geisteswissenschaftler sollte es allerdings ein echter Zweig ihrer Wissenschaft sein. Ein echter Wissenschaftler wird nicht etwas aus der Wissenschaft ausschließen, nur weil er nicht weiß, wie es funktioniert, und weil sogenannte Wissenschafter auf es herabsehen. Eine Person, die sich Wissenschaftler nennt, aber die Aussage eines anderen Mitmenschen zurückweist, kann nicht wirklich Wissenschaftler genannt werden.

Was passiert denn eigentlich, wenn jemand eine Wünschelrute oder ein Pendel gebraucht? Er hat eine Frage in seinem Denken und behält den Fokus seines Verstandes auf diesem Thema. Sein Unterbewußtsein wendet sich dann an das Buch des Lebens und gibt die dort gefundene Information weiter an den Körper. Der Körper bringt dann diese Information dadurch zum Ausdruck, daß er das Werkzeug in der Hand benutzt. Das Werkzeug, eine Wünschelrute oder ein Pendel, bewegt sich und enthüllt dadurch die Information.

Es ist immer gut, einige allgemeine Prinzipien im Auge zu behalten. Eines davon ist das Einssein. Alles ist eins. Wir sind alle Teil dieses Einen. Wir können nicht wirklich Gott von seiner Schöpfung trennen. Wir - und auch alle unserer Teile - und auch alles andere, ist Teil Gottes. Wir sind Gott. Wenn unser Körper also etwas tut, bewußt oder unbewußt, dann spielt es eigentlich keine so große Rolle, ob es nun nur unser Körper ist, der da etwas tut, etwas bewegt, oder auch der Körper von jemand anderem, oder beider Körper, oder alle Körper. Die Bewegung der Wünschelrute könnte also durch unseren Körper verursacht worden sein, oder durch einen unbewußten Muskelantrieb, oder durch Ektoplasma, daß aus unserem Körper herauskommt, aus unserem Lebenskörper, oder durch irgendein anderes geistiges Wesen das anwesend ist oder uns hilft oder an der Aktivität interessiert ist. Wir sind nicht allein. Wenn jemand Dankbarkeit praktiziert wird er immer jede Menge Helfer haben.

Ein fortgeschrittener Wünschelrutengänger mag vielleicht gar nicht einmal ein Werkzeug in seiner Hand nutzen, er mag nur seine bloße Hand benutzen, ohne etwas darin zu haben. Er ist sensibler. Wenn er in seiner Sensibilität noch wachsen würde, dann würde er auch nicht mehr seine Hand benötigen. Er würde nur noch sein Denken gebrauchen. Er würde vom Geist geleitet sein.

Vom Geist geleitet zu sein ist also die fortgeschrittenste Methode. Und es ist auch die einfachste. Keine Werkzeuge sind nötig, keine Berührungspunkte.

Wir wollen uns ein zweites Beispiel ansehen. Es ist eine weise Frau, eine Frau - oder ein Mann - spezialisiert in geistigen Dingen. Manchmal wird eine solche Person eine Sangoma genannt. Eine der gebräuchlichsten Methoden einer Sangoma, um Information zu erhalten, ist das Werfen von Knochen. In einem Behälter hat sie eine Reihe von kleinen Gegenständen bestehend aus Knochen und anderen Dingen, die eine besondere Bedeutung für sie haben, die eine bestimmte eigene Geschichte haben, die sie unter Umständen erworben hat, die bemerkenswert für sie waren oder die ihr bestimmte Personen gegeben haben. Jeder dieser Artikel bezieht sich auf einen bestimmten Aspekt des Lebens. Einer hat vielleicht mit Finanzen zu tun, ein anderer vielleicht mit Gesundheit, ein anderer mit Ehe oder Ehepartner, und so fort. Wenn nun ein Mann zu ihr kommt, der beraten werden will, dann wird sie die Knochen für ihn werfen und ihm dann seine Situation erklären. Sie wird ihm keine Fragen stellen bevor sie dieses tut und er wird ihr nichts mitteilen, denn er wird die Sangoma dadurch testen, daß er prüfen wird, ob sie seine Situation richtig deuten kann. Wenn die Sangoma dann seine Lebensumstände richtig deutet, wird er annehmen, daß auch ihre Behandlung wirksam sein wird. Die Sangoma, bewußt oder unbewußt, ruft Informationen vom Buch des Lebens ab. Ihr Unterbewußtsein gibt dann diese Information an ihren Körper weiter, besonders an ihre Hände und ihre Handbewegungen; ihre Finger und ihr Handgelenk lenken dann das Fallen all der verschiedenen kleinen Gegenstände und wie sie dann auf dem Boden landen und wie sie dann auch zueinander in Beziehung stehen und auch zu dem Platz den der Ratsuchende einnimmt. Sie liest dann all dieses und erklärt dann mehr oder weniger direkt in was für einer Situation er sich befindet und was zu tun ist. Wenn sie eine weise Person ist, dann wird sie bestimmte Dinge nicht direkt erklären, denn sie wird den Einfluß von Suggestionen kennen.

Da Bewußtsein in allem ist, könnten die kleinen Gegenstände ihrer "Knochen" auch auf ihre eigene Initiative hin sich bewegen. Es mögen auch geistige Wesen anwesend sein die den Ausgang des Wurfes beeinflussen.

Je mehr Bewegung stattfindet, je mehr kann ein anwesendes geistiges Wesen diese Bewegung beeinflussen. Je länger die Laufbahn eines Würfels ist, je mehr hat ein solches Wesen die Möglichkeit, ihn zu lenken. Je mehr "geistig" etwas ist, je mehr kann so eine Wirkung vorkommen. Elektrizität und elektromagnetische Dinge in unserem Leben sind besonders leicht zu beeinflussen. Darum hören manchmal Leute etwas auf dem Band ihres Cassettenrecorders ohne daß jemals etwas aufgespielt wurde oder sie sehen Dinge auf dem Bildschirm ihres Computers die "übernatürlich" sind.

Das Unterbewußtsein der Sangoma lenkt die Muskel ihres Körpers und sie - unbewußt - geben den "Knochen" die Richtung vor. Die Wünschelrute wird sich in der Hand ihres Trägers winden, wenn er zu dem Ort kommt wo das ist, was er sucht. Etwas in ihm reagiert auf etwas. Der Rutengänger mag nun vielleicht annehmen, daß die Reaktion auf seiner Nähe zu dem gesuchten Gegenstand beruht. Er mag denken, daß dieser Gegenstand die Reaktion der Rute auslöst oder daß seine Muskel auf diesen Gegenstand reagieren. Diese Erklärung funktioniert aber nicht, wenn der Rutengänger nun gar nicht zu dem Ort geht, wo er etwas finden will, sondern dagegen nur eine Zeichnung dieses Ortes benutzt, eine Karte des Gebietes, oder eine Skizze des Grundstückes. Wenn er nun die Rute benutzt, oder vielleicht sogar eher noch ein Pendel, dann funktioniert das Ganze auch. Er hat vielleicht nur des Architekten Grundrißplan des Erdgeschosses des Hauses seines Kunden vor sich und nun läßt er sein Pendel über diese Zeichnung wandern und findet was er sucht, aber das wirkliche physische Haus befindet sich in einem ganz anderen Teil der Welt. Es ist sein Denken das ihn informiert. Sein Verstand zeigt ihm die Stelle indem er das Pendel im richtigen Augenblick bewegt - genau dann, wenn das Pendel die richtige Stelle erreicht hat, betätigt eine Gedankenform die Muskel seines Körpers und läßt das Pendel rotieren oder irgend einen anderen Hinweis geben.

Was passiert da eigentlich? Der Verstand erfragt eine Information. Die Information wird im Buch des Lebens gefunden. In Maleachi 3,16 wird es das Gedenkbuch genannt. Diese Information muß nun in der physischen Welt bekannt gemacht werden und dort angezeigt werden - wir müssen ihrer gedenken. Der Verstand ist die schöpfende Kraft. Er erschafft die Umstände, die die Information bekannt macht und benutzt hierfür verschiedene Mittel, die sie uns anzeigt. Diese mögen die Muskel des Körpers sein, die vom Unterbewußtsein geführt werden, oder sie mögen die Energie des Lebenskörpers sein, des Energiekörpers, oder sie mögen so etwas wie Ektoplasma sein, das von der Person oder den Personen ausgeht, die anwesend sind, oder sie mögen das Bewußtsein sein, das den verschiedenen Geräten innewohnt, oder sie mögen geistige Wesen sein, die sich um uns herum aufhalten und die wir nicht sehen. Der wahre Verursacher ist aber unser Verstand.

Falls ich meine Schlüssel zuhause suche, könnte ich eine solche Methode wie einen Berührungspunkt benutzen, als indirekte Methode, um die entsprechende Information vom Buch des Lebens abzurufen. Das Buch des Lebens weiß wo die Schlüssel sind und nun muß ein Weg gefunden werden, diese Information in physischer Form zu bekommen. Ich könnte die Grundrißzeichnung meines Zuhauses ausbreiten und sie mit einem Pendel absuchen. Wenn dann das Pendel reagiert, habe ich einen Hinweis wo sie sind. Ich könnte auch das Pendel direkt einsetzen und mich mit dem Pendel in der Hand durch die einzelnen Räume bewegen und auf einen Ausschlag des Pendel warten. Wenn sich das Pendel dann bewegt, habe ich die Stelle wo die Schlüssel sind.

Wie würde aber die direkte Methode sein? Ich will die Schlüssel haben, kann sie aber nicht an der üblichen Stelle finden und beginne, sie zu suchen, und gebe dann aber auf, und bitte den heiligen Geist, mir die Information zu geben, und entspanne mich dann, und tue etwas anderes. Und dann, wenn meine Gedanken sich mit etwas völlig anderem befassen, würde ich einfach über meine Schlüssel "fallen." Ich hebe vielleicht etwas auf und unter dieser Sache sind meine Schlüssel.

Es ist eine viel elegantere Methode und eine Methode die viel weniger aufwendig ist, als die Methode mit einem Berührungspunkt. Es ist eine Methode die fast für alle Situationen funktioniert. Sie ist einfach und direkt und unkompliziert. Ich brauche keine Geräte oder Werkzeuge zu benutzen. Ich wende mich einfach nach innen und formuliere mein Ersuchen und nehme dann wieder meinen Gesang des Dankes auf. Ich gehe als Glaubender meinen Weg und bin vom Geist geleitet.

Und diese Betrachtungen hier, darüber wie das Buch des Lebens funktioniert, bekräftigen nur noch meinen Glauben in Gott und in seine Wege.

Plötzlich befinden sich die Schlüssel direkt vor mir. Ich bin geführt worden, mich zu bewegen, und Dinge zu bewegen, und Handlungen zu tun, die alle mich zu den Schlüsseln führten. Mein Verstand schuf Situationen die mich zu ihnen leiteten. Es geschah ganz natürlich. Oder ich würde mich plötzlich einfach erinnern, wo ich die Schlüssel zuletzt gebaucht hatte, welches Schloß ich öffnete und in welchem ich die Schlüssel stecken ließ.

Was passiert nun, wenn jemand zu mir kommt und mich bittet für ihn zu beten, um ein Problem zu lösen? Ich könnte ein Pendel als indirektes Mittel benutzen. Ich könnte einige graphische Darstellungen benutzen und damit das Problem erforschen und dann auch die Lösung dazu ausarbeiten. Wenn es eine Krankheit ist, dann könnte ich herausfinden, was es genau ist und auch welche Medikamente für diese besondere Person zu nehmen sind. Ich würde es aber nicht tun. Ich würde die direkte Methode wählen. Ich wäre einfach entspannt und würde mich der Leitung durch den Geist öffnen und darauf vertrauen, daß das was in mein Denken kommt wirklich vom Geist ist. Ich mag vielleicht für und mit dieser Person beten, aber das wäre mehr zu dem Zweck für ihn einen Berührungspunkt zu schaffen und seinen Glauben zu aktivieren. Und für mich wäre es auch hilfreich, mich noch besser auf das Geistige einzustellen, und eine Atmosphäre der Erwartung und des Dankes zu schaffen. Ich könnte Hände auf diese Person auflegen und somit den Fluß von Energie erleichtern und sie freigeben. Es ist eigentlich recht einfach und es werden kaum physische Handlungen und Hilfsmittel benötigt.

Wenn also Leute so etwas wie eine Wünschelrute oder ein Pendel benutzen, oder wenn sie Knochen werfen, dann ist dieses vielleicht für ihr Glaubensniveau geeignet - für das ihrige und auch für das ihrer Kunden. Wir sollten so etwas nicht geringschätzen. Wenn immer leidenden Menschen irgendwelche Hilfe gegeben wird, dann sollten wir dankbar sein und uns freuen, daß es Leute gibt, die solche Arbeit tun. Wir sollten nicht gegen so etwas sein, nur weil manchmal solche Dinge für negative Zwecke eingesetzt werden. Die negative Seite wird immer da sein und es wird immer Leute geben, die solche Methoden aus selbstsüchtigen Gründen heraus anwenden. Wir sollten aber nicht generell gegen geistige Dinge sein. Wir überlassen dies den religiösen Menschen die sich davor fürchten, daß sie der heilige Geist überflüssig macht.

Wir könnten auch sagen, daß indirekte Methoden an Information heranzukommen, einen Berührungspunkt zu benutzen, mehr eine Sache des Alten Testamentes ist. Wie zum Beispiel der Einsatz der Wünschelrute wie es in 2 Mose 17,1-7 beschrieben ist:

Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel zog aus der Wüste Sin ihre Tagereisen, wie ihnen der Herr befahl, und sie lagerten sich in Raphidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. Und sie zankten mit Mose und sprachen: Gebt uns Wasser, daß wir trinken. Mose sprach zu ihnen: Was zankt ihr mit mir? Warum versucht ihr den Herrn? Da aber das Volk daselbst dürstete nach Wasser, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns lassen aus Ägypten ziehen, daß du uns, unsre Kinder und unser Vieh Durstes sterben ließest? Mose schrie zum Herrn und sprach: Wie soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, sie werden mich noch steinigen. Der Herr sprach zu ihm: Gehe hin vor dem Volk und nimm etliche Älteste von Israel mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Strom schlugst, und gehe hin. Siehe, ich will daselbst stehen vor dir auf einem Fels am Horeb; da sollst du den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, daß das Volk trinke. Mose tat also vor den Ältesten von Israel. Da hieß man den Ort Massa und Meriba um des Zanks willen der Kinder Israel, und daß sie den Herrn versucht und gesagt hatten: Ist der Herr unter uns oder nicht?

Mose benutze also seinen Stab als Wünschelrute und fand Wasser.

Ein anderes Beispiel vom Alten Testament finden wir an der Stelle 1 Samuel 28,6:

Und er ratfragte den Herrn; aber der Herr antwortete ihm nicht, weder durch Träume noch durch die Urim noch durch Propheten.

Wir können also Information durch Träume erhalten, oder durch die Urim, oder durch Propheten. Es ist durchaus richtig diese Wege einzuschlagen, aber der bessere, schnellere und einfachere Weg ist der direkte Weg, sich vom Geist leiten zu lassen.

Die Kinder Israels wanderten in der Wüste und sie wuchsen im Glauben. Als sie den Jordan überquerten, waren sie siegreich lebende Gläubige geworden und hatten aufgehört, sich zu beschweren und Wünsche zu haben. Sie konnten ohne große Hindernisse weiterziehen und waren nicht aufzuhalten. Sie wurden vom Geist geleitet.

Sie waren so mächtig geworden, besonders ihr Anführer Josua, daß sie nur ein Wort sprechen brauchten und Dingen geschahen. Nur weil Josua die Feinde richtig besiegen wollte und mehr Stunden mit Tageslicht benötigte, um dieses zu tun, hielt er die Welt an. Er verursachte, daß die Sonne und der Mond sich nicht mehr bewegten - daß sich die Erde nicht mehr drehte.

Josua 10,12-13:

Da redete Josua mit dem Herrn des Tages, da der Herr die Amoriter dahingab vor den Kindern Israel, und sprach vor dem gegenwärtigen Israel: Sonne, stehe still zu Gibeon, und Mond, im Tal Ajalon! da stand die Sonne und der Mond still, bis daß sich das Volk an ihren Feinden rächte. Ist dies nicht geschrieben im Buch des Frommen? Also stand die Sonne mitten am Himmel und verzog unterzugehen beinahe einen ganzen Tag.

Er sprach ein Wort; sie taten aber auch etwas - sie strengten sich richtig an und verfolgten den Feind. Es war also eine Kombination wo Gott ihnen dadurch half, daß er die Welt anhielt und große Hagelsteine herunter warf, und sie mit großer Anstrengung kämpften.

Wir haben gerade das Wort Urim gelesen; es wurde in 1 Samuel 28,6 gebraucht. In 1 Samuel 14,41 lesen wir, "Und Saul sprach zu dem Herrn, dem Gott Israels: Gib ein vollkommenes Los! Da ward Jonathan und Saul getroffen; aber das Volk ging frei aus.

Der selbe Vers, 1 Samuel 14,41, lautet in der Septuaginta, der griechischen Übersetzung des Alten Testamentes, etwa folgendermaßen:

Warum hast du deinem Diener heute nicht geantwortet? Wenn ich oder mein Sohn Jonathan die Schuldigen sind, reagiere mit Urim, wenn aber die Männer Israels es sind, dann reagiere mit Thummim.

Die griechische Version des Alten Testamentes, die Septuaginta, spricht also von Urim und Thummim.

Aus dieser Information können wir ersehen, daß das Los zu werfen und Urim und Thummim zu gebrauchen, dasselbe zu sein scheinen. Es scheint dann gebraucht worden zu sein, wenn die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten bestand oder erwünscht wurde. Es scheint da eine Antwort gegeben zu haben, wo wir heute vielleicht eine Münze werfen würden. Wenn eine Entscheidung gewünscht wurde, wer von zwei Leuten, oder von zwei Gruppen von Leuten, ausgewählt werden sollte, dann könnte man eine Münze nehmen, und in Übereinstimmung mit dem Fall der Münze entscheiden.

In Josua 18,10 lesen wir:

Da warf Josua das Los über sie zu Silo vor dem Herrn und teilte daselbst das Land aus unter die Kinder Israel, einem jeglichen sein Teil.

Das Werfen des Loses wurde vor dem Herrn getan. Die richtige geistige Position der Leute die das Werfen tun ist also nötig wenn man ein Ergebnis haben will, das wirklich von Gott kommt. Nur das Los werfen, oder die Münze drehen, ohne die Anwesenheit Gottes zu praktizieren, wird nichts bringen.

In 4 Mose 27 Vers 21 lesen wir, "Und er (Josua) soll treten vor den Priester Eleasar, der soll für ihn ratfragen durch die Weise der Urim vor dem Herrn;" und hier wird es noch klarer, daß dieses in einem Geiste getan werden muß, der von Gott kommt. Der Priester deutet an, daß das höhere Selbst angesprochen wird, und daß es nicht das niedere Selbst, das Ego, ist, daß gefragt wird. Und auch hier wird gesagt, daß es vor dem Herrn gemacht wird. Und in dem Beispiel von 1 Samuel 14,41, das wir vorhin hatten, wird erklärt, daß Saul sich direkt an Gott wandte, den Herrn Israels; er erbat eine Antwort von ihm.

Das Los wird geworfen in den Schoß; aber es fällt, wie der Herr will. Sprüche 16,33.

Wenn wir also wirklich wollen, daß die Antwort von Gott kommt, dann benötigen wir die richtige Einstellung - sie ist dann unbedingt erforderlich. Die Anwesenheit des Herrn muß praktiziert werden.

Ein gutes Beispiel, wo eine Entscheidung zwischen zwei Personen erfragt wird, kann in der Apostelgeschichte 1,26 gefunden werden:

Und sie warfen das Los über sie, und das Los fiel auf Matthias; und er ward zugeordnet zu den elf Aposteln.

Zwei Personen standen zur Auswahl, Joseph, genannt Barsabas, mit dem Zunahmen Justus, und Matthias. Und Matthias wurde gewählt.

Dieses geschah direkt vor der Ausgießung des Heiligen Geistes am Tag der Pfingsten. Von da an wurde das Werfen von Losen nicht mehr praktiziert oder zumindest nicht mehr im Neuen Testament erwähnt. Es war nicht mehr nötig. Es wurde durch die Leitung vom Geist ersetzt.

Wenn wir also den Gebrauch der Wünschelrute, oder des Pendels oder des Loses oder der Münze, betrachten, dann sind es mehr Dinge des Alten Testamentes. Wir können sie Menschen überlassen, die sich in einem gewissen Entwicklungsstadium befinden. Der Gebrauch solcher Berührungspunkte weist aber auf die Existenz des Buches des Lebens hin.

Wir wollen aber jetzt zurückkommen zu der Tatsache, daß die Eliminierung von Daten nicht möglich ist, oder fast nicht möglich ist, wenn wir Computer betrachten.

Wenn wir die geistige Seite des Lebens betrachten, dann finden wir die Regel hierfür in Mattheus 24,35.

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.

Und mit Computern ist es nicht viel anders.

Wenn ein Computerarbeiter eine Datei 'löscht,' dann sind die Daten nicht wirklich nicht mehr vorhanden. Wenn er eine Datei löscht, dann entfernt das Betriebssystem die Datei nicht wirklich von der Festplatte; es entfernt nur den Bezug dieser Datei von der Dateisystemtabelle. Die Datei selbst bleibt auf der Festplatte bis eine andere Datei darüber gespeichert wird, und sogar danach ist es möglich, an diese Daten wieder heranzukommen indem man das magnetische Feld auf der Plattenoberfläche untersucht. Bevor die Datei überschrieben wird, kann sie leicht wiedergewonnen werden, indem man ein Werkzeug einsetzt, das die Platte unterhält, oder das die Löschung rückgängig macht. Und wenn die Datei überschrieben wurde, dann wird die Wiedergewinnung nur schwieriger. Und wenn sie nicht nur mit einer anderen Datei überschrieben wurde, sondern mit speziellen Daten, wie einem Algorithmus oder mit Zufallszeichen oder mit irgend welchen anderen Datenvernichtungs-Methoden, die es noch schwieriger machen, die originellen Daten wiederherstellen, dann sind die originellen Daten immer noch da und mögen regenerierbar sein. Es besteht also die Möglichkeit, Daten wieder zu erstellen. Je mehr Aufwand getrieben wird, Daten auszuradieren, je mehr Geld und Energie ist erforderlich, sie wiederherzustellen, und je schwieriger gestaltet sich das Ganze. Es verhält sich ähnlich wie mit der Sicherheit im Internet und mit Online-Banking und mit Kreditkartensicherheit; es ist nur eine Frage der Zeit, bis Leute etwas entwickeln, das dieses überwindet. Da könnte auch ein Cache im Betriebssystem sein der noch Daten von der Datei enthält oder Daten sind in andere Teile durchgesickert. Wenn die Festplatte zerstört oder geschmolzen wird, oder sogar die ganze Maschine, dann hat man vielleicht eine Datensicherung irgendwo vergessen oder irgendjemand hat Daten gestohlen als man online war oder weil drahtloses Apparatur verwendet wurde. Da ist vielleicht jemand, der jeden Tastenanschlag aufzeichnet.

Was für einen Schluß sollten wir denn aus dieser Diskussion ziehen?

Wir haben eine Situation, daß Daten nicht wirklich zerstört werden können. Auch wenn wir sogar Information in der physischen Welt zerstören könnten, dann bleibt sie immer noch in der geistigen Welt erhalten. Das Buch des Lebens kann man nicht von dieser Welt aus erreichen - weltliche Methoden können dort keine Daten löschen. Da gibt es wahrscheinlich nur eine Methode, um eine saubere Akte zu erhalten und das ist eine geistige Lösung. Es ist Vergebung. Wenn ich immer vergebe, in einer Haltung wandele, die immer vergibt, dann bleibt meine Akte rein.

Und wie ist es mit der Tatsache, daß es recht viel Energie kostet, hier in der physischen Welt Informationen auszutilgen? Ich erzeuge einfach keine solche Information und schreibe sie auch nicht in physischer Form auf. Alle meine Konversation und Kommunikation ist so, daß sie immer transparent ist und jeder Zeit erforscht werden kann. Ich habe nichts zu verbergen. Wenn immer ich Aussagen mache, mündlich oder schriftlich, und es spielt dabei keine Rolle ob sie aufgezeichnet werden oder nicht, bin ich so vom Geist geleitet, daß sie unanfechtbar sind und daß ich sie auch noch viele Jahre später vertreten kann.

Ich sage euch aber, daß die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden. Matthäus 12,36-37.

Nichts was also geschieht und getan wurde und gesprochen wurde geht jemals verloren.

So fürchtet euch denn nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, das es nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde. Matthäus 10,26.

Und wenn da Information existiert, die zum Beispiel meinen Aufenthaltsort in einer Situation enthüllt, in der ich verfolgt werde und die Imitationskirche oder deren Helfer mich angreifen wollen, dann besteht da kein Problem, daß meine geistigen Helfer diese Leute verwirrt und sie in die falsche Richtung laufen läßt.

Wenn mir bewußt ist, daß das Buch des Lebens ein Speichermedium ist, daß gut funktioniert und daß nicht manipulierbar ist, dann justiere ich meinen Lebensweg entsprechend und wandere im Licht. Und wenn ich das tue, wenn mein Leben transparent wird und wenn es da nichts zu verstecken gibt, dann habe ich auch mit der Tatsache keine Probleme, daß schon hier auf Erden alle erfaßte Information über mich, von mir und von anderen, untersucht und studiert werden kann - offenlegbar ist.

Heute haben wir eine Situation wo wahrscheinlich alle Information die übers Telefon läuft, über Festnetze oder über Mobilfunknetze, abgefangen und aufgezeichnet und gespeichert wird. Die Speicherkapazitäten sind so, daß einfach alles aufbewahrt wird. Es ist nicht mehr nötig sich auf bestimmte Leute und auf bestimmte Situationen zu konzentrieren, dieses mag vielleicht zusätzlich noch geschehen; es wird einfach alles gesammelt und eingesteckt. Und wenn dann ein Interesse an einer bestimmten Person besteht, dann wird eine Suchmaschine eingeschaltet, um die gewünschte Information herauszufiltern. Und wenn es ein Gesetzt gibt, das solche Aktivitäten verbietet, dann erlaubt die Regierung einfach einer anderen Regierung diese Arbeit für sie zu tun und als Gegenleistung erhält sie Zugang zu der dort gesammelten Information. Und sie revanchiert sich dadurch, daß sie denen Zugang gewährt zu der Information die sie über deren Einwohner gesammelt und gespeichert hat.

Und die Menschen haben eigentlich nichts dagegen. Ihnen macht es nichts aus - so lange sie im Glauben gehalten werden, daß dies alles aus Sicherheitsgründen notwendig sei. Ihre Sicherheit - ihre weltliche Sicherheit - ist wichtig für sie. Ihre ewige Sicherheit macht ihnen keine Sorge, da sie ja von ihren selbstgemachten Imitationskirchen dazu erzogen wurden, zu glauben, daß alles in Ordnung ist - dadurch daß sie ja Mitglieder ihrer Organisationen sind.

Alles also was über das Telefon geht, Anrufe, Faxe, Emails, Datenübertragung, Internet-Kommunikation, was auch immer, wird schön weggepackt und steht zur Inspektion bereit.

Es ist vielleicht eine gute Idee, daß wir uns dieser Tatsache bewußt werden und davon Nutzen ziehen, besonders wenn sie hinter einem her sind. Es kann aber auch eine allgemeine Lebenseinstellung werden sich beim Gebrauch des Telefons einzuschränken und eine Beschränkung im Gebrauch von modernen Kommunikationsmitteln mag einfach ein Ergebnis sein, sein Leben zu vereinfachen. Es hilft auch Energie zu sparen und auch Geld und Zeit. Aber der wirklich große Gewinn ist, daß es ganz erheblich dabei hilft, mehr und mehr vom Geist geleitet zu werden. Mehr und mehr wird dann eine solche Person sich auf das verlassen, was von der geistigen Seite kommt und wird nicht mehr viel von dem weltlichen System benötigen. In vergangener Zeit war vielleicht die erste Reaktion gleich zum Telefon zu greifen, oder irgendein anderes weltliches Mittel einzusetzen, und dieses hat sich jetzt geändert und der Gesang des Dankes wird unterbrochen und der Gedanke, der Gedanke eine bestimmte Information zu erbitten, wird einfach freigelassen und einige Momente später wird die Information empfangen und der Gesang des Dankes kann dann aus noch größerem Grund wieder aufgenommen werden.

Je mehr wir, Sie und ich und all die anderen, uns dieser Art von Leben zuwenden, je weniger werden die künstlichen physischen Dinge die von unseren Händen gemacht wurden attraktiv sein und sie werden entschwinden. Dieses wird sich ganz erheblich auf die Heilung unsere Umwelt auswirken.

Das wirkliche Mittel unserer Kommunikation ist das Denken. Ich kommuniziere mit der geistigen Welt durchs Denken. Dieses ist Gebet. Wenn ich das Gebet in Worte forme, dann helfe ich nur mit diesem Prozess, aber die Hilfe ist hauptsächlich für mich selbst, denn das Formulieren der Worte und diese dann auszusprechen, hilft meinem Glauben. Es ist ein Berührungspunkt und hilft. Es ist aber nicht nötig. Wirkliche Kommunikation geht über den Verstand direkt ohne den Gebrauch von Worten. Worte und andere körperliche Handlungen, wie Körpersprache und Ton und Geruch und Geschmack und Berührung sind bloße Symbole die gewisse Aspekte der Gedanken repräsentieren.

Was ist Denken? Was ist Gedächtnis? Wir benutzen das Wort Gedächtnis wenn wir über etwas reden, an das wir in der Vergangenheit gedacht haben und an das wir uns nun erinnern. Und wenn wir das Wort Gedächtnis in Verbindung mit einem Computer benutzen, dann ist die Bedeutung nicht viel anders. Wir haben einige Daten die wir geschaffen haben im Gedächtnis des Computers gespeichert und rufen sie ab, wenn wir sie brauchen. Und die Daten werden mit Hilfe des Elektromagnetismus gespeichert. Die Daten befinden sich dann in magnetischen Mustern auf der Festplatte. Unsere Gedanken sind auch magnetische Muster. Unser Körper hat ein elektrisches Gegenstück. Es ist ein Körper der irgendwie auch ein physischer Körper ist, der aber nicht sichtbar ist, zumindest nicht sichtbar für normale Sicht. Eine Person die die Gabe des Geistes hat, Geister zu unterscheiden, könnte ihn vielleicht sehen. Und dieser Körper hat kein Gewicht, variiert aber in Konzentration und Intensität der elektrischen Kräfte. Dieses ist es was wir fühlen wenn wir von der Anwesenheit der Persönlichkeit eines Menschen reden. Es ist irgendwie erkennbar für uns. Wir haben einen Verstand, aber dieser Vertand ist nicht Teil der physischen Welt. Wir können ihn nicht sehen und auch nicht mit einem unserer fünf Sinne ausfindig machen. Der Verstand existiert aber elektrisch. Das Gehirn existiert physisch, nicht aber der Verstand. Der Verstand, wie auch unsere Emotionen, existieren elektrisch. Und wir können sie physisch fühlen. Wir haben hier also ein Gebiet wo man das Physische und das Geistige nicht so recht voneinander trennen kann. Es ist wie die Daten eines Computers, sie haben bereits etwas mit der geistigen Welt zu tun. Gedanken und Gefühle und Emotionen existieren in einem elektrischen System. Und von diesem System wird das physische System geschaffen und unterhalten. So zuerst existiert etwas in diesem elektrischen System und von dort wird das Gegenstück in der physischen Welt geformt und aufrechterhalten. Das physische System hängt also völlig von diesem elektrischen System ab. Dieses nicht zu erkennen, ist der Hauptfehler der wissenschaftlichen Theorie von der Evolution. Den Einfluß den die Materie hat auf dieses elektrische System hat ist gering, aber der Einfluß den das elektrische System auf die Materie hat ist beträchtlich. Gedanken bestehen in diesem elektrischen System. Gedanken haben eine elektrische Realität. Gedanken bestehen nun nicht nur wenn wir sie erschaffen. Sie hören nicht auf zu existieren nachdem wir sie gehabt haben. Dieses ist wichtig zu wissen, wenn wir Glauben verstehen wollen und verstehen wollen wie er funktioniert, wenn wir Schöpfung verstehen wollen - wenn etwas geschaffen werden soll mit Hilfe des Glaubens. Das gleiche trifft auf Beten zu - zu verstehen, wie Gebet funktioniert. Da ist wirklich etwas was wir schaffen. Es ist eine elektrische Kraft die wir in Bewegung setzen. Gebet und Glaube ist nicht etwas was keine Realität hat und was kraftlos ist. Glaube basiert ja gerade auf dem Wissen, was Realität ist. Das Gegenteil von Glaube ist Zweifel, und Zweifel basiert auf Ignoranz. Wenn ich aufhören will ein Zweifler zu sein, dann muß ich mich der Ignoranz entledigen. Nur dann werde ich der Realität begegnen. Die Realität in der wir aktiv sind wenn wir in der geistigen Welt tätig sind, ist sehr viel mächtiger und stärker als wenn wir in der physischen Welt etwas unternehmen. Gedanken also, wenn sie erst einmal geschaffen wurden, bleiben weiter bestehen. Dieses zu wissen und es zu verstehen wird uns sehr helfen, unsere Anstrengungen zu verbessern, die Kontrolle über unser Denken zu erlangen - alle Gedanken unter den Gehorsam Christi gefangen zu nehmen (2 Korinther 10,5). Da ist es wo unsere wirkliche Kraft liegt. Es ist unser Verstand. Unser Verstand und unser Denken ist ewig. Nicht unser Gehirn, nicht unser Körper, nicht die physischen Dinge um uns herum. Und deshalb ist es so töricht sein Leben damit zu verbringen, physische Dinge um einen herum anzusammeln, es ist Zeitverschwendung. Es verhindert uns nur die Dinge die wirklichen Wert haben anzusammeln, die Früchte von denen Jesus spricht. Wenn wir auf diesen Trick hereinfallen, dann haben wir den genauen Grund, warum wir hier sind, verpaßt. Der Zweck unseres Hierseins ist es herauszufinden, daß die physische Welt nicht die wirkliche, permanente Welt ist, und dann diese physische Welt zu erforschen und sie zu überwinden. Wenn wir dieses nicht erkennen, dann haben wir den ganzen Zweck dieser Reise nicht kapiert. Die Tatsache, daß unsere ganze Erziehung uns das genaue Gegenteil gelehrt hat, macht diese Erfahrung nur noch interessanter. Werden wir zu dem Augenblick in unserem Leben kommen, wo wir merken was vor sich geht? Oder werden wir von all diesem weiterhin verleitet werden und versagen? Gedanken sind elektrische oder geistige Tätigkeiten. Wirkliche Aktionen sind also nicht etwas Physisches sondern sie sind etwas Geistiges - sie sind elektrisch. Und dieses elektrische System ist nur eins von vielen Systemen, von vielen geistigen Systemen. Es ist das, das am nächsten zu unserem physischen System ist. Gedanken und Emotionen werden also nicht von dem physischen Körper erzeugt und reichen dann nicht in das geistige Reich, sondern sind Teil des geistigen Reiches und beeinflussen stark die physische Welt. Sie sind die Dinge die die physische Welt richtig formen. Und sie formen unseren Körper. Es ist nicht was in unseren Körper hineingeht was uns Fettleibigkeit und Krankheit bringt, sondern die geistige Energie die von der geistigen Welt kommt bestimmt unser Wohlsein und unser Schwäche und unser Glück und unsere Depression.

Und Jesus sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch noch unverständig? Merket ihr noch nicht, daß alles, was zum Munde eingeht, das geht in den Bauch und wird durch den natürlichen Gang ausgeworfen? Was aber zum Munde herausgeht, das kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen. Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken: Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsch Zeugnis, Lästerung. Das sind Stücke, die den Menschen verunreinigen. Aber mit ungewaschenen Händen essen verunreinigt den Menschen nicht. Matthäus 15,16-20.

Es sind die Gedanken die alle guten und alle schlechten Situationen in unserem Leben erschaffen. Unser Körper erschafft keine Gedanken. Unsere Gedanken erschaffen unseren Körper und sie erschaffen wie unser Körper sich fühlt, ob er sich krank fühlt oder gesund.

Wenn also jemand ein Problem mit Fettleibigkeit hat, dann ist eine Heilung nicht durch das bestimmt, was in seinen Mund und in seinen Körper hineingeht, sondern durch das was aus seinem Munde herauskommt, was aus seinem Gedankenleben herauskommt. Die Veränderung die in seinem leben stattfinden muß, ist nicht eine Änderung in seiner Diät, sondern eine Änderung in seinem Denken. Was aus seinem Munde herauskommt - seine Worte - zeigen an was er denkt und es ist es was den Unterschied erbringen wird. Was in seinen Mund hineingeht ist nur physisches Zeug und verursacht kaum Veränderung. Veränderungen werden in der geistigen Welt gemacht. Solche Veränderungen werden die physische Situation ändern. Gedanken und Emotionen beeinflussen direkt die körperlichen Funktionen. Das emotionale Klima verursacht körperliche Gesundheit. Gedanken und Emotionen kommen vom Verstand und werden von dort in das Gehirn geschickt und das Gehirn veranlaßt dann Aktionen. Sie sind also völlig unabhängig vom Gehirn und vom Körper und von der physischen Welt. Wenn wir unseren Körper verlassen, wenn wir abwesend sind, weil wir eine außerkörperliche Erfahrung machen oder weil wir gestorben sind, dann benutzen wir unseren Verstand wie gewöhnlich und er funktioniert ausgezeichnet ohne das Gehirn. Das physische System kreiert nicht den Verstand und Gedanken und Emotionen, es ist genau andersherum, das physische System wird durch die geistige Welt verursacht - von diesem elektrischen System.

Jesus gibt uns eine Liste von Dingen die den Menschen verunreinigen: Matthäus 15,16-20, wie gerade zitiert. Sehen Sie sich diese Liste an und wenn Sie eine oder mehrere Sachen dort finden die auf Sie zutreffen, dann tun Sie etwas dagegen. Der schnellste Weg ist eine Änderung in Ihrem Sprechen zu erreichen. Beobachten Sie was aus Ihrem Munde herauskommt und ändern Sie das. Wenn Sie Ihr Sprechen ändern, dann zwingen Sie das Denken zu folgen. Wenn Ihr Problem Blasphemie ist - Fluchen und Lästerung - zotiges und unflätiges Reden - dann sollten Sie immer dann, wenn Sie versucht werden, falsche Worte aus Ihrem Munde herauszulassen, Dinge sagen wie etwa, "Ich tue von mir die Falschheit des Mundes und ich bin kein Lästermaul" (Sprüche 4,24) oder "Ich lasse kein faules Geschwätz aus meinem Munde gehen, sondern was gut ist und das Nötige fördert, das rede ich, auf das es Segen bringe denen, die es hören" (Epheser 4,29). Mit solchen Taten üben Sie Druck auf Ihr Denken aus und zwingen es zur Änderung.

Wenn Sie sich vor Bazillen fürchten, vor Bakterien, Keimen, Krankheitserregern, Mikroben, Viren, dann werden Sie sich bewußt, daß Ihre Furcht Ihr Problem ist und nicht diese kleinen Tiere. Wenn Sie sich fürchten und wenn Sie dieses Publik machen durch die Worte die aus Ihrem Mund kommen, dann sollten Sie wissen, daß dieses die Ursache der physischen Probleme ist und nicht das Zeug das in Ihren Mund hineinkommt - die Bazillen. Die Worte die aus Ihrem Munde kommen verursachen den Schaden, denn sie sind die Repräsentanten Ihrer Gedanken. Ihr Immunsystem ist so angelegt, daß es mit allen physischen Attacken auf Ihren Körper fertig werden kann, es ist ganz normal, daß es passiert.

Ihr Immunsystem bestimmt, ob Ihr Körper mit Attacken von Fremdlingen die Ihren Körper eindringen fertig werden kann. Und wenn Ihr Denken gesund ist, wenn Ihr Verstand richtig funktioniert, wenn Ihr Denken und Ihr Wollen genau so ist wie Gottes Denken und Gottes Wille, dann wird diese Rechtschaffenheit Sie veranlassen, nur Zeug in Ihren Körper zu tun, das richtig ist. Und dieses wiederum wird mit sich bringen, daß Ihr Immunsystem okay ist. Um Sie aber davon zu überzeugen, daß es Ihr Denken ist, was bestimmt, wie Ihr Körper sein wird, versuchen Sie mal eine gesunde Lebensweise, indem Sie nur die richtigen physischen Zutaten in Ihren Körper tun, aber die verkehrten geistigen Zutaten in Ihr Denken tun, und dann warten Sie mal ab was daraus wird. Wenn Sie nur gesunde Nahrungsmittel wie Früchte in Ihren Körper aufnehmen, wenn Sie regelmäßig körperliche Übungen machen, Ihre Haut so behandeln wie sie es mag, auf die richtige Art und Weise atmen, und auch die richtige Luft, wenn Sie all diese physischen Dinge richtig tun, aber gedankliche Hygiene vernachlässigen, dann wird all das gesunde Essen, Jogging, nicht rauchen, Massagen, usw. nicht viel helfen. Was Ihre körperliche Gesundheit wirklich bestimmen wird, oder vielleicht besser gesagt Ihre fehlende körperliche Gesundheit, werden solche Zutaten sein wie Ressentiment, nicht zu vergeben und zu verzeihen, andere zu verunglimpfen, Zornesausbrüche, anhaltende Trauer, Depression, Einsamkeit usw. Es sind diese Dinge die Ihrem Körper Schaden zufügen. Es gibt viele Leute, denen es gelingt ein physisch gesundes Leben zu führen, aber trotzdem an Krebs sterben. Es ist ihr geistiger und ihr verstandesmäßiger Zustand der bestimmt, ob sie leben oder sterben werden.

Wenn Sie dabei sind, an Krebs zu sterben, dann sollten sich darüber im Klaren sein, daß es nicht die Krebszellen sind, die Ihr Problem sind. Es ist normal, daß der Körper mit solchen Angriffen zu tun hat. Ihr Körper ist so gebaut, daß er alles heilen kann und jede benötigte Medizin herstellen kann. Es sind Ihre Worte, die ein Spiegelbild Ihres Geisteslebens sind, die alle Probleme erzeugen. Ändern Sie sie, und zwingen Sie damit Ihr Denken zu ändern, und Ihr neues Denken wird dann die Lösung sein. Ich habe einmal zu ein paar Bekannten gesprochen über das Denken und das Sprechen und über das Sterben an Krebs und über Glauben und die Macht von Worten - die positive Macht der Worte und auch die negative Macht der Worte - und schlug vor, man sollte auf die Worte achten, die aus dem Munde von Menschen kommen. Nachdem ich mit meinem Reden fertig war, erklärte uns ein anwesender junger Mann aus England, daß er ein Witwer sei, und daß seine Frau kürzlich an Krebs gestorben sei, und daß das, was ich gerade dargelegt hatte, genau das gewesen sei, was im Leben seiner Frau geschehen war. Sie hätte dauernd, erzählte er uns, Worte und Ausdrücke gebraucht, die ihre Situation des Krebsleidens stabilisierten, die Ihren Ängsten Ausdruck verliehen. Immer wieder hätte sie zum Ausdruck gebracht, daß sie Krebs hatte und wie schlimm es sei und was die Ärzte gesagt hätten und was in den Befunden gestanden hätte. Der Bericht dieses jungen Mannes war eine recht eindrucksvolle Demonstration, für uns - und für ihn selbst, der Stichhaltigkeit von dem, was vorher in Theorie erklärt worden war.

In Markus 16,18 wird berichte wie Jesus uns sagt, daß wenn sie Schlangen aufheben mit den Händen und so sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden. Aber dieses wird ihnen nur dann nicht schaden, wenn sie das tun was Jesus in Vers 16 sagt. In Vers 16 sagt Jesus, daß wer da glaubt, der wird gerettet werden. Und dann sagt er, daß wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Der da glaubt, daß Krebszellen ihn nicht verletzen werden, wird vom Krebs gerettet werden, und der da nicht glaubt, daß Krebszellen ihn nicht verletzen werden, wird verdammt werden, und das bedeutet, daß er am Krebs sterben wird. Dieses ist es was Jesus lehrt. Diesen praktischen Aspekt der Guten Nachricht ist es, den wir den Menschen bringen sollten, und dieses ist es was Orthodoxie - das System der Imitationskirchen - versäumt zu bringen. Sie reden von der Idee, daß Rettung irgendwann in der Zukunft stattfinden wird, Jesus aber spricht von einer Rettung die jetzt stattfindet - gerettet zu werden jetzt vom Krebs, vom Schlangengift, vom tödlichen Trank. Seien Sie vorsichtig mit Leuten die von der Errettung irgendwann in der Zukunft reden. Solche Leute wollen nicht wirklich, daß Sie jetzt gerettet werden, ihnen macht es nicht aus, wenn Sie weiter leiden, und an eine Rettung glauben, die vielleicht stattfindet, wenn Sie in den Himmel kommen. Und diese Art von Rettung - die in einer anderen Welt stattfindet - kann hier nicht bewiesen werden und daher kann die Behauptung des Kirchenmannes nicht untersucht werden und Beweise brauchen nicht vorgelegt werden. Er behauptet, daß Sie errettet werden, wenn Sie sterben - unter der Bedingung, daß Sie Mitglied seiner selbstgemachten Organisation werden und bleiben. Und wenn Sie dann sterben, finden Sie vielleicht heraus, daß Ihre Situation erheblich anders ist als es Ihnen versprochen wurde. Sie landen dann damit, daß Sie hier nicht vom Krebs gerettet wurden und auch nicht auf der anderen Seite, wenn Sie in Ihrer neuen Umgebung aufwachen. Wenn Sie keine Zeit auf das Praktizieren des Glaubens hier auf Erden bereit stellen, nicht Ihre Glaubensmuskel dann stärken, wenn Ihnen die tödliche Diagnose bekannt gemacht wird und wenn der Krebs seinen Angriff gestartet hat, dann wird Ihr Glaube nicht viel wert sein und Ihr Leben im Hiernach mag recht enttäuschend ausfallen. Wenn Glauben für die täglichen Situationen nicht gelehrt und praktiziert wird, dann ist Glaube für zukünftige Situation nur leeres Gerede. Hüten Sie sich davor.

Das Hauptproblem der Orthodoxie ist ihre Furcht vor den Aktivitäten des Heiligen Geistes. Er ist ihr Feind Nummer Eins. Sie reden gern von einem Glauben der keine Substanz hat, dessen Auswirkungen sich irgendwann in der Zukunft auf einer anderen Ebene zeigen werden, und das Ergebnis dieses Glauben brauchen sie nicht mit konkreten Dingen zu belegen. Eigentlich glauben sie überhaupt nichts.

Werden Sie sich also bewußt, daß Gedanken die mächtigsten Dinge sind, die Sie jemals schaffen werden. Sie existieren in vielen Welten und nicht nur in dieser unserer physischen Welt. Gedanken sind weitreichend, sie verursachen Aktionen in den verschiedensten Dimensionen des Seins, sie wirken sich aus auf Welten die uns nicht bekannt sind. Sie sind wirklicher und konkreter als eine gewaltige Stahl- und Betonkonstruktion hier auf der Erde, denn solch ein Bauwerk besteht nur in dieser Welt, Gedanken aber beeinflussen viele Reiche. Vergessen Sie nicht, daß ein Gedanke, einmal geschaffen, nicht zurückgeholt werden kann. Ist er erst einmal freigesetzt, kann er nicht mehr gestoppt werden.

Wenn wir dieses Buch des Lebens betrachten, dann haben wir eigentlich so etwas wie einen Computer der unermeßlich umfassend und fähig ist. Wir wollen uns ansehen was Jesus über diese Maschine sagt.

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Matthäus 7,7-8.

Heute haben wir das Internet, wir haben also nicht nur die Information die auf unsere Festplatte des Computers gespeichert ist und auf CD-ROMs und DVDs und Flash-Drives, sondern viel mehr. Die Menge an Information, die uns potentiell zur Verfügung steht, scheint immense groß zu sein. Wie ist es aber mit all den Büchern in den Bibliotheken der Welt? Die Information die in diesen Büchern enthalten ist, scheint nur langsam zur Verfügung gestellt zu werden. Und wie ist es mit all der restlichen Information die jemals geschaffen wurde? All das Denken und all die Emotionen aller Menschen die jemals gelebt haben? All die Dinge die alle Menschen jemals sahen, hörten, rochen, fühlten und schmeckten? Und zu diesem müßte hinzugefügt werden all die Information aller anderen Welten - aller anderen Dimensionen. Diese Buch des Lebens ist also schon etwas. Und wir haben Zugang dazu. Wir müssen nur fragen. Stellen Sie sich einen Computer vor, bei dem ich keine Elektrizität benötige, ich brauche ihn nicht booten, ich brauche die Tastatur nicht zu bedienen, keine Programme auszuwählen, nichts in den Fragekasten der Suchmaschine eingeben. Ich brauche nur einen Gedanken zu haben, und das ist schon alles. Wenn ich auf die richtige Frequenz eingestellt bin - wenn ich vom Geist geleitet bin - dann ist ein Gedanke alles was benötigt wird. Und die Antwort wird kommen - genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Antwort mag vielleicht sofort kommen oder zur richtigen Zeit entsprechend der Situation. Dieser Computer ist mit einer Suchmaschine ausgerüstet die nicht von dieser Welt ist. Wer da bittet, der empfängt. Ich brauche noch nicht einmal eine der vielen Antworten aussuchen. Nur die richtige Antwort wird mir gegeben werden.

Um wirklich das grundlegende Problem dieser Welt zu verstehen, müssen Sie den Unterschied zwischen der wahren Kirche und der falschen Kirche - der Orthodoxie - verstehen. Orthodoxie, "Rechtgläubigkeit," überfiel die wahre Kirche zu einem sehr frühen Zeitpunkt des Bestehens des Christentums und dieses ist recht gut im Neuen Testament dokumentiert. Man muß es nur richtig lesen - nehmen Sie Ihre religiöse Brille ab, wenn Sie es tun. Es ist alles da. Dort werden Sie sogar einen der ersten Repräsentanten der Orthodoxie mit Namen genannt finden. Sehen Sie sich 3 Johannes an. Orthodoxie ist das System des Antichristen. Der Antichrist war immer ein Teil und nicht etwas außerhalb des Christentums. Um jemanden innerhalb des Christentums zu erkennen, der ein Antichrist sein mag, muß man wissen wie so etwas zu machen ist. Und da gibt es eine Person die dazu sehr geeignet ist. Und diese Person wird auch mit Namen im Neuen Testament genannt. Gehen Sie ins Neue Testament und Sie werden diesen Namen überall finden. Jesus wird Ihnen jede Menge Hinweise geben, wie dieses Erkennen zu tun ist. Sehen Sie sich "Hütet Euch!" an, ein Kapitel dieser Serie, und Sie werden eine Vielzahl dieser Einzelheiten finden. Es besteht aber auch ein sehr guter Weg, wie man nicht den Antichristen erkennen wird und wie man viel Zeit vertun kann und das ist Bücher über ihn zu lesen die von kleinen Antichristen geschrieben wurden, von Autoren, die aus dem System des Antichristen kommen, und die ein starkes Interesse daran haben, einen Schleier über Ihr Haupt zu legen oder Ihnen die Mütze über die Augen zu ziehen. Und solche Autoren, solche kleinen Antichristen, sind Teil der Orthodoxie. Sie können sie recht einfach erkennen. Lesen Sie nur was über sie auf den ersten oder den letzten Seiten des Buches geschrieben steht. Wenn sie einen schönen religiösen Titel haben oder wenn sie zu einer Konfession gehören - zur Orthodoxie - dann haben Sie mehr als Sie brauchen. Wenn Sie nicht verstehen, daß Orthodoxie das System ist, das dem Antichrist gehört und das er führt, dann werden Sie niemals viel von geistigen Dingen verstehen und Sie werden weiterhin im Dunkeln tasten. Und dieses trifft nicht nur auf das Christentum zu. Es trifft auf alle Religionen zu. In allen Religionen werden Sie mehr oder weniger die gleiche Situation finden. In alle Religionen haben Sie die wirklich geistigen Personen die die Wahrheit haben und lehren, und diese Wahrheit mag in verschiedenen Formen präsentiert werden, und sie haben die religiösen Typen, die Priester, die Kleriker, und ihre Nachfolger. In allen Religionen haben Sie also die geistigen Leute auf der einen Seite - der richtigen Seite - und Sie haben die orthodoxen Leute auf der anderen Seite - der falschen Seite. Denken Sie hierüber mal nach und fragen Sie sich, ob dieses nicht sogar auf andere Gebiete des Lebens auch zutrifft, wie Wissenschaft, wie Philosophie, wie Politik, wie Geschäft.

Ein recht greifbarer Unterschied zwischen der rechten Seite und der falschen Seite aller Religionen kann erkannt werden, wenn man sich physische Kampfhandlungen ansieht. All die rechten Seiten haben da keinen Handlungsbedarf sich gegenseitig zu bekriegen. Innerhalb von Religionen nicht, denn da gibt es keine Parteien und Konfessionen, und außerhalb ihrer Religionen gibt es auch kein Bedürfnis für Krieg, andere Religionen anzugreifen, denn sie alle unterstützen die selbe Wahrheit. Und die falsche Seite ist immer am kämpfen, richtige blutige Kriege zu führen, nicht nur kalte Kriege, sondern echte heiße Kriege. Innerhalb ihrer Religionen bekriegen sie andere Konfessionen. Ein gutes Beispiel war der Streit innerhalb Großbritanniens über Nordirland. Die Protestanten bekämpften die Katholiken und die Katholiken die Protestanten. Und außerhalb ihrer Religionen bekämpfen sie andere Religionen. Ein gutes Beispiel waren die Kreuzzüge. Die christlichen religiösen Leute griffen die islamischen religiösen Leute an und diese kämpften zurück. Und wie steht es mit der falschen Seite die die rechte Seite bekämpft? Ein gutes Beispiel ist wie die Anführer der Juden ihren Messias angriffen und ihn schließlich töteten. Kämpfte er zurück? In keiner Weise. Da gab es keinerlei physische Reaktion. Und wie kämpft die rechte Seite gegen die falsche Seite? Sie tut es nicht. Wir streiten nicht fleischlicherweise.

Wirklich geistige Menschen bekriegen nicht andere Menschen. Wenn sie Licht hervorkommen sehen, dann sind sie froh. Ein gutes Beispiel ist das Licht, das in Bethlehem im jüdischen Land hervorkam. Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise vom Morgenland nach Jerusalem (Matthäus 2,1). Sie kamen aus dem Osten. Sie waren keine Juden. Sie fielen aber, als sie das Kind sahen, nieder und beteten es an und schenkten ihm ihre Schätze. Sie waren von einem Land mit einem völlig anderen religiösen Hintergrund, aber das war überhaupt kein Hindernis. Da gibt es keine wirklichen Schranken zwischen weisen Menschen in allen Teilen der Welt. Die Wahrheit ist überall gleich. Das Licht überwindet überall die Finsternis.

Dieser Besuch der Weisen aus dem Morgenland zeigt, daß das Christentum ganz von Anfang an niemals eine engstirnige religiöse Bewegung war. Es war von Anbeginn an eine universelle Sache - erkannt von den Weisen im fernen Land. Sie hatten Zugang zu Information aus dem Buch des Lebens und handelten danach und nahmen an diesem welterschütternden Ereignis teil.

Sie waren Weise aus dem Osten. Auch heute haben die Weisen aus dem Osten die gleichen Ziele als die Weisen aus dem Westen. Wir ziehen in der gleichen Richtung.

Wenn eine geistige Person in die Stadt zieht, dann wird sich eine andere geistige Person darüber freuen, denn sie bringt mehr Licht in die Stadt. Wenn eine religiöse Person in der Stadt eintrifft und dort ihr eigenes religiöses Geschäft eröffnet - eine Imitationskirche - dann werden sie die anderen religiösen Leute als Konkurrenz betrachten, sogar dann, wenn sie von der selben Sekte oder Konfession ist. Sie wird ihnen Kunden wegnehmen. Der Konkurrenzkampf hat begonnen. Der Krieg ist da.

Und die Orthodoxie bildet gerne Organisationen. Wirklich geistige Personen - Personen die die Wahrheit haben und sie praktizieren - brauchen und haben keine Organisationen. Die orthodoxen Leute können aber ohne Organisationen nicht leben und sie brauchen auch Organisationen die ihre verschiedenen Organisationen in eine höhere Organisation organisieren. Zu organisieren ist ein wichtiger Teil ihres Lebens. Und dann haben sie so etwas wie einen Weltrat für etwas und da drängeln sie sich an Posten oder treten ihm nicht wirklich bei, weil sie meinen, sie seien die einzige wahre Kirche und die anderen müßten nur zu ihnen kommen und ihrer Organisation beitreten und das würde alle Probleme lösen. Und Wettbewerb ist eine wichtige Sache für sie. Die Schafe sind die, die zahlen, und über sie streiten sie sich, und sie sprechen vom Schafe stehlen und sie behandeln ihre 'Laien' wie Kunden und wie Handelsware.

Sie behandeln ihre Schafe wie Blödmänner und in einer gewissen Hinsicht haben sie recht, denn wenn jemand behauptet, ein Jünger Christi zu sein und niemals richtig herausfindet was Christus und seine Lehre beinhaltet, ist und verhält sich wie ein Dummkopf.

Und um wirklich eine geistige Person zu werden, muß man nicht nur den Unterschied zwischen Geist und Orthodoxie verstehen, man muß auch alle Verbindungen mit diesem antichristlichen System abbrechen. Jede Verbindung die bestehen bleibt wird immer ein Werkzeug sein, das dem Teufel die Tür offen hält. Um frei vom Antichristen zu sein, muß eine völlige Trennung zwischen ihm und seinem System erfolgen.

Sie müssen alle diplomatischen Beziehungen mit dem System des Antichristen abbrechen. Schließen Sie alle Botschaften und alle Konsulate und auch alle privaten Verbindungen. Wenn Sie diesen Schritt der Exkommunikation der Imitationskirche aus Ihrem System unternehmen, dann werden Sie noch genug Probleme damit haben, all die Theologie und Lehre die sie in Sie hinein getan haben loszuwerden, all den Abschaum und all die Schlacke und Unrat und Rückstände. Immer wieder werden Sie feststellen, daß Sie Dinge entdecken, die in völligem Widerspruch zu den Lehren der Bibel stehen und die das Ergebnis ihres Einflusses sind.

Wenn Sie glauben, daß die Kirche dadurch verdorben wurde, daß Konstantin sie zur Staatskirche machte, dann ignorieren Sie all das Beweismaterial gegen diese Idee das klar aus der Schrift hervorgeht. Die Korruption der Kirche begann direkt am Anfang und all die Einzelheiten sind im Neuen Testament offengelegt.

Sie müssen vollständig und total Ihre Verbindung mit der Orthodoxie abbrechen, wenn Sie die Absicht haben, eine geistig Person zu werden, wenn Sie ein Leben das vom Geist geleitet ist führen wollen und wenn Sie den Geist Christi haben wollen.

Die wirkliche Kirche - ein kirchliches Leben wie es in der Bibel beschrieben ist - ist ein Gesellschaftsmodel das einzigartig ist. Es ist ein Model das wirklich funktioniert und das jedem anderen Model weit überlegen ist. Es ist ein Model, das mit allen Übeln und Unzulänglichkeiten des Lebens fertig wird. Alle Gesundheitsprobleme werden gelöst. Jeder Mangel an materiellen Dingen wird beseitigt. Das Bereitstellen von Lösungen zu Beziehungsproblemen ist der Kern und Angelpunkt der Lehren der Schrift.

Um einmal den Einfluß der Orthodoxie von einem völlig anderen Gesichtspunkt darzustellen, wollen wir jetzt einen Blick auf das geistige Indien werfen.

Nachfolgend will ich deshalb einen recht langen Auszug aus dem Buch "Geetha Vahini: The Divine Gospel" von Sai Baba bringen. Ich werde die Kapitel XVIII und XIX benutzen.

Jetzt folgt also dieser Auszug.

Arjuna stellte eine Zwischenfrage. Er sagte, "Krishna! Ich verstehe eigentlich nicht richtig die Bedeutung was du Weisheit nennst. Ist es die Kenntnis die man durch das Ohr von dem Lehrer lernt? Oder ist es die Kenntnis die man aus der Schrift sucht? Oder ist es die Kenntnis die einem gewährt wird von denen die reich in eigentlicher Erfahrung sind? Welche von diesen befreit den Menschen von der Sklaverei?

Krishna antwortete: "Die Beispiele von Wissen die du erwähntest sind alle nützlich in einem oder anderen Stadium der geistigen Entwicklung; aber mit keinem dieser kannst du dem Zyklus von Geburt und Tod entkommen! Das was dich erlöst ist Selbsterfahrung, das Wissen das du selbst erfahren hast; es allein kann dir helfen frei zu werden. Der Lehrer kann in diesem Prozess von Hilfe sein; er kann dir aber nicht dein wahres Selbst zeigen. Du mußt es dir selbst vorstellen; und außerdem mußt du frei von Untugenden sein wie Neid. Nur dann kannst du ein Weiser genannt werden, jemand der volle Weisheit erlangt hat. Jemand der Glauben an diese Weisheit hat, der sich ihrem Erwerb verschrieben hat, und der voller Sehnsucht ist, sie zu verdienen, nur solch eine Person kann mich begreifen."

"Er muß frei von Neid sein; außerdem muß er ernsthaft sein, durchdrungen vom Glauben. Ernsthaftigkeit ist sogar für die Durchführung der geringsten Tat eines Menschen notwendig. Nicht nur der Mensch, sondern auch Vogel und Tier, Wurm und Virus, alle müssen ernsthaft sein, um zum Erfolg zu kommen. Wenn du keine Ernsthaftigkeit oder Glauben in deine Tat hast, kannst du nicht Früchte einsammeln."

"Arjuna! Ich bin der Zeuge; durch mich wird die Schöpfung, die Natur, geformt, dieses Konglomerat bestehend aus den fünf Elementen die Kosmos genannt werden, alle diese mobilen und immobilen Objekte. Durch mich, als die Ursache, funktioniert der Kosmos in mannigfaltiger Weise. Narren, die mich nicht als das höchste Prinzip verstehen können und als den Herrn aller Elemente, dessen Willen sie gehorchen, glauben ich wäre nur ein Mensch. Einige große Männer meditieren ehrfurchtsvoll über mich als Brahmam, das unpersönliche höchste Wesen, ursprüngliche Quelle und allerletztes Ziel aller Wesen und daher identisch mit dem Geist; andere beten mich unter verschiedene Namen und Gestalten an; und einige beten mich durch Opfer und Selbstaufopferung an."

"Was auch immer der Name, was auch immer die Art der Anbetung sein mag, ich bin der Empfänger, denn ich bin das Ziel von all diesem. Ich bin der Einzige; da ist kein Anderer. Ich selbst werde der Angebetete, durch meine viele Namen und Gestalten. Nicht nur dies; ich bin die Frucht aller Handlungen, der Spender der Frucht, die Grundlage. Der Urheber, der Urheber von allem. Ich wiederhole: Ich bin die Macht hinter der Geburt, Existenz und Tod von allem und von jedem Leben. Ich bin geburtslose, unsterbliche Ursache."

"Begreife mich, die erste und früheste Ursache; es ist in der Tat Befreiung, Freiheit von der Sklaverei. Der ist frei geworden in diesem Erdenleben, der diese Befreiung erlangt. Daher, Arjuna, wenn sich jemand danach sehnt, ein Befreiter in diesem Leben zu werden, Freiheit zu erlangen, muß er sich in ein paar einfachen Disziplinen üben. Er muß völlig die Bindung an den Körper ausrotten."

Als Arjuna dieses hörte, warf er ein, "Krishna! Sprichst du von dieser geistigen Disziplin des völligen Losgelöstseins, der Selbstanstrengung, als einer einfachen Disziplin? Ist es so leicht es zu praktizieren? Sogar perfekte Asketen finden es schwierig und du empfiehlst es Leuten wie mir so oberflächlich! Du sprichst davon als ob es eine ganz einfache Aufgabe wäre; es ist aber eine äußerst schwierige Anstrengung. Ich finde, du bringst mich vor Gericht mit so einem Vorschlag. Kann ich jemals diesen Zustand erlangen? Kann ich Befreiung gewinnen, kann ich Freiheit erreichen? Es ist hoffnungslos," sagte er und saß niedergeschlagen da.

Krishna sah, daß er ganz den Mut verlor. Er wandte sich ihm zu und klopfte ihm beruhigend auf die Schulter. Er sagte, "Arjuna! Es ist nicht nötig, sich nur deswegen zu beunruhigen und zu verzweifeln. Niemand bekommt Glauben sofort dann wenn er davon hört. Man muß sich darin mit der Hilfe von Vernunft vertiefen; dann wird man feststellen, daß diese Disziplin nicht so schwierig ist wie man es sich einbildet. Um völliges Losgelöstsein zu erreichen braucht man sich nicht mattierte Haare wachsen zu lassen, ockergelbe Gewänder zu tragen und seinen Körper zu Haut und Knochen zu foltern. Es genügt, wenn du alle Handlungen so tust, daß sie dem Herrn gewidmet sind, ohne jedweden Wunsch. Dieses ist das Geheimnis der Befreiung."

"Es ist nicht schwierig all Aktivitäten in dieser Art auszuführen. Man braucht dazu nur festen Glauben und Ernsthaftigkeit. Diese sind natürlich für jede Art von Handlung notwendig und somit ist es einfach zu verstehen, daß sie für geistige Aktivitäten auch unerläßlich sind."

"Jeder der unter den Jüngern alle seine Handlungen ohne andere Gedanken mir weiht, jeder der über mich meditiert, mir dient, mich anbetet, sich meiner erinnert, weiß, daß ich immer mit ihm bin, ihn immer mit allem in dieser Welt und in der nächsten versorge. Ich trage die Bürde seines Wohlergehens. Hörst du mich?" fragte Krishna, ihm wieder auf die Schulter klopfend und seinem abgesunkenen Herzen Courage gebend.

Diese Aussage, daß der Herr das Wohlergehen des Jüngers garantiert, hat sehr viel Mißverständnisse hervorgerufen. Sogar Pandits, gar nicht zu sprechen von anderen, haben ihre wirkliche Tragweite nicht erfaßt. Die Kommentatoren der Gita erklären diese Proklamation auf mannigfaltige Weise.

Dieser heiligste Satz ist der Nabel des Gitakerns. Der Nabel von Vishnu dem Schöpfer, von Vishu, und von Siva dem Zerstörer, war der Ort wo Brahma geboren wurde; dieser Vers ist der Nabel oder der Ort der Geburt für diejenigen die nach der Kenntnis von Brahman dürsten. Wenn dieser Vers in der Praxis befolgt wird, kann die ganze Gita verstanden werden.

Es gibt da etliche interessante kursierende Geschichten über diesen Vers. Ich werde ein Beispiel geben: Ein gelehrter Pandit hielt einst einen Vortrag über die Gita in der erhabenen Anwesenheit eines Maharadschas. Eines Tages kam dieser Vers dran:

Ananyaaschinthayantho maam
Ye janaah paryupaasathe
Theshaam nithyaabhiyukthaanaam
Yogakshemam vahamyaham.

Der Pandit erklärte enthusiastisch die vielseitigen Implikationen dieses Verses, der Maharadscha aber schüttelte seinen Kopf und sagte: "Die Bedeutung ist nicht richtig." Er fuhr damit fort die Richtigkeit jeder der Erklärungen des Pandits zu bestreiten. Der arme Pandit hatte verdienstvolle Auszeichnungen am Hof von manch einem Maharadscha erworben und war von ihnen allen mit pompösen Titeln geehrt worden. Er fühlte sich wie niedergestochen als der Maharadscha in der Anwesenheit der ganzen Schar von Höflingen seine Erklärungen dieses Verses als 'falsch' verwarf. Er litt unter der Beleidigung; er faßte aber Mut und fiel wieder über sein Ziel her, und ordnete all seine Gelehrsamkeit, und stürzte sich in einen eloquenten Diskurs über die vielseitige Bedeutung der Worte Yoga und Wohlergehen. Der Maharadscha billigte sogar dieses nicht; er ordnete an: "Finde die Bedeutung diese Verses heraus und wenn du sie gut verstanden hast, komme morgen wieder zu mir." Hiermit erhob sich der Maharadscha von seinem Thron und ging in seine inneren Räumlichkeiten.

Der Pandit verlor selbst noch die wenigen Körnchen von Mut die ihm noch geblieben waren. Er war von Beklemmung niedergedrückt; er wankte unter der Beleidigung; er erreichte sein Heim und, eine Kopie der Gita beiseite legend, fiel er auf sein Bett.

Überrascht hierdurch, fragte die Frau des Panits, "Sage mir, warum bist du vom Palast heute mit solchem Kummer nach hause gekommen? Was ist genau passiert?" Sie ließ eine besorgte Fragen nach der anderen niederprasseln, so daß der Pandit genötigt war, ihr alles zu beschreiben, was passiert war, die auf seinen Kopf gehäuften Beleidigungen, der Befehl mit dem der Mahardscha ihn nach hause geschickt hatte, usw. Die Frau hörte sich ruhig die Beschreibung des Passierten an und nachdem sie tief über den Vorfall nachgesonnen hatte, sagte sie, "Ja; es ist wahr. Was der Maharadscha sagte ist richtig. Die Erklärung die du für den Vers gegeben hast ist nicht die richtige. Wie hätte der Maharadscha sie gutheißen können? Es ist dein Fehler." Hierauf erhob sich der Pandit im Zorn von der Bettstelle, wie eine Kobra der man ordentlich auf den Schwanz getreten hatte. "Was verstehst du davon, dummes Weib? Bin ich weniger intelligent als du? Behauptest du, die du dauernd in der Küche beschäftigst bist, kochst und bedienst, mehr zu wissen als ich? Halte deinen Mund und entweiche meiner Anwesenheit," brüllte er.

Aber die Dame hielt ihren Grund. Sie antwortete, "Herr! Warum regst du dich so auf über eine Aussage der bloßen Wahrheit? Wiederhole den Vers noch einmal für dich selbst und überlege seine Bedeutung. Du wirst dann zu der richtigen Lösung selbst kommen." So brachten die sanften Worte der Frau Ruhe in das Denken ihres Mannes.

Der Pandit fing an, den Sinn jedes einzelnen Wortes des Verses zu analysieren. Ananyaaschinthayantho maam, fing er an, überlegt und langsam, laut die verschiedenen Bedeutungen wiederholend. Die Frau intervenierte und sagte, "Was für einen Zweck hat das Lernen und Auslegen von Worten? Erzähle mir mal was Deine Absicht war als du zum Maharadscha gingst? Was war der Zweck?" Jetzt wurde der Pandit wild. "Sollte ich nicht diese Familie unterhalten, dieses Heim? Wie soll ich die Kosten für Essen und Trinken aufbringen, für Kleidung und Dinge, für dich und alles andere? Es ist doch selbstverständlich um dieser Dinge willen, daß ich zu ihm ging; was hätte ich andernfalls mit ihm zu tun?" schrie er.

Die Frau antwortete dann. "Wenn du nur verstanden hättest was der Herr Krishna in diesem Vers erklärt, wäre der Drang zu diesem Maharadscha zu gehen, nicht aufgekommen! Wenn er angebetet wird ohne jeden anderen Gedanken, wenn man nur sich ihm ergibt, wenn der Verstand sich immer auf ihn konzentriert, dann, hat der Herr in diesem Vers erklärt, wird er alles für den Jünger beschaffen. Hier ist es wo du gegen die Bedeutung des Verses verstoßen hast. Hier ist der Grund warum er deine Erklärung nicht akzeptierte."

Als er dies hörte, saß dieser berühmte Gelehrte eine Weile, über ihre Bemerkung nachgrübelnd. Er erkannte seinen Fehler. Am nächsten Tag begab er sich nicht zum Palast. Er vertiefte sich anstatt darin, Krishna zuhause anzubeten. Als der König sich erkundigte, warum der Pandit nicht erschienen war, sagten die Höflinge, daß er zuhause geblieben sei, und nicht ausgegangen sei. Der König sandte einen Boten, aber der Pandit lehnte es ab, auszugehen. Er sagte, "Da gibt es für mich keinen Bedarf zu irgend jemand zu gehen; mein Krishna wird mich mit allem versorgen; er wird mein Wohlergehen selbst tragen. Ich mußte mich beleidigen lassen weil ich dies so lange nicht begriff, weil ich blind geworden war durch meinen Eifer die vielseitigen Bedeutungen von bloßen Worten zu verstehen. Wenn ich mich ihm ausliefere, und dabei unaufhörlich damit beschäftigt bin, ihn anzubeten, wird er selbst mich mit allem Nötigen versorgen."

Als der Bote diese Botschaft zum Palast brachte, begab sich der Maharadscha zu Fuß zum Wohnsitz des Pandit; er fiel zu Füßen des Pandit und sagt, "Ich danke dir aufrichtig dafür, daß du mir heute aus deiner eigenen Erfahrung heraus erklärt hast, was der Vers den du gestern ausgelegt hast, bedeutet." So lehrte der König dem Pandit, daß jede Verbreitung von geistigen Dingen, die nicht aus der Feuerprobe der Erfahrung heraus kommt, bloßes Glitzern und Zurschaustellung ist.

Sogar heute befolgen viele der gelehrten Männer, die über die Gita dozierend herumgehen und für sie Propaganda machen, nicht ihre Prinzipien in der Praxis; sie sind damit beschäftigt, einfach der Welt das wertlose Äußere zu erläutern, den textlichen Sinn, den Sinn der Worte, und nichts mehr. Die Gita zu verbreiten zu versuchen, ohne sie wirklich zu praktizieren, kommt gleich der Vernichtung der Sache und der Beleidigung des heiligen Buches. Sie rühmen die Gita der reine Atem ihres Lebens zu sein, als die Krone aller Schrift, und als wäre sie von den Lippen des Herrn selbst ausgestrahlt worden.

Sie zeigen so viel Ehrfurcht für das Buch, daß ihre Augen mit Tränen überlaufen beim bloßen Erwähnen ihres Namens; sie legen es auf ihre Köpfe; sie pressen es auf ihre Augen; sie bewahren es in ihrem Schrein und opfern ihm Gottesdienst mit großer Inbrunst demonstrativer Hingabe. Aller Respekt, aller Gottesdienst ist nur für das Papier, das Buch!

Wenn sie wirklich Ehrfurcht für die Worte des Herrn hätten, den Inhalt des Buches, würden sie sich anstrengen, ihn in die Praxis umzusetzen. Nein, sie strengen sich nicht an, sie haben kein Jota Erfahrung. Wenn sie die Erfahrung hätten, würde niemand von ihnen die Verbreitung dieser Erfahrung für Geld im Tausch einhandeln. Sie würden sich nur nach Gnade sehnen.

Nicht einmal einer in einer Millionen unter den Gita-Anbietern heute, unter denen die über ihre Mission der Verbreitung der Gita reden, hat ein Sehnen nach der Gnade des Herrn. Nein; wenn sie dieses Sehnen hätten, würden sie nicht an Einkommen oder Geld denken.

 

Das Kapitel XVIII des Buches "Geetha Vahini: The Divine Gospel" von Sai Baba endet hier und was folgt ist das Kapitel XIX.

 

Redner, die heraus gehen, um die Gita zu verbreiten, haben sich heutzutage multipliziert, und eine Vielfalt von Interpretationen ist ausgeströmt, die meisten davon weit weg von der echten, und als Ergebnis wird die wahre Bedeutung umwölkt. Interpretationen folgen der Natur und dem Charakter der Verfechter. Ist erst mal eine Meinung gebildet, versucht er sie mit passenden Argumenten zu stützen und alle anderen als falsch darzustellen. Sie wird dann papageienartig bei jeder Gelegenheit wiederholt; kein Versuch wird unternommen, die Gita zu praktizieren und sie zum Teil des eigentlichen Lebens zu machen. Solche Personen geben vor, große Gitaausleger zu sein, und tragen schwer an der Last der Ernennungsurkunden und Titel. Sie ruinieren sich selbst mit diesem Betrug und untergraben das Vertrauen in die Gita.

Die Worte Gottes sind da, jedes von ihnen, um in das aktuelle Leben umgesetzt zu werden, nicht zum streuen in die Ohren von Menschen zum Erlangen von Berühmtheit. Die Zeiten sind aber so fehlgegangen, daß sie heute dafür mißbraucht werden, um Publizität und Lob zu erwerben! Die die den Ausführungen dieser Vertreter zuhören, unterlassen, deren ehrliche Absicht zu untersuchen; sie kümmern sich nicht darum, zu examinieren, ob die Personen, die die Gita in den Himmel rühmen, die Frische ihrer Lehre gekostet haben. Worte und Taten sind weit voneinander entfernt; sie ermahnen andere aber die die ermahnt wurden finden, daß die Lehrer selbst nicht der Lektion folgen! Nein, nicht einmal einer in einer Millionen.

Da gibt es einige die sich rühmen, daß sie die gesamte Gita auf ihrer Zungenspitze haben; daß sie, auf der Stelle, jeden beliebigen Vers der Gita, den man hören will, abrollen können, wenn nur das Kapitel und der Vers genannt werden; oder sie können das Kapitel und den Vers zitieren, für jeden gegebenen Ausdruck oder jedes gegebene Wort. Ich bin geneigt zu lachen, wenn solche Gelehrsamkeit zur Schau gestellt wird. Arme Zunge, daß sie so viel auf ihrer Spitze ertragen muß, ohne daß etwas davon im eigentlichen Leben aufgenommen wurde! Eine Grammophonplatte kann genau so gut wiederholen wie sie, und mit gleichem Nutzen für sie selbst. Einen Vers zu praktizieren bringt sicherlich mehr Gewinn als alle Verse auswendig zu lernen und im Gedächtnis zu behalten. Arjuna bewies jedes Wort von Krishna als wahr, indem er es praktizierte. Seine Echtheit gewann ihm die Gnade Krishnas.

Es ist schade, daß sogar höchst gelehrte Pandits in der jetzigen Zeit nichts wissen von der freudigen Erregung, ein einzelnes Wort der Gita in die Praxis umzusetzen. Was können wir dann sagen von den Ungelernten, den Ignoranten? Kurz gesagt, sogar einige im sehr guten Ruf stehenden Interpreten der Gita treiben ein falsches Spiel mit ihren Lehren, handeln gegen die Botschaft. Zu dem Gesang des Herrn setzt jeder von ihnen seinen eigenen geschwollenen Ausdruck hinzu, um seine besondere Verdrehung der Gelehrsamkeit zu demonstrieren, oder seine bevorzugte Voreingenommenheit. Wir wollen ein Beispiel hiervon betrachten. Der zehnte Vers des sechsten Kapitels der Gita erklärt, daß "Parigraha" eine große Sünde ist.

Nun solche die die Gita als Autorität akzeptieren, sollten entsprechend handeln, Parigraha vermeiden, nicht wahr? Parigraha bedeutet, "akzeptieren" auch für den Unterhalt des Körpers und die Aufrechterhaltung richtiger Handlungen. Diese Vertreter akzeptieren jedoch, 99 Prozent von ihnen! Die Verurteilung von Parigraha trifft auf alle Formen zu; da gibt es keine einschränkende Umstände oder Ausnahmen. Und doch, Sammlungen und Spenden werden erfragt für Gitarituale, als Opfer während ritualem Gottesdienst, als Unkosten, als Geschenk für den Guru; Eintrittskarten für Vorträge werden verkauft, wie Eintrittskarten für Unterhaltung wie Theater und Kino verkauft werden. Leute die dieses tun, haben keinen Glauben an die Worte Krishnas; denn hätten sie Glauben, würden sie nicht ein solch gegensätzliches Benehmen an den Tag legen. Wenn sie davon überzeugt wären, daß es verkehrt ist, würden sie nicht versucht sein, so zu handeln. Sie erklären den Vers und meinen, daß sie ihre Pflicht getan haben; sie haben kein Bedürfnis dem Rat zu folgen. Dieses ist der Geist der Zeit, denn dieses ist die Zeit der Heuchelei. Leute, die diese Art von Gitavertretern beobachten, verlieren ihren Glauben in den Vertreter und später in die Gita selbst. Die Publizität löst sich in bloßen Pomp und Hohlheit auf.

Die Lehren der Gita erhalten nicht den Respekt den das Buch erhält. Tausende von Leuten, wenn sie die heiligen Bücher sehen, Gita, Ramayana, Bhagavatha, Bharatha, usw., neigen ihre Häupter, drücken sie an ihre Augen, tun sie auf ihren Kopf, bewahren sie auf einem besonderen Sitz ihres Schreines auf und legen ein paar Blumen ehrerbietig auf sie, sie sitzen mit geschlossenen Augen und Tränen rollen ihre Wangen herunter, fallen vor dem Buch nieder und erheben sich dann voller Selbstzufriedenheit! All diese Ehrfurcht wird dem Stoß Papier erwiesen, nicht dem Inhalt der Bücher, dem Stoff mit dem sie sich befassen.

Was der Kopf tragen muß ist nicht das Gewicht des Papiers, sondern die Botschaft darin. Lege nicht Wert auf das Buch, sondern auf die Substanz; ehre nicht den Band, sondern die Sache die darin erklärt wird. Baue es nicht in den Altar ein, sondern in dein Herz. Denn erst dann wird es sein, daß die Autorität der Gita zu jeder Zeit fest geehrt sein wird. Der Verstand wird nicht vom Egoismus und ähnlichen Übeln durch all diese äußerlichen Ehrerbietungen gereinigt: auswendig lernen, Anbetung im Schreinraum leisten, auf dem Kopf halten, auf die Augen pressen, usw. Laß die Botschaft in das Herz herein; praktiziere sie und schmecke die Freude die davon kommt. So ehrt man die Gita.

Das wohlschmeckendste Gericht kann niemals deinen Hunger stillen, wenn du es auf den Kopf stellst oder an deine Augen preßt oder vor ihm niederfällst. Der Gita geht es entsprechend. Die Gita ist ein wohlschmeckendes Gericht, voller süßer Zutaten von Verehrung von Gott, Weisheit, innerer Freiheit. Iß sie; trinke sie. Ein Happen ist genug. Der hungrige Mann braucht nicht all das Korn das geerntet wurde; eine Handvoll Reis ist genug. Der durstige Mann braucht nicht den Fluß leer zu trinken; ein Glas Wasser ist genug.

Wer nach Gott hungert braucht nicht die ganze Gita zu konsumieren; der Hunger kann durch das Praktizieren eines einzigen Verses gestillt werden. Eine Schachtel Streichhölzer hat viele Hölzchen; wenn du ein Feuer anzünden willst, brauchst du nur eins anzünden; du kannst die kleine Flamme mit Sorgfalt und Fleiß zu einem großen Feuer anfachen. Der ganze Vorrat von Hölzchen braucht nicht angezündet zu werden. Da sind 700 Hölzchen in der Gita; jedes davon ist ein Hölzchen mit dem du die Flamme der Weisheit entzünden kannst. Zünde eins am Stein der Erfahrung an, das ist genug.

Die Gita muß so zur Selbsterkenntnis verwendet werden; es ist das heilige Ziel für die sie geplant wurde. Es ist ein großes Unrecht, sie zu mißbrauchen; alle Versuche, sie für Berühmtheit und Vermögen zu gebrauchen, für Titel und Prunk, sind nur Symptome des Egoismus; sie sind Handlungen der Entweihung. Die 'Gandha' muß aus der 'Grantha' herausgezogen werden; das ist der Test der Gelehrsamkeit; der Wohlgeruch (Gandha) ist die Essenz des Buches (Grantha). Andererseits, wandele nicht die Masthaka in eine Pusthaka, das Gehirn in ein Buch.

Siehe Gott in dem Stein; ändere nicht Gott in einen Stein. Dieses ist die Vision die sehr wünschenswert ist. Den Stein muß man sich als göttlich vorstellen, durchflutet mit Gott; was er in Wirklichkeit ist. Diese Vision ist das wertvolle Geschenk das Gott den Menschen dieses Landes gegeben hat. Perlen schwimmen nicht auf den Wellen des Ozeans; tauche tief in die stillen Höhlen auf dem Grund, wenn du dich nach ihnen sehnst. Die Menschen dieses Landes haben Gott auf diese Weise seit Generationen gesucht.

Das Praktizieren der Rechtschaffenheit ist der Körper; die Vergegenwärtigung Gottes ist das Herz; dieses ist die Wahrheit die die Menschen hier angetrieben hat, voran zu gehen und sich selbst zu retten. Sie sind keine Sklaven des sichtbaren Glanzes, äußerlicher Ausschmückung, oder materiellem Komfort. Sie suchen nach dem die Grundlage bildenden Geist mit dem inneren Auge und kultivierter Losgelöstheit. Die Menschen von Indien, die diese große Natur haben, sind heute jedoch vom materiellen Forstschritt und äußerem Pomp gefesselt! Dieses ist eine sehr bedauernswerte Tragödie.

Solche die herumgehen, um die Gita auszulegen mit der Absicht davon Geld zu verdienen, halten damit Gott fern. Sie geben sicherlich verschiedene Rechtfertigungen für ihr Verhalten; aber niemand der wirklichen Glauben in die Gita hat oder ein wirklicher Anhänger ihrer Lehre ist, kann ihre Erklärungen akzeptieren.

Die Gita wird zitiert, um Rechtschaffenheit zu nähren, nicht Besitztum. Sie dient Güte zu fördern, nicht Güter. Geld einzusammeln im Namen eines Tempels für Krishna oder für Rama, oder für einen Tempel für die Gita, ist eine andere Art und Weise, den Glauben an Gott zu vermindern; ein Haus für den Herrn zu bauen, der überall immanent ist und alles durchdringt, ist absurd. Das Herz ist der richtige Tempel wo Krishna oder die Gita eingebracht werden sollten. Ein künstliches Bauwerk aufzurichten, das mit Sicherheit mit der Zeit verunstaltet wird, für die ewiglich vollkommene, die unzerstörbare Gottheit, ist sehr unrichtig. Bis dieses Stadium erreicht ist, mögen diese natürlich notwendig sein, aber in diesem Falle ist es weiser, den besten Gebrauch von den altberühmten Tempeln die schon existieren, zu machen. Neue zu bauen und die alten zu ruinieren ist so unklug wie die Kuh zu töten und das Schuhwerk zu spenden, das aus ihrer Haut gemacht wurde! Das Wohl der Welt kann gefördert werden durch das Renovieren der alten Tempel und nicht durch Erschaffung neuer. Die Einsetzung Gottes in alter Zeit wurde durch strikte Rituale gemäß der Schrift getan und deshalb sind alte Tempel heiliger. Die Kraft der Ausstrahlung von ihnen verleiht diesem Land alles, was es von dem wenigen Wohl jetzt genießt.

Die weisen Männer der Vergangenheit litten Not, sonderten sich ab von der Welt und lösten sogar ihren Körper auf, in der Suche nach den Geheimnissen der individuellen Errettung und gesellschaftlicher Verbesserung. Sie haben gewisse Verhaltensregel und Grundsätze fürs Leben weitergegeben, die praktisch und einfach sind. Sogar diese werden jetzt vernachlässigt oder mißverstanden; neue Regeln und Rechte werden auferlegt mit dem Ergebnis, daß diese kostbaren untergegangen sind.

Wenn Älteste, Gurus und Pandits diese neumodischen Verhaltensweisen akzeptieren und ehren, wie kann Indien weiterhin der Wohnort der Rechtschafffenheit sein, des Yoga, des Opfers? Der Sturz der Ideale erklärt warum das Land, das wahrlich Nahrung spendete, alle ihre Kinder ernährte, heute nach Nahrung jammern muß. Die heilige Erfahrung - Sivoham, ich bin Siva - erschallte von jedem Gebirgstal, von jeder Höhle, jedem Tempel und jedem heiligen Flußufer; aber jetzt ist der Schrei, Savoham, Savoham, ich bin tot!

Das Land hat seine uralte Freude verloren; es ist von Angst geplagt; es ist die Heimat von Selbstvergrößerung, es jagt leerem Pomp nach. Um diesen Tendenzen entgegenzuwirken, ist die Verbreitung von geistiger Kenntnis sehr notwendig geworden, und zwar von Menschen, die tatsächlich die Freude von geistiger Disziplin und den Erfolg in und durch sie erfahren haben. Jedermann, von dem einfachen ungebildeten Mann bis zum Weisen, muß diese Notwendigkeit erkennen. Alle müssen Glauben in die Gita kultivieren und es als das authentische Word des Herrn nehmen.

Der Herr hat die Versicherung gegeben: "Yogakshemam vahaamyaham," "Ich werde die Last deines Wohlergehens tragen, hier und hiernach." Er hat diese Aufgabe freiwillig unternommen. Damit aber Sterbliche und Aspiranten hiervon Nutzen ziehen können, müssen sie leben wie es bestimmt ist; müssen sie sich an die Richtlinien halten, die niedergelegt wurden. Wenn sie meinen, ihnen wird nicht so geholfen, dann müssen sie nur ihr eigenes Leben examinieren und herausfinden, wie weit sie die Gebote Gottes, bezüglich der Regeln des Lebens, gehalten haben. Sie versäumen, dieses zu untersuchen. Sie erwägen nicht die Vergangenheit und die Zukunft; sie beschweren sich nur über das Leid des Augenblickes, nicht wissend, daß es verursacht wurde durch Vernachlässigung in der Vergangenheit und durch Ignoranz über die Zukunft. Dieses ist die Wurzel ihres Leidens.

Während man über diese Versicherung nachdenkt, muß man sich an den bedingenden Präzedenzfall erinnern, der in demselben Vers enthalten ist, "Ananyaaschinthayantho maam, ye janaah paryupaasathe." "Yogakshemam vahaamyahhm" ist die Krone dieser Bedingung, die endgültige Frucht. Die Versicherung ist das Haupt; aber kein Haupt kann unabhängig von den Gliedern funktionieren. Nur den Kopf festhalten, ohne den Hals und die Schultern und dem Rest des Körpers, ist als wenn man Glauben in den Schlüssel in seinen Händen hat, aber der eiserne Tresor gestohlen wurde! Was für einen Nutzen hat der Schlüssel, nachdem der Schatz geraubt wurde?

Die Bedingungen für die Vollfüllung der Versicherung sind: Ananyachintha and Upaasana, Meditation über den Herrn ungehindert von jedem anderen Gedanken und stetige Anbetung. Wenn ununterbrochene Meditation abwesend ist, wenn Anbetung nicht mit vorbehaltloser Preisgabe geschieht, was für eine Rechtfertigung besteht dann, sich darüber zu beschweren, daß er nicht die Last trägt?

Du gibst dich anderen hin: du rühmst und lobpreist andere; du bist vertieft in andere Gedanken. Wie kann er dann die Last tragen? Du dienst anderen; und bedrängst den Herrn um Entgelt! Wie kann dieses Ananya chintha sein, ungeteilte Loyalität? Wenn ein Mann ein Diener des Königs ist, dann muß er ihm vom ganzen Herzen dienen; wenn der dem König dient und seine Familie liebt, dann kann dies nicht ungeteilte Loyalität genannt werden. Diene wen du liebst, liebe dem du dienst. Das ist das Geheimnis von Saranagathi, Hingabe. Vyasa, der Verfasser von Schriften, schuf ein schönes Blumengewinde, dieser Vers ist die Krönung. Es ist dieses zentrale Juwel von dem Blumengewinde aus Edelsteinen.

Die Worte "Yoga" und "Kshema" die der Herr hier gebraucht bedeuten: "Yoga" Erwerbung von etwas begehrenswertem; und "Kshema," die Bewahrung was so erworben wurde. Die Disziplin, womit du es bewahren kannst, ist: Ananya chintha, ausschließliche Meditation über den Herrn. Das wird den Verstand klären; es wird dich zum Jünger machen. Der Jünger wird durch diese Dinge erkannt; er redet vom Herrn; er singt vom Herrn; er sieht nur den Herrn; er arbeitet und verbringt seine Freizeit mit dem Herrn.

Solche Personen haben es nicht nötig Rituale zu verrichten oder Opfer zu bringen; sie brauchen sich nicht mit verdienstvollen Handlungen von Wohltätigkeit beschäftigen; sie brauchen nicht von einem heiligen Ort zum anderen wandern. Warum sollten sie es bedauern, wenn sie solches verpassen oder sich beschweren, daß der Herr ihnen nicht die Möglichkeit oder die Mittel hierfür gegeben hat? Er besteht nicht hierauf oder verlangt danach. Opfere was auch immer im Denken aufkommt, mache es rein durch geistige Disziplin und Übung, durch Selbstanstrengung; er akzeptiert alles gerne. Du magst dich vielleicht damit beschäftigen, was du "gute" Taten nennst, wenn aber das Denken unrein ist, wenn der Behälter nicht 'verzinnt' ist mit dem Denken an Gott, dann sind sie alle durch Gift verunreinigt. Er ist eigen, der Behälter muß rein sein.

Beachte wie die Handvoll gerösteten Reis, die Kuchela dem Herrn mit reinem Verstand opferte, ihm gefiel. Lies die Erfahrungen von Vidura und Droupadi in den epischen Werken und den Puranas. Was boten sie dem Herrn an? Vidura gab einen Becher Haferschleim; Droupadi hatte nur ein kleines Blatt anzubieten. Oberflächlich betrachtet war es wertlos, es würde einen sehr geringen Preis erhalten. Beachte aber, wie viel der Herr dafür gab! Er kalkuliert nicht den Wert der Dinge; er kalkuliert die Gesinnung die die Handlung veranlaßte. Reinige also die Gesinnung, um seine Gnade zu gewinnen.

 

So dieses ist jetzt also das Ende dieses langen Auszuges aus den Kapiteln XVIII und XIX des Buches "Geetha Vahini: The Divine Gospel" von Sai Baba.

 

Lassen Sie mich nun einige Kommentare zu dem obigen Auszug machen.

Die Gita hat 18 Kapitel und enthält insgesamt 700 Verse. Sie ist in Sanskrit geschrieben, einer klassischen Sprache der Hindus in Indien. Die Gita wird auch Bhagavad Gita genannt.

Um die Gita besser zu verstehen, will ich einige Erklärungen geben.

Der Gott Krishna gibt dem Arjuna Rat. Arjuna ist in einer Kriegssituation, wird sich aber bewußt, daß das wirkliche Schlachtfeld seine eigene Seele ist.

Arjuna ist der Name eines Mannes und der repräsentiert das Individuum. Er fährt in einem Streitwagen, und dieser repräsentiert den Körper. Der Lenker des Streitwagens ist der Lehrer, ist Krishna. Er ist es der den Intellekt inspiriert. Er ist der Geist, unser höheres Selbst, unser wirkliches Selbst. Er ist der Anreger - wenn wir beten; wenn wir darum ersuchen, dann inspiriert er. Die Seite auf der Arjuna kämpft, ist die göttliche Natur, und die Seite die er bekämpft, ist die dämonische Natur. Der Geist, in diesem Falle Krishna, ist immer auf der Seite der Wahrheit, der göttlichen Natur.

Arjuna fragt Krishna eine Frage und erhält eine Anwort von ihm. Das Individuum fragt das höhere Selbst eine Frage und erhält eine Antwort. Ich frage das Buch des Lebens eine Frage und erhalte eine Antwort. Das Buch des Lebens ist Gottes Buchhaltung und von dort kann ich alle Antworten erhalten.

Unser Auszug fängt damit an, daß Arjuna wissen will, ob man Weisheit dadurch bekommt, daß man

1) dem Lehrer zuhört

2) oder indem man in der Schrift sucht

3) oder ist es die Kenntnis die einem gewährt wird von denen die reich an eigentlicher Erfahrung sind.

Und Krishna sagt ihm, daß diese drei hilfreich sind, um weise zu werden, daß aber in Wirklichkeit nur Selbsterfahrung es bringt. Nur wenn wir Kenntnis dadurch erlangen, daß wir persönliche Erfahrungen sammeln, werden wir weise werden. Die Kenntnis die wir selber erfahren wird uns frei setzen.

Dann erklärt Krishna das Einssein aller Dinge, dieses Einssein das Gott ist. Nur Menschen die dieses Einssein verstehen, werden Freiheit finden. Die Person die dieses Freisein will, muß ein paar einfache Disziplinen erfüllen. Sie muß die Bindung an den Leib los werden.

Hier nun unterbricht Arjuna und drückt seinen Zweifel aus. Er bezweifelt, daß diese geistige Disziplin - Losgelöstsein vom Körper - eine Sache ist, die man leicht erreichen kann - die so einfach ist wie sie Krishna behauptet zu sein.

Krishna antwortet und spricht von der Notwendigkeit, Glauben zu haben:

"Niemand bekommt Glauben sofort dann wenn er davon hört. Man muß sich darin mit der Hilfe von Vernunft vertiefen; dann wird man feststellen, daß diese Disziplin nicht so schwierig ist wie man es sich einbildet."

Der Weg, sich Glauben anzueignen, ist ein praktischer Weg. Wir werden ihn mit der Hilfe der Vernunft erhalten. Wir werden den Intellekt einsetzen und Wissen und dieses wird uns im Glauben wachsen lassen. Glaube ist nicht etwas was dumme Menschen tun und haben. Es ist etwas, nachdem intelligente Menschen streben und es dadurch erreichen, daß sie die kleinen Dinge im Leben, und auch die größeren Geschehnisse und Vorfälle, beobachten und sie mit den Regeln des Lebens, wie sie seit Äonen bekannt sind, vergleichen. Man muß die Praxis mit der Theorie kombinieren.

Und wenn wir diesen Weg beschreiten, dann ist es nicht ein schwieriger Weg, ist er nicht so schwer wie Arjuna es sich vorstellt.

Und dann sagt Krishna, Losgelöstsein zu erlangen, völlig distanziert zu werden, bedarf nicht dem Tun von sonderbaren Dingen, sondern nur eines. Und dann enthüllt er das Geheimnis des Freiwerdens. Das Geheimnis ist, alle Handlungen als dem Herrn gewidmet zu tun, ohne Verlangen.

Wenn wir alle Aktivitäten dem Herrn weihen, und dieses ohne jede Wünsche tun, dann werden wir frei sein.

Dieses nun ist eine sehr schöne Beschreibung einer sehr grundlegenden Regel im Leben, einer Regel die zum wahren Freisein führt. Es ist vom Geist geleitet zu sein.

Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Römer 8,14.

Nun möchte ich Ihnen eine sogar noch besser bekannte Schriftstelle zeigen, die von dem Geheimnis der Befreiung spricht. Sie ist vom Alten Testament und ist eine der bekanntesten Verse der Bibel. Es ist Psalm 23,1.

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Was bedeutet es, keine Wünsche zu haben? Es bedeutet, daß ich nichts haben will. Warum will ich nichts haben? Weil ich alles habe. Alles ist mein.

Dieses ist der Fall wenn der Herr mein Hirte ist, wenn ich vom Geist geleitet bin, wenn ich alle Handlungen so tue, daß sie ihm gewidmet sind.

Wenn ich so tue, dann wird Gott sich um alles kümmern.

Hier haben wir also ein sehr gutes Beispiel wo die Lehre die aus Indien kommt und die Lehre die aus Israel kommt, sehr übereinstimmen. Alle geistigen Menschen stimmen überein, sie alle haben die Wahrheit. Sie haben keinen Grund, sich zu bekämpfen. Wenn Krieg entsteht, dann ist es immer ein Zeichen dafür, daß die Menschen die darin verwickelt sind, nicht geistig sonder fleischlich sind - religiös sind.

"Jeder der unter den Jüngern alle seine Handlungen ohne andere Gedanken mir weiht, jeder der über mich meditiert, mir dient, mich anbetet, sich meiner erinnert, weiß, daß ich immer mit ihm bin, ihn immer mit allem in dieser Welt und in der nächsten versorge. Ich trage die Bürde seines Wohlergehens."

Wenn ich Gott suche, dann wird Gott immer mit mir sein, und er wird mir alles verschaffen, jetzt und auch hiernach.

Jesus erklärt dieses so (Matthäus 6,33): Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.

Diese Schriftstelle ist der Schlüssel zum verstehen des Unterschiedes zwischen den wahren Dienern Gottes und den Dienern, die sagen, daß sie Gott dienen, die aber nur religiöse Leute in dem System der "Rechtgläubigkeit" sind - dem System des Antichristen. Solche Leute, die diesen Vers nicht wirklich verstehen, und die ihn deshalb auch nicht praktizieren, sind eigentlich keine richtigen Gläubigen; sie sind Ungläubige. Sie glauben nicht, daß Gott sich um sie kümmern wird. Sie glauben, daß sie für die Arbeit, die sie für Gott tun, Geld erhalten müssen, denn sonst, so meinen sie, hätten sie keine Möglichkeit, zu überleben. Und dieses ist nur ein Teil ihrer Einstellung. Der zweite Aspekt ihres Denkens ist, daß sie sich nicht wirklich von den Dingen dieser Welt distanziert haben. Sie haben recht viel Mangel, ihnen mangelt es an aller Art von weltlichen Dingen und anstatt ein einfaches Leben zu führen, ist das Schwelgen in den Dingen dieser Welt für sie recht wichtig. Sie sagen, daß der Herr ihr Hirte ist und daß ihnen nichts mangelt, aber es ist nur eine leere, religiöse Aussage von ihnen; in Wirklichkeit haben sie reichlich Mangel und sie wollen alle möglichen Sachen haben, Sachen die sie nur vom Königreich fernhalten.

Wenn wir am ersten nach dem Reich Gottes trachten, dann werden uns all diese Sachen hinzu gefügt.

In Matthäus 6,31 erklärt uns Jesus, was diese Sachen sind. Sie sind die Sachen die wir essen und die Sachen die wir trinken und die Sachen mit denen wir uns bekleiden.

Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?

Die Heiden trachten nach solchem allen. Wir trachten nicht nach solchem allen. Wir trachten nach dem Reich, und das ist wo wir jetzt sind und das ist auch wo wir hingehen - die geistige Welt. Die Heiden trachten nach all diesen Sachen und das ist wo sie jetzt sind und das ist auch wo sie hingehen: die Welt der Materie. Sie sind an die Materie gebunden - jetzt - und wenn ihre Seele ihren Körper verläßt, dann bleiben sie erdgebunden und können nicht zum Licht aufsteigen.

Wenn Leute sagen sie seien Christen, aber nach materiellen Dingen trachten, dann sind sie nicht wirklich Christen, sie sind Heiden.

Wir wollen Matthäus 6,32 lesen.

Nach solchem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet.

Wenn wir Vers 22 vom Kapitel 9 der Gita lesen, und vielleicht uns auch verschiedene Übersetzungen davon ansehen, und wir dann Matthäus 6,33 ansehen, dann werden wird finden, daß sie beide das Gleiche aussagen. Wenn wir geistige Dinge suchen, dann werden die körperlichen Dinge geliefert.

Sai Baba bringt dann viele Einzelheiten wie dieses Prinzip in Praxis befolgt werden muß.

Es wird immer dieser Aspekt des Praktischen sein, den wir erkennen müssen, wenn wir eine Person und seine Lehre bewerten wollen. Ich werde nur dann wirklich jemand von einer Sache überzeugen können, wenn meine Lehre aus meiner praktischen Erfahrung heraus kommt, und nicht von theoretischer Kenntnis allein.

Wenn jemand also sich Gott zuwendet, dann wird Gott nach ihm sehen.

Und um dieses richtig herüberzubringen, erzählt Sai Baba die Geschichte von dem Pandit.

Die Quintessenz dieser Geschichte ist, daß man wirklich glauben muß, daß Gott alles besorgen wird, und nicht herumläuft und versucht Geld aus der Kenntnis Gottes zu machen und sie verkauft. Und wenn jemand versucht, Geld daraus zu machen, beweist er nur, daß er nicht versteht was er anderen versucht beizubringen.

Sai Baba sagt, die Gita wird nur dann verstanden werden, wenn ihr Inhalt praktiziert wird. So lange er nicht praktiziert wird, werden sogar die höchst gelehrten nicht den Sinn kapieren. Wenn also jemand Geld haben will, dann ist er ein falscher Prophet, und wir werden nicht wirklich viel von einem solchen Mann lernen können.

Der Pandit in der Geschichte verstand die Gite erst dann, als er aufhörte aus seinen Auslegungen seinen Lebensunterhalt zu verdienen, und er anfing, sich zu entspannen und zu glauben.

Die Frau des Pandits machte eine wichtige Aussage:

"Wenn du nur verstanden hättest was der Herr Krishna in diesem Vers erklärt, wäre der Drang zu diesem Maharadscha zu gehen, nicht aufgekommen! Wenn er angebetet wird ohne jeden anderen Gedanken, wenn man nur sich ihm ergibt, wenn der Verstand sich immer auf ihn konzentriert, dann, hat der Herr in diesem Vers erklärt, wird er alles für den Jünger beschaffen. Hier ist es wo du gegen die Bedeutung des Verses verstoßen hast. Hier ist der Grund warum er deine Erklärung nicht akzeptierte."

Der Vers auf den sich die Frau bezieht ist dieser Vers 22 im Kapitel 9 der Bhagavad Gita.

Seine Frau erwähnt drei Punkte:

1. Bete Gott an ohne jeden anderen Gedanken.

2. Ergebe dich nur ihm.

3. Konzentriere den Verstand immer auf ihn.

Dieses bedeutet, weltliche Dinge aus dem Denken herauszuhalten. Die Anwesenheit Gottes zu praktizieren. Vom Geist geleitet zu sein. Das Reich zu suchen. Alle Gedanken unter den Gehorsam Christi gefangen zu nehmen.

Es war einmal ein Paar das lebte glücklich zusammen und hatte ein gutes Leben. Sie hatten keinen Mangel, alles stand ihnen zur Verfügung. Sie lebten mit Gott und alles was Gott gemacht hatte war sehr gut. Sie aßen die Früchte von den Bäumen die der Herr hatte aus der Erde aufwachsen lassen. Sie lebten und wandelten mit Gott, sie praktizierten seine Anwesenheit und hielten seine Gebote. Sie hatten ein Leben wie im Paradies. Es war wie im Garten von Eden. Dann kam die Frau eines Tages mit einem Fernsehgerät nach hause und sie beide begannen, sich die Dinge der Welt anzusehen, die Nachrichten und alles, was ihnen diese Maschine zeigte. Und so wurden ihnen beiden die Augen aufgetan. Gott befahl ihnen dann, das Fernsehgerät wegzuschmeißen. Aber sie taten es nicht, sie wußten es ja jetzt besser. Und sie fingen an, sich zu fürchten, etwas völlig neues für sie. Und sie fingen auch an, sich untereinander zu streiten. Sie begann, unter Mühen Kinder zu gebären, und sie begann auch Verlangen nach ihrem Mann zu haben, und er begann über sie zu herrschen. Und er begann, sich mit Mühsal von dem Acker zu nähren sein Leben lang, und im Schweiße seines Angesichts begann er sein Brot zu essen, bis er wieder zur Erde werden würde, von der er genommen worden war. Das Leben wurde zu einem Jammer für sie. Sie schrieben ihre Erfahrungen auf und es wurde ein Bestseller. Jeder las es. Aber kaum jemand praktizierte die Lehre die es enthielt. Sie litten alle genau so wie dieses Paar gelitten hatte, aber sie machten einfach weiter und taten nichts dagegen. Sogar die Priester, die diese Geschichte lehrten, kapierten den Inhalt nicht, und sie veranlaßten die Leute und sich selber nicht, umzukehren, und wieder damit zu beginnen, ein Leben wie im Paradies zu führen. Sie schmissen ihren Fernseher nicht weg, und sie wandelten nicht mit Gott und hielten nicht sein Wort.

Es ist eine Lebensweise. Nur geistige Dinge sind von Bedeutung. Alles andere wird unwichtig.

Vielleicht ist es leichter eine solche Lebensweise zu erklären, wenn wir uns klar machen, was es nicht ist. Es ist kein Haus zu bauen, keine Titel anzustreben, keinen Reichtum anzuhäufen, sich nicht mit Vermehrung zu beschäftigen - zu heiraten und Kinder zu haben, sich keine Ländereien und Vermögen anzueignen, nicht die gesellschaftliche Leiter zu erklimmen, nicht mehr als genug Fahrzeuge zu haben, nicht zu versuchen, berühmt zu werden.

Nachdem der Pandit diesen Rat seiner Frau akzeptiert hatte und entsprechend lebte, konnte er den Maharadscha überzeugen - nicht davor.

Er sagte, "Mein Krishna wird mich mit allem versorgen.

Er war angekommen.

Philipper 4,19.

"Mein Gott aber wird ausfüllen all euren Mangel nach seinem Reichtum in der Herrlichkeit in Christus Jesus."

Dieser Vers funktioniert nur dann, wenn wir ihn glauben. Nur ihn zu kennen und ihn nur zu lehren und zu proklamieren reicht nicht aus.

Dann tadelt Sai Baba ausführlich die religiösen Leute die mit dem Lehren der Schrift Geld verdienen, aber nicht das praktizieren, was sie predigen.

Zuvor aber hebt er die Hauptsache dieser Geschichte hervor, und das ist, daß wenn man geistige Dinge verkündigen will, man erst mit diesen Dingen Erfahrung gesammelt haben muß. Alles andere ist nur Glanz und Schau.

Er sagt, "So lehrte der König dem Pandit, daß jede Verbreitung von geistigen Dingen, welche nicht aus der Feuerprobe der Erfahrung heraus kommt, bloßes Glitzern und Zurschaustellung ist."

"Wenn sie wirklich Ehrfurcht vor den Worten des Herrn hätten, dem Inhalt des Buches, würden sie sich anstrengen, ihn in die Praxis umzusetzen. Nein, sie strengen sich nicht an, sie haben kein Jota Erfahrung. Wenn sie die Erfahrung hätten, würde niemand von ihnen die Verbreitung dieser Erfahrung für Geld im Tausch einhandeln."

Es ist die Erfahrung.

"Wenn sie die Erfahrung hätten, würde niemand von ihnen die Verbreitung dieser Erfahrung für Geld im Tausch einhandeln."

Gehen Sie zu ihren Websites und sehen Sie, ob sie die Verbreitung dieser Erfahrung für Geld im Tausch einhandeln.

Sai Baba sagt, daß die Leute dieses nicht tun; sie gehen nicht zu den Websites und sehen nach:

"Die die den Ausführungen dieser Vertreter zuhören, unterlassen deren ehrliche Absicht zu untersuchen; sie kümmern sich nicht darum zu examinieren, ob die Personen die die Gita in den Himmel rühmen, die Frische ihrer Lehre gekostet haben."

Unterlassen Sie es nicht, deren ehrliche Absicht zu untersuchen.

In Lukas 16,13-14 finden wir folgendes:

Kein Knecht kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott samt dem Mammon dienen.

Das alles hörten die Pharisäer auch, und waren geizig, und spotteten sein.

Die religiösen Leute, die das Geld lieben, hören so etwas und sie werden höhnisch grinsen und diejenigen verspotten, die sie zurechtweisen.

Beobachten Sie solche Situationen. Sprechen Sie über die finanzielle Seite der Gemeindearbeit und Sie werden sehen, daß die Heuchler Sie verspotten werden, Sie lächerlich machen werden, Sie verhöhnen werden. Die beste Methode ihnen zu begegnen ist Lukas 16,13-14 zu zitieren. Vielleicht auch Vers 15:

Und er sprach zu ihnen: Ihr seid's, die ihr euch selbst rechtfertigt vor den Menschen; aber Gott kennt eure Herzen; denn was hoch ist unter den Menschen, das ist ein Greuel vor Gott.

Es ein Greuel vor Gott und dieses Greuel in ihren Herzen ist Gott bekannt, denn es ist in dem Buch des Lebens - und es wird aufgezeigt werden.

Die ursprüngliche Sache ist jedoch, daß sie nicht glauben. Und dieses nicht glauben, daß Gott für sie sorgen wird, ist nur ein Aspekt ihres Unglaubens. Ihr Unglaube streckt sich auf alle Aspekte ihres Lebens. Es zeigt sich besonders dann, wenn sie mit einem jungen Gläubigen konfrontiert werden, der die Kraft des Herrn frisch erfahren hat, und diese Macht bezeugt und mit Schriftstellen belegt. Sie werden sofort Gründe parat haben, solche Bibelstellen herabzusetzen. Sie werden erklären, daß die betreffende Stelle der Bibel erst später zu dem ursprünglichen Text hinzugefügt wurde, oder daß diese Art der Wunder nur zur Zeit von Jesus und der Apostel geschah. Ihr Unglaube wird immer dann hervortreten, wenn sie mit dem Werk Gottes und dem des Heiligen Geistes konfrontiert werden.

Die Menschen im Osten, in Indien, scheinen die gleichen Probleme wie die Menschen im Westen zu haben. Sie hören den Lehrern der Bhagavad Gita zu, versäumen es aber, des Lehrers Glaubwürdigkeit zu überprüfen. Und im Westen versäumen die Leute, Jesu Warnung zu beachten, sich zu hüten - sich vor den falschen Propheten in acht zu nehmen, die zu uns in Schafskleidern kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind.

Sai Baba sagt:

"Worte und Taten sind weit voneinander entfernt; sie ermahnen andere aber die die ermahnt wurden, finden, daß die Lehrer selbst nicht der Lektion folgen! Nein, nicht einmal einer in einer Millionen."

Nicht einmal einer in einer Millionen, sagt Sai Baba. Die Situation in Indien scheint nicht anders zu sein als anderswo.

Dann macht Sai Baba eine interessante Aussage.

"Der zehnte Vers des sechsten Kapitels der Gita erklärt, daß "Parigraha" eine große Sünde ist."

Die Bibel sagt, daß es eine Sünde ist, in Menschen zu vertrauen, und er sagt, daß das Akzeptieren von anderen eine Sünde ist. Er nennt es "Parigraha."

Hilfe von anderen zu erbitten ist dasselbe als Geld zu erbitten.

Die Didache sagt, "wenn er aber Geld verlangt, dann ist er ein falscher Prophet."

Hilfe erbitten oder verlangen, nicht nur Geld, macht einen also zum falschen Propheten.

Psalm 121,1-2:

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen
von welchen mir Hilfe kommt.
Meine Hilfe kommt von dem Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Wenn meine Hilfe vom Herrn kommt, der Himmel und Erde gemacht hat, dann sollte die Hilfe völlig ausreichen und da sollte kein Bedarf bestehen, irgend jemand anderen um Hilfe zu bitten.

Wenn ich andere um Hilfe bitte, dann scheint mein Glauben an den Herrn nicht da zu sein.

Ich mag vielleicht Geld von anderen akzeptieren, unter gewissen Konditionen und Umständen, und wenn die Motivation und die Einstellung richtig sind. Ich bitte aber nicht um Geld, ich verlange kein Geld. Und das Gleiche trifft auf Hilfe zu. Ich mag vielleicht Hilfe von anderen akzeptieren. Ich ersuche aber andere nicht um Hilfe.

Beachten Sie hier den Unterschied zwischen akzeptieren und erbitten.

Ich mag vielleicht Dinge oder Geld akzeptieren, ich erbitte es aber nicht. Wenn Ihnen jemand etwas gibt, dann ist es wichtig, ob er es aus seinem eigenen Wunsch heraus zu geben tut, oder ob er von Ihnen gebeten wurde, Ihnen etwas zu geben. Wenn jemand mir helfen will, dann ist dieses akzeptabel, ich aber werden ihn nicht darum bitten.

Dann weist Sai Baba auf eine andere interessante Sache hin.

"Die Gita ist ein wohlschmeckendes Gericht, voller süßer Zutaten von Verehrung von Gott, Weisheit, innerer Freiheit. Iß sie; trinke sie. Ein Happen ist genug."

Er sagt, daß ein Happen genug ist.

Ein hungriger Man, sagt er, braucht nicht all das geerntete Getreide zu essen, eine Handvoll Reis ist genug. Er braucht nicht den ganzen Fluß leer zu trinken, ein Glas Wasser ist genug.

Ein Person, die nach geistiger Nahrung hungert, muß nicht die gesamte Gita verzehren. Ein Vers ist genug.

Ist dieses es nicht, was wir oft erfahren haben, daß ein Vers der Bibel höchst sättigend war?

Er durchtränkte unser ganzes Sein.

Er tat dieses, nicht weil er nur gehört oder gelesen wurde, sondern weil er auch lebendig geworden war.

"Die Gita muß so zur Selbsterkenntnis verwendet werden; es ist das heilige Ziel für die sie geplant wurde. Es ist ein großes Unrecht, sie zu mißbrauchen; alle Versuche, sie für Berühmtheit und Vermögen zu gebrauchen, für Titel und Prunk, sind nur Symptome des Egoismus; sie sind Handlungen der Entweihung."

Das Problem mit Titeln ist also genauso wie bei uns. In Indien ist der Wunsch nach Titeln, die Begierde nach Berühmtheit, Verlangen nach Vermögen, der gleiche wie im Christentum. Da scheint es keine Unterschiede zu geben.

"Solche die herumgehen, um die Gita auszulegen mit der Absicht davon Geld zu verdienen, halten damit Gott fern. Sie geben sicherlich verschiedene Rechtfertigungen für ihr Verhalten; aber niemand der wirklichen Glauben in die Gita hat oder ein wirklicher Anhänger ihrer Lehre ist, kann ihre Erklärungen akzeptieren."

Solche die herumgehen, um die Bibel auszulegen mit der Absicht davon Geld zu verdienen, halten damit Gott fern. Sie geben sicherlich verschiedene Rechtfertigungen für ihr Verhalten; aber niemand der wirklichen Glauben in die Bibel hat oder ein wirklicher Anhänger ihrer Lehre ist, kann ihre Erklärungen akzeptieren.

Es ist überall auf der Welt das Gleiche. An allen Orten der Welt scheint der Unterschied zwischen dem wirklichen geistigen Weg des Lebens und dem Falschen Weg von Religion identisch zu sein.

"Das Wohl der Welt kann gefördert werden durch das Renovieren der alten Tempel und nicht durch Erschaffung neuer. Die Einsetzung Gottes in alter Zeit wurde durch strikte Rituale gemäß der Schrift getan und deshalb sind alte Tempel heiliger. Die Kraft der Ausstrahlung von ihnen verleiht diesem Land alles was es von dem wenigen Wohl jetzt genießt."

Als ich jung war, betrachtete man Indien als den ärmsten Ort, den man sich vorstellen konnte. Und dieses scheint mit Sai Babas Worten übereinzustimmen, "diesem Land alles was es von dem wenigen Wohl jetzt genießt." Glücklicherweise scheint sich die Situation in Indien zu verbessern, vielleicht trägt der Einfluß von Sai Baba Früchte. Dieses sollte für uns eine Ermutigung sein.

Dieses war also unser Blick nach Indien und nach dem, was Sai Baba sagt. Sehen sie sich Websites an, die sich auf seine Arbeit beziehen, und überprüfen Sie sie. Wie steht es mit dieser Aussage?: "Wenn sie die Erfahrung hätten, würde niemand von ihnen die Verbreitung dieser Erfahrung für Geld im Tausch einhandeln."

Unser Thema ist "Die Imitationskirche" und der Hauptunterschied zwischen der Imitationskirche und der wahren Kirche ist, daß die wahre Kirche und ihre Mitglieder vom Geist geleitet sind - vom Geist Gottes - und die Mitglieder der Imitationskirche sind es nicht. Sie sind fleischlich. In diesem Kapitel nun konzentrieren wir uns auf die Information von allem, was in diesem Gedenkbuch gefunden wird, aber wir tun es hauptsächlich, um uns bei diesem Bemühen zu helfen, mehr über den Geist und seine Führung zu lernen. Wir wollen deshalb hiermit fortfahren.

Das Buch des Lebens steht zur Verfügung. Jedermann kann dazu Zugang finden. Das Problem besteht nicht darin, daß der Zugang dazu schwierig ist, das Problem besteht darin, daß die meisten Leute keinen Zugang dazu wollen: sie bitten nicht, sie suchen nicht, sie klopfen nicht an.

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Matthäus 7,7-8.

Dieses ist eine recht klare Aussage. Die Information ist vorhanden. Es obliegt uns, sie zu holen.

Leute werden Ihnen kaum Informationen geben, wenn sie sie nicht darum bitten. Sie müssen also etwas tun. Es ist dasselbe, wenn wir den Teufel los werden wollen. Sie können beten und flehen, daß jemand - Gott oder irgendjemand - etwas gegen den Teufel tut. Die Bibel erklärt recht eindeutig, daß Sie es sind, der etwas gegen den Teufel tun muß, nicht jemand anderes. "Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch." Jakobus 4,7. Sie, Sie selbst, sind derjenige, der das Widerstehen tun muß.

Dieser Vers muß verstanden werden, wenn man das Alte Testament verstehen will. All die blutigen Geschichten dort über all die vielen Menschen die da getötet wurden, sind Geschichten, die Ihnen sagen, daß Sie das Kämpfen in sich selbst tun müssen. Bekämpfen Sie all die schlechten Dinge in sich selbst. Lassen Sie die guten Charaktereigenschaften den schlechten gegenübertreten. Wenn sie den schlechten Widerstand leisten, dann werden die schlechten fliehen. Und Gott wird helfen. Die Initiative muß aber von Ihnen kommen. Es muß mit Ihrer Anstrengung beginnen.

Widerstehen Sie also dem Teufel. Und suchen Sie auch Information. Do it yourself. DIY.

Es ist genau so mit dem Lehrling der bereit ist. Wenn er nicht bereit ist, wird nichts passieren. Wenn er bereit ist, wird der Meister erscheinen.

Wir wollen das zweite Kapitel in Daniel lesen, um zu sehen, wie man Zugang zu diesem Buch des Lebens gewinnt.

Im zweiten Jahr des Reiches Nebukadnezars hatte Nebukadnezar einen Traum, davon er erschrak, daß er aufwachte. Und er hieß alle Seher und Weisen und Zauberer und Chaldäer zusammenfordern, daß sie dem König seinen Traum sagen sollten. Und sie kamen und traten vor den König. Und der König sprach zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, der hat mich erschreckt; und ich wollte gern wissen, was es für ein Traum gewesen sei. Da sprachen die Chaldäer zum König auf chaldäisch: Der König lebe ewiglich! Sage deinen Knechten den Traum, so wollen wir ihn deuten. Der König antwortete und sprach zu den Chaldäern: Es ist mir entfallen. Werdet ihr mir den Traum nicht anzeigen und ihn deuten, so sollt ihr in Stücke zerhauen und eure Häuser schändlich zerstört werden. Werdet ihr mir aber den Traum anzeigen und deuten, so sollt ihr Geschenke, Gaben und große Ehre von mir haben. Darum so sagt mir den Traum und seine Deutung. Sie antworteten wiederum und sprachen: Der König sage seinen Knechten den Traum, so wollen wir ihn deuten. Der König antwortete und sprach:

Wahrlich, ich merke es, daß ihr Frist sucht, weil ihr seht, daß mir's entfallen ist. Aber werdet ihr mir nicht den Traum sagen, so geht das Recht über euch, als die ihr Lügen und Gedichte vor mir zu reden euch vorgenommen habt, bis die Zeit vorübergehe. Darum so sagt mir den Traum, so kann ich merken, daß ihr auch die Deutung trefft. Da antworteten die Chaldäer vor dem König und sprachen zu ihm: Es ist kein Mensch auf Erden, der sagen könne, was der König fordert. So ist auch kein König, wie groß oder mächtig er sei, der solches von irgend einem Sternseher, Weisen oder Chaldäer fordere. Denn was der König fordert, ist zu hoch, und ist auch sonst niemand, der es vor dem König sagen könne, ausgenommen die Götter, die bei den Menschen nicht wohnen. Da ward der König sehr zornig und befahl, alle Weisen zu Babel umzubringen. Und das Urteil ging aus, daß man die Weisen töten sollte; und Daniel samt seinen Gesellen ward auch gesucht, daß man sie tötete. Da erwiderte Daniel klug und verständig dem Arioch, dem obersten Richter des Königs, welcher auszog, zu töten die Weisen zu Babel. Und er fing an und sprach zu des Königs Vogt, Arioch: Warum ist ein so strenges Urteil vom König ausgegangan? Und Arioch zeigte es dem Daniel an. Da ging Daniel hinein und bat den König, daß er ihm Frist gäbe, damit er die Deutung dem König sagen möchte. Und Daniel ging heim und zeigte solches an seinen Gesellen, Hananja, Misael und Asarja, daß sie den Gott des Himmels um Gnade bäten solches verborgenen Dinges halben, damit Daniel und seine Gesellen nicht samt den andern Weisen zu Babel umkämen. Da ward Daniel solch verborgenes Ding durch ein Gesicht des Nachts offenbart. Darüber lobte Daniel den Gott des Himmels, fing an und sprach: Gelobt sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! denn sein ist beides, Weisheit und Stärke. Er ändert Zeit und Stunde; er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand; er offenbart, was tief und verborgen ist; er weiß, was in der Finsternis liegt, denn bei ihm ist eitel Licht. Ich danke dir und lobe dich, Gott meiner Väter, der du mir Weisheit und Stärke verleihst und jetzt offenbart hast, darum wir dich gebeten haben; denn du hast uns des Königs Sache offenbart. Da ging Daniel hinein zu Arioch, der vom König Befehl hatte, die Weisen zu Babel umzubringen, und sprach zu ihm also: Du sollst die Weisen zu Babel nicht umbringen, sondern führe mich hinein zum König, ich will dem König die Deutung sagen. Arioch brachte Daniel eilends hinein vor den König und sprach zu ihm also: Es ist einer gefunden unter den Gefangenen aus Juda, der dem König die Deutung sagen kann. Der König antwortete und sprach zu Daniel, den sie Beltsazar hießen: Bist du, der mir den Traum, den ich gesehen habe, und seine Deutung anzeigen kann? Daniel fing an vor dem König und sprach: Das verborgene Ding, das der König fordert von den Weisen, Gelehrten, Sterndeutern und Wahrsagern, steht in ihrem Vermögen nicht, dem König zu sagen. Aber es ist ein Gott im Himmel, der kann verborgene Dinge offenbaren; der hat dem König Nebukadnezar angezeigt, was in künftigen Zeiten geschehen soll. Mit deinem Traum und deinen Gesichten, da du schliefest, verhielt sich's also: Du, König, dachtest auf deinem Bette, wie es doch hernach zugehen würde; und der, so verborgene Dinge offenbart, hat dir angezeigt, wie es gehen werde. So ist mir solch verborgenes Ding offenbart, nicht durch meine Weisheit, als wäre sie größer denn aller, die da leben; sondern darum, daß dem König die Deutung angezeigt würde und du deines Herzens Gedanken erführest. Du, König, sahst, und siehe, ein großes und hohes und sehr glänzendes Bild stand vor dir, das war schrecklich anzusehen. Des Bildes Haupt war von feinem Golde, seine Brust und Arme waren von Silber, sein Bauch und seine Lenden waren von Erz, seine Schenkel waren Eisen, seine Füße waren eines Teils Eisen und eines Teils Ton. Solches sahst du, bis daß ein Stein herabgerissen ward ohne Hände; der schlug das Bild an seine Füße, die Eisen und Ton waren, und zermalmte sie. Da wurden miteinander zermalmt das Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold und wurden wie eine Spreu auf der Sommertenne, und der Wind verwehte sie, daß man sie nirgends mehr finden konnte. Der Stein aber, der das Bild zerschlug, ward ein großer Berg, daß er die ganze Welt füllte. Das ist der Traum. Nun wollen wir die Deutung vor dem König sagen. Du, König, bist ein König aller Könige, dem der Gott des Himmels Königreich, Macht, Stärke und Ehre gegeben hat und alles, da Leute wohnen, dazu die Tiere auf dem Felde und die Vögel unter dem Himmel in deine Hände gegeben und dir über alles Gewalt verliehen hat. Du bist das goldene Haupt. Nach dir wird ein anderes Königreich aufkommen, geringer denn deins. Darnach das dritte Königreich, das ehern ist, welches wird über alle Lande herrschen. Und das vierte wird hart sein wie Eisen; denn gleichwie Eisen alles zermalmt und zerschlägt, ja, wie Eisen alles zerbricht, also wird es auch diese alle zermalmen und zerbrechen. Daß du aber gesehen hast die Füße und Zehen eines Teils Ton und eines Teils Eisen: das wird ein zerteiltes Königreich sein; doch wird von des Eisens Art darin bleiben, wie du es denn gesehen hast Eisen mit Ton vermengt. Und daß die Zehen an seinen Füßen eines Teils Eisen und eines Teils Ton sind: wird's zum Teil ein starkes und zum Teil ein schwaches Reich sein. Und daß du gesehen hast Eisen und Ton vermengt: werden sie sich wohl nach Menschengeblüt untereinander mengen, aber sie werden doch nicht aneinander halten, gleichwie sich Eisen und Ton nicht mengen läßt. Aber zur Zeit solcher Königreiche wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Königreich wird auf kein ander Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und verstören; aber es selbst wird ewiglich bleiben; wie du denn gesehen hast einen Stein, ohne Hände vom Berge herabgerissen, der das Eisen, Erz, Ton, Silber und Gold zermalmte. Also hat der große Gott dem König gezeigt, wie es hernach gehen werde; und der Traum ist gewiß, und die Deutung ist recht. Da fiel der König Nebukadnezar auf sein Angesicht und betete an vor dem Daniel und befahl, man sollt ihm Speisopfer und Räuchopfer tun. Und der König antwortete Daniel und sprach: Es ist kein Zweifel, euer Gott ist ein Gott über alle Götter und ein Herr über alle Könige, der da kann verborgene Dinge offenbaren, weil du dies verborgene Ding hast können offenbaren. Und der König erhöhte Daniel und gab ihm große und viele Geschenke und machte ihn zum Fürsten über die ganze Landschaft Babel und setzte ihn zum Obersten über alle Weisen zu Babel. Und Daniel bat vom König, daß er über die Ämter der Landschaft Babel setzen möchte Sadrach, Mesach und Abed-Nego; und er, Daniel blieb bei dem König am Hofe.

Wenn ein Mann zu einer Sangoma geht, dann erwartet er von der Sangoma, daß sie ihm sagt, warum er gekommen ist, was sein Problem ist, und wenn die Sangoma dieses dann tun kann, Zugang zum Buch des Lebens hat und die relevante Information dort abrufen kann und sie ihm offenbaren kann, dann wird er davon überzeugt sein, daß die Sangoma geistige Macht hat und er wird dann auch die Behandlung oder die Lösung zu seinem Problem akzeptieren und entsprechend handeln und erhalten, was er suchte. Nebukadnezar scheint dieselbe Einstellung gehabt zu haben. Nur wenn die weisen Männer fähig waren, seinen Trauminhalt ihm zu sagen, würde er die Interpretation davon von ihnen akzeptieren. Andernfalls würde er ihnen nicht glauben. Er würde ihre Fähigkeit anzweifeln.

Nun wollen wir sehen, was Daniel tat, um Zugang zum Buch des Lebens zu gewinnen und die vom König gewünschte Information zu erhalten. Daniel ging nach hause und informierte seine Freunde. Er ging mit dem Problem zur Kirche. Seine Kirche traf sich in einem Haus - seinem Haus. In seiner Kirche waren - unter anderem - vier Männer, er selbst und drei seiner Freunde, die in dem Gebrauch von geistigen Dingen erfahren waren. Die Leute mit denen er sich traf waren diese drei Freunde. Diese drei Freunde waren mächtige Kämpfer. Lesen Sie das nächste Kapitel, Daniel Kapitel 3. Sie waren die berühmten Sadrach, Mesach und Abed-Nego, die in den feurigen Ofen geworfen wurden und entkamen.

Vergleichen Sie dieses mit der Apostelgeschichte 13 Vers 1, wo wir die Beschreibung finden, wie Barnabas und Saulus vom Heilige Geist auf die erste Missionsreise ausgeschickt wurden. Dort in Antiochien waren es 5 Männer, in Babylon waren es 4; sie werden Propheten und Lehrer genannt. Die gehörten zur örtlichen Kirche die es in Antiochien gab. Wenn wir also ein geistiges Ziel erreichen wollen, dann könnte es eine gute Idee sein, mit anderen Gemeindemitgliedern zusammenzukommen, die dafür bekannt sind, vom Geiste geleitet zu sein oder dafür, daß die Gaben des Geistes in ihnen wirken oder dafür, daß sie gute Lehrer sind.

Dieses sind Leute, die viel Erfahrung haben, von Gott benutzt zu werden. Es sind Leute, die viel Zeit damit verbracht haben, zu lesen und zu studieren und deshalb fähig sind, zu lehren oder es sind Leute, die in den Gemeindezusammenkünften immer wieder ihre Gaben des Geistes praktiziert haben und dadurch mehr und mehr Erfahrung darin sammelten und andere begannen, sich auf ihren Rat und auf ihre Zungenreden und Prophezeiungen zu verlassen.

Da gibt es einen Tip im Buch Daniel im Kapitel 1, der uns ein Detail wissen läßt, was helfen kann, um solch eine geistige Person zu werden.

Wir wollen Daniel 1,12 lesen, "Versuche es doch mit deinen Knechten zehn Tage und laß uns geben Gemüse zu essen und Wasser zu trinken."

Nun das Wort Gemüse wird in einigen Übersetzungen als Früchte angegeben. Früchte scheint eher das richtige Wort zu sein. Es stimmt besser mit dem ersten Kapitel von 1 Mose überein.

Sie aßen also Früchte und tranken Wasser. Vielleicht ist dieses die Diät die wir anstreben sollten.

1 Mose 1,29 sieht ähnlich aus, "Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise."

Und dann lesen wir den nächsten Vers, Vers 30, "Und allem Getier auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das da lebt auf Erden, daß sie allerlei grünes Kraut essen. Und es geschah also."

Wenn wir diese beiden Verse vergleichen, dann bekommen wir den Eindruck, daß Früchte für Menschen sind und Gemüse für Tiere.

Vers 29 spricht von Samen und von Früchten. Und das ist für Menschen. Vers 30 erwähnt Kraut und das sind Pflanzen - Gemüse. Und das ist für Tiere. Der Unterschied ist, daß Früchte lebendiger sind. Eine Pflanze beginnt sofort zu sterben, wenn sie herausgezogen oder wenn sie abgeschnitten wird. Sie fängt an zu verwelken. Man kann sogar den Lebenskörper eines Blattes fotografieren. Blätter die früher abgeschnitten wurden, zeigen viel weniger Brillanz als Blätter, die frisch sind. Eine Frucht beginnt nicht sofort zu sterben. Sie bleibt viel länger am Leben, besonders auch deshalb, weil sie auch der Samen ist oder ihn enthält, den Samen der die neue Pflanze erwachsen läßt. Ein Samenkorn bleibt lebendig und das für eine lange Zeit. Es ist das, was das neue Leben enthält. Es bringt neues Leben hervor. Samen - Früchte - zu essen, bringt Leben - Leben in Fülle. Und es verbessert den Zugang zum Buch des Lebens.

Es sind also Früchte die wir essen sollten: frische Früchte, getrocknete Früchte. Eingemachte Früchte und Früchte in Dosen und Fruchtsäfte und gekochte Früchte sind weniger zu empfehlen. Sie enthalten nicht mehr all die ursprünglichen Lebenskräfte. Der beste Behälter für Fruchtsäfte ist die Frucht selbst. Wenn der Fruchtsaft von der Frucht getrennt wird, dann beginnt Leben von ihm zu weichen. Und da sind Honig, Nüsse, Getreide, Korn. All diese sind Früchte, und je frischer wir sie konsumieren, je besser ist es. Und dann sind da alle Sorten von Samenkörnern.

Früchte zu essen und Wasser zu trinken wird uns also helfen, Menschen zu werden, die Zugang zum Buch des Lebens gewinnen - wie es Daniel tat.

Daniel war kein Konformist, er hatte den Mut anders zu sein. Er aß nicht was jeder andere aß. Er aß das, was er glaubte das Beste für ihn zu sein. Er war ein Nonkonformist.

Daniel schlug seinen drei Freunden vor, sie sollten den Rat folgen den Jesus gibt: bitten, suchen und anklopfen.

Und Daniel ging heim und zeigte solches an seinen Gesellen, Hananja, Misael und Asarja, daß sie den Gott des Himmels um Gnade bäten solches verborgenen Dinges halben, damit Daniel und seine Gesellen nicht samt den andern Weisen zu Babel umkämen. Daniel 2,17-18.

Sie wandten sich Gott zu. Sie baten, suchten und klopften an.

Und unmittelbar danach steht ein kurzer Satz:

"Da ward Daniel solch verborgenes Ding durch ein Gesicht des Nachts offenbart." Der erste Satz in Daniel 2,19.

Da gibt es also nur einen halben Vers der beschreibt, wie sie die Information erhielten.

Sie taten was Jesus empfiehlt, und es funktionierte. Sie empfingen, sie fanden und es wurde ihnen aufgetan.

Und nach diesem halben Vers folgen vier Verse die Daniels Reaktion beschreiben. Wie reagierte er auf diese Offenbarung? Es war der Gesang des Dankes.

Wir sollten also viel Zeit damit verbringen, den Gesang des Dankes zu singen. Mit dieser Aktivität werden wir sehr viel von den Voraussetzungen erfüllen.

Und vergessen Sie nicht einen anderen Grund fürs Dankgebet: Rückwirkende Stärkung der Vergangenheit. Daniel verstärkte das Ereignis der Offenbarung des Geheimnisses dadurch, daß er das Lied der Danksagung sang, daß er rückwirkend die Vergangenheit stärkte. Dieses Gebet des Dankes half also sehr stark, daß Daniel die Offenbarung des Geheimnisses in einer Vision nachts erhielt. Es wurde nach der Vision gebetet, aber es half immens sie hervorzubringen.

Wenn Sie also wissen wollen, was Sie tun sollten, dann fangen Sie an, den Gott des Himmel zu loben und singen Sie dieses Lied:

Gelobt sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit!
denn sein ist beides, Weisheit und Stärke.
Er ändert Zeit und Stunde;
er setzt Könige ab und setzt Könige ein;
er gibt den Weisen ihre Weisheit
und den Verständigen ihren Verstand;
er offenbart, was tief und verborgen ist;
er weiß, was in der Finsternis liegt,
denn bei ihm ist eitel Licht.
Ich danke dir und lobe dich,
Gott meiner Väter,
der du mir Weisheit und Stärke verleihst
und jetzt offenbart hast,
darum wir dich gebeten haben;
denn du hast uns des Königs Sache offenbart.

Er offenbart, was tief und verborgen ist.

Alle Information ist da. Und Gott wird sie uns offenbaren. Wir müssen nur das Bitten tun.

Das verborgene Ding, das der König fordert von den Weisen, Gelehrten, Sterndeutern und Wahrsagern, steht in ihrem Vermögen nicht, dem König zu sagen. Aber es ist ein Gott im Himmel, der kann verborgene Dinge offenbaren; der hat dem König Nebukadnezar angezeigt, was in künftigen Zeiten geschehen soll. Daniel 2,27-28.

Die Weisen, die Gelehrten, die Sterndeuter und Wahrsager sind nicht die Lösung. Sie wissen es nicht. Wir werden immer einen großen Vorteil diesen gegenüber haben. Sie werden keinen Zugang zum Buch des Lebens haben. Wir aber. Seien Sie nur vom Geist geleitet. Vom Geist des Gottes des Himmels.

Fürchten Sie diese Leute also niemals. Okkultismus, schwarze oder weiße Magie, New Age, Zauberei, Hexerei, Astronomie, - all dieses hat nicht wirklich Zugang zur Quelle. Wahrsager, Voraussager, Hellseher, Handleser, Geomantiker, Hexen, Zauberer, sie alle sind recht gehandikapt.

Wenn Sie mehr Verstärkung brauchen, dann lesen sie über Mose und die Weisen und Zauberer, und die ägyptischen Magier. Oder über Elias und die Propheten des Baal. Oder über Petrus und Simon den Zauberer der das samarische Volk bezauberte. Oder über Paulus und den jüdischen Zauberer, den falschen Propheten, dessen Name Bar-Jesus oder Elymas war.

Mit Gott auf unserer Seite sind wir unschlagbar.

Die Bösen haben einfach keinen Zugang zum Buch des Lebens.

Aber die Gottesfürchtigen trösten sich untereinander also: Der Herr merkt und hört es, und vor ihm ist ein Denkzettel geschrieben für die, so den Herrn fürchten und an seinen Namen gedenken. Maleachi 3,16.

Der Denkzettel, das Gedenkbuch, wurde für die geschrieben, die Gott fürchteten, nicht für die gottlosen. Es wurde geschrieben für die Gottes Namen gedachten. Nicht für die, die seinen Namen nicht kennen.

Es wurde für die geschrieben, die sich oft miteinander unterredeten, die Gott fürchtete und die sich untereinander trösteten. Menschen die dieses tun, sind Gläubige, die zusammenkommen und wirkliches Gemeindeleben praktizieren. Sie sprechen miteinander. Sie sitzen nicht da und hören einen - einen Pastor - predigen, und sie selbst sagen nichts. Nein, sie sind Menschen die lebendige Steine in einem Bauwerk sind, das voller Leben ist, Gottes wahre Kirche.

Und der König antwortete Daniel und sprach: Es ist kein Zweifel, euer Gott ist ein Gott über alle Götter und ein Herr über alle Könige, der da kann verborgene Dinge offenbaren, weil du dies verborgene Ding hast können offenbaren. Daniel 2,47.

Es ist unser Gott, er ist der Gott über alle Götter und ein Herr über alle Könige, und er kann verborgenen Dinge offenbaren: wir können Geheimnisse enthüllen. Er läßt uns Geheimnisse enthüllen.

Er hat das Buch des Lebens unter sich.

Und ich sah die Toten, beide, groß und klein, stehen vor Gott, und Bücher wurden aufgetan. Und ein anderes Buch ward aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach der Schrift in den Büchern, nach ihren Werken. Offenbarung 20,12.

Das Richten wird einfach und unkompliziert sein. Alle Beweise sind da. Für alle offen, auch für den zu richtenden. Da gibt es keinen Bedarf nach Beweisen zu suchen oder Beweise zu verschleiern. Sogar das Urteil wird offensichtlich sein, da es keine Unklarheiten geben wird. Es liegt alles vor und die Personen können das richten selber tun, nach ihren Werken.

In dem Augenblick wo wir unseren Körper verlassen ist unsere Seele frei von der Bindung zum Körper. Die Verbindung des Verstandes zu all den verschiedenen Zellen des Körpers und zu dem Gehirn bestehen nicht mehr und diese Freiheit erlaubt es dem Verstand, in einer dramatischen Weise seine Fähigkeit der Wahrnehmung und des Bewußtseins zu erhöhen. Die Beschränkungen durch Zeit und Raum sind nicht mehr da und das ganze Leben kann in einem Augenblick als Ganzes gesehen werden. Alles ist da, auch die Emotionen der anderen, was sie fühlten als wir ihnen weh taten. Es steht plötzlich alles zur Verfügung und ist offensichtlich. Da gibt es nichts was eine gute Be- oder Verurteilung verhindern könnte. Wir brauchen sogar nicht einmal einen Richter. Wir können es selbst tun. Do it yourself. DIY.

Alle Werke sind ordentlich und sauber aufgeschrieben. Es ist alles da. Und Gott und wir haben dazu Zugang.

Das Königreich ist in uns. Wir haben es alles. Es ist alles in uns drin.

Und dort drinnen ist auch das Buch des Lebens. Es ist in uns und wir sind in ihm.

Und sie sind dort nicht drin und haben daher auch keinen Zugang zu ihm.

Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, daß sie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden. Psalm, 69,28.

Es ist das Buch der Lebendigen, nicht der geistig toten, den Ungerechten.

Ja ich bitte auch dich, mein treuer Geselle, stehe ihnen bei, die samt mir für das Evangelium gekämpft haben, mit Klemens und meinen andern Gehilfen, welcher Namen sind in dem Buch des Lebens. Philipper 4,3.

Wir sind die treuen Gesellen und unsere Namen sind in dem Buch des Lebens.

Wer überwindet soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. Offenbarung 3,5.

Wir sind die Überwinder.

Und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes, das erwürgt ist, von Anfang der Welt. Offenbarung 13,8.

Wir werden das Tier nicht anbeten. Wir wissen, was vor sich geht. Wir werden nicht ignorant sein. Wir werden die kennen, deren Namen in dem Lebensbuch geschrieben sind, die dem Lamm folgen; und wir werden auch die erkennen, die das Tier anbeten, die Imitationskirche.

Das Tier, das du gesehen hast, ist gewesen und ist nicht und wird wiederkommen aus dem Abgrund und wird fahren in die Verdammnis, und es werden sich verwundern, die auf Erden wohnen, deren Namen nicht geschrieben stehen in dem Buch des Lebens von Anfang der Welt, wenn sie sehen das Tier, daß es gewesen ist und nicht ist und dasein wird. Offenbarung 17,8.

Wir werden uns nicht verwundern. Das Tier wird uns nicht beeindrucken. Wir werden gen Himmel auffahren und sie werden fahren in die Verdammnis - ins Verderben, in die Hölle. Sie werden im See des Feuers enden, im feurigen Pfuhl:

Und so jemand nicht ward gefunden geschrieben in dem Buch des Lebens, der ward geworfen in den feurigen Pfuhl. Offenbarung 20,15.

Und es wird nicht hineingehen irgend ein Gemeines und das da Greuel tut und Lüge, sondern die geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes. Offenbarung 21,27.

Wir werden hineingehen in die heilige Stadt Jerusalem, sie nicht.

Und so jemand davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott abtun sein Teil von Holz des Lebens und von der heiligen Stadt, davon in diesem Buch geschrieben ist. Offenbarung 22,19.

Wir werden nichts davontun von den Worten des Buches - wir werden vollenden.

Ich habe einmal ein Buch über einen Christen in China gelesen, der wegen seiner Aktivitäten als ein Christ in China verfolgt wurde und der entkam und dann danach in Deutschland lebte. Er entkam aus dem Gefängnis in China und danach entkam er auch dem großen Gefängnis, das China war. Als er in diesem Gefängnis lebte und viele Mißhandlungen und Folter erleiden mußte, war er manchmal mit anderen Gefangenen zusammen und einige davon waren auch Christen. Sein Kontakt zu anderen christlichen Gefangenen war eine Gemeinschaft, die wie Gemeindeleben war - wie ein Leben in der wahren Kirche. Er wurde vom Geist geleitet, das Gefängnis zu verlassen, zu entfliehen. Es war eine Sache die in ihm wuchs. Und es wurde stärker. Und Gott bestätigte diese Führung dadurch, daß er einen anderen christlichen Gefangenen veranlasste, ihn zu ermutigen. Zuerst war es eine Andeutung zu entfliehen. Er pflanzte diesen Gedanken in ihn hinein. Dann empfahl ihm dieser andere Christ, zu entkommen. Und später ging er so weit, ihm direkt zu befehlen, herauszugehen. Gott war also nicht nur tätig mit dem Christ, der entfliehen sollte, sondern auch mit diesem anderen Christen, und sogar auch mit Christen außerhalb des Gefängnisses. Außerhalb des Gefängnisses wurden Christen von Gott über dieses Entkommen informiert und wußten deshalb im voraus davon und trafen Vorbereitungen, ihm zu helfen und ein Versteck vorzubereiten. Und als der richtige Augenblick zu handeln kam, erhielt er eine sehr aussagekräftige Botschaft als er die Bibel las, die Worte die er las sprangen ihn direkt an, aus der Seite heraus und direkt in sein Herz. Und diesem folgte dann eine Vision im Wachzustand. Und dann konzentrierte dieser Mann sein ganzes Wesen auf die Ausführung der Tat, zu der ihm Gott den Befehl gegeben hatte. Als dieser Höhepunkt erreicht war, stand er auf und ging aus dem Gefängnis heraus. Alle Tore zwischen ihm und der Freiheit wurden, auf verschiede Art, für ihn geöffnet und er ging einfach durch sie hindurch. Das letzte Tor, das Eingangstor des Gefängnisses, war sogar schon offen, und er ging durch es hindurch während die Aufseher ihm dabei zusahen. Gott schlug ihren Verstand mit Blindheit. Als er heraus war, besuchte er Christen die er kannte, und als dann die Suche nach ihm begann, nachdem sein Entkommen bemerkt wurde, wurde er nicht gefunden. Nach einiger Zeit gab ihm ein Mann seinen Paß als ein Geschenk und er benutzte diesen Paß, um aus dem Land zu entkommen. Bevor er abreiste sagte ihm der Geist, daß er an der Paßkontrolle nicht sprechen sollte, er sollte kein Wort sagen. Er sollte nur dann etwas sagen, wenn ihm dies der Geist direkt gebot. An der Paßkontrolle tat er genau was ihm befohlen worden war. Der Beamte dort sah sich den Paß an und sah das Gesicht eines alten Mannes das völlig anders aussah als sein junges Gesicht. Er lachte und rief seinen Kollegen, der dasselbe tat, er lachte auch. Und sie ließen ihn durch. Als er später in Europa von seinen Erlebnissen berichtete, stand ein Mann auf und sagte, daß er für ein Unternehmen arbeitet, daß Ausrüstungen an China geliefert hatte, die Stimmen erkennen können. Er sagte, wenn er an der Paßkontrolle auf dem chinesischen Flughafen seinen Mund aufgemacht hätte, würde diese Ausrüstung seine Stimme erkannt haben und ihn verraten haben und er wäre festgenommen worden. Die Behörden hatten jede Menge seiner Stimmaufzeichnungen da die Kassetten mit seinen Reden beschlagnahmt worden waren.

Unser Reden einzuschränken, hat Vorteile, besonders zu lernen in gewissen Situationen nichts zu sagen. Nichts zu sagen kann manchmal sehr helfen, und manchmal mag es einem das Leben retten. Wir sollten einfach wissen, daß es Einrichtungen gibt, die Stimmen erkennen können und eingesetzt werden. Wir sollten vielleicht einfach mit dem Praktizieren beginnen, nichts zu sagen, wenn wir am Schalter oder an der Kasse mit Computern und mit allen möglichen Geräten sind und wenn sprechen nicht wirklich nötig ist. So ist zum Beispiel an der Kasse eines Selbstbedienungsladens kein wirklicher Bedarf etwas zu sagen. Es ist eine gute Situation so etwas zu praktizieren. An einem Bankschalter mag es genau so sein. Wenn man den Hörer eines Telefons abnimmt, mag ein Stimmerkennungsgerät am anderen Ende tätig sein, Ihre Stimme zu erkennen oder sie für den Zweck der Erkennung aufzuzeichnen. Dieses mag ein weiterer Grund sein, sein Telefonieren einzuschränken.

Der Kernpunkt dieser Geschichte ist aber, daß die Führung durch den Geist eine Sache ist, die nicht als eine Überraschung kommen muß, sondern sich in einer gewissen Situation entwickelt. Wir werden geleitet bis zu einem Punkt wo es dann ganz klar ist, was wir zu tun haben. Es mag sich über einen gewissen Zeitraum hinweg entwickeln. Und wir werden es dann mit einem starken Gefühl der Gewißheit und des Zielbewußtseins tun und wir werden dann nicht aufzuhalten sein. Diese Entfaltung von Information die auf uns zukommt, kommt über das Informationssystems des Buches des Lebens und die Kenntnis von der Existenz eines Systems an der Paßkontrolle eines Flughafens, das Stimmen erkennen kann, ist eine Einzelheit, die das Funktionieren des Buches des Lebens greifbar und verständlich macht. Der Geist wußte von der Existenz dieser Einrichtung und handelte entsprechend: verbot dem Verfolgten das Sprechen.

Es ist auch eine Einzelheit, die zeigt, daß in gewissen Fällen es nicht notwendig ist, Wissen anzufordern. Wir müssen nicht immer erst bitten, suchen und anklopfen; wenn die Situation es erfordert, daß gewisse Information nötig ist, dann wird diese einfach zu uns kommen - besonders wenn wir im Geiste weiter wandeln.

Zum Ende lassen Sie mich Ihnen zwei Beispiele geben, die das vom Geist geleitet werden auf eine eindrucksvolle aber kurze Art beschreibt. Das erste Beispiel ist positiv und das zweite negativ. Ich lasse das negative für zuletzt, denn oft ist es leichter von einem negativen Beispiel etwas zu lernen.

So hier also zuerst das positive Beispiel.

Im Monat Nisan des zwanzigsten Jahre des Königs Arthahsastha, da Wein vor ihm stand, hob ich den Wein auf und gab dem König; und ich sah traurig vor ihm. Da sprach der König zu mir: Warum siehst du so übel? Du bist ja nicht krank? Das ist's nicht, sondern du bist schwermütig. Ich aber fürchtete mich gar sehr und sprach zu dem König: Der König lebe ewiglich! Sollte ich nicht übel sehen? Die Stadt da das Begräbnis meiner Väter ist, liegt wüst, und ihre Tore sind mit Feuer verzehrt. Da sprach der König: Was forderst du denn? da betete ich zu dem Gott des Himmels und sprach zum König: Gefällt es dem König und ist dein Knecht angenehm vor dir, so wollest du mich senden nach Juda zu der Stadt des Begräbnisses meiner Väter, daß ich sie baue. Nehemia 2,1-5.

Nehemia betete zum dem Gott des Himmels. Er erhielt eine Gelegenheit, etwas zu ersuchen, wurde sogar aufgefordert, seinen Wunsch zu äußern, er aber platzte nicht mit seinem Anliegen heraus, sondern hielt inne und wandte sich nach innen und stellte sicher, daß sein höheres Selbst involviert wurde. Die Bibel sagt, er betete. Anstatt dem König zu antworten, fing er eine Gebetszeit an. Er traf sich mit dem wahren Selbst in seinem Innern. Er zögerte. Er tat nicht sofort das, was einfach natürlich zu sein schien. Der große Augenblick war gekommen, er konnte vor dem König sein Gesuch erläutern und er hielt inne. Er wurde von Geist geleitet. Er nahm Kontakt auf mit dem Buch des Lebens.

Und nun zum negativen Beispiel.

Und sie erzürnten ihn am Haderwasser,
und Mose ging es übel um ihretwillen.
Denn sie betrübten ihm sein Herz,
daß ihm etliche Worte entfuhren.
Psalm 106,32-33.

Mose entfuhren etliche Worte. Mose redete unbedacht mit seinen Lippen. Wenn Sie wie Nehemia sind, in einer Situation die ganz nach Ihrem Wunsch läuft, oder Sie sind zornig wir Mose, in einer Situation wo alles gegen Sie zu gehen scheint, dann reden Sie nicht unbedacht mit Ihren Lippen. Sprechen Sie nicht ohne vorher zu denken. Behalten Sie die Kontrolle über Ihren Verstand und über Ihre Sinnesorgane. Lassen Sie keine vorschnellen Worte aus Ihrem Mund heraus.

Dieses ist die praktische Seite der Leitung durch den Geist.

Lassen Sie uns 5 Mose 32,48-52 lesen.

Und der Herr redete mit Mose desselben Tages und sprach: Gehe auf das Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, der da liegt im Moabiterland, gegenüber Jericho, und schaue das Land Kanaan, das ich den Kindern Israel zum Eigentum geben werde, und stirb auf dem Berge, wenn du hinaufgekommen bist, und versammle dich zu deinem Volk, gleich wie dein Bruder Aaron starb auf dem Berge Hor und sich zu seinem Volk versammelte, darum daß ihr euch an mir versündigt habt unter den Kindern Israel bei dem Haderwasser zu Kades in der Wüste Zin, daß ihr mich nicht heiligtet unter den Kindern Israel; denn du sollst das Land vor dir sehen, daß ich den Kindern Israel gebe, aber du sollst nicht hineinkommen.

Mose sprach also unüberlegte Worte mit seinen Lippen und es wurde ihm deshalb nicht erlaubt, ins gelobte Land zu gehen, und er mußte sterben.

Lassen Sie sich hiervon ermutigen. Mose war an der Spitze aller Ränge. Er war die einflußreichste Persönlichkeit des Alten Testamentes. Seine Errungenschaften sind höchst außergewöhnlich. Streben Sie danach, keine voreiligen Worte aus Ihrem Munde kommen zu lassen, aber wissen Sie auch, daß solch eine Fähigkeit, seine Zunge zu beherrschen, ein Erfordernis ist, für die Spitzenleute. Wenn Sie also hier versagen, befinden Sie sich in sehr guter Gesellschaft.

In den ersten 80 Jahren seines Lebens war Mose eine sehr erfolgreiche Person. Er war gelehrt in aller Weisheit der Ägypter. Und erst in diesem Alter begann sein wichtiger Lebensabschnitt und er wurde dann 120 Jahre alt. Er war eine Person von außerordentlichem Mut. Und er war, zusammen mit Elia, die einzige Person, die im Alten und in Neuen Testament erschien. Sich in der Gesellschaft eines solchen Mannes zu sein, ist schon etwas.

 

Dieses ist das Ende von "Buch des Lebens"

Zu Kapitel: [21]

 

 

[Home]>[Die Imitationskirche]>[20. Buch des Lebens]

[Home] [Kann man Glauben messen?] [Die Imitationskirche] [Verschiedenes]

Die Adresse dieser Seite ist:
http://www.fpreuss.com/de2/de220.htm