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Dieses ist das 21. Kapitel von "Die Imitationskirche."

 

21. Meditiere

Frank L. Preuss

 

Nach dem Tode Mose's, des Knechts des Herrn, sprach der Herr zu Josua, dem Sohn Nuns, Mose's Diener: Mein Knecht Mose ist gestorben; so mache dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Kindern Israel, gegeben habe. Alle Stätten, darauf eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose geredet habe. Von der Wüste an und diesem Libanon bis an das große Wasser Euphrat, das ganze Land der Hethiter, bis an das große Meer gegen Abend sollen eure Grenzen sein. Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, also will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihren Vätern geschworen habe, daß ich's ihnen geben wollte. Sei nur getrost und sehr freudig, daß du haltest und tust allerdinge nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, auf daß du weise handeln mögest in allem, was du tun sollst. Und laß dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf daß du haltest und tust allerdinge nach dem, was darin geschrieben steht. Alsdann wird es dir gelingen in allem, was du tust, und wirst weise handeln können. Siehe, ich habe dir geboten, daß du getrost und freudig seist. Laß dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst. Josua 1,1-9.

Dieses ist eine der kraftvollsten Bibelstellen. Gott sagte Josua was er tun sollte, er tat es, und er war außerordentlich erfolgreich. Was ist das Geheimnis des Erfolges? Zwei Worte sind hervorstechend. Sie sind "getrost" und "unverzagt" oder "freudig:" Sei mutig und stark. Ein Gebot Gottes.

Wie erfolgreich würde Josua sein? Alle Stätten, darauf eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben. Benutzen Sie dieses als ein Bekenntnis und sagen Sie, "Alle Stätten, darauf meine Fußsohlen treten werden, hat mir Gott gegeben." Und dann fügen Sie diese Proklamation hinzu, "Es soll mir niemand widerstehen mein Leben lang."

In diesen 9 Versen sagte Gott Josua drei mal er solle getrost und freudig sein: Sei mutig und stark. Das ist es was Gott will, daß wir es sind: mutig und stark.

Diese mutige und starke Einstellung die wir haben sollten, basiert auf einem Leben mit Gott. Wir vertrauen Gott. Wir fürchten uns nicht, und wir haben keine Angst. Gott ist mit uns bei allen, was wir unternehmen. Er wird uns nicht verlassen noch von uns weichen.

Die Grundlage dieser Einstellung ist Gottes Weg, sein Gebot, sein Wort. Und die Einhaltung seiner Gebote. Und seine Gebote in Taten umzusetzen. Und daß wir halten und tun allerdinge nach dem Gesetz. Wir sollen genau darauf achten, daß wir nach der Weisung handeln. Wir sollen zurücktreten - Abstand nehmen - und das beobachten, was wir tun. Und wir sollen seine Gebote tun und nicht etwas anderes. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken. Und laß dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Munde kommen. Und dieses bedeutet, daß wir nicht damit aufhören, es auszusprechen. Wir hören nicht damit auf, es zu bekennen. Wir hören nicht damit auf, es zu proklamieren. Besonders uns selbst. So daß wir unser bewußtes Denken daran erinnern, es auszusprechen, so daß unser bewußtes Denken es vor sich hat, und es tut. Wir fahren fort, Worte der Gebote aus unserem Munde herauskommen zu lassen. Wir haben sie immer auf unseren Lippen.

Um sie immer zur Verfügung zu haben, tun wir sie in unseren Verstand. Und dieses tun wir dadurch, daß wir sie lesen und sie betrachten. Wir sinnen über sie nach. Gott sagt, um imstande zu sein, allerdinge zu halten und zu tun, was darin geschrieben steht, müssen wir darüber nachsinnen, darüber meditieren. Wir müssen Tag und Nacht darüber meditieren - sie betrachten. Wenn wir das Gesetz tun wollen, müssen wir es kennen. Wir müssen es kennen und wir müssen es verstehen. Und dieses erreichen wir dadurch, daß wir über es meditieren. Es ist dieses Meditieren das Ergebnisse bringen wird. Josuas Aufgabe war es, über dieses Buch des Gesetzes Tag und Nacht zu meditieren. Es ist eine fortwährende Sache. Es findet dauernd statt. Es wird zur Gewohnheit. Es ist eine sehr gute Angewohnheit. Während des Tages, wenn wir beschäftigt sind, wandern unsere Gedanken immer wieder zu diesem Buch des Gesetzes, es ist immer im Hintergrund vorhanden, immer steht es zur Einsichtnahme bereit, unser Denken und unser Tun daran zu überprüfen. Und während der Nacht wird es gelesen und studiert und kopiert und diskutiert und dieses mag sogar während wir schlafen und träumen geschehen.

Josua hatte dieses Buch des Gesetzes. Mose hatte es ihm zur Verfügung gestellt. Er kannte es sehr gut. Er war ein enger Mitarbeiter von Mose gewesen. Und Mose dabei zu beobachten, dieses Buch zusammenzustellen, war Teil seines Lebens. Es war der Pentateuch. Die Thora. Die Fünf Bücher Mose: Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri und Deuteronomium. Dieses sind die fünf Bücher des Gesetzes. Dieses war Gottes Wort. Dieses war Gottes Wort zu dem damaligen Zeitpunkt.

Was war nun für Gottes Kinder sein Wort bevor sie dieses Buch des Gesetzes von Mose erhielten? Es war das Wort das Gott Abraham gegeben hatte. Das Wort das Gott den Patriarchen gegeben hatte. Den Erzvätern. Abraham, Isaak und Jakob. Und den Söhnen Jakobs.

Und dieses Wort Gottes mag es durchaus auch in Buchform gegeben haben. Die Bücher Mose waren nicht die ersten Bücher. In 4 Mose 21,14 finden wir einen Hinweis auf die Existenz solch ältere Bücher. Ein Teil der Informationen die in den Fünf Büchern Mose enthalten sind, kam höchstwahrscheinlich von älteren Quellen, von Wissen enthalten in Buchform. Genau so wie wir heutzutage auf andere Bücher verweisen, so taten es die Autoren zur Zeit des Mose und des Josua. In Josua 10,13 finden wir solch eine Quellenangabe, das Buch des Redlichen. In dem Buch des Redlichen haben wir also ein Buch aus der Zeit der frühesten Bücher der Bibel, ein Buch das in der Bibel erwähnt wird, das aber nicht Teil der Bibel ist - ein Buch das nicht zum Kanon gehört.

Was war nun das Wort Gottes vor dieser Zeit der Patriarchen? Es war das Wort das Gott Noah gab. Und vor der Zeit war die Zeit des Anfangs. Am Anfang war es das Wort das Gott Adam und Eva gab. Sie sollten fruchtbar sein und sich mehren. Gott gab ihnen Früchte zum essen. Und er sagte ihnen, von welchem Baum sie nicht essen sollten. Da sind nur wenige Sätze aufgezeichnet, die Gott den Menschen gab.

Gott sprach diese Worte zu Adam und Eva und seit dieser Zeit spricht er zu seiner Schöpfung. Er hat niemals damit aufgehört.

Und was Gott den ersten Menschen sagte, bleibt gültig. Als Gott danach zu anderen Menschen sprach, blieben die Worte die er zu den ersten gesprochen hatte, weiter gültig. Als er zu Noah sprach, wurden die Worte, die er zu den Menschen vor der Flut gesprochen hatte, nicht veraltet und überholt. Und als er später zu den Patriarchen und zu Mose und zu Josua sprach, blieben all die Botschaften die vor ihnen ausgegangen waren, bestehen und rechtskräftig. Gott hörte niemals auf, zu seinen Kindern zu sprechen und er tut es immer noch heutzutage und er wird auch weiterhin zu den Menschen nach uns sprechen.

Das Alte Testament ist die Bibel der Juden. Sie sind ein recht gutes Beispiel dafür, wie religiöse Leute den Kanon der Schrift dazu benutzen, Gott zum Schweigen zu bringen. Für sie war das sich auf einen Kanon zu einigen, eine Handlung die alles unterdrückte was von Gott kam - sie stopfte ihm den Mund. Im Grunde sagten sie damit, daß dieses die Bücher sind die von Gott kommen und sie sind es alle und da gibt es auch nicht mehr und diese Liste ist jetzt vollständig und da gibt es keine anderen und es wird auch keine zukünftigen mehr geben. Es war ein taktischer Zug, der es verhinderte, daß sie die neueste Lehre anerkennen mußten, die aus ihren eigenen besten Quellen kam - aus dem Hause Davids, vom Sohn Davids, dem Propheten aus Bethlehem. Indem sie diesen Kanon vereinbarten, schlossen sie für sich selbst die Tür zu allen weiteren Offenbarungen von Gott. Und nicht nur das, sie beendeten dadurch auch das Hervortreten geistiger Leute die Gott benutzte, um zu ihnen zu sprechen. Damit, daß sie dem Erscheinen von Büchern die von Gott kamen ein Ende setzten, beendeten sie auch ihre Reihe der berühmten hebräischen Propheten die aus ihrer Mitte aufstanden und sie zu neuen Unternehmungen aufrüttelten. Sie hatten damit erfolgreich bewirkt, daß sie einen geistigen Tod starben und ihre Ohren verschlossen, so daß sie nicht den größten all der hebräischen Lehrer und Seher hören konnten. Zuerst töteten sie Gott - oder versuchten es - und danach verschlossen sie dann sein Buch. Und nun war Gott tot.

Und das sogenannte Christentum folgte diesem Beispiel, sie zogen nach. Nur zwei oder drei Jahrhunderte nachdem sie angefangen hatten zu existieren, taten sie das Gleiche. Sie schufen ihren eigenen Kanon und auch für genau denselben Zweck, um Gottes Stimme zu töten - die Stimme des Heiligen Geistes. Diese Stimme sagte ihnen, den Geist nicht auszulöschen, nicht den heiligen Geist zu unterdrücken, nicht den Mund der Propheten in ihrer Mitte zu dämpfen, die falschen Propheten zu erkennen und sie zu stoppen, und die die Geld haben wollten, und die die Kirchengebäude errichten wollten, und Organisationen und Imperien, die die Titel erschaffen wollten und diese vergeben wollten und die besonders, die gerne mit einem schönen, eindrucksvollen Titel angesprochen werden wollten. Sie kamen also überein, daß alle existierenden Schriften alles war was jemals von Gott kommen würde und daß es da keine weiteren solcher Schriften geben würde und eine Liste wurde gemacht und vereinbart und damit war der Fall erledigt, der Kanon war etabliert worden und das Buch Gottes wurde für alle zukünftigen Zeiten geschlossen und damit hatten sie erfolgreich allen neuen Offenbarungen ein Ende gesetzt und sie hatten Gottes Stimme stillgelegt. Und jetzt war ein toter Gott ihre Theologie. Und falls jetzt ein Mann sich erdreisten sollte in der Kirche aufzustehen und eine Prophezeiung auszusprechen, dann steckte der Priester seine Hand in die Tasche und suchte nach Streichhölzern.

Und der Teufel nutzte die Lernkurve. Anstatt eine lange Liste von Propheten sich entwickeln zu lassen, wie es im Alten Testament geschehen war, handhabte er dieses neue Jesusding viel schlauer, er wandte diese neue Idee gleich am Anfang an und so etwas wie viele neue Propheten mit reichlichen Offenbarungen ließ er erst gar nicht sich entfalten. Der Gott der Juden war tot und der der Christen starb kurz danach.

Die Propheten los zu werden ist das Erfolgsrezept. Die sind gefährlich. Wenn man sie los wird, dann ist der Zugang zu neuen Kenntnissen und Offenbarungen verschlossen und Veränderungen im Leben von Personen und Gemeinden werden verhindert und besonders eine kontinuierliche Reformation kann nicht geschehen.

Die Bibel der Hebräer wuchs dauernd. Adam und Eva hatten nur ein paar einfache Regeln. Aber Gott fuhr fort zu Kain und Abel zu sprechen und zu Seth und zu Henoch und Methuschalach und zu Noah. Und nach der Flut hörte diese Führung nicht auf. Es wurden mehr und mehr Bücher. Nach den fünf Büchern Moses wurde das Buch Josua hinzugefügt, und dann die Richter, usw. Später folgten viele Bücher der Propheten. Aber dann fand diese ganze Aufeinanderfolge von einem Buch nach dem anderen ein Ende. Die Juden vereinbarten einen Kanon, und die Heuchler - die religiösen Leute die behaupteten Christen zu sein - schufen auch ihren Kanon und der Fall war beendet. Keine weiteren Offenbarungen von Gott. Das ist alles. Und falls du es wagen solltest hiermit nicht übereinzustimmen, dann haben wir Mittel und Wege damit fertig zu werden.

Nach den Mosebüchern kam also Josua und die Aufzeichnungen seiner Eroberungen. Die Zeit der Richter folgte - und die Niederschriften über sie und von ihnen. Dann folgte Samuel und die Könige. Hiob, die Propheten, des Exil, die Wiederkehr, und die Zeit der Makkabäer, und dann das Neue Testament. Und jetzt kommt die Zeit nachdem die Bücher des Neuen Testaments aufgeschrieben wurden. Wo sind die Bücher der letzten zwei Jahrtausende die Gottes Wort enthalten? Wo sind sie? Was ist mit alle den Dingen die Gott seiner Schöpfung in den letzten zweitausend Jahren mitteilte geschehen? Wo ist das Zeug?

Wo ist all das Zeug das Gott heute seinen Kindern sagt? Gott spricht dauernd und an vielen Orten in vielen Sprachen. Wo ist es?

Um diese Fragen zu verstehen und eine Antwort darauf zu finden, müssen wir verstehen, was passierte als die Kirche Gottes von der Imitationskirche übernommen wurde und von ihr zerstört wurde. Oder besser, anscheinend von ihr zerstört wurde. Wir müssen Kirchengeschichte verstehen und besonders die Entstehung der Bibel. Wir müssen die Kirchengeschichte verstehen, wie sie von der Imitationskirche aufgezeichnet wurde. Wir müssen verstehen, daß diese Kirchengeschichte eine Aufzeichnung der Imitationskirche ist. Es ist eine Dokumentation über die Imitationskirche die von der Imitationskirche zusammengetragen wurde. Es ist nicht die Geschichte der wahren Kirche. Die wahre Kirche erscheint recht oft in dieser Geschichte der Imitationskirche, aber die wahre Kirche wird dort nicht die wahre Kirche genannt. Sie wird dort Sekte genannt. Sie wird nicht "der Weg" sondern "Sekte" genannt in der Apostelgeschichte 24,14. Das bekenne ich dir aber, daß ich nach der Lehre, die sie eine Sekte heißen, dem Gott meiner Väter so diene, daß ich glaube allem, was geschrieben steht im Gesetz und in den Propheten. Allerlei mögliche Namen werden uns gegeben. Und die wahre Kirche wird immer verleumdet. Die Imitationskirche schwätzt immer mit bösen Worten wider uns. Mit bösen Worten hetzen sie gegen uns (3 Johannes 10). Dieses ist ein Aspekt den wir verstehen müssen. Und der andere ist der Aspekt des Zustandekommens der Bibel. Zu verstehen wie der Kanon etabliert wurde. Warum und wie und wer. Warum benötigten sie einen Kanon, eine Liste von Büchern, von Büchern die als Bibel benutzt wurden? Wie taten sie es und wer tat es?

Die Bibel ist das wertvollste Buch der Welt. Der geistige Inhalt dort ist unübertroffen. Nirgendwo finden wir solch wertvolle Information und Lehre. Wir müssen aber auch die negative Seite der Bibel verstehen. Und dieses ist nicht der Inhalt der Bibel. Es ist nicht eigentlich was in der Bibel ist, es ist mehr was nicht in der Bibel ist. Es ist die Tatsache, daß die Bibel dazu benutzt wird, das Wort Gottes einzuschränken. Es ist die Tatsache, daß die Bibel als ein Buch benutzt wird, das das enthält was Gott gesagt hat, und daß diese seine Worte in dem Buch aufgezeichnet worden sind und daß diese Aufzeichnungen alles enthalten was Gott gesagt hat und jemals sagen wird. Daß es alles ist was Gott je sagen wird und nicht mehr. Gott hat gesprochen und das ist es. Er sprach im Neuen Testament zu Menschen und das ist alles. Nichts mehr. Wenn wir die Bibel als ein Buch betrachten, was das enthält was Gott gesagt hat und was er jemals sagen wird, dann wird es zu einem Buch das beweist, daß Gott nicht mehr zu uns spricht, daß er jetzt schweigt, daß er tot ist. Daß er seit zweitausend Jahren tot ist. Vor zweitausend Jahren hat er zu uns gesprochen und das ist das letzte mal, daß er so etwas getan hat, und das ist alles. Er kann nicht mehr. Er ist jetzt tot.

Die Bibel ist in dieser Hinsicht ein Werkzeug einiger Leute, um uns zu sagen, was das Wort Gottes ist und was nicht. Was nicht in der Bibel ist, ist nicht Gottes Wort. Einige Leute benutzten die Bibel dazu, um anderen zu sagen, was sie als Gottes Wort zu akzeptieren haben und was nicht. Es wird als ein Werkzeug der Zensur benutzt.

Am Anfang wurde der Kanon, eine Ansammlung oder Liste von literarischen Werken, als nützliche Liste von existierenden und bekannten Büchern dieser neuen geistigen Erweckung durch Christus benutzt; eine Liste von bestehenden Büchern geschrieben von Christen der frühen christlichen Zeit ohne auch nur zu versuchen zu beurteilen oder Einstufungen vorzunehmen oder zu bewerten. Dieses aber änderte sich. Aus der Liste der bestehende Bücher erwuchs eine Liste von Büchern die empfohlen wurden. Und aus einer Liste von empfohlenen Büchern wurde eine Liste von akzeptierten Büchern. Und aus dieser eine der gebilligten Bücher. Und dann änderte sich diese Liste der gebilligten Bücher in eine der autorisierten Bücher. In der Zwischenzeit blieben die Bücher die nicht empfohlen wurden nicht Bücher die nicht empfohlen wurden, sondern Bücher die eine negative Zuordnung bekamen. Den Leuten wurde gesagt, daß sie nicht so gut wären, und dann wurde ihnen gesagt, daß sie eigentlich schlecht wären, und dann wurde ihnen gesagt, daß es ihnen nicht erlaubt ist, sie zu lesen, und dann wurde ihnen gesagt, daß wenn sie sie lesen würden, es ihnen schaden würde, und dann wurde ihnen gesagt, daß wenn sie sie lesen würden, würden sie bestraft werden, usw.

Was war das Ergebnis dieser Entwicklung? Es war eine Entwicklung, daß einige Leute anderen erzählten was sie tun sollten, was sie lesen sollten. Es war der Anfang der Sklaverei.

Es gibt nur einen Weg zu entscheiden was zu tun ist und was zu lesen ist. Es ist jedermanns eigene Angelegenheit zu entscheiden was gut ist und was nicht gut ist. Niemand kann dieses für einen anderen tun. Wenn jemand jemanden erzählen will, was er zu tun hat oder was er zu lesen hat, dann will er ein Sklavenhalter sein. Und wenn jemand jemanden erlaubt ihm zu sagen was er tun soll oder was er lesen soll, dann ist er ein Sklave. Ich, und jeder andere, entscheide was ich tue und was ich lese. Alles andere ist verkehrt. Ich bin ein geistiges Wesen und mein Geist ist sehr gut fähig dieses zu tun.

Diese falsche Entwicklung erreichte ihren Höhepunkt in der Tatsache, daß die Bibel nicht nur ein Buch wurde, das alle anderen Bücher ausschloß, sondern sogar ein Buch wurde, das selbst verboten wurde. Je mehr die selbstgemachten Kirchenleute erfuhren, daß die wirkungsvollste Waffe gegen sie die Bibel war, als sie sich immer wieder Leute anhören mußten, die sie der Missetat anschuldigten, und hören mußten, daß Leute zum Beweis dafür Schriftstellen benutzen, je mehr mißfiel ihnen die Bibel, und letztendlich nahmen sie sie den Leuten weg und bestraften diejenigen, die es wagten, eine Bibel zu haben und zu lesen. Sie konnten natürlich die Bibel nicht völlig entfernen, denn ihre ganze geistige Existenz beruhte auf ihr und so hatten sie dieses Dilemma. Dieses Problem wurde aber recht bald überwunden und sie entwickelten reichlich Wege und Methoden die Leute zu täuschen. Heutzutage sieht es aus, als ob sie keinerlei Probleme haben, denn die Gehirnwäsche der letzten zweitausend Jahre war so erfolgreich, daß jedermann die Bibel ließt, ohne die religiöse Brille abzunehmen. Jeder scheint die Praxis des Gemeindelebens der Urkirche durch seine Erfahrung des Kirchenlebens der Imitationskirche zu sehen und ist daher unfähig zu sehen, daß das Leben der Urgemeinde völlig anders war als die heutige Praxis. Den Leuten wird deshalb einfach ihre Bibel gelassen. Und sie predigen und lehren eben nur das, das ihnen paßt, und die Stellen der Bibel die sie ignorieren, die Stellen, die aufzeigen, daß sie Antichrist sind, werden auch von den Laien ignoriert. Wenn der Herr Pastor am Sonntag niemals über diese Stellen spricht, dann können sie ja nicht wichtig sein, und somit werden Personen, die niemals es sich angewöhnt haben selbst zu denken, die Sklaven sind, diese Stellen auch ignorieren.

Sie nehmen den Leuten die Bibel weg und geistige Literatur war besonders unerwünscht. Geistige Bücher mögen vielleicht von ihnen toleriert werden, wenn sie das selbstgemachte Kirchensystem unterstützten. Solche Bücher machten den Eindruck sie seien geistig, da sie aber von Leuten dieses Systems geschrieben worden waren, und deshalb von fleischlichen Leuten, waren sie nicht wirklich geistig. Wenn wirklich geistige Bücher erschienen, dann wurden sie auf den Index gesetzt, eine Liste verbotener Bücher, und die Leute die sie geschrieben und publiziert hatten, wurden verfolgt und wenn möglich beseitigt.

Da bestand also eine systematische Bekämpfung aller Erscheinungen von jeder Art von geistiger Literatur und ihrer Schriftsteller und Herausgeber. Das Ereignis der Erfindung der Buchdruckerkunst änderte die Situation. Die Reformation war eine weiterer großer Schritt vorwärts. Und das Internet verursacht wiederum Veränderungen, da die Zensur der kommerzialisierten Herausgeber, Großhändler und Buchläden reduziert wird.

Die Imitationskirche war also während der letzten zweitausend Jahre eine wirkungsvolle Waffe in der Hand des Teufels in der Bekämpfung jeder Art von Verbreitung des Wortes das Gott seinen Kindern geben wollte. Gott gab reichlich Offenbarungen und Inspirationen, diese Gaben mußten jedoch im Untergrund bleiben, ihr Verbreiten mußte geheim bleiben, und das breite Publikum wurde nur selten auf so etwas aufmerksam, und am bedauerlichsten ist, daß sie wo immer sie auch von dem System gefunden wurden, vernichtet wurden. Und das Ergebnis ist, daß sehr wenig davon überlebte.

Je schwieriger es für die Kleriker wurde, geistige Bücher mittels bloßer physischer Gewalt und politischer Einflußnahme zu unterdrücken, je mehr änderten sie ihre Taktik, und kehrten zurück zu den Methoden Diotrephes. Sie begannen wieder das zu tun, was Diotrephes zur Zeit der Urkirche getan hatte: Sie schwätzen mit bösen Worten wieder uns, verdächtigen uns mit boshaften Äußerungen, verleumden uns, sprechen allerlei schlechtes über uns, lügen und erzählen unglaubliche Dinge über uns.

Wenn immer sie ein geistiges Buch entdecken, werden sie diese Methode benutzen, und sie wissen auch, daß sie sich auf die Indoktrination verlassen können, durch die die westliche Welt während der letzten zweitausend Jahre durchgegangen ist. In den letzten zwei Jahrtausenden wurden geistigen Büchern und ihren Verfassern und Anhängern alle Arten von herabsetzenden Namen gegeben. Namen wie Pietist, Gnostiker, Fanatiker, Eiferer, Frömmler, charismatisch, Pfingstler, Fundamentalist, New Ager, sind noch recht milde, Esoteriker, Okkultist, Mystiker, Magier. Alles was mit dem Geistigen zu tun hat, wird mit einem abfällige Etikett versehen und dieses ist so in der Denkweise aller Leute verwurzelt, daß es fast immer Wirkung zeigt. Leute und Veröffentlichungen die so verunglimpft werden, werden als gesellschaftlich inkompetent und minderwertig betrachtet. Die Menschen sind mit dieser Denkweise so gleichgeschaltet worden, daß sie automatisch nur das Negative sehen und davor zurückschrecken.

Jede Art von Geistigem wird als Bedrohung empfunden. Die Kleriker wissen sofort unbewußt, daß wenn die Menschen anfangen sich für geistige Dinge zu interessieren, ist ihr Status als Vermittler zwischen Gott und Mensch gefährdet, steht die Existenz ihres Geschäftes auf dem Spiel.

Diese Situation ändert sich allerdings, und immer mehr Menschen akzeptieren das geistige Leben wieder. Wie nun würde man geistige Literatur heute finden? Wie kann man herausfinden, ob ein Buch inspiriert ist? Das Rezept ist einfach und direkt. Wenn jemand Gottes Willen gehorcht, wird er in seinem Herzen wissen, ob das Gelesene von Gott kommt oder von des Schreibers eigenen leeren Einbildung. Es ist unser eigenes Herz das uns zeigt, was echt ist. Wir müssen es selbst herausfinden. Andere mögen helfen, aber die endgültige Entscheidung bleibt unsere.

Wo finden wir nun solche Medien? Wenn Sie in einen christlichen Buchladen gehen, mögen sie viele interessante Dinge finden. Da bestehen aber mindesten zwei Probleme. Die Eigentümer solcher Läden sind meistens Christen, da sie aber ihre Ware verkaufen, glauben sie, Frömmigkeit sei ein Mittel, um irdischen Gewinn zu erzielen - mit dem Worte Gottes ein Geschäft machen zu müssen. Sie sind fleischlich und deshalb keine geistigen Leute. Ihre Wahl von Büchern die sie einkaufen und verkaufen wird dieses reflektieren. Sie sind normalerweise auch Mitglieder einer Konfession und dieses bestätigt ihre irdische Einstellung und beeinflußt die Wahl ihrer Bücher. So was wir gerade über die Kleriker gesagt haben, trifft auf sie auch zu, sie halten sich also an die Spielregeln der Kleriker. Wirklich geistige Bücher, abgesehen von Bibeln, werden rar in ihren Läden sein.

Das andere Problem ist, daß die meisten Autoren ihrer Bücher irdische Leute sind und ihre Werke ihre Weltlichkeit widerspiegelt. Diese Schriftsteller sind Konfessionen angeschlossen und oft führend in ihren Organisationen tätig und daher fleischlich. Von ihnen können wir nichts wirklich Geistiges erwarten. Der geldliche Aspekt ihrer beruflichen Arbeit wird immer sichtbar bleiben. Lesen Sie nur die Information über den Autor in einem Buch und Sie werden bereits viel über den Inhalt des Buches wissen. Immer wenn es da Information über seine kirchlichen Titel und Ämter gibt, haben Sie die Information die Sie benötigen.

Bibliotheken und normale Buchläden sind also die Quellen die übrig bleiben. Aber diese sind auch wiederum von Ansichten und Meinungen und Glauben beeinflußt. Dann gibt es das Internet. Diese Angebote scheinen den Nachteil zu haben, daß man nicht ein Buch in die Hand nehmen, es aufschlagen und dann in ihm lesen kann. Die gute Seite des Internets ist, daß man dort Kommentare über ein Buch von einem oder mehreren Lesern finden kann.

Was muß man also tun, um das richtige Buch zu finden? Wie bei allen anderen Dingen im Leben, im Leben einer geistigen Person, muß man vom Geist geleitet sein. Er wird uns, zur rechten Zeit, am richtigen Ort, das Richtige zeigen. Und er wird uns das zeigen, was für ein bestimmtes Wachstumsstadium am besten ist. Was wirklich benötigt ist, ist der Wille das Reich Gottes zu suchen; der Wille zu studieren und über das Gelesene zu meditieren.

Das Geheimnis des geistigen Wachstums wird von Jesus formuliert. Lesen wir Matthäus 13,10-12, "Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse? Er antwortete und sprach: Euch ist es gegeben, daß ihr das Geheimnis des Himmelreichs verstehet; diesen aber ist es nicht gegeben. Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen was er hat."

Das Geheimnis des Himmelreichs müssen wir verstehen. Und um es zu verstehen, müssen wir genau das tun, was Gott dem Josua auftrug, zu tun: Tag und Nacht in dem Worte Gottes meditieren. Wenn wir damit aufhören, dann wird sogar das, was wir schon haben, weggenommen.

Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen was er hat.

Wer nicht diesen Drang und dieses Streben hat, geistig zu wachsen und sich mit geistigen Dingen zu beschäftigen, von dem wird auch das genommen was er hat.

Dieses ist ein wichtiges Prinzip und wir finden es deshalb im Neuen Testament mehrere male. Schon im ersten Buch, in Matthäus, erscheint es zweimal: in Matthäus 13,12 und in Matthäus 25,29 wird es wiederholt. Es ist das Gleichnis von den anvertrauten Talenten. Und dann finden wir es in Markus 4,25 und in Lukas, in 8,18, und dann wieder in Lukas 19,26.

Dieses wichtige Prinzip finden wir ebenfalls im Alten Testament. Als Daniel den Traum des Nebukadnezars wissen wollte, schlug er seinen drei Freunden vor, daß sie dem Rat folgen sollten, den Jesus gibt: bitten, suchen und anklopfen.

Und es funktionierte. Daniel erhielt die gewünschte Information und er reagierte daraufhin mit dem Singen des Dankgesanges, Daniel 2,20-23. Und in diesem Gesang finden wir dieses wichtige Prinzip wieder. In Daniel 2,21 singt Daniel, "der den Weisen Weisheit verleiht und den Verständigen Verstand."

Gott gibt Weisheit den Weisen. Menschen die bereits weise sind, den Weisen, gibt er mehr Weisheit. Die Weisen haben bereits und mehr wird ihnen gegeben werden. Daniel und seine Freunde waren bereits weise und da sie weiterhin auf dem Wege wandelten, wurde ihnen noch mehr gegeben. Ein lebensrettendes Geheimnis wurde ihnen offenbart.

Wenn man sich diese Stelle genauer ansieht, in einer Interlinearübersetzung zum Beispiel, dann findet man dort etwa folgendes: er gibt Weisheit den Weisen und Kenntnis denen, die Verständnis haben. Leute die bereits ein Wissen von Verständnis besitzen wird mehr Kenntnis gegeben.

Die meisten Übersetzungen bringen dieses nicht richtig zum Ausdruck. So ist zum Beispiel eine Übersetzung die etwa folgendes aussagt, "er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand," irreführend, denn sie sagt aus, daß Gott den Menschen die Gaben gibt die sie haben, daß sie von ihm sind. Daniel aber sagt, daß Gott denen gibt, die bereits haben; denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe. Dem, der bereits hat, ihm wird noch mehr gegeben.

Mit unseren Muskeln ist es ähnlich. Wenn ein Mann seine Muskeln benutzt, dann werden sie kräftiger und stützen seine Wirbelsäule besser; wenn er sie aber nicht benutzt dann verkümmern sie und können das Rückgrat nicht richtig abstützen und er bekommt Rückenschmerzen. Der Mann der seine Muskeln trainiert kann eine größere Last tragen; er verbraucht Energie, aber es macht ihn nicht schwächer, sonder stärker. Ein Mann der die wenigen Muskeln die er hat nicht gebraucht wird das wenige auch noch durch Muskelschwund verlieren und wenn die Stöße und Schläge des täglichen Lebens kommen, dann sind keine Muskeln da, um als Stoßdämpfer zu wirken, und schon wenn er etwas leichtes tragen will, wird er erschöpft sein und versagen.

Hier ist etwas von "Ich rufe Euch" für 5. September:

Fortschritt.
Fortschritt ist das Gesetz des Himmels. Höher, immer höher, steige auf zum Leben und dem Schönen, zu Wissen und Kraft. Höher und höher.
Morgen sei stärker, tapferer und liebe mehr als du es heute getan hast.
Das Gesetz des Fortschritts gibt dem Leben Bedeutung, einen Zweck.

Es gibt also Material das in den letzten beiden Jahrtausenden produziert wurde, es wird wahrscheinlich nur niemals die Billigung der Leute erhalten, die den Kanon billigten.

Viele der heutigen Autoren von geistiger Literatur mögen ihre Werke auch für Geld verkaufen. Sie mögen aber nicht behaupten, Christen zu sein. Und sie mögen nicht von sich behaupten, sich an die Lehren der Bibel zu halten. Sie mögen vielleicht nicht einmal behaupten, Kenntnis von christlichen Lehren zu haben. Wir können sie also nicht bezichtigen, fleischlich zu sein, zumindest nicht fleischliche Christen.

Es gibt auch Bücher, die wurden geschrieben, ohne daß die Autoren versuchten, aus ihnen Geld zu machen. Sie wurden, vielleicht zumindest am Anfang, einfach für Geld verkauft, weil darin die einzige Möglichkeit gesehen wurde, sie zu vertreiben und der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Sehen Sie sich also solche Einzelheiten der Geschichte eines Werkes an und sie werden Ihnen eine Menge Einsichten geben, wie geistig ein Buch ist. Es kann durchaus interessant sein, die Geschichte eines Buches unter die Lupe zu nehmen, und sich die Menschen anzusehen, die es hervorbrachten, und wie sie darauf achteten, keinen finanziellen Gewinn daraus zu erzielen, oder sogar versuchten, keinen Namen für sich selbst zu machen - sie nicht ihre Namen als die Autoren auf und in dem Buch erschienen ließen. Und dann zu sehen, wie andere sich zu ihnen gesellten die gleiche Einstellung hatten, die nur beabsichtigten, den Inhalt anderen kenntlich zu machen. Und dann zu sehen, wie wieder andere sich anschlossen, die hauptsächlich die finanziellen Aspekte im Auge hatten und wie sie daraus geldlichen Gewinn schlagen könnten, wie sie ein Reich um dieses geistige Werk herum aufbauen könnten und Einfluß über den Inhalt und den Vertrieb bekommen könnten und wie sie anfingen, sich untereinander zu streiten. Es ist wie eine geistige Erneuerungsbewegung. Zu den geistigen Menschen des Anfangs werden bald andere stoßen, die die Gelegenheit sehen, sich eine Machtbasis aufzubauen und Einfluß und Wohlstand zu erlangen. Und in recht kurzer Zeit ist eine neue Konfession entstanden - oder mehrere, die sich gegenseitig bekämpfen.

Es gibt also inspirierte zeitgenössische Bücher. Sie mögen sogar Vorteile haben, die die Bücher der Bibel nicht haben. Sie brauchen nicht aus einer altertümlichen Sprache übersetzt zu werden, aus einer Sprache die heute nicht mehr von Menschen in ihrem täglichen Leben benutzt wird. Solche Bücher mögen vielleicht sogar in Ihrer Sprache geschrieben worden sein und es bedarf überhaupt keiner Übersetzung. Der weitere Vorteil kann sein, daß solch ein Buch in der jetzt gerade üblichen Sprache geschrieben wurde und Sie deshalb nicht mit einem Deutsch oder einem Englisch kämpfen müssen, das vor einigen Jahrzehnten oder Jahrhunderten gebraucht wurde. Und der Inhalt eines solchen Buches mag auch Kenntnisse berücksichtigen, die wir heute über die Realität von Natur und Wissenschaft haben. Es mag also viel leichter sein, es zu lesen und es zu verstehen, als ein Buch aus der Bibel. Man kann vielleicht sogar mit dem Autor des Buches in Kontakt kommen und somit mehr Einsicht in seine Werke und seine Persönlichkeit gewinnen.

Viele der geistigen Einsichten die geistige Personen in den letzten zwei Jahrtausenden erfuhren und aufschieben, mögen vernichtet worden sein und niemals wieder entdeckt werden. Aber Werke aus jüngerer Zeit stehen zur Verfügung und wir haben sie deshalb und können davon Gebrauch machen und sie studieren und über sie meditieren.

Als Gott also Josua, und uns, gebot, über sein Gesetzt zu meditieren, dann sind wir nicht auf das beschränkt, was nur bis zur Zeit der Schriftstücke Mose vorhanden war, oder was danach kam, einschließlich des Neuen Testamentes, sondern uns stehen auch Schriften zur Verfügung, die uns gegeben wurden in der Zeit nachdem die letzten Bücher der Bibel entstanden waren.

Gott ist nicht tot. Er hat heute Boten und Propheten und Apostel die zu uns sprechen und an uns schreiben.

Und wir müssen nicht vergessen, daß ein echter Christ nicht unbedingt jemand sein muß, der sich Christ nennt, sondern jemand der tut was Christus sagt, daß er tun soll. Jesus, sagt, daß sie seine Brüder sind, nicht aber unbedingt Leute die ihn Herr, Herr nennen. Ein Autor mag gar nicht ein Christ zu sein scheinen, nicht von der Beschreibung her die in seinem Buch gegeben ist, und auch nicht von dem Inhalt her, und er kann doch sein Bote sein.

Nehmen Sie sich eine Version der Bibel in der alle Zitate von Jesus in roter Schrift gedruckt sind. Wenn Sie sich dann die Apostelgeschichte ansehen, werden Sie etliche Verse in rot finden. Jesus spricht zu den Gläubigen nach seinem Tod und seiner Auferstehung. Und er hat damit nicht aufgehört. Er tut es noch heute. Machen Sie sich auf und suchen Sie nach Büchern die teilweise oder komplett von Jesus sind. Bücher, die aus unserer Zeit stammen. Bücher die vielleicht sogar in Ihrer Sprache geschrieben wurden. Und vielleicht sogar in Ihrer Sprache Ihrer Zeit, nicht einer Sprache die vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten gesprochen wurde.

Wir haben also heilige Schriften die heutzutage geschrieben wurden, zu unserer Zeit, und die deshalb nicht kanonisch sind, nicht in der Bibel sind. Lassen Sie uns nun aber heilige Schriften ansehen, die aus der Zeit des Neuen Testamentes stammen und die auch nicht kanonisch sind, und warum sie nicht kanonisch sind.

Hier folgt ein Zitat:

"Die Didache ist, aller Wahrscheinlichkeit nach, das älteste überlebende und noch vorhandene Stück nicht kanonischer Literatur."

Wir wollen uns nun ansehen, was zeitgenössische Gelehrte und interessierte Menschen über die Didache zu sagen haben, denn die Didache ist solch ein Buch aus der Zeit des Neuen Testamentes, das aber nicht Teil des Neuen Testamentes ist.

Hier folgen also mehr Zitate:

"Seit es in einem Kloster in Konstantinopel entdeckt und von P. Bryennios 1883 veröffentlicht wurde, ist die Didache, oder die Lehre der zwölf Apostel, eine der meist disputierten frühen christlichen Texte."

"...das Bild von der Kirche das sie darbietet kann nur beschrieben werden als primitiv, zurück reichend zu den aller ersten Stadien der Kirchenordnung und -praxis, auf eine Art, die zum größten Teil übereinstimmt mit dem Bild das das NT darbietet, während sie gleichzeitig Fragen für viele traditionellen Interpretationen der ersten Periode des Kirchenlebens aufwirft. Fragmente der Didache aus dem vierten Jahrhundert wurden in Oxyrhyncus gefunden und in koptischer Übersetzung vom dritten/vierten Jahrhundert. Spuren der Benutzung dieses Textes, und die Hochachtung den er genoß, sind in der Literatur des zweiten und dritten Jahrhunderts, besonders in Syrien und Ägypten, weit verbreitet."

"...nachdem es aufhörte unabhängig zu zirkulieren. Athanasius beschreibt sie als 'von den Vätern bestimmt von denen gelesen zu werden, die von neuem zu uns kommen, und die Unterricht in dem Wort der Tugend wünschen'. Daher muß eine Zeitangabe der Didache in der gegenwärtigen Form später als das zweite Jahrhundert als unwahrscheinlich betrachtet werden, und eine Zeit vor dem Ende des ersten Jahrhunderts als wahrscheinlich."

"Jetzt bekannt als Kodex Hierosolymitanus 54, der Band kam 1887 zu dem Patriarchate in Jerusalem, wo es jetzt ist."

"Frühere koptische und ägyptische Fassungen einiger weniger Kapitel dieses Textes existieren auch. Besonders wichtig sind zwei griechische Fragmente, Papyrus Oxyrhynchus 1782, das "spätes viertes Jahrhundert" datiert ist, und in 1922 (12-15) von Greenfell und Hunt veröffentlicht wurde. Diese winzigen Stückchen, etwa zwei Zoll mal zwei Zoll je Stück, enthalten die Verse 1,3c-4a und 2,7-3,2. Trotz kleiner Unterschiede ist der Wortlaut auf diesen Stücken sehr dem des Textes von Byrrenios nahe. Dieses ist eine sehr wichtige Bestätigung der grundlegenden Genauigkeit des Kodex Hierosolymitanus 54, wenn man die Kluft von Jahrhunderten zwischen ihm und den früheren Fragmenten bedenkt."

"Die Didache ist, aller Wahrscheinlichkeit nach, das älteste überlebende und noch vorhandene Stück nicht kanonischer Literatur."

"Die meisten Gelehrten stimmen überein, daß das Werk, in seiner frühesten Form, so früh wie die sechziger Jahre unserer Zeitrechnung zirkuliert haben mag, obwohl Hinzufügungen und Abänderungen bis ins dritte Jahrhundert stattgefunden haben mögen. Das Werk ist niemals offiziell von der Kirche zurückgewiesen worden, wurde aber wegen seines Mangels an literarischem Wert vom Kanon ausgeschlossen. Der vollständige Text der Didache wurde im Kodex Hierosolymitanus entdeckt, obwohl etliche Fragmente existieren, das beachtenswerteste in dem Oxyrhynchus Papiry. Es war ursprünglich in griechisch verfaßt, wahrscheinlich innerhalb einer kleinen Gemeinschaft."

""Didache" ist das griechische Wort für "Lehre" oder "Doktrin"."

"Die Didache ist bewiesenermaßen "eines der rätselhaftesten und umstrittensten der frühen christlichen Schriften"."

"Sie (die Didache) wurde oft von den sogenannten "Kirchenvätern" zitiert. Einige plazierten sie neben das Neue Testament. Eusebius von Cäsarea erwähnt die Lehren der Apostel in seiner Kirchengeschichte (312-324 n. Chr.)."

"Ihre Wiederentdeckung hat einen beachtlichen Einfluß gehabt, denn die Didache ist der erste nicht kanonische Text des frühen Christentums, wahrscheinlich gleichalterig wie die erzählenden Evangelien."

"Ein ganzes Kapitel echten Propheten gewidmet! Sie brauchen nicht für ihr Brot zu arbeiten, erhalten das Erste von allem, und sind die Hohenpriester die täglich Gott opfern. Die Propheten gehören Gott und indem man sie unterhält bekommt man den Segen des Herrn. Für die Zentristen sind die Propheten gefährlich. Christliche Prophetie ging als ein Ergebnis ihres Aufstiegs verloren. Nicht unähnlich den Gnostikern, hatten sie Zugang zu besonderem Wissen und Realitäten welche den dogmatischen Status quo durch direkte, persönliche Offenbarung ändern konnte. Die geschichtliche Gemeinschaft von Jesus existierte in kontinuierlicher Reformation. Diese Idee war (und ist immer noch) den Zentristen völlig fremd."

"Die Didache ("Die Lehre") ist eins der faszinierendsten und doch verblüffenden Dokumenten die von der frühen Kirche hervortreten."

"Der Titel (in antiker Zeit "Die Lehren der zwölf Apostel") war bekannt von Verweisen von Athanasius, Didymus, und Eusebius, und Serapion von Thmuis (viertes Jahrhundert) hat ein Zitat davon in seinem eucharistischen Gebet [Richardson] Seite 163. Aber bis 1873 war keine Kopie bekannt, als Bryennios den Kodex Hierosolymitanus entdeckte, der den vollständigen Text der Didache enthält, den er 1883 veröffentlichte. Seit dem ist sie im Blickpunkt der gelehrten Aufmerksamkeit, in einem Ausmaß, das recht unverhältnismäßig zu ihrer bescheidenen Länge ist. Jedoch verbleiben so grundsätzliche Informationen wie wer schrieb und wo und wann ein Geheimnis so wie es war als sie zuerst entdeckt wurde.

Das Datieren der Didache ist schwierig, denn es fehlen die festen Beweise und es ist ein zusammengesetztes Dokument. Es mag in ihren jetzigen Form so spät wie 150 vor Christi gesetzt worden sein, obwohl eine Zeit wesentlich näher dem Ende des ersten Jahrhunderts wahrscheinlich zu sein scheint. Das Material aus dem sie zusammengesetzt wurde, reflektiert jedoch einen Zustand der Kirche zu einem noch früheren Zeitpunkt. Ein sehr eingehender Kommentar, [Audet], schlägt etwa 70 n. Chr. vor, und er wird kaum mehr als ein Jahrzehnt falsch liegen."

"Das griechische Wort Didache bedeutet "Lehre." Die Didache ist der kurze Titel eines antiken Dokumentes das einige sehr frühe christliche Doktrinen enthält. Obwohl ein Dokument dieses Namens von mehreren antiken Autoren zitiert wird, war es anscheinend verloren gegangen. Es wurde 1875 in Konstantinopel wieder entdeckt, in einem Manuskript von 1056, das auch mehrere andere Dokumente enthielt, entweder bekannt oder zitiert als vor 150 v. Chr. geschrieben."

"Die Didache scheint aus fünf Teilen zu bestehen, hier als Kapitel gezeigt, obwohl diese Einteilungen nicht in dem Dokument sind."

""Erwählt euch" steht in krassem Widerspruch zu der Lehre, daß Bischöfe nur von Bischöfen geweiht werden müssen, und der Doktrin von der "Apostolischen Nachfolge". Die Tatsache, daß sie diese demokratische Doktrin enthielt, die später von der Hierarchie abgelöst wurde, war wahrscheinlich ein weiterer Grund warum Athanasius die Didache ausschloß, als er die Liste von 27 Büchern des Neuen Testamentes 367 v. Chr. abschloß."

"Barnabas und Paulus waren sicherlich "Die Apostel zu den Heiden." Wenn die Didache ein Beispiel ihrer Lehre ist, wie es doch sicherlich zu sein scheint, dann kann es nicht später als 49 n. Chr. datiert werden, denn das war als sie ihre getrennten Wege gingen. Die wahrscheinlichste Zeit ist entweder 44 n. Chr. oder 47 n. Chr. In jedem Fall sind diese Zeitpunkte früher als irgend etwas im Neuen Testament. Deshalb glaube ich, daß die Didache das früheste christliche Dokument ist, daß wir haben. Obwohl richtiger weise als ein Kirchenhandbuch betrachtet, und nicht als Evangelium oder völlig basierend auf den Lehren Jesu, stellt sie wertvolle Einsichten bezüglich der moralischen Doktrinen, Theologie, Rituale, esoterischen Operationen und des Testens der Apostel und Propheten durch die Gemeinde zur Verfügung, und der grundsätzlichen Organisation der Christenheit des ersten Jahrhunderts."

"Die Didache wurde von Philotheos Bryennios in Konstantinopel im Jahre 1873 entdeckt, sie wurde aber erst 1883 veröffentlicht. Sie erweckte das Interesse vieler Gelehrter weil es aussah wie einer der Wurzeln oder Originale einer späteren Arbeit, genannt die apostolische Konstitution, eine Lehrrichtlinie für die Kirche. Der bekannte Kirchenhistoriker, Philip Schaff, stuft die Didache als erste unter den Werken der nach-apostolischen Zeit. Es gibt etliche Gründe hierfür und für den Glauben vieler Gelehrter, daß sie wahrscheinlich die früheste Schrift ist, die uns außerhalb des Neuen Testamentes zur Verfügung steht."

"Die "Didache" wurde so doch eigentlich gelegentlich als Teil der Schriften des Neuen Testamentes gezählt."

Diese Zitate geben Ihnen einen Eindruck was Leute über diese Buch "Didache" denken und schreiben. Lesen Sie es selbst. Es ist kein langes Buch. Es gibt mehrere Übersetzungen online.

Eins der vorangegangenen Zitate erwähnt die Tatsache, daß Bischöfe von der Kirche gewählt wurden und daß dieses in starkem Kontrast steht, zu der Doktrin, daß Bischöfe nur von Bischöfen geweiht werden müssen, und der Doktrin der "apostolischen Nachfolge" und daß die Tatsache, daß die Didache diese demokratische Doktrin enthält, wahrscheinlich ein weiterer Grund war, warum Athanasius die Didache ausschloß als er seine Liste von 27 Büchern des Neuen Testamentes 367 n. Chr. abschloß.

Sie erhalten also schon eine gute Idee warum Bücher ausgewählt wurden Teil des Kanons zu werden und warum andere nicht kanonisch blieben.

Der Satz in der Didache aber, der wirklich enthüllt, warum dieses Buch vom Kanon ausgeschlossen wurde, ist die Aussage "Wenn er aber Geld haben will, ist er ein falscher Prophet." Und dieser Satz ist nur der Höhepunkt des Themas in der Didache, daß Geld zu erbeten ein Zeichen des falschen Propheten ist. Eigentlich geht dieses Buch in mehrere Einzelheiten, wie man die falschen Leute erkennen kann, und wie man mit ihnen umzugehen hat. Und dieses sind genau die Leute die die "apostolische Nachfolge" einführten und das hierarchische System und die Kunst, Geld haben zu wollen. Sie nennen es nicht Geld haben wollen; sie nennen es den Klingelbeutel herumgehen zu lassen, Opferbüchsen aufzustellen, Geldbeschaffung, Fund Raising. Eigentlich ist es betteln. Sie sind Bettler. Und manchmal sind sie durchaus wohlhabende Bettler die Leute anstellen, das Betteln für sie zu tun. Es gibt Kirchen die haben Hilfspastoren, deren Aufgabe es ist, dieses Geldeinsammeln zu tun und eine kurze, extra Predigt zu diesem Zweck zu halten. Der leitende Pastor tut es nicht selbst; er ist vielleicht der Eigentümer dieses religiösen Geschäftes und kann es sich leisten, einen Angestellten zu haben, einen Hilfspastor, der das Betteln für ihn tut, so daß nicht der Eindruck entsteht, daß er selbst es nötig hat, so etwas Weltliches wie Betteln tun zu müssen. Bettler können recht reiche Leute sein. Sie sind Bettler; wir können sie aber auch Diebe und Räuber nennen, denn das Geld, daß die Mitglieder der Gemeinde geben, sollte, wenn sie die Sache auf geistige Art behandeln würden, zu den Armen gehen. Die Armen der Gemeinde sollten das Geld erhalten und nicht die Kleriker. Und dieses Verteilen des Geldes sollte während des Gottesdienstes geschehen und es sollte von den Gaben des Geistes Gebrauch gemacht werden, um diese Verteilung auch richtig verlaufen zu lassen. So wie die Gaben funktionieren, wenn das Geld von den Ältesten entgegengenommen wird, wie es geschah als Petrus das Geld von Ananias und Saphira bekam, so sollte es auch geschehen, wenn diese Geld wieder vergeben wird - an die Armen. Wenn da ein Mann wie Ananias (A) ist, dann mag da auch ein Mann wie Benanias (B) sein, und er mag vielleicht ein Problem mit seinem Haus haben und wenn er nicht seine Schulden auf dem Haus zurück zahlt, dann wird ihm das Haus weggenommen und er hat keine Bleibe mehr, und so geht er zur Kirche und bringt sein Problem vor die Gemeinde, und während er das tut, kommt ihm ein Einfall, wie er schnell reich werden könnte, und er erklärt der Gemeinde, das der Betrag den er zurückzahlen muß, doppelt so hoch ist wie er wirklich ist. Wenn er also dieses Geld dann von der Kirche bekommt, dann kann er seine Schulden abbezahlen und zusätzlich hat er dann als Geschenk eine nette Summe Geldes, die beträchtlich ist und von der er leben kann. Und solch ein Ereignis in einer Gemeinde ist der ideale Augenblick für die Ältesten, die Gaben des Geistes einzusetzen und ihn, den Heiligen Geist, die Situation handhaben zu lassen. Der Heilige Geist wird genau wissen, wie er damit fertig werden muß und was zu tun ist und was ausgesprochen werden muß und was nötig ist, um Bruder Benanias das Handwerk zu legen. Und wenn dann dieser Versuch, die Gemeinde zu betrügen, und besonders die Armen zu betrügen, verhindert wird, dann werden die Reichen, die das Geld einbringen, noch mehr ermutigt, Geld zu geben, weil sie nun wissen, daß mit ihrem Geld sehr gut umgegangen wird - daß der Heilige Geist sehr gut mit dem Geld umgeht. Aber solch ein geistiger Umgang mit Geld kann nicht dort stattfinden, wo die Ältesten falschen Propheten und Bettler und Räuber sind. Solche Leute werden nicht in der Lage sein, den Heiligen Geist das Verteilen des Geldes zu überlassen, sie werden nicht einmal nur annähernd dazu kommen, das Geld den Armen zu geben, sie werden es ihnen entwenden und es in ihre eigenen Taschen stecken. Und so geschieht es seit zweitausend Jahren. Seit 2000 Jahren werden die Armen betrogen und Bücher wie die Didache werden unterschlagen. Die Didache war anscheinend das erste Buch, das von Christen geschrieben wurde, und es ist einfach und offen und direkt. Und was haben die Heuchler damit gemacht? Sie nahmen es nicht in den Kanon auf. Sie schoben es in den Hintergrund. Dadurch, daß sie es von den Büchern, aus denen das Neue Testament entstand, ausschlossen, machten sie es zu einem zweitklassigen Buch. Dadurch, daß sie es abstempelten als ein Buch von minderem literarischen Wert, hatten sie eine guten Grund gefunden, und dieses war erst der Anfang. Es als zweitklassiges Buch abzuschreiben, war nur der erste Schritt. Der zweite Schritt war solche Bücher nicht nur als zweitklassig zu deklarieren, sondern nicht gut genug zu sein. Und dann überhaupt nicht gut zu sein. Und dann unerwünscht zu sein. Und dann ketzerisch. Und dann wurde es verboten und man durfte es nicht lesen und nicht besitzen. Und diese Entwicklung verursachte, daß solch ein Buch nicht mehr zu haben war. Es wurde gefährlich, ein solches Buch zu lesen und zu besitzen. Man konnte dafür auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Nur weil jemand die Existenz eines solchen Buches vergaß, verursachte er, daß die Didache in einem Archiv verloren ging und überlebte und tausend Jahre später wieder aufgefunden wurde. Da gab es beträchtliche Zeiten in der Geschichte der Christenheit in denen der Gebrauch selbst der Bibel verboten war. Sie konnten die Bibel nicht ganz verbieten, weil sie sie als grundsätzliche Basis für ihre Existenz brauchten, aber hätten gern die Bibel als ketzerisch erklärt, denn in ihr werden all die Gründe gefunden, die die Werke der Kleriker verdammen. Es gibt keine bessere Waffe gegen die Imitationskirche als die Bibel. Und diese Entwicklung der Unterdrückung läuft parallel mit der Ausgabe von solchen Lehren die im Grunde besagen, daß Gott nun tot ist: Apostel gab es nur zu der Zeit als das Neue Testament geschrieben wurde, nicht mehr danach. Die Gaben des Geistes sind nicht alle für uns heute, nur die ständigen, da gab es Gaben die waren nur vorübergehend, wie Prophezeiung; wir brauchen sie jetzt nicht mehr, denn wir haben ja jetzt das geschrieben Wort und damit erübrigen sich Propheten und Prophezeiungen. Und diese beiden sind nur Beispiele von vielen. Da gibt es eine ganze Reihe von solchen Methoden die erklären, daß das Werk des Heiligen Geistes zu einem Ende kam und nicht mehr nötig ist und vom Teufel kommt. Das Denken der Christen des einundzwanzigsten Jahrhunderts wurde einer zweitausendjährigen Gehirnwäsche ausgesetzt und die Doktrinen treten immer dann sofort auf, wenn jemand zu dem Weg der frühen Gemeinde zurückkehren will. Zusammengefaßt kann diese Entwicklung nur als die theologische Proklamation beschrieben werden, daß Gott tot ist. Es ist ein totaler Sieg des Antichristen. Der Antichrist wird von solchen Theologen als eine außerordentliche Person dargestellt, die aus einem weltlichen Hintergrund auftreten wird, und sie schreiben reichlich Bücher über eine solche Person, und Christen kaufen solche Bücher und machen sich niemals die Mühe, das zu lesen, was Jesus darüber sagt, wie man den Antichristen erkennen kann; im Gegenteil, sie gehen jeden Sonntag zur "Kirche" und hören ihrem örtlichen Antichristen zu und sind daher auf das Denken des Antichristen so eingespielt, daß sie den wirklichen Antichristen lauthals mit Jubel begrüßen werden, wenn er in Erscheinung treten wird. Sie werden "wissen," daß dieser Mann die Persönlichkeit ist, auf die sie gewartet haben, daß die Wiederkunft Christi gekommen ist. Die Tatsache, daß die Bibel ganz klar aufzeigt, daß der Antichrist aus einer christlichen Umgebung kommen wird, und als solcher auftreten wird, wird ihnen unbekannt bleiben. Sie werden hierüber keine Kenntnisse haben und sie werden dem Antichristen genau so folgen, wie sie ihrem "Pastor" jede Woche des Jahres folgen. Sie kaufen die Bücher ihrer "christlichen" Buchläden, Bücher die bestenfalls von weltlichen Christen geschrieben wurden, viele von ihnen scheinen vom Antichristen selbst verfaßt worden zu sein: voller weltlicher Themen und die Dinge des Geistes Gottes fehlen oder werden herabgesetzt. Und die Bücher, die ihnen wirklich geistige Wahrheiten bringen, werden sie dort nicht finden, denn solche Autoren werden nicht aus einem konfessionellen Hintergrund heraus kommen, denn der wirkliche Prophet wird mit sektiererischen Kirchen nichts gemeinsam haben. Solche Bücher wie die Didache, die zu Anfang der Existenz des Leibes Christi geschrieben wurden, und all die Bücher, die in den letzten 2000 Jahren geschrieben wurden, und all die Bücher die in diesem und dem letzten Jahrhundert geschrieben wurden, Bücher die geistlich sind, werden sie als ketzerisch erklären und verdammen. Daß Gott tot ist paßt ihnen sehr gut und erlaubt ihnen, ein Leben zu führen, das den Gelüsten des Fleisches gewidmet ist und das ihnen erlaubt, in den Wegen der Welt voll mitzumachen. Sie werden sagen, "Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich." Ein anderer sagt, "Ich habe ein Weib genommen; darum kann ich nicht kommen."

Die Didache lehrt, daß das erste Zeichen einen falschen Propheten zu erkennen, ist, zu sehen, ob er Geld haben will, und solche Leute, die ihr ganzes Leben lang immer genau diese Tatsache übersehen haben, und genau in dieser Hinsicht versagt haben, und die jedes mal, wenn ihr "Prophet" Geld haben wollte, völlig im Gegensatz zu dieser grundsätzlichen Regel reagierten, werden von all den kleinen Betrügern und auch von dem großen betrogen werden.

Die einfache Regel ist, daß wir dem Teufel Widerstand leisten müssen und er dann von uns fliehen wird. Wenn wir ihm nicht widerstehen, dann kooperieren wir mit ihm und tun seinen Willen; wir folgen Antichrist.

Weltliche und fleischliche Leute mögen nicht, daß der Heilige Geist in ihrem Leben tätig ist. Er ist ihnen unbequem. Sie fühlen sich dann eingeschränkt. Ihr Status quo ist gestört. Sie müßten sich vielleicht ändern. Sie möchten nicht gern etwas mit Gott direkt zu tun haben. Sie ziehen es vor, jemand zwischen sich und Gott zu haben. Die Kleriker sind genau das, was sie brauchen. Sie geben ihnen den Eindruck, daß sie sehr fromm sind und sie geben ihnen die Sicherheit, daß wenn sie zur Kirche gehen, ihnen dort nichts unliebsames geschehen wird. Sie sind wie die Kinder Israels, die nicht mit Gott direkt zu tun haben wollten. Sie zogen es vor, daß Mose sich mit Gott befaßte und zwischen ihnen und Gott stand. Sie sprachen zu Mose, "Rede du mit uns, wir wollen hören; aber laß Gott nicht mit uns reden, wir könnten sonst sterben." Weltliche Leute müssen befürchten, daß sie sterben werden, wenn Gott direkt mit ihnen spricht - wie Ananias und Saphira. Solche Leute werden alles begrüßen, daß gegen das Werk und das Wirken der Gaben des Geistes in ihrem Leben ist. Jedes Argument, daß gegen einen direkten Kontakt mit Gott ist, wird von ihnen begrüßt. Sie sind das ideale Material für eine von den Klerikern dominierten Imitationskirche.

Wir wollen einen Blick auf die vielleicht wichtigste Stelle der Bibel, Johannes 17, werfen:

Solches redete Jesus, und hob seine Augen auf gen Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da, daß du deinen Sohn verklärest, auf daß dich dein Sohn auch verkläre; gleichwie du ihm Macht hast gegeben über alles Fleisch, auf daß er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen. Ich habe dich verklärt auf Erden und vollendet das Werk, das du mir gegeben hast, daß ich es tun sollte. Und nun verkläre mich du, Vater, bei dir selbst mit der Klarheit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen offenbart den Menschen, die du mir von der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort behalten. Nun wissen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, sei von dir. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben; und sie haben's angenommen und erkannt wahrhaftig, daß sie glauben, daß du mich gesandt hast. Ich bitte für sie und bitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verklärt. Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien gleichwie wir. Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem Namen. Die du mir gegeben hast, die habe ich bewahrt, und ist keiner von ihnen verloren, als das verlorene Kind, daß die Schrift erfüllet würde. Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, auf daß sie in ihnen haben meine Freude vollkommen. Ich habe ihnen gegeben dein Wort, und die Welt haßte sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie ich denn auch nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrst vor dem Übel. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich auch nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Gleichwie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, so durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt. Und ich habe ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, auf daß sie vollkommen seien in eins und die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebst. Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe denn die Welt gegründet ward. Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese erkennen, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und will ihn kundtun, auf daß die Liebe, damit du mich liebst, sei in ihnen und ich in ihnen.

Unser Thema ist Einssein, Einheit. Der Weg der Welt ist Spaltung, Konfessionen, Kirchlichkeit - eine Kirche die von Menschen gemacht ist. Wir sind nicht von dieser Welt. Wir sind im Himmel - schon jetzt. Der Himmel ist nicht ein Ort und auch nicht ein Zustand, es ist sich dieser Einheit bewußt zu werden. Sich dieses reinen Einsseins gewahr zu sein. Dieses Einssein ist alles was besteht. Da gibt es nichts weiteres. Da gibt es nichts außerhalb dieser einen Einheit.

Dieses Kapitel 17 des Johannes ist Teil der Rede die Jesus hält und im 13. Kapitel beginnt. Diese 5 Kapitel in dem Evangelium des Johannes enthalten das, worum es im Christentum wirklich geht, enthalten die geistige Seite des Lebens. Und in den Versen 21 bis 23 des 17. Kapitel haben wir das Herzstück der Botschaft von Jesus. In diesen 3 Versen erscheint das Wort eins 5 mal. Dieses Einssein mit Gott ist es was wirklich alles beinhaltet, was das Herz von allem ist.

Auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt. Und ich habe ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, auf daß sie vollkommen seien in eins und die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebst.

Ich möchte aber Ihre Aufmerksamkeit hier auch auf den letzten Satz der Rede Jesu lenken, auf Johannes 17:26.

Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und will ihn kundtun, auf daß die Liebe, damit du mich liebst, sei in ihnen und ich in ihnen.

Jesus sagt, daß er seinen Jüngern Gottes Namen kundgetan hat, und daß er ihn kundtun will.

Er sagt, daß er ihnen Gottes Namen bekanntgemacht hat, und daß er es weiterhin tun wird.

Jesus letztes Wort in dieser wichtigen Rede war, daß er gesprochen hat und daß er auch weiterhin sprechen wird.

Jesus sagt, daß er fortfahren wird, zu ihnen zu sprechen - ihnen Gott bekannt machen wird. Daß er nicht damit aufhören wird.

Und er bewies es. Nach seinem Tod stand er wieder auf und fuhr damit fort, zu ihnen zu sprechen. Und dann fuhr er auf in den Himmel und auch danach fuhr er fort, zu ihnen zu sprechen. Er sprach zu Johannes viele Jahre später und sagte ihm, "Ich bin der Erste und der Letzte, und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit." Und er sprach zu Johannes über die 7 Gemeinden. Und dann fuhr er fort, zu sprechen, und er sprach zu seinen neuen Jüngern, seinen neuen Aposteln. Er sprach zu Paulus und sagte, "Saul, Saul, was verfolgst du mich?" Und er sprach zu Ananias, einem Jünger und sagte, "Ananias!" Und Ananias sagte, "Hier bin ich, Herr." Ananias sagt, ja, ich bin hier und ich höre und ich warte auf was du zu sagen hast. Und dann hörte er, was Jesus zu sagen hatte, und folgte seinen Anweisungen.

Und während der letzten 2000 Jahre hat Jesus nicht damit aufgehört, zu uns zu sprechen. Lesen Sie die Geschichte der Kirche wie sie uns von der Imitationskirche präsentiert wird, du Sie werden recht viele Hinweise finden, wo seine Stimme auftauchte und wahrgenommen wurde und proklamiert wurde und von der Orthodoxie - der "Rechtgläubigkeit" - untersucht wurde und als ketzerisch erklärt wurde und verdammt wurde. Und die Boten wurden verfolgt und gefoltert und getötet. Jesus hat dieses in Matthäus 23,29-32 vorausgesagt, "Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Propheten Gräber bauet und schmücket der Gerechten Gräber und sprecht: Wären wir zu unsrer Väter Zeiten gewesen, so wollten wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Propheten Blut! So gebt ihr über euch selbst Zeugnis, daß ihr Kinder seid derer, die die Propheten getötet haben. Wohlan, erfüllet auch ihr das Maß eurer Väter!"

Die Leute der "Rechtgläubigkeit" töteten die Propheten. Und ihre Kinder, die Kinder der heutigen Orthodoxie, der "Rechtgläubigkeit," sagen, daß wenn sie zu der damaligen Zeit gelebt hätten, sie so etwas nicht getan hätten. Da sie sich aber mit der Orthodoxie identifizieren, Teil der heutigen Orthodoxie sind, erklären sie, daß sie die Kinder derjenige sind, die die Propheten töteten, und deshalb bezeugen sie sich selbst, daß sie diese Kinder derjenigen sind, die die Propheten töteten, und daß sie deshalb das Maß der Sünden ihrer Väter erfüllen.

Jesus sagt im Vers 32, "Wohlan, erfüllet auch ihr das Maß eurer Väter!" Und hiermit identifiziert er sie mit Kindern derer die die Propheten töteten. Sie sind nicht Kinder Gottes sondern Kinder des Bösen, Kinder derer die die Propheten töteten. Sie sind die Jünger des Gegners Gottes.

Wenn Sie proklamieren, daß Sie orthodox sind, wenn Sie einer Konfession angehören, dann bezieht sich diese Prophezeiung Jesu direkt auf Sie. Wenn Sie es vermeiden wollen, daß Sie verantwortlich gehalten werden für die Ermordung all dieser Heiligen, dann gibt es da nur einen Weg, dieser Verfluchung zu entrinnen, und das ist jede Art von Verbindung die Sie mit einer solchen antichristlichen Organisation haben, völlig und total zu brechen - und auch mit allen Leuten assoziiert mit ihnen. Exkommunizieren Sie alles aus Ihrem leben heraus was auch nur nach "Rechtgläubigkeit" riecht; und das muß sich nicht nur auf formale Mitgliedschaft beziehen und auf zwanglose Freundschaft, es muß all die Einflüsse beinhalten, denen Sie Ihr Leben lang ausgesetzt waren. Alles Denken und alles was Ihnen von der Orthodoxie gelehrt wurde, muß neu überdacht und bewertet werden. Entfliehen Sie der Verdammnis zur Hölle.

Und Jesus fährt fort, Matthäus 23,33-35, "Ihr Schlangen und Otterngezücht! wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen? Darum siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und deren werdet ihr etliche töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geißeln in ihren Schulen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der anderen; auf daß über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut des gerechten Abel an bis auf das Blut des Zacharias, des Sohnes Berechja's, welchen ihr getötet habt zwischen dem Tempel und dem Altar."

Jesus erklärt und prophezeit, daß er uns Propheten und weise Männer und Gelehrte schicken wird. Und er hat es getan. Er hat es die ganze Zeit über getan. Er hat sein Wort gehalten. Jesus hat niemals aufgehört, zu uns zu sprechen. Und die Verfolgung dieser Zeugen durch Orthodoxie beweist, daß sie seine Boten waren und sind.

Und Jesus spricht immer noch, heute. Er spricht heute noch zu seien Jüngern. Er spricht heute noch zu vielen seiner Jünger, und viele von ihnen hören zu, und einige schreiben sogar auf, was sie von Jesus hörten. Und einige wagen es sogar, das was sie von Jesus hörten zu publizieren und auch andere wissen zu lassen was sie erhielten.

Lassen Sie mich Ihnen eine Liste solcher aufgezeichneten Worte Jesu geben, die mir über den Weg liefen.

 

Bote

Beispiel der Botschaft

Land

Jahr

Jakob Lorber

Evangelium

Österreich

1851

Johanne Ladner

Worte der Ewigen Liebe

Deutschland

1877

Two Listeners

Ich rufe Euch

England

1935

Bertha Dudde

1937 - 1965

Deutschland

1937

Francis J. Roberts

Dialogues with God

USA

1968

Helen Schucman und William Thetford

Ein Kurs in Wundern

USA

1975

Vassula

True Life in God

England

1987

Neale Donald Walsch

Gespräche mit Gott

USA

1995

Moon Pony

Speaking with Christ: Truths

Namibia

2005

 

Ich las einmal ein Buch und darin wurde auf A Course in Miracles (Ein Kurs in Wundern) hingewiesen. Ich überlegte, was das sein könnte, und ob es wohl ein Buch wäre, denn kein Autor wurde erwähnt. Ich entschloß mich also, nach diesem Buch Ausschau zu halten. Bald danach war ich wieder in einem englisch sprechenden Land und eines Tages ging ich in einen Buchladen und dort direkt im Zentrum des Ladens war eine Palette voll geladen mit Kopien des Buches A Course in Miracles. All die anderen Bücher waren schön einzeln auf Regalen ausgestellt, aber diese Kopien von A Course in Miracles, es müssen etliche Hundert gewesen sein, waren alle auf diese Palette gepackt und es sah aus als ob sie direkt von der Druckerei kam und jetzt auf dieser zentralen Stelle des Buchladens plaziert worden war. Ich nahm eine Kopie davon in die Hand und öffnete sie irgendwo in der Mitte und begann zu lesen und mein erster Gedanke war, "Ich kenne diese Stimme. Hier ist Wissen und Autorität." Sehen Sie, wenn Sie von dem Geist Gottes geleitet sind, dann werden Sie die Stimme des Herrn erkennen, wenn er spricht. Seine Schafe kennen seine Stimme.

Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange hältst du unsere Seele auf? Bist du Christus, so sage es uns frei heraus. Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir. Aber ihr glaubet nicht; denn ihr seid von meinen Schafen nicht, wie ich euch gesagt habe. Denn meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie; und sie folgen mir. Johannes 10,24-27.

Wir werden seine Stimme hören und erkennen. Die Ungläubigen und die Spalter und die Zweifler und die Heuchler sind nicht wirklich seine Schafe und sie werden seine Stimme nicht hören. Sie werden sie zurückweisen.

Ich kaufte das Buch und las es und las es wieder - mehrere male - und ich lese immer noch darin, und studiere es. Gott ist nicht tot. Er lebt und er spricht zu uns heute und jeden Tag. Gehen Sie ins Internet und sehen Sie sich an, was die Menschen über dieses Buch A Course in Miracles zu sagen haben und lesen Sie auch was diejenigen, die dieses Buch bekämpfen, zu sagen haben. Lesen Sie ihre Meinungen und messen Sie ihren Glauben und schauen Sie sich gut ihre Argumente an. Wenn der Schreiber sich zum Beispiel Reverend oder Pastor soundso nennt, dann wissen Sie bereits von Anfang an, woher er kommt, daß er ein Spalter ist und ein Heuchler der Herr, Herr sagt, aber nicht das tut was der Herr sagt, er soll tun - daß er nicht Titel benutzen soll.

Dieses Buch A Course in Miracles spricht zu zwei Professoren der Psychologie, Helen Schucman und William Thetford, und das Thema ist auch Psychologie und handelt von Beziehungen zwischen Menschen und wie man einen besseren Weg des Zusammenlebens finden kann. Das Buch "God Calling" (Ich rufe Euch) spricht zu zwei Frauen und hilft ihnen in ihrem täglichen Leben und ist ein geistiges Tagebuch; es hat etwas für jeden Tag des Jahres und gibt Erbauung und Mut.

Diese Bücher sind wie die Bücher der Bibel. Jedes von ihnen ist etwas Besonderes und ist von besonderen Menschen für besondere Anlässe geschrieben worden.

Die Bibel ist nicht das einzige Buch das aus einer Sammlung von inspirierten Büchern besteht. Da gibt es reichlich andere inspirierte Bücher.

Solche Bücher zu lesen und zu studieren kann eine große Hilfe sein, es kann aber sogar noch interessanter sein, ihren Hintergrund sich anzusehen und die Umstände unter denen sie veröffentlicht wurden. Das Buch "Ich rufe Euch" wurde von den "Zwei Hörern" (Two Listeners) geschrieben. Diese beiden Damen gingen so weit, sogar ihre Namen nicht der Öffentlichkeit bekannt zu geben. Sie nannten sich einfach Two Listeners. Sie waren zwei Frauen die der Stimme des Geistes zuhörten. Sie scheinen Damen gewesen zu sein, die gerne gaben. Ihr Interesse am nehmen, materielle und finanzielle Dinge zu erhalten, war unterentwickelt, trotzdem sie nicht reich waren. Ihr Interesse geistige Dinge zu erhalten, war dagegen wichtig für sie. Und diese Dinge gaben sie gerne weiter. Sie schreiben, "So für uns ist dieses Buch, von dem wir glauben, daß es vom Herrn selbst geleitet wurde, kein gewöhnliches Buch. Es wurde veröffentlicht - nach etlichem Beten - um zu beweisen, daß ein lebendiger Christus heute spricht, plant und die Einfachsten leitet, daß keine Einzelheit zu unwichtig für seine Beachtung ist, daß er sich jetzt wie immer selbst offenbart als ein demütiger Diener und majestätischer Schöpfer." Ihre Bücher werden im Internet umsonst zur Verfügung gestellt. Dieses spricht für die Menschen die jetzt die Rechte zur Veröffentlichung besitzen. Die Verbreitung des Materials ist für sie wichtiger als finanzieller Gewinn. Als ihr Buch zuerst in den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts veröffentlicht wurde gab es kein Internet und die Verbreitung ihrer Botschaft mit Hilfe von gedruckten Büchern die aus Papier bestanden, war der einzige Weg, eine weite Verteilung zu erreichen. Als aber das Internet kam, wurden diese Botschaften kostenlos zur Verfügung gestellt.

Hieraus könnten wir nun den Schluß ziehen, daß wirklich geistige Bücher uns immer von wirklich geistigen Menschen gegeben werden. Das biblische Beispiel hierzu kommt von den herrlichen Prophezeiungen die wir in den Büchern Mose finden. In 4. Mose 23,7-10 finden wir den ersten dieser Orakelsprüche die von einem höchst interessanten Propheten von sich gegeben wurden. Der zweite ist in 4. Mose 23,18-24. Dort, in 4. Mose 23,23, lesen wir, "Kein Zauber hat Macht über Jakob, keine Beschwörung über Israel." Dieses ist ein Vers an den man sich erinnern sollte und den man zitieren sollte, wenn man sich über Zauberei sorgen macht. Die Worte Jakob und Israel bedeuten hier die wirklichen Kinder Gottes, die wirkliche Kirche. Wenn Sie zu der gefälschten Kirche gehören, dann trifft dieser Schutz auf Sie nicht zu; die unechte Kirche ist nicht geschützt, sie ist verwünscht. Lesen Sie Matthäus 23. Der dritte Orakelspruch ist in 4. Mose 24,3-9. Er spricht von der Herrlichkeit der wirklichen Kirche, eine Prophezeiung über das kommende Reich Gottes. Und in 4. Mose 24,15-24 ist der vierte Spruch: über den kommenden Messias, der Stern der aus Jakob aufgehen wird. Wie steht es aber mit der Persönlichkeit dieses so beeindruckenden Propheten? Jesus hat dieses zu sagen, "Aber ich habe ein Kleines wider dich, daß du daselbst hast, die an der Lehre Bileams halten, welcher lehrte den Balak ein Ärgernis aufrichten vor den Kindern Israel, zu essen Götzenopfer und Hurerei zu treiben." Offenbarung 2,14. Dieser so höchst offene Prophet ist in Wirklichkeit ein höchst gefährlicher Mensch. Er war ein Mann der die Kirche zur Sünde veranlaßte. Er bewirkte fast den Tod der Kirche. Er ist dermaßen gefährlich, daß Jesus ihn beim Namen nennt. Er war hinter dem Geld her. Sein wirkliches Ziel war nicht geistig, sondern materialistisch. Lesen Sie eine detaillierte Diskussion über diesen Propheten in "Bileams Weg," die ein Teil dieser Serie "Die Imitationskirche" ist.

Heute nun können wir Geschriebenes im Internet kostenlos veröffentlichen. Dieses wäre daher ein idealer Weg für jemanden, der gerne Dinge verschenkt, besonders geistige Dinge - der sie gratis weitergeben möchte. Wird dieses aber getan von Menschen die solche wertvolle Information anzubieten haben? Sehen Sie sich die Bücher des Autors der Reihe "Gespräche mit Gott" an. In dem Buch "Friendship with God" (Freundschaft mit Gott) wird folgende Frage aufgeworfen, "Warum hast du die Bücher nicht einfach ins Internet getan?" Das Thema war das Schreiben und das Veröffentlichen dieser seiner Bücher gewesen. Und der Autor war überrascht, eine solche Frage zu hören, und deshalb wurde die Frage wiederholt, und jetzt gezielter, "Warum hast du sie nicht einfach kostenlos zur Verfügung gestellt?" und dann folgt eine sehr interessante Diskussion zwischen dem Autor und dem Geist der ihm seine Inspirationen gibt. Wenn Sie diese Diskussion lesen, werden Sie wahrscheinlich auch zu dem Schluß kommen, daß da eine Menge Unglauben vorhanden ist. Leute glauben einfach Gott nicht und daß Gott sich um alles kümmern wird. Und da ist natürlich diese Begierde nach materiellen Dingen. Wie so oft ist die Frage des Geldes entscheidend. Und die Frage wird oft umgangen mit hübschen verbalen Übungen. Lesen sie das zweite Kapitel von dem Buch und Sie werden ein typisches Beispiel vorfinden. Vielleicht haben Sie Glück und finden es im Internet, nicht nur zum kaufen, sondern auch zum kostenlosen lesen. Wenn Sie es im Internet nicht zum gratis lesen finden können, dann sollten Sie sich vielleicht an die Didache erinnern, "Wenn er aber Geld haben will, dann ist er ein falscher Prophet."

Was für einen Schluß sollten wir denn hieraus ziehen? Wenn Sie ein höchst inspirierendes Werk der Literatur finden, dann muß dieses nicht bedeuten, daß der Autor von dem es ausgegangen ist eine höchst geistige Person ist, es könnte einfach bedeuten, daß er dafür offen ist, höchst wertvolle Informationen zu erhalten. Er selbst mag auch eine Person sein, die es wert ist, kennenzulernen, und von der man lernen kann; er mag es aber auch nicht sein. Unterscheiden Sie also zwischen dem literarischen Produkt auf der einen Seite und der Person die der Produzent davon ist auf der anderen Seite. Sehen Sie sich gut an was in dem Produkt selbst an Information zur Verfügung gestellt wird, oft enthüllt es eine Menge über den Produzenten. Wenn Sie wissen wie man Glauben mißt, dann haben Sie einen großen Vorteil. Und überprüfen Sie andere Informationen über den Autor. Seien sie weise und bauen Sie ihr Haus nicht auf Sand. Lesen Sie alles über Leute die ihr Haus auf Sand bauten in "Hütet euch!" – eine andere Diskussion in der Serie "Die Imitationskirche." Der springende Punkt ist, daß der Wert der Handlungen eines Menschen nicht dadurch gegeben ist, was für Gaben des Geistes er zur Schau stellt, sondern seine Frucht des Geistes. Nicht die Wunder sind maßgebend, sondern was er tut. Tut er was Jesus sagt, daß er tun soll?

Wenn Sie sich Persönlichkeiten ansehen, die höchst interessante Informationen herausgeben, dadurch, daß sie von geistigen Wesen benutzt werden, dieses Wissen uns zu bringen, dann werden Sie das Gefühl haben, daß solche Leute sich dieser unschätzbaren Information bewußt sind und auch ihres Wertes für andere. Sie mögen aber auch versucht sein zu glauben, daß dieses Wissen sie kenntnisreich und weise macht und daß sie es deshalb nicht nötig haben, daß zu studieren und darüber nachzusinnen was sie studieren sollten; daß sie nicht über die Gesetze des Herrn Tag und Nacht zu meditieren brauchen. Einige von ihnen führen, und führten,  ein Leben voller Schmerz und Leiden, und der Grund dafür kann manchmal in dem Material gefunden werden, das sie uns brachten, oder in der Information über sie, die der Öffentlichkeit bekannt ist. Und solch Material enthüllt manchmal, daß dieses Leben und Meditieren über die ewigen geistigen Gesetze gefehlt hat. Wir müssen diese grundsätzlichen Regeln kennen und wir müssen sie in unseren Leben anwenden. Wenn wir dieses nicht tun, dann sind alle speziell gewonnenen Offenbarungen von wenig Wert.

Solche Persönlichkeiten können auch gute Beispiele dafür sein, daß Verständnis und Weisheit mehr als Kenntnisse sind. Die Kenntnis, die Leute von geistigen Führern erhalten und die sie dann für sich selbst benutzen und die von anderen benutzt wird, kann sehr nützlich sein, bringt aber nicht Weisheit automatisch. Weisheit kommt erst dann, wenn solche Kenntnisse angewendet werden und wenn Erfahrung gesammelt wird von einem Leben das entsprechend solcher Kenntnis gelebt wurde.

Wenn Sie Boten und ihre Botschaften studieren, dann sollten Sie entsprechend 1 Korinther 14,29 richten, "Weissager aber lasset reden zwei oder drei, und die andern lasset richten."  Wenn sie nun dieses "richten" tun, mögen Sie vielleicht gewisse Aspekte einer solchen Person nicht mögen und etwas an ihr auszusetzen haben. Und dann denken Sie vielleicht, daß diese Unzulänglichkeiten der Person die Botschaft beeinflussen wird die diese Leute bringen. Und das Ergebnis mag sein, daß Sie Abstand zu solchen Botschaften halten. Das Prinzip das Sie hier jedoch anzuwenden haben wird in Matthäus 23,2-3 gefunden, wo Jesus sagt, "Auf Mose Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut's; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen's wohl, und tun's nicht."

Die Unzulänglichkeiten des Boten können also nicht all Ausrede benutzt werden, nicht das zu tun, was eine wirklich inspirierte Botschaft sagt, wir sollen tun.

Wir können geistig erleuchtende Bücher nicht deshalb einfach zurückweisen, weil die Person die uns dieses Material brachte nicht perfekt ist.

Da mag etwas im Leben des Postboten verkehrt sein und wir könnten uns entscheiden eine Rechnung nicht zu bezahlen, die dieser Postbote uns gebracht hat, aber kein vernünftiger Mensch würde uns diese Ausrede abnehmen.

Wenn Sie A Course in Miracles studieren und wenn Sie auch seine Geschichte einbeziehen, indem Sie sich ansehen, was das Internet über es zu sagen hat, und auch, was Bücher die über A Course in Miracles geschrieben wurden, dann werden Sie recht bald ein Muster entdecken, das immer wieder aufzutreten scheint, wo es eine geistige Erweckung gibt. Zuerst ist alles sehr geistig, aber recht bald wird das Ganze von Leuten übernommen, für die Einfluß und Geld wichtig sind. Es fängt mit echten Leuten an, die anderen helfen wollen, und es hört auf mit Gewinnsucht und Drang zur Macht. Die beiden Schreiber des A Course in Miracles, Helen Schucman und William Thetford, wendeten eine große Zahl von Stunden und Anstrengung auf, um dieses Werk zu uns zu bringen. Sie versuchten nicht einen Namen für sich selbst zu machen, ganz im Gegenteil, sie wollten sogar gar nicht als die Schreiber dieses Werkes bekannt werden, und es ist der Grund warum es keine Autoren zu haben scheint. Und sie versuchten auch nicht Geld daraus zu machen. Sie investierten dagegen recht intensiv, um dieses Werk herauszubringen. Und sie bekamen Helfer die sie ermutigten und finanzierten und der Sache die richtige Richtung gaben. Das interessanter aber ist, daß zu einer recht früher Zeit sie auch Helfer bekamen, die andere Motive hatten, und die nicht nur geistige Motive hatten, sondern auch ein gutes Auge für die finanzielle Seite der Sache hatten, nicht für die finanzielle Seite die Sache zu finanzieren, sondern für die finanzielle Seite aus dieser höchst interessanten geistigen Offenbarung einen Lebensunterhalt zu verdienen. Und sie etablierten ein Geschäft das aus dem A Course in Miracles Gewinn erwirtschaftete. Und recht bald sahen dann andere auch diese Gelegenheit und bald waren mehrere Geschäfte gegründet. Und dann begann Rivalität und sie begannen sich über die Rechte der Information die A Course in Miracles enthält, zu streiten. Sie gingen vor Gericht genauso wie in 1 Korinther, wie die weltlichen Menschen in der Kirche zu Korinth. Wenn Sie ins Internet gehen und nach A Course in Miracles suchen, werden Sie finden, daß die meisten Seiten die angezeigt werden, kommerzielle Seiten sind. Und unter ihnen sind natürlich Kirchen, die auf den Lehren des A Course in Miracles basieren, und Organisationen die es lehren und die Pastoren ordinieren und ihnen schöne Titel wie Reverend verleihen. Im Handumdrehen war dieser geistige Impuls, der von diesem Werk A Course in Miracles kam, von einigen herumgekehrt, und war in eine Angelegenheit von weltlichen Ambitionen und Habsucht und Machtgier verwandelt worden. A Course in Miracles ist ein schönes Beispiel die Entwicklung einer Erweckung in eine antichristliche Sache zu studieren.

Lassen Sie mich Ihnen einige Beispiele aus A Course in Miracles geben, um so den Appetit dafür anzuregen:

Der wahre Zweck dieser Welt ist, sie dazu zu benutzen, Unglauben zu korrigieren.

Wegen deiner Ähnlichkeit zu deinem Schöpfer bist du schöpferisch.

Der Körper ist ein Lehrmittel für den Verstand.

Nur der Verstand kann kreieren.

Richtiges Denken ist Heilung.

Es ist nichts Anstrengendes den Willen Gottes zu tun, sobald du dir bewußt wirst, daß es auch dein eigener ist.

Der Verstand ist sehr mächtig, und verliert nie seine schöpferische Kraft.

Gutes kann jede Form des Bösen widerstehen, wie Licht das Wesen der Dunkelheit aufhebt.

Vergebung ist die Heilung der Empfindung der Trennung.

Der Verstand ist zwischen dem Ego und dem Heiligen Geist geteilt.

Der Verstand kann den Glauben in Trennung sehr wirklich und furchterregend erscheinen lassen, und dieser Glaube ist der "Teufel."

Aber die Hauptsache ist, daß Jesus heute zu uns spricht, er hat damit niemals aufgehört. Und was er uns offenbart ist progressiv. Was er uns sagt, wächst im Umfang. Je weiter wir fortschreiten, je mehr werden wir fähig sein, zu verstehen. Jesus sagt in Johannes 16,12:

Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.

Im Kapitel 23 von Matthäus spricht Jesus von den Schriftgelehrten und Pharisäern und Heuchlern und wie sie diejenigen sind, die die Propheten töteten. Und dieses hat sich auch in den letzten zwei Jahrtausenden abgespielt. Es ist eine historische Tatsache und sie sind Schlangen und Otterngezücht, wie wollen sie der höllischen Verdammnis entrinnen?

Aber in Vers 13 von Matthäus 23 spricht Jesus über etwas anderes was auf diese Leute zutrifft. Jesus sagt dort, "Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließet vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, laßt ihr nicht hineingehen."

Diese Heuchler schließen das Himmelreich vor den Menschen zu, und sie selbst kommen nicht hinein, und die hinein wollen, lassen sie nicht hineingehen.

Dieses ist sogar noch eine schlimmere Handlung gegen Gott, schlimmer als das Umbringen der Propheten, denn wenn sie einen Propheten töten, dann töten sie nur den Körper des Propheten und nicht seinen Geist, der ja nicht physischer Zerstörung unterliegt. Aber diejenigen, die versuchen ins Himmelreich hereinzukommen, nicht hereinkommen zu lassen, ist schlimmer, denn da haben wir es mit geistigen Ergebnissen zu tun die ewige Konsequenzen haben.

Das ist das ganze Ziel des Antichristen, daß er mit seinen von Menschen gemachten Kirchen verfolgt. Er schafft sorgfältig ausgearbeitete Religionssysteme und Theologie und Liturgie und Riten und was sonst noch, um Leute davon abzuhalten das Reich Gottes zu betreten - Leute die hinein wollen. Er, der er das Himmelreich zuschließet vor den Menschen.

Und Leute die das Reich Gottes betreten haben, versucht er davor zu bewahren, dort drin zu bleiben, indem er sie dazu verlockt, Mitglieder seines Reiches der Finsternis zu werden.

Es ist das ganze Hauptresultat der Existenz der Imitationskirchen, daß sie viele Generationen von Menschen davon abhielten, in das Reich Gottes zu kommen.

Ich möchte Ihnen ein Beispiel bringen. Ich ging in einen christlichen Buchladen und lernte dort einen jungen Mann kennen. Er war in dieses Land als Besucher gekommen und in diese große Stadt und in diese Buchhandlung und er war nun froh, dort all die feinen Bücher über geistige Dinge zu sehen. Wir unterhielten uns über geistige Angelegenheiten und es war klar zu sehen, daß er ein junger Christ war und voller Eifer war, mehr über all diese geistigen Dinge zu lernen. Ihm gefielen die Bücher und er hätte gern einige davon gekauft, aber seine finanzielle Situation erlaubte ihm dieses eigentlich nicht. Als wir uns trennten, beschlossen wir, unseren Kontakt aufrechtzuerhalten, und wir ermutigten so einander. Einige Zeit später besuchte ich ihn in seinem Lande und dieses war eine recht interessante Erfahrung. Er erzählte mir, wie er Christ geworden war und was er nun tat. Als junger Mann war er sehr an den Mädchen interessiert und als er erfuhr, daß alle Mädchen ins Stadium gingen, ging er auch dorthin - dort wo die Mädchen waren. In dem Stadium war ein Mann der über die Dinge Gottes redete und er wandte sich dadurch Gott zu und kurze Zeit später lernte ich ihn dann in der Buchhandlung als einen Besucher in einem anderen Land kennen. Nun dieser Mann in dem Stadium der über Gottes Angelegenheiten sprach, war eine "Evangelist." Er war von Übersee und war auf diesem Erdteil recht berühmt dadurch geworden, daß er viele Menschen zu Gott gebracht hatte und es war der Grund warum sehr viele Menschen in das Stadium gingen. Er hatte eine Vereinbarung mit den Führern der örtlichen Konfessionen, daß sie helfen würden, seinen Kreuzzug zu organisieren, vorzubereiten, dafür Reklame zu machen, und auch die Neubekehrten zu beraten. Diese Neubekehrten mußten weiter umsorgt werden und dieses wurde auch von den Mitgliedern dieser Konfessionen gemacht und diese ermutigten die wiedergeborenen Gläubigen natürlich ihren Kirchen beizutreten. Die ganze Unterstützung, die diese Konfessionen dem Kreuzzug gaben, hatte natürlich als Ziel, einen erheblichen Auftrieb ihrer Mitgliederzahlen zu erreichen, so daß ihre Kirchen wuchsen und größer wurden. Es war ein Geschäft in dem beide Partien Gewinn davon erzielten - finanziellen Gewinn. So da war nun also mein Freund, ein Mitglied einer Konfession. Sein "geistiges" Reden drehte sich um seine Kirche und was dort ablief. Wegen der bedeutsamen Zunahme ihre Mitglieder aus dem Kreuzzug heraus meinte seine Kirche nun, ein Kirchengebäude errichten zu müssen. Und da war es - das Kirchengebäude. Die Wände standen, die Türöffnung war da, die Fensteröffnungen auch. Das Dach fehlte allerdings. Die Wände waren nicht geputzt. Keine Tür und keine Fenster gab es. Ihnen war das Geld ausgegangen. Und mehr Geld kam kaum herein. So standen sie nun in der Mitte der Kirche und hatten Gottesdienst. Es war Winter und die Sonne schien gegen die Wand und sie befanden sich deshalb im Schatten der Wand und es war ihnen kalt und sie froren. Sie hätten nach draußen gehen können, um es ein wenig wärmer zu haben, aber das war nicht akzeptabel, sie mußten zur Kirche gehen und in der Kirche sein. Die meisten dieser Leute waren nun nicht gerade reiche Leute, und auch mein Freund nicht. Aber jetzt, seitdem er Kirchenmitglied geworden war, ging ein erheblicher Teil seines Geldes an die Kirche, und von dort ging es natürlich nicht zu den Armen der Gemeinde, sondern zum "Pastor." Und ein Teil dieses Geldes mußte nun dazu benutzt werden, dieses Monument zu bauen - dieses Kirchengebäude - um ein äußeres Zeichen für die Welt zu sein, wie erfolgreich des "Pastors" Geschäft lief. In welcher Art von Situation war nun mein Freund? Seine finanzielle Seite verschlechterte sich. Er hatte jetzt weniger Geld als zu der Zeit als er noch "Heide" war. Sein Geld war an den "Pastor" gegangen. Die Hauptsache aber war natürlich, daß er geistig abgestorben war. Sein Lebendigsein war nicht mehr. Bevor er bekehrt wurde war er ein ganz normaler junger Mann gewesen, jetzt aber war er religiös geworden. Anstatt dahingehend gebracht zu werden, in recht kurzer Zeit, ein gereifter Christ zu werden, wie es in Epheser 4,13 beschrieben wird, "bis daß wir alle hinkommen zu einerlei Glauben und Erkenntnis des Sohnes Gottes und ein vollkommener Mann werden, der da sei im Maße des vollkommenen Alters Christi," war er recht traurig zurückgefallen - abfällig geworden. Er war nicht hingekommen zu einerlei Glauben. Er war nicht zur Einheit im Glauben gelangt. Er war zu einem Spalter geworden, einem Mitglied einer sektiererischen Konfession. Da gab es keine Zeichen der Gereiftheit. Da war nicht so etwas wie ein vollkommener Mann, der da sei im Maße des vollkommenen Alters Christi. Er war nicht zum vollkommenen Menschen geworden und stellte Christus nicht in seiner vollendeten Gestalt dar. Sein geistige Situation war traurig. Er war eigentlich völlig zurück in der Welt. Sein Kurzziel war, zu heiraten. Er war dabei seine Hochzeit zu planen. Jesus erwähnt drei Dinge mit denen weltliche Menschen sich beschäftigen und die sie davon abhalten, ihm zu folgen. Sie sind (1) ein Grundstück zu kaufen, (2) fünf Joch Ochsen zu kaufen, und (3) sich zu verheiraten. Wir sehen dieses in Lukas 14,18-20: "Und sie fingen an, alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muß hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andere sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen." Als erstes wird also ein Stück der Erdoberfläche gekauft, der Welt, eine sehr weltliche, erdbezogene Angelegenheit. Heute würden wir es wahrscheinlich ein Haus bauen nennen. Für viele Menschen ist dieses eins der wichtigsten Errungenschaften in ihrem Leben. Haben Sie gebaut? fragen sie. Wenn nicht, dann haben Sie nicht wirklich viel in Ihrem Leben erreicht. Grundeigentum zu besitzen und Immobilien ist äußerst wichtig - für sie. Es ist das Maß des Erfolges. Und dann kommt Transport, fünf Joch Ochsen, ein Auto. Was für ein Auto fahren Sie? Das Auto, der Kombi, wie viele Autos, ein Boot, usw. sind entscheidend für Anerkennung. Es ist ein Muß. Und dann kommt die Nummer drei: ein Ehepartner, ein Sexpartner, eine Freundin, vielleicht sogar eine Geliebte. Diese drei Sachen, Haus, Wagen und Frau, sind die Sachen die einen Mann von Gott fernhalten, besonders dann, wenn sie als Entschuldigung benutzt werden, nicht zum großen Abendmahl zu kommen. Der "Pastor" meines Freundes hatte also ein spalterisches Geschäft, er war ein Spalter. Er hatte seine Situation aber zumindest finanziell verbessert. Er war auf seinem Weg zur Hölle, aber in diesem Leben ging es ihm zumindest nicht so schlecht. Er hatte Einkommen. Meinem Freund aber ging es schlechter. Vorher hatte er nicht viel Geld und jetzt hatte er noch weniger. Geistig aber ging es ihm viel schlechter, denn vor seiner Bekehrung war er nur ein Heide, und jetzt war er religiös geworden und ein Anhänger des Systems des Antichristen. Jesus beschreibt die Situation folgendermaßen, "Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Land und Wasser umziehet, daß ihr einen Judengenossen macht; und wenn er's geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hölle, zwiefältig mehr denn ihr seid!" Matthäus 23,15. Beide, mein Freund und der "Pastor," sind Kinder der Hölle, dem "Pastor" aber geht es besser, er hat weltlich gesehen gewonnen. Meinem Freund aber war nun mehr ein Kind der Hölle, denn ihm ging es jetzt schlechter - finanziell. Der finanzielle Gesichtspunkt ist aber nur einer. All die anderen Aspekte des Lebens hatten sich ebenfalls verschlechtert. Als Spalter hatten sie nun zum Beispiel körperlich zu leiden - denn ihre spalterische Tätigkeit verursachte, daß viele Schwache und Kranke unter ihnen waren; siehe 1 Korinther 11,30. Und wie verhält es sich mit dem "Evangelisten?" Jesus beschreibt ihn hier in Matthäus 23,15 auch. Er war von Übersee, Jesus nennt es Land und Wasser umziehen. Was tat dieser Mann? Er hatte Land und Wasser umzogen, um Leute zu bekehren, und wenn das erreicht war, dann macht er aus ihnen Kinder der Hölle, zwiefältig mehr denn er ist. Dieser "Evangelist" hatte mindestens drei charakteristische Merkmale die ihn als Mann in dem Lager des Antichristen markieren. Das erste war, daß er Titel verwendete, für andere, aber auch für sich selbst. Er ließ sich als Herr "Pastor" ansprechen. Das zweite war, daß er Geld haben wollte, er sammelte Opfer und Spenden ein. Das Zeichen der falschen Propheten. Es gingen nicht Klingelbeutel herum, sonder recht große Körbe. Und drittens war er Teil des spalterischen Systems der Konfessionen. Er kooperierte und fütterte die Konfessionen. Er war also ein Spalter. Dieses Beispiel ist nur ein Beispiel, es ist aber typisch für unsere Christenheit heutzutage. Da gibt es kaum Christen. Und die neuen Christen bleiben es nicht lange, sie sind recht bald zurück in der Welt, und ihnen geht es schlechter als vorher. Sie sind religiös. Und die Welt sieht sich dies mit Abscheu an. Christentum? - die sind doch alle Heuchler.

Sogenanntes evangelisieren wird benutzt, um die Reihen des Antichristen aufzufüllen. Ein sehr schlaues System. Und die meisten Christen unterstützen es.

Wir wollen zurückkommen was Jesus in Matthäus 23,13 sagt; "Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließet vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, laßt ihr nicht hineingehen."

Christentum ist ein umfassendes System geworden, um Menschen von der Wahrheit fernzuhalten.

Die Mächte der Finsternis wollen die Menschen unter ihrer Kontrolle behalten und sie wollen sie in einem Zustand der Ignoranz bestehen lassen, so daß sie sie nicht verlieren. In Lukas 11,52 sagt Jesus, "Weh euch Schriftgelehrten! denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr kommt nicht hinein und wehret denen, die hinein wollen."

Sie haben den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen.

Die wichtigste Waffe ist, sie von geistiger Nahrung fernzuhalten.

Das Wort Gottes von ihnen fernzuhalten, war immer ihre größte Anstrengung. Den Kanon einzuschränken, und dann das, was im Kanon war.

Denken Sie nur an all die Sachen, die im Neuen Testament sind, und die der kleine Antichrist in seinem Predigen und in seiner Lehre niemals am Sonntag Morgen in der "Kirche" zu Gehör bringt. Und wenn seine Gemeindeglieder dann die Bibel lesen und auf solche Stellen stoßen, von denen sie niemals etwas in der Kirche gehört haben, dann denken sie natürlich, daß es nicht wichtig sein kann, und sie ignorieren es auch und übersehen es einfach.

Glauben Sie nun nicht, daß dieses Einschränken des Kanons nur in der Zeit stattfand, als der Kanon sich herausformte - der Zeit der Entstehung des Neuen Testamentes - des Schreibens der Didache. Es geht weiter in unserer sehr viel moderneren Zeit. Ein gutes Beispiel ist die King James Version der Bibel, die Authorized Version. Diese Version ist aus dem Jahre 1611. Zu der Zeit aber, und Jahrhunderte danach, enthielt sie eine Menge mehr Bücher als sie heute enthält. Da gab es Bücher die herausgenommen wurden, die entfernt wurden. Ein ganzes Bündel, nicht nur eins oder zwei. Sie nahmen 14 Bücher aus der King James Version heraus. Die heutige King James Bibel enthält 66 Bücher. Ursprünglich enthielt sie 80 Bücher, 14 wurden gestrichen. Diese Entwicklung erreichte ihren Höhepunkt im neunzehnten Jahrhundert und ihren Abschluß im Jahre 1885, als der Bischof von Canterbury sie offiziell entfernte. Es werden natürlich allerlei Gründe dafür angegeben. Einer ist diese 14 Bücher Apokryphen zu nennen. Andere sind, sich über Passagen zu beschweren, die man nicht mag. Die Hauptsache ist natürlich die Tatsache, daß die Heuchler weitere Bücher wegnehmen. Und natürlich fügen sie niemals neue hinzu. Neue wurden, zusammen mit ihren Autoren, verbrannt. Ein beliebter Sport der Heuchler. Diese Entfernung der Apokryphen aus der King James Bibel kann überprüft werden. Ersten sind die Apokryphen der Authorized Version erhältlich, als ein getrenntes Buch. Ich habe ein solches. Der Herausgeber ist Oxford University Press. Es gibt aber auch King James Versionen der Bibel die die Apokryphen enthalten. Mann muß danach suchen.

Wenn Sie sich also eine King James Version der Bibel besorgen, dann glauben Sie nicht, daß sie das enthält, was die King James Version der Bibel zur Zeit des King James enthielt. Da wurden 14 Bücher von ihnen heraus gestohlen, sie nennen sie aber weiterhin die King James Version. Und glauben Sie nicht, daß sie diese Verkleinerung des Umfangs erwähnen werden, sie erwähnen sie nicht, Sie werden getäuscht werden und nichts wird erwähnt. Diese Täuschung wird noch durch den beeindruckenden einleitenden Text herausgestrichen, den sie noch enthält, die Widmung: An den höchsten und mächtigsten Prinzen James, von Gottes Gnaden König von Großbritannien, Frankreich und Irland, Verteidiger des Glaubens. Mit dieser Widmung wird also der Eindruck erweckt, als ob der Leser etwas vor sich hat, was wirklich aus der Zeit des Prinzen James stammt. Er wird getäuscht.

Diese Version der Bibel, die King James Version, ist nicht nur eine von vielen Versionen. Sie wird nicht nur als die am meisten gedruckte Bibelversion bezeichnet, sondern auch als das am meisten gedruckte Buch in der Geschichte der Welt.

Erweitern Sie ihren Gesichtskreis und sehen Sie sich etwas an, wo Gott heute zu uns spricht und was anscheinend völlig außerhalb des Christentums ist. Sehen Sie sich die Bücher an, die von Sai Baba geschrieben wurden und daher die geistige Seite Indiens. Seine Bücher wurden im vorigen Jahrhundert geschrieben, im zwanzigsten Jahrhundert, Sai Baba ist aber auch ein Mann des jetzigen Jahrhunderts, des einundzwanzigsten Jahrhunderts, denn sein achtzigster Geburtstag wurde am 23. November 2005 gefeiert. Er wurde am 23. November 1926 in Satyanarayana Raju in Puttaparthi in Indien geboren.

Und wenn Sie sich seine Bücher ansehen, sehen Sie sich auch die Person an, die diese geschrieben hat und beurteilen Sie den Mann. Er lebt und deshalb kann dieses leicht geschehen. Und wenn er echt ist und ein wirklich geistiger Mensch ist, dann wird er auch Feinde haben. Sehen Sie sich diese auch an. Sehen Sie sich die finanzielle Seite ihres Lebens an, das von Sai Baba und auch das seiner Feinde. Wenn einer von Ihnen seine Werke kostenlos zur Verfügung stellt, vielleicht im Internet, dann habe Sie bereits eine gutes Zeichen. Wenn seine Bücher nur in gedruckter Form erhältlich sind, wenn Sie sie nicht im Internet finden können und auch nicht lesen können, dann haben Sie ein Zeichen, daß der Autor Geld aus seinen Büchern machen will. Dann werden Sie Sein Buch oder seine Bücher auch im Internet finden, sie sind dort aber nicht um kostenlos gelesen zu werden, sondern damit Sie versucht werden, sie zu bestellen und dem Buchverkäufer Geld zu schicken und damit dem Herausgeber und dem Autor.

Das Gute an Sai Baba ist, daß wir seine Schriften haben und daß wir sie studieren können, daß wir aber auch den Mann selbst haben und ihn studieren können. Wir können sein Leben studieren, seine Arbeit - was er getan hat und was er tut. Und da ist noch etwas zusätzlich, wir können seine Wunder studieren. Sie zeugen für ihn. Sie sprechen für ihn. Sehen Sie sich Johannes 10,25 an.

Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir.

Es ist diese Kombination der Worte eines Mannes und seiner Werke, die es uns erlauben, ihn zu beurteilen. Und wir haben beide. Wir können uns also ein recht gutes Bild machen.

Wenn Sie sich nun eine zeitgenössisches Arbeit ansehen und Sie finden, daß sie geistig ist und sie Sie inspiriert und hilfreich ist, mögen Sie anfangen zu denken, wie solch eine Arbeit, solch ein Buch, mit den Büchern der Bibel verglichen werden kann. Sie mögen zum Beispiel feststellen, daß Sie ein bestimmtes Buch öfter lesen als gewisse Bücher der Bibel, vielleicht sogar Bücher des Neuen Testamentes. Was für ein Verhältnis besteht nun zwischen einem solchen Buch und den Büchern die im Kanon enthalten sind? Ist dieses Buch das Sie oft lesen und das Sie mögen weniger wert als die des Kanons? Wie ist es mit solch einem Problem? Sie mögen finden, daß in diesem Ihren Buch, dem Buch das Ihnen gefällt, Aspekte erweckt werden, die Sie herausfordern, die Sie zwingen, Haltungen und Standpunkte und Verhaltensweisen zu überprüfen, die, wenn sie angewendet werden, wirkliche Fortschritte in Ihrem Leben mit Gott bringen. Und dann mögen Sie auch feststellen, daß dieses nicht nur der Fall ist in Ihrem Leben, sondern im Leben vieler anderer Menschen. Vielleicht wirkt dieses Buch recht anziehend auf viele Leute, auf viele Menschen überall auf der Welt, und einige fangen an, es zu übersetzen, so daß es mehr Menschen erreichen kann, und Sie stellen fest, daß es in viele Sprachen übersetzt wurde und wird. Wie kann man nun ein solches Buch mit einem Buch vergleichen, das Teil "der" Bücher, des Kanons, ist? Sie mögen sich vielleicht entscheiden, daß für Sie dieses Buch mindestens so wertvoll ist, wie die Bücher des Neuen Testamentes, und einfach erklären, daß dieses so ist, und dieses jedem der es hören will, und auch jedem der es nicht hören will. Und vielleicht denken andere genau so.

Wenn Sie damit fortfahren, dieses Problem zu erwägen, werden Sie mehr und mehr den Zweck des Kanons verstehen. Der Kanon des Neuen Testamentes war anfangs einfach eine Liste von bekannten christlichen Werken und Büchern. Es war eine Ansammlung von bekanntem Geschriebenen und zuerst war die Tendenz, so viele Bücher wie möglich darin aufzunehmen - alle die gefunden wurden. Die Auswahl dieser Bücher die in Betracht kamen war am Anfang nicht beschränkt, im Gegenteil, das Ziel war es, die Anzahl der Bücher zu erweitern, und Versuche, die Liste zu beschränken, oder sie für neue Bücher zu schließen, waren nicht vorhanden. Da gab es keine Tendenz diese Auswahl abzuschließen. Man meinte, die Liste sollte offen bleiben und somit geistiges Wachstum zu fördern. Eine Bereicherung war willkommen und eine Ausweitung wurde erwartet. Das Ziel war so viele Schriften wie möglich in diese Auswahl zu bekommen, und sie sollte umfassend sein und an Umfang zunehmen.

Dieser anfängliche Zustand änderte sich dann aber und der nächste Schritt war, unkontrolliertes Wachstum einzuschränken. So wurde zum Beispiel die Anzahl der Evangelien auf nur vier beschränkt. Heute sind uns andere Evangelien bekannt, aber zu dem damaligen Zeitpunkt wurden sie nicht zu der Auswahl hinzugefügt. Die Zeit in der unkontrolliertes Wachstums eingeschränkt wurde, wurde dann abgelöst, von einer Zeit, in der Wachstum selbst eingeschränkt wurde. Der Einfluß der wachsenden Macht der Orthodoxie hatte sich durchgesetzt. Die Tendenzen der Vergangenheit, Wachstum zu fördern, wurden plötzlich umgekehrt und die Tendenz war nun eine der Einschränkung. Die Furcht vor den Auswirkungen des Geistes hatte angefangen. Die aufstrebenden Kleriker fingen an, prophetische Gaben mit Argwohn zu betrachten. Gegenüber dem Wirken der Gaben des Geistes nahmen sie eine feindliche Einstellung ein. Die Tendenz war eindeutig: Schränkt mündliche Äußerungen ein, denn sie können nicht kontrolliert werden von den Organisationen die sich anfingen zu bilden. Es ist leichter Dinge unter Kontrolle zu behalten, die aufgeschrieben wurden. Diese ganze Bewegung des Geistes die von Christus ausging war eine sehr verbale Angelegenheit und der Gebrauch von Schriften war mehr eine ergänzende Hilfe. Leute weigerten sich nun die Äußerungen des Geistes anzuerkennen. Der Sauerteig der Pharisäer begann Früchte zu tragen.

Das Ziel war die Hinzufügung neuer Bücher zu beenden, den Kanon abzuschließen. Dieses zu erreichen, wurde zum fest entschlossenen Bemühen. Endgültigkeit und strenge Beschränkung der Anzahl der Schriften war das Ziel. Hiermit erreichte die jetzt etablierte Religion, daß die Stimme Gottes zum Schweigen gebracht worden war, daß für den Rest aller Zeiten, die Verbreitung aller neuen Offenbarungen verhindert wurde und dadurch wirksam abgeschaltet war. Sie hatten es erreicht, zu erklären, daß Gott nun tot war. Der Kanon, die Bücher die in dem Kanon enthalten waren, waren nun die einzigen die akzeptabel waren und diese Liste war endgültig und galt für den Rest der Zeit - für alle Ewigkeit. Diese Liste war jetzt für immer festgelegt. Um diese Entwicklung zu unterstützen, wurden theologische Stützen errichtet. Eine davon war, alle Schriften, die nicht aus der Zeit der Apostel stammten, als nicht koscher zu erklären. Mit dieser Einstellung erklärten sie natürlich gleichzeitig die Existenz von Aposteln als zum Ende gekommen zu sein. Eigentlich wurde die ganze frühe Christenheit als beendigt erklärt. Die Existenz einer fortschreitenden Offenbarung wurde abgestritten. Antichrist hatte einen vollen Sieg errungen. Die Urgemeinde wurde nun die primitive Kirche genannt.

Sie hatten natürliche etliche Probleme mit dieser Entwicklung. Eins davon war die Schrift Der Hirt des Hermas. Sie war sehr populär und Christen mochten sie. Sie kam aber erst aus dem zweiten Jahrhundert, und nicht vom ersten Jahrhundert, der Zeit der Apostel, und sie mußte somit als nicht kanonisch erklärt werden. Sie mußten also festbleiben und sie ausschließen.

Für die Kleriker ist ein Prophet eine sehr unliebsame Sache. Wenn Sie das Buch des Jeremia lesen, erhalten Sie einen recht guten Eindruck, wie Menschen unzufrieden mit dem Erscheinen eines Propheten waren, der ihnen die Wahrheit sagte. Die Kleriker seiner Zeit und der König und die gesamte Schar seiner Höflingen, die Führer der Kinder Israels, die Führer der Kinder Gottes, die Kirche, verhielten sich recht feindlich gegenüber Jeremia und es gelang ihnen fast, ihn zu beseitigen. Es gelang ihnen nicht endgültig, aber einige Zeit später gelang es ihnen, sie brachten es fertig, die Zeit der Existenz der Propheten als beendigt zu erklären, sie schlossen den Kanon, und damit die Bücher der Propheten. Maleachi war der letzte und nach ihm gab es keine Propheten mehr. Warum war Maleachi der letzte? Weil nach ihm der mächtigste all der großen Hebräischen Propheten erschien und ihnen die Wahrheit sagte. Der beste Weg ihn zum Schweigen zu bringen, war das Ende der Propheten zu erklären - zu erklären, daß nun die lange Reihe der Propheten zu einem Ende gekommen sei und einen Kanon zu etablieren und mit dem Kanon war nun ganz formal die Liste der Propheten beendigt.

Jetzt aber entwickelte sich diese neue geistige Aktivität und überall erschienen Propheten und auch in vielen anderen Ländern. Was war nun die Lösung zu diesem Problem? Was taten die Kräfte der Finsternis, um diese Entwicklung aufzuhalten? Sie hatten ein sehr hilfreiches Werkzeug entdeckt. Seit hunderten von Jahren kamen Propheten zum Vorschein und jedesmal wenn ein neuer kam, fügten die Kinder Gottes sein Werk der Liste der bestehenden hinzu. Nachdem sie aber die Nummer 16 hinzugefügt hatten, Maleachi, kam ein höchst provozierende Prophet, und um ihm den Mund zu stopfen, oder seine Wahrheiten zu unterbinden, hatten sie diese großartige Idee eines Kanons und ihn, den Kanon, zu beenden. Sie proklamierten einfach, daß die Offenbarungen Gottes nun zu einem Ende gekommen seien. Daß Gott nun leider tot sei und nicht mehr sprach. Und es funktionierte. Sie hatten es erfolgreich verhindert, daß dieser neue Prophet ihr Prophet Nummer 17 wurde. Sie schlossen einfach die Liste.

Aber diese Idee verhinderte nicht das Aufsteigen und das Wachsen der Lehren dieses Propheten Nummer 17. Seine Lehre verbreitete sich recht schnell. Sie breitete sich sogar in der jüdischen Gemeinschaft aus, aber dank der Erfindung des Kanons und diesen Kanon dann zu schließen, blieb der größte Teil der Juden außerhalb dieser Segnung.

Die Kräfte der Finsternis hatten also eine sehr nützliche Entdeckung gemacht, um die Verbreitung der Botschaft des Propheten zu verhindern. Warum sollte sie also nicht auch für dieses neue Wiederaufblühen des Wortes Gottes benutzt werden? Wenn wir so erfolgreich waren, es unter den Juden zu verhindern, dann können wir es auch für diese neue Bewegung, die christlich genannt wird, gebrauchen.

Ein sehr nützliches Werkzeug für diesen Zweck würde natürlich die Etablierung eines Klerus sein. Sie könnten dann alle Äußerungen dieser Propheten sammeln und auflisten und wir würden dann die ganze Sache gut in den Griff bekommen und langsam aber sicher die Schlinge zuziehen und ihr ein Ende bereiten. Da gäbe es dann natürlich den Nachteil, daß diese Schriften dann etabliert waren, aber damit würden wir uns später befassen. Die Hauptsache ist, den Kanon zu schließen. Wenn uns das gelingt, dann haben wir damit erreicht, daß für alle zukünftigen Zeiten das Wiederaufstehen des Wortes Gottes verhindert ist indem wir einfach das Bestehen der prophetischen Amtes beendet haben - und auch die Verbreitung ihrer Botschaften. In der Tat diese Propheten sollten, als ein Nebenprodukt, auch als ungesetzlich erklärt werden; es wäre ein sehr nützliches Nebenprodukt.

Wenn uns dieses gelingt, würden wir permanent die Quelle aller neuen Offenbarungen schließen, alles Leben aus der Gemeinde entfernen, und das Gemeindeleben stillgelegt haben.

Da wird es dann natürlich das Problem mit besonders eifrigen Christen geben, die ausgehen und neue Jünger machen. Aber das Problem kann dadurch gelöst werden, daß diese neu erwachten Seelen direkt in Konfessionen geleitet werden und da werden sie einfach in recht kurzer Zeit eines natürlichen Todes sterben.

Christentum wird sich also immer weiter ausbreiten und ganze Erdteile erobern, aber wir haben es völlig unter unserer Kontrolle. Sie werden sich alle Christen nennen und auch sehr ernsthaft glauben, echte Christen zu sein, wir aber haben durch unsere schlauen Methoden sichergestellt, daß sie alle in Wirklichkeit echte Heiden bleiben und völlig ein weltliches Leben führen. Was für eine schöne Sache zu beobachten wie sie wächst und sich entfaltet.

Jetzt folgt etwas das am 3. Dezember 1961 Bertha Dudde diktiert wurde und was sie aufgeschrieben hat und was die Nummer B.D. NR. 8054 bekam und dem der Titel "Ist die Bibel abgeschlossen" gegeben wurde:

"Wie irrig ist es von euch, anzunehmen, daß mit der Schrift, dem Buche der Väter, Mein Wort abgeschlossen ist .... daß Ich Selbst eine Grenze gesetzt habe insofern, als daß Ich Mich nun nicht mehr entäußere, daß Ich nicht mehr zu den Menschen spreche .... Wer gibt euch die Berechtigung zu einer solchen Annahme? .... Wer will es Mir verwehren, wenn Ich als Vater immer wieder zu Meinen Kindern spreche? Wer gibt euch das Recht, eine solche Behauptung aufzustellen, daß die Bibel allein genüge, daß ihr Menschen kein weiteres Wort mehr benötigt? .... Ihr, die ihr jegliche Neuoffenbarung zurückweiset, ihr befindet euch noch im tiefsten Geistesdunkel .... Und in diesem Dunkel werdet ihr auch nicht die Bibel verstehen, und also ist diese für euch auch noch ein verschlossenes Buch, denn ihr verstehet nicht der Buchstaben geistigen Sinn, ansonsten ihr in diesem Buch auch die Hinweise auf Meine immerwährenden Offenbarungen finden würdet und euch das Wirken Meines Geistes verständlich wäre.... Doch solange ihr selbst noch unerweckten Geistes seid, fasset ihr nicht den Sinn des Wortes, das Ich Selbst zu Meinen Jüngern sprach, als Ich über die Erde ging.... Wie arm wäret ihr Menschen, wenn ihr euch bescheiden müßtet mit einem Buch, das ihr selbst nicht mehr zu prüfen vermöget auf seinen unveränderten Inhalt .... wenn euch nicht immer wieder die reine Wahrheit von oben geboten würde, an der ihr den Maßstab anlegen könnet, ob ihr selbst euch in der Wahrheit bewegt .... Ihr, die ihr nur dieses Buch der Väter gelten lassen wollet, ihr seid selbst noch nicht eingedrungen in das Wort, ihr habt es nur mit dem Verstand gelesen, nicht aber den Geist in euch sprechen lassen, der euch belehret und über den geistigen Sinn des Wortes Aufschluß gibt .... Ihr hänget am Buchstaben und verstehet nicht dessen Sinn .... Und wenn Ich euch selbst einführen will in die Wahrheit, dann leugnet ihr Mein Wirken, und ihr verdächtigt Meine Diener des Umganges mit Meinem Gegner .... ihr sprechet Mir den Willen und die Macht ab, zu reden mit denen, die sich Mir vollgläubig zum Dienst anbieten und die darum auch fähig sind, Meine Stimme in sich zu vernehmen .... Und ihr verharret stur bei der Ansicht, daß Mein Wort abgeschlossen sei mit der Schrift, die ihr als alleiniges Buch anerkennt, durch das Ich Mich offenbart habe .... Und das ist euer Schaden, denn ihr beweiset durch eure Ablehnung Meines Wortes aus der Höhe, daß ihr nur tote Christen seid, denn ein lebendiges Christentum ist ein Wirken in Liebe, und diese würde euch Erhellung des Geistes eintragen und also auch Verständnis für Meine außergewöhnliche Hilfe zu Zeiten geistiger Not.... Ihr würdet dann auch die Worte in der Bibel verstehen, die Verheißungen, die Ich Selbst euch gab und die darauf hinwiesen, daß Ich Selbst Mich offenbare denen, die Meine Gebote halten.... Wie also wollet ihr diese Meine Verheißungen auslegen, wenn ihr jegliche Neuoffenbarungen leugnet? .... Wollet ihr Mich Selbst Lügen strafen, wenn Ich euch Meinen Tröster ankündige, der euch einführet in alle Wahrheit.... Wie verstehet ihr diese Worte, die sich erfüllen müssen, weil sich eine jegliche Verheißung erfüllt, die Ich den Menschen gab zur Zeit Meines Erden wandels .... Und warum wollet ihr nicht glauben? Weil ihr überheblichen Geistes seid, weil es euch an der inneren Lebendigkeit, an der Erweckung des Geistes, mangelt und ihr darum glaubet, Mich und Mein Wirken bestimmen zu können, es selbst zu begrenzen, wie es euch gefällt .... Doch ihr irret, und ob ihr gleich durch Studium ein Wissen erlangt zu haben glaubt, das euch berechtigt zur Ablehnung Meines Wortes aus der Höhe .... Ihr seid überheblichen Geistes und könnet darum auch niemals selbst eine Offenbarung von Mir empfangen, denn nur dem Demütigen schenke Ich Meine Gnade, und diese Demut mangelt euch.... Und darum wandelt ihr auch noch in der Finsternis, und ihr werdet diese nicht durchbrechen, weil ihr dem Licht ausweichet, das euch Erkenntnis schenken könnte, wenn ihr in seinen Schein zu treten begehrtet.... Niemals höret Meine Liebe auf zu Meinen Geschöpfen, und niemals werde Ich daher versäumen, euch Menschen anzusprechen, wo nur die Voraussetzungen dafür vorhanden sind. Und immer wird Mein Wort ertönen denen, die eines guten Willens sind, zu denen der Vater sprechen kann wie zu Seinen Kindern und die lebendig an Mich glauben, und ihnen werde Ich Mich auch beweisen, und die Meinen werden auch Meine Stimme erkennen, denn ihnen kann Ich gegenwärtig sein .... ihnen kann Ich Mich offenbaren, wie Ich es verheißen habe .... Amen"

 

 

Jetzt möchte ich etwas ganz anderes zitieren, etwas das uns recht interessante Information über das Meditieren gibt:

"Es ist unmöglich den heiligen Augenblick ohne Vorbehalt zu akzeptieren, es sei denn, du bist bereit, nur für einen Augenblick, keine Vergangenheit oder Zukunft zu sehen. Du kannst dich nicht darauf vorbereiten, ohne ihn in die Zukunft zu verlagern. Erlösung wird dir in dem Augenblick gegeben, in dem du sie wünscht. Viele haben sich ein Leben lang darauf vorbereitet, und haben tatsächlich ihre Augenblicke des Erfolgs gehabt. Dieser Kursus versucht nicht mehr zu lehren, als sie mit der Zeit gelernt haben, er zielt aber darauf ab, Zeit zu sparen. Du versuchst vielleicht, eine sehr lange Wegstrecke zurückzulegen, um das Ziel zu erreichen, das du akzeptiert hast. Es ist außerordentlich schwierig Aussöhnung dadurch zu erreichen, gegen Sünde anzukämpfen. Enorme Anstrengung wird bei dem Versuch aufgewendet, das heilig zu machen, was gehaßt und verachtet wird. Auch ist keine lebenslange innere Einkehr und lange Zeiten der Meditation, die das Losgelöstsein vom Körper zum Ziel haben, nötig. Alle solche Versuche werden letzten Endes wegen ihres Zweckes erfolgreich sein. Jedoch sind die Mittel ermüdend und sehr zeitaufwendig, denn sie alle blicken auf die Zukunft, um von einem Zustand der gegenwärtigen Unwürdigkeit und Unzulänglichkeit befreit zu werden."

Dieses hier ist ein Zitat aus A Course in Miracles und sagt uns etwas über Meditation. Es sagt, daß eine lebenslange innere Einkehr und lange Zeiten der Meditation, die das Losgelöstsein vom Körper zum Ziel haben, nicht nötig sind. Ich erwähne dieses hier, denn wenn wir an Meditation denken, dann ist es genau dieses, an was wir denken: lebenslange innere Einkehr und lange Zeiten der Meditation, die das Losgelöstsein vom Körper zum Ziel haben. Und A Course in Miracles sagt, daß es nicht nötig ist.

Wie nun stimmt dies überein mit dem, was Gott dem Josua gebot? Gott gebot Josua Tag und Nacht über sein Wort nachzusinnen.

Und dieses wird in dem Dokument bestätigt, über das Josua nachsinnen sollte: die Bücher Mose. Mose schreibt in 5 Mose 17,19, daß wenn die Kinder Israels sich einen König über sich setzen wollen, dann soll dieser König sich eine Abschrift des Gesetzes in ein Buch schreiben, und dieses soll er immer bei sich haben und soll täglich darin lesen, solange er lebt.

Und im Psalm 1 Vers 2 finden wir, daß der Mann der gesegnet ist, ein Mann ist, der Gefallen hat an dem Gesetz des Herrn und der über sein Gesetz bei Tag und bei Nacht nachsinnt.

Und in Psalm 119 Vers 97 wird uns gesagt, "Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Den ganzen Tag ist es mein Sinnen."

A Course in Miracles sagt, daß lange Zeiten der Meditation, die das Losgelöstsein vom Körper zum Ziel haben, nicht nötig sind. Und die Bibel sagt, daß wir über Gottes Wort Tag und Nacht nachsinnen sollten.

Beide Seiten haben etwas mit der Intelligenz zu tun. Losgelöstheit vom Körper zu erreichen hat etwas mit Wissen zu tun, und zwar mit der intelligenten Anwendung dieses Wissens. Es hat etwas mit Glauben zu tun und mit seinem Gebrauch. Und wenn das Wort Gottes sagt, daß ich freigesetzt worden bin, daß ich eine neue Kreatur bin, dann glaube ich dieses, bekenne es, und lebe es. Und wenn dann der Teufel kommt und mir erzählt, daß dies nicht so leicht ist, daß ich da eine Menge Aufwand treiben muß, lange Stunden der Meditation, um innerlich frei vom Körper zu werden, dann widerstehe ich dem Teufel. Und wenn, auf der anderen Seite, die Bibel mir sagt, daß ich über Gottes Wort Tag und Nacht meditieren sollte, dann tue ich das Gleiche, ich benutze meine Intelligenz und werde mir bewußt, daß Freiheit durch Wissen erlangt wird. Und um Wissen zu erlangen, muß ich es erwerben. Ich muß Zeit und Anstrengung aufwenden, es zusammenzusammeln. Und dieses ist nicht alles, ich muß ständig auf alles zurück blicken und es lebendig erhalten, denn wenn ich anfange das Gesetz zu vernachlässigen, wird es mir entgleiten.

Lassen Sie mich Ihnen einen anderen Blickwinkel zu diesem Thema geben. Ich werde ein zweites mal aus den Schriften der Bertha Dudde zitieren. Das Folgende wurde Bertha Dudde am 28. April 1965 diktiert und sie schrieb es nieder unter der Nummer B.D. NR. 8970 und der Titel ist "Erreichen der Gotteskindschaft von Lichtwesen?"

"Wenn euch solche Fragen bewegen, die euch zu schaffen machen, dann kommet zu Mir, und Ich will sie euch beantworten. Denn ihr als Lichtträger sollet darüber informiert sein, welche Wesen die Rückkehr zur Erde zwecks einer Mission antreten können. Immer sind es Lichtwesen, d.h. solche, die den Weg auf Erden zurückgelegt haben, aber die Gotteskindschaft nicht erreichten, die jedoch das Maß von Licht immer mehr erhöht haben und die nun zum Zwecke der Erreichung der Gotteskindschaft sich zu einer Mission erbieten - und nicht-gefallene Urgeister, die gleichfalls die Gotteskindschaft als letztes Ziel anstreben und darum den Gang über die Erde gehen. Letztere erreichen auch mit Sicherheit ihr Ziel, denn in ihnen ist die Liebe so stark, und sie werden auch geschützt vor dem Abfall, wenngleich der Gegner alles versuchen wird, um auch diese, die ihm einstens nicht gefolgt sind, zum Abfall von Mir zu bringen. Doch deren Widerstand ist zu groß, und die Bindung mit Mir hält ein jeder (einen jeden) dieser Urgeister aufrecht. Doch nicht immer erreichen jene ihr Ziel - die Gotteskindschaft - die also schon einmal das Erdenleben hinter sich haben. Aber es sind deren nur wenige, die ihre Mission nicht so erfüllen, weil sie auch wieder im Besitz des freien Willens sind, der auch einen Rückgang zuläßt. Dann also ist es möglich, daß ein solches Wesen vorübergehend verwirrt ist im Denken und daß es nun in diesem Zustand die Erde wieder verläßt und seine verwirrten Gedanken dann auch vom Jenseits aus denen zuleitet, bei denen es auf Verstehen rechnet. Doch es währet dieser Zustand nicht lange, bis er wieder vom Licht erleuchtet werden kann und nun auch erkennt, daß er versagt hat, und wieder aufs neue begehrt, zur Erde niederzusteigen. Zurückfallen zur Tiefe kann das Wesen nicht mehr, nur kann es seinen freien Willen falsch gebrauchen, was also dann der Fall sein wird, wenn es als Angehöriger einer anderen Religion den Menschen das Wissen um Jesus Christus als den göttlichen Erlöser bringen sollte, wenn ihm selbst eine ungewöhnliche Kraft zur Verfügung stand (steht) und es also durch die Fülle dieser Kraft sich auf gleicher Stufe stehend wähnt wie Jesus Christus und dies also auch das Versagen seiner Mission bedeutet. Doch sein Streben nach höchster Vollendung wird ihm angerechnet, aber die nun vom Jenseits aus folgenden Belehrungen werden so lange irrig sein, bis es wieder zu dem Licht gelangt, das ihm auch die volle Erkenntnis zurückbringt. Das Ringen jener Menschen (Wesen), ihre Vollendung noch auf Erden zu erreichen, kann auch nur deshalb von Erfolg sein, weil sie nicht mehr mit der Ursünde belastet sind und gerade darum aber auch die Möglichkeit hätten, den göttlichen Erlöser zu vertreten und auch den Andersgläubigen als einzige Rettung vorzustellen, so daß sie dann auch ihre Mission voll erfüllt hätten. Aber gerade darum werde Ich auch solche Lichtgeister dort zur Erde senden, die als nicht gefallene Urgeister, trotz freien Willens, Mich Selbst als Erlöser der Welt verkünden, und die wenigen, die den Glauben daran annehmen, werden auch von ihrer Ursünde frei werden, und ob sie gleich weit unter jenen Weisen stehen, die aber trotz ihrer hohen Weisheit und ihrem Streben nach Vollendung das eine nicht erkennen, daß sie nicht in Jesus einen der ihren sehen dürfen, sondern daß Er alles in allem ist, daß Er für das höchste Wesen nur die Hülle war, in der euch dieses höchste Wesen schaubar sein wollte, und daß sie alle - trotz ihrer Weisheit, dies nicht erkennen und daher auch nicht dafür eintreten. Ein Wesen, das als nicht-gefallener Geist zur Erde herabsteigt, wird sicher auch die Gotteskindschaft erreichen, doch ein Lichtwesen, das schon einmal über die Erde gegangen ist, kann zwar nicht mehr fallen, aber doch auch nicht das letzte Ziel erreichen, wenn es die Mission, die ihm aufgetragen wurde, nicht erfüllt. Doch gerade diese Aufgabe ist schwer, die Lehre von der Erlösung durch Jesus Christus dorthin zu tragen, wo die Menschen gebunden sind an eine Glaubensrichtung, die ganz andere Ziele verfolgt, die eine Vollendung systematisch erreichen wollen und die Voraussetzung dafür nicht in der göttlichen Gnadensonne suchen, sondern deren Streben ist, sich selbst zur Vollendung zu bringen, durch äußerste Selbstüberwindung und Kasteiung, was aber ganz einfach erreicht werden kann durch innige Bindung mit Gott und Anerkennung Jesu Christi als Erlöser der Welt. Denn dann ist er seiner Urschuld ledig, und er kann nicht mehr zurücksinken zur Tiefe. Jene Lichtwesen aber stellen die eigen gewonnene Weisheit vor das Wirken des Geistes, und so nur ist es zu erklären, daß sie also versagen und nicht eher in der vollen Wahrheit stehen können, bis sie sich von ihrem Geist belehren lassen, was immer die Folge ist einer innigen Bindung mit Mir - die aber jene Meister durch eigenes Streben ersetzen zu können glauben. Amen"

Die Eroberung des Selbst kann also auf die leichte Art geschehen - durch eine innere Beziehung zu Gott und ein Erkennen der Erlösungsarbeit die Jesus Christus vollbrachte. Wir müssen uns einfach Jesus zuwenden und dann vom Geist geleitet sein. Es ist die Arbeit des Geistes. Wir müssen dem Geist zuhören. Dieses Zuhören ist ein Ergebnis der inneren Verbundenheit mit Jesus.

Wir haben es hier also mit zwei verschiedenen Aspekten der Meditation zu tun. Der erste ist die Meditation, um innere Freiheit, Freiheit von dem gebunden sein an den Körper, zu erlangen. Sie ist nicht nötig - zumindest nicht für denjenigen, der einen viel besseren und leichteren Weg kennt. Und derjenige, der diesen Weg nicht kennt, sollte eher Zeit darauf verwenden, mehr Kenntnisse über dieses Thema zu erlangen, und nicht Zeit mit Meditation verbringen. Der zweite ist die Meditation über das Wort Gottes. Sie ist so notwendig, daß wir sie den ganzen Tag über tun sollten. Sogar Nachts. Sie sollte unsere einzige Beschäftigung sein.

Wenn A Course in Miracles sich mit dem Thema Meditation beschäftigt, dann wird dieses unter dem Titel "Ich brauche nichts zu tun" behandelt. Und das Tun bezieht sich hier auf das Tun des Körpers. Etwas zu tun ist eine typische Sache des Körpers. Der Körper will immer etwas tun.

Und das Volk fragte ihn und sprach: Was sollen wir denn tun? Lukas 3,10.

Der Körper desjenigen, der zwei Röcke hat, soll dem geben, der keinen hat; und wer Speise hat, tue auch so. Lukas 3,11. Der Körper desjenigen, der zwei Gewänder hat, soll einfach mit dem teilen, der nichts hat - und andererseits nichts tun. Der Körper des Mannes, der Nahrung hat, soll das Gleiche tun - aber sonst nichts. Der Körper des Mannes vom Finanzamt, des Zöllners, fragte, "Meister, was sollen wir den tun?" Und was sagte der Meister? "Fordert nicht mehr, als euch verordnet ist." Lukas 3,13. Da gab es nichts für ihn zu tun, außer was er mit seinem Arbeitgeber vereinbart hatte. Ihm wurde eigentlich nur gesagt, was er nicht tun sollte. Und noch deutlicher ist der dritte Fall, Lukas 3,14, der Körper des Soldaten fragt, "Was soll ich denn tun?" Und der Meister sagte ihm, niemand Gewalt oder Unrecht zu tun, und mit seinem Sold zufrieden zu sein. Der Meister sagte ihm, was er nicht tun sollte. Er gab ihm aber nichts zu tun. Er sagte ihm nur, zufrieden zu sein, und das war nicht etwas für den Körper zu tun, es war etwas für den Verstand.

Ich will A Course in Miracles zitieren, "Du brauchst dich jetzt nur daran zu erinnern, daß du nichts zu tun brauchst. Es würde jetzt viel einträglicher sein sich lediglich auf dieses zu konzentrieren, als zu erwägen, was du tun solltest."

Wir wollen uns einige Dinge ansehen, die ein Körper tun kann.

Ein Körper kann Feigenblätter zusammenflechten, und kann sich selbst einen Schurz machen (1 Mose 3,7).

Ein Körper kann sich selbst vor dem Angesicht Gottes des Herrn verstecken (1 Mose 3,9).

Der Körper einer Frau kann sich selbst viel Mühsal schaffen, wenn sie schwanger wird; unter Mühen kann sie Kinder gebären. Ihr Verlangen kann nach ihrem Mann sein, er aber kann ihr Herr sein (1 Mose 3,16).

Der Körper eines Mannes kann der Stimme seines Weibes gehorchen. Der Acker kann um seineswillen verflucht sein. Mit Mühsal kann er sich von ihm nähren sein Leben lang. (1 Mose 3,17).

Dornen und Disteln kann der Acker ihm tragen und er kann das Kraut auf dem Felde essen (1 Mose 3,18).

Im Schweiße seines Angesichtes kann er sein Brot essen, bis er wieder zur Erde wird (1 Mose 3,19).

Dieses alles sind Dinge die der Körper tun kann. Da gibt es recht viel zu tun.

Der Körper kann voller Aktivitäten sein - und leiden.

Aber all dieses ist nicht wirklich nötig. Es ist nur dann nötig, wenn wir uns selbst vor dem Angesicht Gottes des Herrn verstecken.

Wir wollen nur ein Beispiel nehmen. Die Frauenemanzipationsbewegung - Women's Lib. Was ist die Lösung zu der Bewegung, daß sich Frauen emanzipieren? Wie können sie frei werden? Wie können sie sich davon befreien, daß der Mann ihr Herr ist? Die Lösung ist, daß sie einfach zurückkehren zu der Situation, die bestand bevor diese traurige Bedingung in Kraft gesetzt wurde. Bevor diese traurige Bedingung in Kraft gesetzt wurde gab es nicht so etwas, daß ein Ehemann der Herr der Ehefrau war. Warum trat so etwas in Kraft? Es trat in Kraft weil die Frau sich vor dem Angesicht Gottes des Herrn versteckte. Wie kann sie dieses nun rückgängig machen? Sie muß einfach damit aufhören, sich vor Gott zu verstecken. Einfach zur Anwesenheit des Herrn zurückgehen. Das ist alles. Fangen Sie wieder an, die Anwesenheit Gottes zu praktizieren. Die einfachste Art dieses zu tun, ist das Buch des Gesetzes Tag und Nacht zu betrachten. Es ist vom Geist geleitet zu sein. Hören Sie damit auf, dem Teufel zuzuhören, dem Fernseher, und all den weltlichen Dingen, und wenden Sie Ihre Aufmerksamkeit Gott zu. Kehren Sie einfach zum Garten Eden zurück in dem Sie Gott den Herrn hören können, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Das ist alles. Es ist so einfach.

Wenn Sie eine Frau sind und Sie wollen emanzipiert werden, dann gehen Sie zurück zu dem Weg den die Frau wandelte als sie noch emanzipiert und frei war. Und dieses trifft auf all die anderen Probleme der Menschheit ebenso zu.

Um den Fall rückgängig zu machen, müssen wir einfach zu dem Weg zurückkehren, der vor dem Fall gegangen wurde.

Es ist ein Zurückgehen das sich aus einer intelligenten Untersuchung ergibt. Es ist ein Weg der dann ganz klar und eindeutig wird, wenn wir anfangen, Wissen über die gegenwärtige Situation anzusammeln, und was davor passierte. Es ist der Weg, sich auf die wichtigen Aspekte des Lebens zu konzentrieren, das anzugehen, was wichtig ist, weniger wichtige Dinge zu erkennen und unwichtige Tätigkeiten und Ereignisse wegzulassen.

Wir betrachten das Buch seines Gesetzes Tag und Nacht. Und sein Gesetzt ist all die geistige Führung die die Menschheit erhalten hat und erhält. Und kein Mensch erzählt uns was diese Führung ist und was sie nicht ist. Niemand schreibt uns einen Kanon vor. Wir meditieren darüber, was unser inneres höheres Selbst uns zum meditieren gibt.

Dieses ist es was wichtig ist, daß Frauen und Männer anfangen, über die geistige Führung die die Menschheit erhalten hat, zu meditieren.

Es ist die einzige Sache die wirklich wichtig ist. Die relevante Führung muß erkannt und herausgefiltert werden und dann muß sie absorbiert werden, zur Kenntnis genommen werden und ins Bewußtsein gebracht werden, und intellektuell verarbeitet werden, und dann im Leben praktisch angewendet werden.

Alle unsere Zeit sollte damit verbracht werden. Sie sollte unsere einzige Tätigkeit sein.

Wie steht es nun mit dem Meditieren, um Frieden zu erlangen, Stress loszuwerden, physische Zwänge abzuwerfen und still zu werden?

Die Bibel sagt uns, daß wir still sein sollen und erkennen, daß er Gott ist.

Psalm 46.

Gott ist unsre Zuversicht und Stärke.
Eine Hilfe in den großen Nöten,
die uns getroffen haben.
Darum fürchten wir uns nicht,
wenngleich die Welt unterginge
und die Berge mitten ins Meer sänken,
wenngleich das Meer wütete und wallte
und von seinem Ungestüm die Berge einfielen.
(Sela.)
Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein,
da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.
Gott ist bei ihr drinnen,
darum wird sie fest bleiben;
Gott hilft ihr früh am Morgen.
Die Heiden müssen verzagen
und die Königreiche fallen;
das Erdreich muß vergehen,
wenn er sich hören läßt.
Der Herr Zebaoth ist mit uns;
der Gott Jakobs ist unser Schutz.
(Sela.)
Kommet her und schauet
die Werke des Herrn,
der auf Erden solch zerstören anrichtet,
der den Kriegen steuert in aller Welt,
den Bogen zerbricht,
Spieße zerschlägt
und Wagen mit Feuer verbrennt.
Seid stille und erkennet,
daß ich Gott bin.
Ich will Ehre einlegen unter den Heiden;
ich will Ehre einlegen auf Erden.
Der Herr Zebaoth ist mit uns;
der Gott Jakobs ist unser Schutz.
(Sela.)

Es ist also Psalm 46 der dieses enthält:

Seid stille und erkennet,
daß ich Gott bin.

Wir wandeln einfach immer im Frieden und wenn wir aus irgend einem Grunde diesen Frieden verlieren, dann kehren wir zu ihm zurück, sobald uns bewußt wird, daß wir ihn verloren haben. Es ist eine Sache der Entscheidung. Wir benötigen keine Zeiten der Meditation, um unseren Frieden wiederzuerlangen. Wenn wir deshalb meditieren, um uns besonders dieses Friedens zu erfreuen, dann können wir dieses jederzeit tun. Sich auf den Rücken zu legen und das innere Vibrieren des Körpers zu fühlen und es zu lenken, ist eine durchaus erfreuliche und aufbauende Sache. Ich kann es einige Augenblicke lang tun oder auch länger wenn ich will. Wenn ich aber meditiere, dann meditiere ich über etwas. Ich benutze dann meine Zeit auf eine intelligente Art und Weise und erfreue mich dem Enträtseln von Mysterien. Ich bin dann in meinem Denken aktiv. Ich wende dann meinen Verstand auf etwas an. Ich meditiere über etwas. Da ist etwas über das ich nachdenke. Ich meditiere über ein Thema.

Es ist nicht eine Situation, in der ich das Gegenteil versuche, in der ich versuche meine Gedanken zu beruhigen, sie unter Kontrolle zu bringen.

Wie ist es nun mit einer Situation in der meine Gedanken unruhig und gehetzt sind und ich zu einer Situation zurückkehren möchte, wo keine Agitation besteht? Oder wenn ich in einer Situation bin, in der ich mich zurückhaltend verhalten will, und in der ich mein höheres Selbst einbeziehen möchte. Wenn ich eine Zeit des Gebetes mit mir selbst haben will.

Oder wenn ich sehr beschäftigt bin und mein Konzept verloren habe und ich will nun meinen Faden wiederfinden und zu der Liste meiner Aktivitäten zurückkehren die ich mir vorgenommen hatte, nun aber habe ich meinen Weg verloren und will wieder wissen, was der nächste Schritt in meinem Vorhaben war.

In solchen Situation kann ich das Folgende tun. Ich höre mit dem auf, was ich gerade am tun bin, und werde ruhig. Ich sollte mich setzen oder hinlegen. Ich wende mein Denken dem Inneren zu. Die Augen zu schließen hilft. Deshalb schließen wir die Augen, wenn wir beten. Es hilft sich dem Inneren zuzuwenden. Der nächste Schritt ist die rasenden Gedanken zum Halten zu bringen. Eine Möglichkeit ist das Atmen zu beobachten. Wir lassen unser Denken sich damit beschäftigen, was bei der Atmung vor sich geht. Wir konzentrieren uns bewußt auf wie wir einatmen und wie wir ausatmen. Wir gehen nach innen. Wir wenden uns an unser höheres Selbst, das Gott ist. Wie werden still und erkennen, daß es Gott ist. Das Atmen ist hier aber nicht die wichtige Sache. Die wichtige Sache ist was wir mit unseren Gedanken machen. Daß wir unsere Gedanken darauf konzentrieren, unser Atmen zu beobachten, ist es nur eine Strategie, sie unter Kontrolle zu bringen. Wenn wir diese Kontrolle dann verlieren und unser Denken wieder in alle Richtungen wandert, dann verlassen wir uns auf unseren vorher installierten Mechanismus, daß der Heilige Geist uns immer hierauf hinweisen wird und es uns zum Bewußtsein bringen wird, so daß wir uns dieses Verlustes der Kontrolle gewahr werden und etwas dagegen tun können. Wir müssen es einfach nur merken. Wir überlassen das darauf aufmerksam machen dem Heiligen Geist. Wir verlassen uns auf ihn. Und wenn er uns dieses bewußt gemacht hat, dann wenden wir uns wieder dem Beobachten des Atmens zu.

Das Atmen zu beobachten ist lediglich eines von etlichen Dingen die wir beobachten können. Eine bessere Möglichkeit ist es, die inneren Vibrationen zu beobachten. Ich kann sie auch lenken und ihnen ihre Richtung vorgeben. Ich bringe sie dazu, in Wellen vom Scheitel bis zu den Fußsohlen und von dort wieder zurück zum Scheitel sich zu bewegen. Wenn ich dieses Beobachten und dieses Lenken tue, dann habe Kontrolle über mein Denken gewonnen. Ich habe Kontrolle über meinen inneren Dialog gewonnen.

Was ist mein innerer Dialog? Es ist ein Durchkauen von Ereignissen der Vergangenheit und der Zukunft. Es ist eigentlich ein wiederkäuen von Episoden die mein Denken und meine Sinne erfahren habe oder noch erfahren könnten. Es ist eine Aktivität des Verstandes. Es ist nicht über etwas zu meditieren, und es ist auch nicht etwas zu planen. Wenn ich über etwas meditiere, vielleicht über eine Stelle der Schrift, dann benutze ich meinen Intellekt, und ich benutze auch meinen Intellekt, wenn ich eine zukünftige Aktion plane oder zukünftige Handlungen, oder wenn ich ein Problem lösen will. Wenn ich aber mit diesem inneren Dialog beschäftigt bin, mit dieser polemischen Konversation, diesem inneren Geplapper, dann löse ich keine Probleme, sondern bin sehr damit beschäftigt, Probleme zu erzeugen.

Die beste Art und Weise diesen inneren Dialog zu verstehen, ist eine Person zu beobachten, die Selbstgespräche führt. Wenn wir eine Person auf der Straße sehen, die zu sich selbst spricht, dann haben wir eine Situation vor uns, wo dieser innere Dialoge so dominant in dem Leben dieser Person geworden ist, daß er sichtbar, oder besser hörbar, geworden ist. Eine solche Person hat weniger Kontrolle über den inneren Dialog als eine normale Person, eine Person die keine Selbstgespräche führt - eine Person die auch Selbstgespräche führt, aber auf eine Art, die für andere nicht erkennbar ist. Eine Person also, die Selbstgespräche führt, ist eine Person, die diese Selbstkontrolle über den inneren Dialog verloren hat.

Eine Person nun die einen völligen Sieg über diesen inneren Dialog erlangen möchte, wäre eine Person die auch dem inneren Dialog ein Ende macht, der nicht für andere erkennbar ist - nur für sie selbst. Der erste Schritt in dieser Richtung ist zu wissen, daß es so etwas wie den inneren Dialog gibt. Der nächst Schritt ist, solche Dialoge im eigenen Denken zu erkennen. Wenn immer wir anfangen über Ereignisse der Vergangenheit oder der Zukunft nachzudenken, fangen wir vielleicht an, sie in Worte in unserem Verstand zu formulieren. Wenn Sie andere bei Gesprächen beobachten, dann beachten Sie, wenn Leute so etwas sagen, wie "Dann sagte sie zu mir,..., und dann erwiderte ich,..." Solch ein Bericht über ein vergangenes Ereignis ist ein typischer äußerer Dialog der auch als innerer Dialog auftritt und der wahrscheinlich von einer solchen Person als innerer Dialog eingeübt wurde bevor er ein äußerer Dialog wurde.

Wenn uns die Bibel sagt, wir sollen Anschläge und alles Hohe zerstören, das sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes, und gefangen nehmen alle Gedanken unter den Gehorsam Christi, dann spricht die Bibel von diesem inneren Dialog. Und wenn wir dies tun was uns die Bibel aufgibt, dann kämpfen wir mit den Waffen, die nicht fleischlich sind, sondern mächtig im Dienste Gottes zu zerstören Befestigungen. 2 Korinther 10,4-5.

Das Zerstören von Befestigungen bedeutet, daß wir das zerstören, was einen festen Halt über uns hat: wir zerstören diese fortlaufenden, sich wiederholenden schädlichen Gedanken.

Es sind genau diese Gedanken, die uns jede Menge Probleme schaffen. Sie sind zum Beispiel Gedanken von Episoden, vergangenen oder zukünftigen, wo die Unzulänglichkeiten anderer das Hauptthema sind, oder wo wir versuchen, zu beweisen, daß wir besser waren oder besser sind, oder überlegen, oder schlauer, weiser.

Wir versuchen also diese inneren Dialoge zu beenden. Wir können solche Bemühungen auch als Versuche bezeichnen, die Welt anzuhalten. Wir halten die Welt an, wenn wir dieses tun, weil wir uns dann auf unser Inneres konzentrieren und dieses verursacht, daß die äußere Welt verschwindet. Wir wenden uns den Dingen des Geistes zu und weg von den weltlichen Dingen - der Welt.

Wir wenden uns nach innen.

Wir versuchen, mit dem Denken aufzuhören und still zu werden. Es geht darum, den Verstand zu stoppen.

Der erste Weg dieses zu erreichen, wäre unser Atmen zu beobachten. Der zweite Weg wäre unsere inneren Vibrationen zu beobachten. Ein dritter Weg wäre unsere Augen zu schließen und unser Sehen auf einen Punkt vor unseren Augen zu konzentrieren. Wir blicken dann in die Dunkelheit, aber in dieser dunklen Umgebung wählen wir einen Punkt direkt vor unseren Augen auf den wir starren und versuchen festzustellen, was sich da abspielt. Auch hier werden wir vielleicht unser Ziel verfehlen, und finden uns wieder, über anderes nachzudenken. Das ist aber nicht wichtig. Wir können einfach darauf zurück kommen, diesen Punkt anzustarren. Eine vierte Möglichkeit wäre unseren Verstand in einer direkten Art zu beobachten indem wir aufpassen und herausfinden, was er gerade am tun ist. Wir könnten uns auf das nächste Ereignis in unserem Denken konzentrieren.

Ich mache einen Spaziergang am Strand und sehe wie eine Krabbe in einem Loch im Sand verschwindet. Ich setze mich hin nicht weit von dem Loch und behalte das Loch in meinem Blickfeld. Die Krabbe floh in dieses Loch und ich verhalte mich jetzt still und rühre mich nicht und lasse das Tier glauben, ich sei nicht mehr da, um so das Tier dazu zu bringen, wieder aus dem Loch herauszukommen. Ich fahren also fort, den Eingang zu dem Loch im Auge zu behalten, damit mir ja nicht das Wiederauftauchen des Tieres entgeht, die erste Bewegung, die ich entdecken kann, den Moment, in dem der erste Teil des Tieres sich über den Rand des Loches bewegt.

Anstatt des Tieres warten wir nun auf den ersten Gedanken den wir erkennen können. Wir sitzen also da und warten auf den ersten Gedanken der sich zeigt.

Wir können auch mehrere oder alle dieser Dinge zusammen tun. Wir können also unser Atmen beobachten, wir können unsere inneren Vibrationen beobachten, wir können diesen Punkt vor unseren Augen anstarren, und wir können dasitzen und auf den ersten sich zeigenden Gedanken warten. Es ist eine Angelegenheit sein Bewußtsein zu erweitern und die Fähigkeit auszuweiten, mehrere Ereignisse gleichzeitig wahrzunehmen.

Es ist auch ein Zustand in dem wir sehr schöpferisch sind. Ein Zustand zum Beispiel in dem wir recht gute oder eine bessere Kontrolle über unfreiwillige Körperfunktionen ausüben.

Diese alles ist aber nicht wirklich Meditation. Es ist eine Situation in der die Welt irgendwie außer Kontrolle geraten zu sein scheint und wir nun versuchen, uns wieder zu zentrieren. Es ist eine Situation wo die Welt am untergehen zu sein scheint und die Berge mitten ins Meer sinken. Es ist eine Situation wo wir einfach wieder aus weltlichen Sorgen herauskommen und zurück zur Anwesenheit Gottes gelangen.

Es ist eigentlich eine Situation in der wir nicht meditieren können, denn die Agitation hindert uns daran, es zu tun. Erst wenn wir wieder diesen Ort der Stille gefunden haben, können wir wieder meditieren. Wenn wir wieder still sind, wissen wir, daß wir Gott sind.

Es ist diese Stille die für das Meditieren nötig ist. Muße ist es was dem Gelehrten die Gelegenheit gibt Weisheit zu erlangen; ein Mann mit wenigen geschäftlichen Angelegenheiten wird weiser.

Physiologen sprechen von zwei verschiedenen Hemisphären des Gehirns und Leute die sich für Meditation interessieren glauben, daß wenn diese beiden Gehirnhemisphären sich in Harmonie befinden, ein Idealzustand erreicht ist. In Wirklichkeit ist es natürlich der Verstand der sich in Harmonie befinden muß, das Gehirn ist nur das physische Organ das der Verstand benutzt, Messungen können jedoch gemacht werden und Gehirnwellen entdeckt werden und deshalb sprechen sie vom Gehirn. Wenn wir den Zustand des Verstandes zur Ruhe bringen, entspannt sind, dann bewegen wir uns in eine kraftvolle Position. Wir haben dann Kontrolle über unser Denken und der Verstand kontrolliert nicht uns. Kein innerer Dialog oder ähnliche Aktivitäten findet statt. Der Verstand ist zu unserem Werkzeug geworden und so auch unser Körper. Wir sind in einer Situation in der unser Körper praktisch völlig entspannt ist, unser Denken aber wachsam und aufmerksam. Rein äußerlich erscheint eine solche Person ganz ruhig zu sein, vielleicht sogar zu schlafen, und ein Beobachter könnte zum Schluß kommen, daß sie weit weg ist und nicht wirklich bei der Sache und auch kaum richtig wach ist. Aber das ist nur die äußerliche Seite der Person, die innerliche Seite ist ganz das Gegenteil: ein Zustand der hellwachen Aufmerksamkeit. Es ist diese Kombination der körperlichen Entspannung - ein frei sein von Stress - und geistiger Bereitschaft, die hier wichtig ist.

Diese Kombination führt zu einer völligen Normalisierung aller leiblichen Systeme. Sie ist ideal, um Heilung stattfinden zu lassen - körperliche Heilung. Und sie ist die effektivste und einfachste aller geistigen Therapien. Ergreifen Sie sie, wenn Sie heil werden wollen - heilig werden wollen.

Für eine Person die aber heil ist, ist es ein Zustand in dem Sieg dauernd stattfinden kann. Es ist ein Zustand in dem wir mit Leichtigkeit über die Geheimnisse und Sprüche der Weisen meditieren können. Es ist ein Zustand in dem wir stark und mutig sind.

Wir sind also körperlich entspannt und geistig völlig da und diesen Zustand benutzen wir nicht nur um seiner selbst Willen, sondern um ein volles Leben zu führen, eine Leben des Wachstums und des Sieges. Und diesen Zustand nennen wir die Anwesenheit des Herrn zu praktizieren, im Jetzt zu leben, vom Geist geleitet zu werden.

Der wichtige Aspekt dieses Zustandes ist der geistige, nicht der physische Zustand. Wenn wir Kontrolle über unser Denken ausüben, dann wird der Zustand unseres Leibes zweitrangig. Wir können unseren täglichen Geschäften nachgehen und unseren Körper bewegen, unser Denken aber hat völligen Frieden. Es wird einfach zum Lebensweg - eine ständige Geisteshaltung.

Wir müssen also eine Unterscheidung machen zwischen der Handlung des Meditierens und der Handlung des Stillseins. Die Handlung des Meditierens tue ich Tag und Nacht, die Handlung des Stillseins tue ich aber in besonderen Situationen. Meine Handlung mit dem Meditieren beschäftigt zu sein schließt das Stillsein ein. Wenn ich meditiere, dann bin ich in einer Situation, in der ich zentriert bin, in der ich über den Dingen stehe, in der ich nicht durcheinandergebracht bin, in der nicht die Notwendigkeit besteht, still zu werden. Wenn aber die Notwendigkeit besteht, still zu werden, dann besteht ein Mangel und ich muß etwas dagegen tun: ich muß still werden. Ich muß die Situation ändern und Beunruhigtsein und Besorgtsein ändern und still werden und mich entspannen.

Wenn ich meditiere dann erobere ich die Welt – wie Josua. Ich wende dann Josua 1,8 an, "Und betrachte dieses Buch des Gesetzes Tag und Nacht."

Auf der anderen Seite aber, wenn es aussieht als ob die Welt mich erobert, als ob die Welt um mich herum zusammenbricht, als ob die Erde zerschmelzen wird, als ob der Himmel einfallen wird, dann wende ich Psalm 46,10 an, "Seid stille und erkennet, daß ich Gott bin."

Wir wollen uns ein Beispiel ansehen. Normalerweise meditierte Josua über das Wort Gottes Tag und Nacht. Aber dann passierte etwas: die Kinder Israels wurden besiegt. Und die von Ai schlugen ihrer bei sechsunddreißig Mann (Josua 7). "Und jagten sie vor dem Tor bis gen Sabarim und schlugen sie den Weg herab. Da ward dem Volk das Herz verzagt und ward zu Wasser."

Und nun wollen wir sehen was Josua tat in einer Situation in der seine Welt zusammenzubrechen schien: er wurde still, und erkannte, daß Gott Gott war.

"Josua aber zerriß seine Kleider und fiel auf sein Angesicht zur Erde vor der Lade des Herrn bis auf den Abend."

Er brachte seinen Körper in eine Position in der er still werden konnte und er brachte sein Denken in eine Position in der er die Anwesenheit Gottes praktizieren konnte. Die Lade des Herrn ist das Symbol der Anwesenheit des Herrn. Die Lade ist direkt in uns drin, wir müssen uns nur unserem Innern zuwenden – still werden und erkennen, daß Gott Gott ist.

Und dann heißt es, "bis auf den Abend." Er praktizierte dieses nicht bis an das Ende seines Lebens, nur bis zum Abend. Warum nur bis zum Abend? Weil der Herr dem Josua sagte, "Stehe auf! Warum liegst du also auf deinem Angesicht?"

Steh auf – und nimm wieder das Erobern auf.

Was erobern Sie? Was ist das Territorium das Sie erobern sollten? Wer sind denn die Leute gegen die sie kämpfen sollten?

Ihre guten Charaktereigenschaften sollten eigentlich aufstehen und die schlechten bekämpfen. Und das kann nur passieren, wenn Sie ein volles Leben führen – ein Leben der Aktivität. Es kann nicht wirklich geschehen, wenn Sie sich völlig zurückgezogen haben, wenn Sie die meiste Zeit mit "meditieren" verbringen – über nichts bestimmtes meditieren.

Stehen Sie also auf und erobern Sie. Wie ist es Furcht zu erobern? Zögern Sie aus Ihrem Zuhause herauszugehen weil da Ihnen ja etwas passieren könnte? Zögern Sie in ein anderes Land zu ziehen, weil es da ja eine völlig andere Kultur gibt?

Wie ist es so etwas wie Wut und Zorn zu erobern? Werden Sie immer wieder aus der Fassung gebracht und wütend weil die Dinge nicht so laufen wie Sie meinen sie sollten laufen und lassen Sie dann andere Menschen wissen, daß Sie ungehalten sind? Sind Sie schnell dabei Ihren Mund aufzutun, um sich zu beklagen oder um andere einzuschüchtern oder Ihre Ungeduld auszudrücken oder lassen Sie Leute wissen, daß Sie es eilig haben oder eine wichtige Person sind?

Dieses sind die Dinge die wir erobern sollten und wir erobern sie indem wir ständig das beobachten, was wir tun, und wegen dieser Distanz zu den Dingen die wir tun, sind wir fähig uns bewußt zu werden was wir tun und dann können wir Änderungen in Angriff nehmen. Und so etwas wie dieses geschieht nicht über Nacht. Wir müssen uns da schon etwas anstrengen und ständig an kleinen Verbesserungen arbeiten und kleine Schritte in die richtige Richtung unternehmen.

Da gibt es also viele Territorien die wir zu erobern haben. Territorien wie Mangel an Vergebung, Haß, sich einsam zu fühlen, Krankheit, Stolz, Sklavenmentalität, Armut, Denken, Süchte, Arroganz, all die Sinne.

Da ist viel zu erobern. Seien Sie also stark und mutig und meditieren Sie Tag und Nacht in den Worten die Gott uns gegeben hat.

Und wenn Sie wieder einmal versagt haben, dann seien Sie einfach still und erkennen Sie, daß Gott immer noch Gott ist – daß er immer noch auf seinem Thron ist.

Und wenn Sie es dann erreicht haben – still zu werden – wenn Sie wieder kühl und ruhig und gesammelt sind, wenn sie wieder wissen, daß Gott Gott ist, dann nehmen Sie wieder das auf, was Sie Tag und Nacht tun: meditieren Sie über die geistigen Botschaften die die Menschheit seit Äonen erhalten hat und die sie jetzt erhält.

Da gibt es also nur eine Person auf dieser Welt die beurteilen kann was real und was wahr für Sie ist, und das sind Sie selbst. Und Schriften die Sie als echt für sich empfinden, werden aus verschiedenen Quellen stammen, aber die wirklich wahren Quellen scheinen Menschen zu sein, die unabhängig und frei sind von Vereinigungen und keine Mitglieder irgendwo sind. Wenn ein Autor einer Konfession angehört, dann haben sie bereits einen guten Grund, skeptisch zu sein. Aber auch wenn er einen Hintergrund hat mit irgendeiner Organisation verbunden zu sein, mögen seine Ansicht beschränkt sein. Zur Zeit Jesu existierten Leute die waren Pharisäer oder Sadduzäer oder Zeloten, und somit eine Art von konfessionellen Menschen, Jesus aber kam nicht aus solch einer Gruppierung. Er hatte auch keine Verbindungen mit der herrschenden Klasse wie Priester und Schriftgelehrte. Er war unabhängig von all solchen und frei von ihren Einflüssen.

Jesus kam nicht aus den Schriftgelehrten heraus, sondern von außerhalb des etablierten Systems der religiösen Leute, und so ist es heute, die Wahrheit kommt nicht von Religionisten, sondern von individuellen Menschen die außerhalb der Systeme stehen.

Sirach 37,13-16 lautet:

Aber auch auf den Rat deines Gewissens gib acht,
denn wer ist dir treuer als dieses?
Das Gewissen des Menschen gibt ihm besser Bescheid,
als sieben Wächter auf dem Wachturm.
Bei alledem aber bete zu Gott,
und er wird deine Schritte in Treue lenken.
Die Überlegung ist der Anfang eines jeden Werkes,
der Anfang jeder Handlung ist die Beratung.

Jesus scheint hauptsächlich seinem eigenen Rat vertraut zu haben und verließ sich auf das, was er von seinem Vater hörte. Es ist die zuverlässigste Quelle. Wenn unser Selbst mit dem höheren Selbst verbunden ist, dann haben wir alles, was wir brauchen. Diese Verbindung wird uns sagen, was die Wahrheit ist und welcher Quelle wir glauben sollten.

Es ist Gott in uns, unser höheres Selbst, der uns immer zur Wahrheit leiten wird.

Unser Hauptziel ist es, Weisheit zu suchen, und die suchen wir vom Alten und vom Neuen, vom Altertum und von den neuesten Prophezeiungen:

Er aber der über das Gesetz des Höchsten nachsinnt,
und sich mit der Meditation darüber befaßt,
wird die Weisheit der alten suchen,
und beschäftigt sich mit der Erforschung der Propheten.
Die Reden berühmter Männer bewahrt er,
und dringt in Aussagen der Weisheitssprüche ein.
Er erforscht die Geheimnisse der Sprichwörter,
und geht den Rätseln der Gleichnisse auf den Grund.
Sirach 39,1-3.

Es ist diese Kombination der Schrift - die Weisheit der Alten – und der Prophezeiungen – fortschreitende Offenbarung – die die Quelle des Lebens für uns ist.

Seien sie also argwöhnisch wenn der Lehrer aus einer Konfession kommt und aus allen möglichen Organisationen und Gesellschaften.

Wir wollen uns nun einen weiteren Fall ansehen, wo die Heuchler – Heuchler sind Menschen die vorgeben bewundernswerte Prinzipien, Anschauungen oder Gefühle zu haben, aber sich nicht dementsprechend verhalten – heilige Schriften von uns genommen haben.

Wir hatten uns die Didache angesehen, ein Buch das das früheste all der bekannten Schriften der frühen christlichen Zeit ist, früher als all die Bücher des Neuen Testamentes, und wie die Religionisten es nicht in den Kanon aufnahmen.

Und wir sahen auch wie in unseren mehr modernen Zeiten die konfessionellen Leute 14 Bücher der King James Bibel aus der King James Bibel herausnahmen, sie aber weiterhin King James Bibel nennen.

Wir wollen uns nun ein Buch ansehen das ganz bestimmt ein Buch des Neuen Testamentes ist, das Sie aber nicht in dem Neuen Testament finden werden. Ein neutestamentliches Buch das nicht im Neuen Testament ist.

Paulus war in Rom und schrieb zwei Briefe an zwei Gemeinden die an Orten bestanden, die jetzt in der Türkei liegen. Und diese beiden Orte liegen recht nah beieinander: Kolossä und Laodicea. Sie liegen dicht bei Hierapolis, das heute Pamukkale genannt wird und das heute ein beliebtes Touristenziel ist mit heißen Quellen die sich über die Hänge von Kalziumablagerungen ergießen.

Paulus nun, zusammen mit Timotheus, schrieb zwei Briefe, oder vielleicht diktierte er, oder sie, zwei Briefe, und schickten sie beide nach Kleinasien, und als Boten wurden Tychikus und Onesimus benutzt. Der letzte Satz in Kolosser lautet, in der King James Version, wie folgt: "Geschrieben in Rom an die Kolosser von Tychikus und Onesimus." Dieser Satz erscheint direkt nach dem letzten Vers in Kolosser, Kolosser 4,18. Tychikus und Onesimus waren die Sekretäre die diese beiden Briefe geschrieben haben und auch die Briefträger die sie nach Kollosä und Laodicea brachten. Wir können dies aus den Versen 7 bis 9 des vierten Kapitels der Kolosser entnehmen: "Wie es um mich steht, wird euch alles kundtun Tychikus, der liebe Bruder und getreue Diener und Mitknecht in dem Herrn, welchen ich habe darum zu euch gesandt, daß er erfahre, wie es sich mit euch verhält, und daß er eure Herzen ermahne, samt Onesimus, dem getreuen und lieben Bruder, welcher von den euren ist. Alles, wie es hier steht, werden sie euch kundtun."

Daß diese drei Orte, Kolossä, Laodicea und Hierapolis, recht nahe beieinander liegen, kann aus Kolosser 4,13 entnommen werden. Dort heißt es: "Ich gebe ihm (Epaphras) Zeugnis, daß er großen Fleiß hat um euch (in Kolossä) und um die zu Laodizea und zu Hierapolis."

Der wichtige Vers in diesem Zusammenhang ist der Vers 16 des vierten Kapitels der Kolosser: "Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so schafft, daß er auch in der Gemeinde zu Laodizea gelesen werde und daß ihr den von Laodizea lest."

Es ist hier also ganz deutlich ausgedrückt, daß Paulus zwei Briefe zur gleichen Zeit schrieb und abschickte. Aber sogar noch wichtiger ist, daß Paulus hier erklärt und dokumentiert, daß er einen Brief an die Laodicener schrieb – den Brief von Laodicea.

Wo ist nun dieser Brief – die Epistel an die Laodicener? Im Neuen Testament sollte er direkt nach der Epistel des Paulus an die Kolosser zu finden sein.

Da gibt es aber nicht so einen Brief. Warum nicht? "O – der ist wahrscheinlich verloren gegangen." Man könnte an recht viele Gründe denken warum diese Epistel nicht im Kanon sich befindet. Aber lassen Sie mich Ihnen die wahren Gründe zeigen.

In Kolosser 4,15 lesen wir, "Grüßet die Brüder zu Laodizea und den Nymphas und die Gemeinde in seinem Hause." Warum würde Paulus nun dieses an die Menschen in Kolossä schreiben, wenn er, zur gleichen Zeit, auch einen anderen Brief direkt an die Menschen in Laodicea, in Laodicea wo Nymphas wohnt, schreibt? Nymphas wohnt nicht in Kolossä, er ist in Laodicea. Vielleicht hatte der Paulus bereits eine Vorahnung, daß sein Brief an die Laodicener in Gefahr sein könnte; und das könnte einer der Gründe sein warum er den Nymphas erwähnt und warum er ausdrücklich seinen Brief an die Laodicener anführt.

Sie sollten sich daran erinnern, daß es da vier Stellen in der Bibel gibt, die beschreiben wo sich die Gemeinde trifft. Die Gemeinde kommt in einem Haus zusammen. Lesen Sie "Der Versammlungsort," ein Kapitel in der Serie "Die Imitationskirche."

Dieses sind die vier Schriftstellen:

Römer 16,3-5:
Grüßt die Priscilla und den Aquila, meine (Paulus) Gehilfen in Christo Jesu, welche haben für mein Leben ihren Hals dargegeben, welchen nicht allein ich danke, sondern alle Gemeinden unter den Heiden. Auch grüßet die Gemeinde in ihrem Hause (in Rom).

Korinther 16,19:
Es grüßen euch die Gemeinden in Asien. Es grüßt euch sehr in dem Herrn Aquila und Priscilla samt der Gemeinde in ihrem Hause (in Ephesus).

Kolosser 4,15:
Grüßet die Brüder zu Laodizea und den Nymphas und die Gemeinde in seinem Hause.

Philemon 1-2:
Paulus, der Gebundene Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder, Philemon, dem Lieben und unserm Gehilfen, und Appia, der Lieben, und Archippus, unserm Streitgenossen, und der Gemeinde in deinem (Philemons) Hause (in Kollossä).

Die wahre Kirche trifft sich also in einem Haus, in einem normalen Haus einer normalen Person. Was aber passierte in Laodicea? Sie, die Gläubigen in Laodicea, oder besser einige von ihnen, fingen an sich an einem besonderen Ort zu treffen, so etwas wie einen Tempel. Die wahre Kirche in Laodicea traf sich im Haus des Nymphas, und die Kirche in der Nachbarschaft, die wahre Kirche in Kolossä, traft sich im Haus von Philemon, dem Philemon an den Paulus Brief "Der Brief des Paulus an Philemon" gerichtet ist.

Laodicea ist ein biblischer Fall wo die zeremonielle Kirche in der Christenheit anfing. Jesus gebrauchte eine recht starke Sprache als er die Kirche in Laodicea zurechtwies. Lesen Sie Offenbarung 3,14-22. Er hat Ihnen nichts Positives zu sagen. Er sagt, "Ich werde dich ausspeien aus meinem Munde."

Paulus und Timotheus wurden durch den Heiligen Geist und von ihren Brüdern Epaphras und Nymphas davon informiert, daß die Laodicener vom Glauben abgefallen waren (Laodicener 1,4).

Die Laodicener erwählten sich selbst einen Bischof und einen Klerus, sie wollten aus Christus einen Götzen machen, und sie bestimmten sich ein Haus, und einen Feiertag, und verzierte Kleider (Laodicener 1,5), wie es war zum Teil unter den Heiden und unter den Juden (Laodicener 1,6). Paulus sagt, daß sie Widersacher Christi und seines Wortes sind (Laodicener 1,17).

Was die Laodicener hier getan hatten war genau das Gleiche was die Leute getan hatten, die den Kanon etabliert hatten. Sie kehrten zurück zu den Praktiken der Heiden: Tempel, Priester, Talare. Sie können schon sehen, warum die Leute die den Kanon schafften, diese Epistel nicht in den Kanon aufnahmen, sondern sie verloren gehen ließen. Sie ließen sie unter den Tisch fallen, denn dieser Brief war eine harsche Kritik ihrer Praktiken.

Nun werden Sie sich sicher gewundert haben, wie ich einen Brief an die Laodicener zitieren kann, wenn ein solcher Brief gar nicht existiert oder verloren gegangen ist. Ich werde hierauf noch zurückkommen.

In Laodicener 1,26 beschuldigt Paulus sie, daß sie die alte Beschneidung zurück haben wollen, und Zeremonie, und den Sabbat, und in Vers 27, daß sie Gold, und ein Gebetshaus, und Festtage, und aufwendige Talare haben wollen und in Vers 28, daß sie sagen, eine Opferzeremonie muß es geben.

Und in Vers 30 erwähnt Paulus wieder die Zeremonie, die Laodicener waren also wieder richtig zurück zu Zeremonien gekehrt und begannen die zeremonielle Kirchen-Christenheit.

Und in Laodicener 1,33 finden wir eine Bestätigung, daß das Brechen des Brotes - das Abendmahl – keine Zeremonie ist. Er schreibt, "So mich aber der Herr ohne Zeremonien, also in meiner Blindheit, berufen hat, wie hätte ich da aus dem Abendmahle je eine Zeremonie machen sollen?!"

Und in Vers 34, daß wir nur belustigt sein können, wenn wir uns die Zeremonien der Welt anschauen, und in Vers 35, daß für uns alle Welt mit ihrer Zeremonie vergangen ist und so auch der alte Tempeldienst und alle verbrämten Kleider.

Und in Vers 36 weist Paulus immer noch darauf hin, daß die neue Einrichtung der Zeremonie nicht Teil des Christentums ist. Er spricht von der Freiheit des Geistes, Vers 37, und macht so die Epistel an die Laodicener eine viel mehr plausibel Epistel als die an die Galater, denn er bringt eine Menge Beispiele was Sklaverei ist, in diesem Falle zeremonielle Gottesdienste.

Und in Vers 40 sagt er uns, was das Greuelbild der Verwüstung wirklich ist. In Daniel 11,31 und 12,11 wird dieses Greuelbild der Verwüstung, daß das tägliche Opfer ersetzt, das Wandeln im Geiste, erwähnt; und die Laodicener wollen die Leitung durch den Geist wegnehmen und von neuem den Greuel der Verwüstung herbeiführen. Sie werden das Heiligtum entweihen, Daniel 11,31, und damit die Anwesenheit des Herrn – das tägliche Opfer werden sie abschaffen. Und dann sagt Paulus, daß diese Rückkehr zu Zeremonien wieder den Greuel der Verwüstung herbeiführen würde und von dem Daniel gesprochen hat.

In Vers 44 schreibt Paulus, "O ihr blinden Toren aller Torheit! In Christo seid ihr frei geworden – und wollet nun wieder Sklaven und Knechte der Sünde, des Gerichtes und des Todes werden!"

Und in Vers 53 zeigt er auf was wirklich ihr Verhalten verursacht: sie wollen wie die Welt sein, und sie geilen mit der Welt, des Goldes wegen, des Ansehens und der Herrschsucht wegen.

Und im letzten Vers des ersten Kapitels, in Vers 54, ruft er sie auf umzukehren und abzulassen von ihrer selbstgewählten Geistlichkeit, von ihrem Tempel, von ihrem Feiertag, und von ihren verbrämten Kleidern.

Und im zweiten Kapitel der Laodicener, beginnend mit Vers 9, spricht Paulus von einer Person die nach eigenmächtiger Wahl einhergeht in aller Demut aber aufgeblasen ist in seinem fleischlichen Sinne der voller Schmutzes und Unflates ist, und Eigennutzes, voll Trug und Lüge, voll Herrschsucht, voll Geizes und voll Neides. Und solch eine Person will sich bei ihnen aufwerfen, als wäre sie berufen vom Herrn, aber in Wirklichkeit hat sie den Geist des Teufels in sich und geht unter ihnen umher wie ein Wolf im Schafspelz der die Laodicener zu verschlingen bemüht ist. Sie sollten diese Person alsbald von ihrem Platze treiben und sich wieder an den Nymphas kehren, dessen Haus da ist eine rechte Gemeinde Christi!

Und in den Versen 17 und 18 sagt Paulus, daß Nymphas den Wolf erkannt hat und daß sie ja hingehen zum Nymphas und wieder eine Gemeinde werden mit seinem Haus.

Das zweite Kapitel hat 36 Verse und das letzte Kapitel, das dritte, hat 50 Verse. In den Versen 6 und 7 des dritten Kapitels sagt Paulus ihnen, daß ein Apostel des Satans sie berückt hat und daß Jesus sie gewarnt hat vor dem Sauerteig der Pharisäer und Hohenpriester. Und in Vers 8 sagt er, "Wie blind doch und wie sehr in die Welt übergegangen müßt ihr sein, daß euch solches nicht auf den ersten Blick auffallen mochte!"

Diese Aussage trifft eigentlich sehr auf unsere heutige Situation zu. Wenn man die Bibel studiert, dann kann man sich nur wundern, wie blind alle Christen, oder alle sogenannten Christen, sein müssen, daß so etwas wie dieses ihnen nicht auf den ersten Blick auffällt. Die Bibel ist voller Warnungen, Warnungen vor den Heuchlern, aber niemand sieht es.

Und in den Versen 11 und 12 des dritten Kapitels lesen wir, "Ich, Paulus, aber sage euch: Gehet hin und zerstöret den Tempel, löscht den bezeichneten Feiertag aus den Kalendern, setzet den falschen Bischof und seine Knechte ab, die sich gleich denen von Jerusalem von eurer Hände Arbeit mästen wollen und haben sich einen großen ehernen Kasten machen lassen, der euer erspartes Gold und Silber aufnehmen solle, und verbrennet die verbrämten Kleider."

Dieses ist nun wirklich eine sehr klar ausgedrückte Aussage was jemand zu tun hat, sie geht ins Detail. Haben Sie nichts zu tun mit einem Kirchengebäude, einem religiösen Feiertag, einem Kleriker. Zertrümmern sie sie und rotten Sie sie aus Ihrem Leben aus.

In Vers 43 schreibt Paulus, "Ich aber bitte euch um Gottes willen, daß ihr würdige Früchte einer vollen Umkehr von eurem neuen Heidentum in die lebendige Kirche Gottes bringt, welche in euch, aber nicht in den Tempeln, Gewändern und in irgendeiner Zeremonie wohnet."

Paulus benutzt also den ganzen Brief die Laodicener anzuspornen, sich von ihrem neuen Heidentum abzukehren. Und dann kommt er zum Ende des Briefs:

In Vers 48 finden wir die Anweisung die der in Kolosser 4,16 entspricht. Wir lesen dort, "Wenn aber die Kolosser werden ihren Brief gelesen haben, dann leset auch ihr ihn, so wie ich euch um des Herrn willen bitte, daß auch ihr diesen Brief eben auch die Kolosser sollet lesen lassen!"

In Vers 49 wird diese Ermahnung fortgesetzt, "Denn er tut ihnen so not wie euch! Schließlich aber vermahne ich euch hier schriftlich – wie euch allen solches auch mündlich kundtun wird Tychikus -, daß dieser Brief in allen Gemeinden soll gelesen werden, wie der an die Kolosser."

Dieses nun kann nicht geschehen, weil die Leute die den Kanon abschlossen den Laodicenerbrief weggenommen haben und er deshalb nicht in allen Gemeinden gelesen werden kann.

Diese Leute werden hierfür eines Tages gerade stehen müssen.

Der Brief an die Laodicener gilt als verloren gegangen – trotz ernsthafter Bemühungen, ernsthafter Bemühungen weil dieser Brief so direkt in Kolosser erwähnt wird aber nicht im Neuen Testament ist.

Und der Brief an die Laodicener endet mit Vers 50 des dritten Kapitels und mit der Schlußbemerkung:

"Meinen Gruß mit eigener Hand: Gedenket meiner Liebe! Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei mit euch!

Geschrieben von Rom durch Tychikus und dessen Gefährten Onesimus, die da beide gesandt sind zu euch und sind gesandt zu den Kolossern."

Diese Information zeigt uns somit, daß Paulus diesen Brief diktierte und daß er nur die Grüße selbst schrieb, daß er in Rom geschrieben wurde, daß Tychikus und Onesimus die beiden waren, die das eigentliche Schreiben taten, und daß die beiden Briefe, der an die Kolosser und der an die Laodicener, zusammen geschrieben und versandt wurden.

Wenn nun all die Gelehrten den Laodicenerbrief als verloren gegangen betrachten, wie kommt es dann, daß ich diesen Brief so viel zitieren kann?

Wir haben in einer anderen Diskussion dieser Serie "Die Imitationskirche" – im Kapitel das "Buch des Lebens" genannt wird – gesehen, daß Information nicht wirklich verloren gehen kann. Die Leute also die die Epistel an die Laodicener "verloren," machten einen Fehler, sie werden entlarvt werden, alles wird ans Licht gebracht werden, keine Information wird je verloren.

Ein entscheidender Dienst an den Menschen der Kirche Gottes ist der Dienst der Prophezeiung. Der Dienst der Prophezeiung garantiert die fortlaufende Offenbarung des Willen Gottes: "den dogmatischen Status quo durch direkte, persönliche Offenbarung zu ändern". Seit den letzten zweitausend Jahren scheint es einen solchen Dienst nicht gegeben zu haben. Dieses ist aber nur deshalb so, weil die Heuchler eine systematische Verfolgung betrieben. Nur seit kurzem ist es möglich als Prophet überleben zu können. Und das Gleiche trifft auf des Propheten Arbeit zu: prophetische Aussage.

In der Apostelgeschichte 13,1 lesen wir, "Es waren aber zu Antiochien in der Gemeinde Propheten und Lehrer, nämlich Barnabas und Simon, genannt Niger, und Luzius von Kyrene und Manahen, der mit Herodes dem Vierfürsten erzogen war, und Saulus."

Im neunzehnten Jahrhundert gab es in Österreich gewisse Propheten und Lehrer. Und einer von ihnen war Jakob Lorber. Er prophezeite für eine recht lange Zeit, von 1840 bis 1864: für 24 Jahre. Er war 1800 geboren worden und er starb 1864. Im Jahre 1844 schrieb er den Brief des Paulus an die Laodicener nieder. Er hatte Zugang zu dem Buch des Lebens. Dieser Brief besteht also seit einer geraumen Zeit, seit 1844. Die Theologen werden ihn ignorieren, da sie Prophezeiungen abgeschafft haben; so etwas existiert nicht mehr – für sie. Sie werden ihn nicht einmal ansehen. Sie werden ihn einfach ignorieren. Und indem sie dieses tun, beweisen sie jeder geistigen Person, daß sie völlig weltlich sind. Dieser Brief ist im Internet zu finden, jedermann kann ihn lesen – kostenlos: Paulus’ Brief an die Gemeinde in Laodicea.

Jakob Lorber schrieb in Deutsch. Der Brief an die Laodicener existiert also in Deutsch. Er ist nicht vorhanden in Hebräisch, oder in Griechisch, oder in Lateinisch, oder in Aramäisch, oder in Koptisch. Er besteht in Deutsch. Es ist ein Deutsch des neunzehnten Jahrhunderts und es ist so neu, daß ein Deutscher aus dem einundzwanzigsten Jahrhundert so gut wie keine Probleme haben wird, es zu verstehen. Da bestehen also keine solchen Probleme wie wir sie mit Übersetzungen von Texten haben, die aus dem Altertum stammen – zumindest nicht für einen Deutschen. Der ursprüngliche Brief den Paulus geschrieben hat mag in Griechisch geschrieben worden sein – oder in Aramäisch wie einige behaupten. Jetzt haben wir eine Epistel des Neuen Testaments dessen originelle Sprache Deutsch zu sein scheint. Zumindest könnte man sagen, daß diese deutsche Version des Briefes die beste Übersetzung ins Deutsche ist, die man sich wünschen könnte. Sie wurde von himmlischen Wesen übersetzt.

Wir wollen uns jetzt eine Übersicht verschaffen von einigen Aspekten die das Neue Testament uns über die Entstehung der Imitationskirche enthüllt. In Laodicener haben wir Information die hauptsächlich Zeremonie betrifft. Etwa 150 km westlich von Laodicea ist Ephesus, auch jetzt in der Türkei, dicht am Meer. Wir haben dort den Ort wo Paulus über die greulichen Wölfe prophezeite. Und wieder westlich, etwa 400 km westlich von Ephesus, haben wir Korinth in Griechenland. Alle drei Orte liegen auf einer mehr oder weniger geraden theoretischen Linie die sich in Ost-West-Richtung erstreckt, nur wenig südlich vom 38sten Breitengrad.

In Korinth hatten wir das Problem, daß die Gläubigen anfingen, Menschen zu folgen. Dort sagte einer von ihnen, "Ich bin paulisch," der andere, "Ich bin apollisch," und ein dritter sagte, "Ich bin kephisch:" 1 Korinther 1,12 und 3,4. Da gab es Eifersucht und Zank unter ihnen. Es gab Spaltungen. Heute haben wir das Gleiche in Konfessionen. Sie sagen, sie gehören zu Luther, zu Calvin, zu Wesley, oder sie gehören zu Konfessionen die von Männern etabliert wurden die ihre eigene Gefolgschaft wollten und deshalb folgen sie im Grunde solchen Männern. Das Problem ging also von den Gemeindemitgliedern aus; es lud geradezu dazu ein, Wölfe zu werden und ihre Führer zu werden. Und aus dem ersten Brief des Klemens an die Korinther, den er in Rom schrieb und daher von der römischen Kirche, und daher aus einer Position heraus, die das Amt des Papstes war, oder werden würde, können wir folgern, daß die Christen in Korinth der Ermahnung des Paulus gefolgt waren und die Bischöfe und den Klerus rausschmissen, und Klemens Brief beklagt sich hierüber und protestiert dagegen und er versucht mit seinem Brief diese Entwicklung zu bekämpfen. Dieses war es also, was in Korinth passierte.

In Ephesus war die Situation wie wir sie in der Apostelgeschichte 20,29-31 finden, wo wir die Prophezeiung des Paulus über die greulichen Wölfe haben und wie sie aus den Reihen der Ältesten in Ephesus kommen werden, um die Jünger an sich zu ziehen. Wir scheinen eine Bestätigung im dritten Brief des Johannes zu haben, daß dieses tatsächlich passierte, in dem er Diotrephes als solch einen Wolf beschreibt, da wir annehmen können, daß Johannes ein Ältester in der Kirche in Ephesus war und daß er an die Kirche schrieb in der er ein Ältester war. Das Problem in Ephesus war also, daß der Wolf aus den Ältesten dieser Kirche kam – daß Diotrephes dort ein Ältester war, wahrscheinlich sogar von Paulus selbst ordiniert worden war, und wahrscheinlich sogar anwesend war als Paulus prophezeite. Vielleicht wußte Paulus sogar während er prophezeite, daß Diotrephes dies tun würde. Ein Ältester der aus einer wahren Kirche heraus kam und der in einer biblischen Art Ältester wurde, kehrte um, und wurde zu einem Wolf.

In Laodicea war das Hauptproblem die Rückkehr zu den Zeremonien.

Man kann sich eigentlich gar nicht eine klarere Aussage vorstellen worum es bei der Imitationskirche geht, als dieser Brief des Paulus an die Kirche in Laodicea. Und alle diese Aussagen in dem Laodicenerbrief stimmen in ihrem geistigen Inhalt völlig mit dem Rest des Neuen Testamentes überein.

Die Leute des Kanon bekämpften diesen Brief so erfolgreich, daß keine Überreste von ihm blieben. Keine Spur konnte gefunden werden. Sie waren aber nicht dem Heiligen Geist gewachsen. Der Heilige Geist, und ein Mann der sich ihm zuwandte, brachte ihn vom Buch des Lebens zurück und er ist jetzt bei uns und kann gelesen werden und wir können darüber meditieren.

In allen drei Fällen aber, in Korinth, in Ephesus und in Laodicea, war die Situation so, daß gewisse Leute die Situation nutzten und die Macht übernahmen. Sie wurden Anführer und sie trieben den Heiligen Geist davon und ersetzten die Führung durch den Geist mit ihrer Herrschsucht.

Und dann schlossen sie den Kanon und sie schlossen die Tür zur kontinuierlichen Offenbarung – sie schafften die Prophetie ab. Sie nahmen all das Material weg, das während der letzten zweitausend Jahre zum Vorschein kommen sollte und über das wir meditieren sollten.

Der Vollständigkeit halber will ich das Bestehen eines Briefes an die Laodicener erwähnen, der seit der Zeit des frühen Christentums bekannt ist, den die heutigen Theologen aber als nicht koscher betrachten. Er umfaßt etwa 20 Verse. Es ist also ein kurzer Brief. Verglichen mit der Arbeit des Jakob Lorbers, die 140 Verse hat, ist er viel kürzer und dieser äußerliche Unterschied kann genutzt werden, diese beiden Briefe leicht zu unterscheiden und zwischen ihnen zu differenzieren.

Es bestehen Kommentare in der Literatur über diesen kurzen Brief. Montague Rhodes James beschreibt ihn in seinem "The Apocryphal New Testament" (Das apokryphe Neue Testament) als völlig uninteressant, und als nur deshalb geschrieben, um die Erwähnung des Briefes von Laodicea des Paulus in seinem Brief an die Kolosser zu rechtfertigen oder zu erklären. Es sei nicht leicht sich eine schwächere Konstruktion einer literarischen Arbeit, die aus Teilen von anderen paulinische Ausdrücken besteht, sich vorzustellen. Wilhelm Schneemelcher meint in seinen Werk, "Neutestamentliche Apokryphen," daß wenn man dieses kleine Apokryphon betrachtet, man erstaunt sei, daß es überhaupt in Bibel-Handschriften gelangt sei und daß kein Zweifel darüber bestehen kann, daß Kolosser 4,16 der Anlaß zu dieser Fälschung war und daß Paulus auf einen Brief nach Laodicea Bezug nimmt, der aber nicht in das Corpus Paulinum gekommen ist und daß diesem Mangel durch das Elaborat eines bibelkundigen, aber sonst nicht gerade theologisch gebildeten Unbekannten abgeholfen werden sollte. Er meint auch, daß man sich lange Zeit weithin daran einig gewesen sei, daß Laodicener eine farb- und geistlose Zusammenstellung paulinischer Sätze sei. Man tue dem Autor dieses dürftigen und zusammengestoppelten Machwerks zu viel Ehre an, wenn man ihn mit der Elle antiker literarischer Gewohnheiten messe. Dieser Laodicener sei eine ungeschickte Fälschung mit dem Zweck, den in Kolosser 4,16 genannten Laodicenerbrief im Corpus Paulinum zu haben.

Ich dagegen meine, daß die Theologen der damaligen Zeit sich sehr bewußt der Tatsache waren, daß das wahre Ding, Paulus wahrer Brief an die Kirche in Laodicea, von ihnen beseitigt worden war und ausgetilgt worden war und nun hatten sie das Problem, daß die Menschen danach fragten und sie deshalb versuchten ihnen etwas zu geben, um sie ruhig zu stellen, und sie fälschten ein Stück Schrift. Und das Ergebnis war dieses Machwerk.

Sie ersetzten einfach das echte durch ein gefälschtes.

Ich würde in keiner Weise überrascht sein, wenn dieser wahre Brief des Paulus an die Laodicener, der von Jakob Lorber kommt, nicht der einzige Brief war, den sie unterdrückten. Wie steht es zum Beispiel mit einem dritten Brief an die Korinther? Paulus schreibt in 1 Korinther 5,9, "Ich habe euch geschrieben, in dem Briefe, daß ihr nichts sollt zu schaffen haben mit den Unzüchtigen." Dieses deutet sehr stark darauf hin, daß es da einen Brief vor dem 1 Korinther-Brief gab und daß 1 Korinther eher 2 Korinther sein sollte. Wenn Sie 2 Korinther 10,9 und die danach folgenden Verse lesen, dann erhalten Sie den Eindruck, daß Paulus mehr als nur zwei Briefe an die Korinther geschrieben hat: "Das sage ich nur, damit es nicht scheint, als hätte ich euch mit den Briefen schrecken wollen. Denn seine Briefe, sprechen sie, sind stark und wiegen schwer." Dieses scheint auch anzudeuten, daß es da nicht nur einen Brief vor 2 Korinther gegeben hat, einfach deshalb, weil Paulus von Briefen (Mehrzahl) spricht.

Solch anderer Brief, oder solche andere Briefe, an die Korinther war wahrscheinlich genau so deutlich in den Einzelheiten des Heidentums dieser religiösen Menschen wie der Laodicenerbrief es war und wurde deshalb entfernt und auch vernichtet.

Wenn Sie also den Brief des Paulus an die Laodicener erforschen, dann werden Sie diese Fälschung vorfinden, und Sie werden auch das Werk Jakob Lorbers finden. Lesen Sie beide und Sie werden mehr wissen.

Die Theologen und Gelehrten werden über Jakob Lorbers Werk spotten. Dies wird aber nur beweisen, daß sie Heuchler sind, denn ein wirklicher Theologe ist eine Person, die Kenntnis von Gott hat. Und das ist es genau was sie nicht haben. Wenn sie Gott studiert hätten und wenn sie ihn kennen würden, dann würden sie nicht das tun, was sie tun. Sie würden nicht Konfessionen angehören, sie würden keine Titel benutzen, sie würden keine Kirchenbauwerke errichten und sie würden nicht für Geld arbeiten. Eine Person die wirklich über Gott Bescheid weiß und die Gott kennt ist vom Geist geleitet und würde sein Wort erkennen und es nicht verspotten.

Ich will Ihnen ein Beispiel geben. Die Wikipedia schreibt folgenden Absatz in ihrem Artikel "Laodizenerbrief:"

"Laodizenerbrief des Jakob Lorber. Der selbsternannte Mystiker Jakob Lorber (1800-1864) veröffentlichte 1844 die Schrift "Der Laodizenerbrief des Apostels Paulus", die er als Offenbarung empfangen haben will. Dieses Schreiben hat nichts mit dem apokryphen Laodizenerbrief der Vulgate zu tun."

Der Schreiber dieses Artikels verspottet Jakob Lorber und sein Werk. Er bezeichnet Jakob Lorber als selbsternannten Mystiker; seine erste Verspottung. Seine zweite Verspottung ist, daß er von Jakob Lorber sagt, daß er sein Werk als Offenbarung empfangen haben will. In diesem Artikel der Wikipedia haben wir es also mit einem Schreiber zu tun der sich den Anschein gibt etwas von geistigen Werken zu verstehen, aber ein wirklich geistiges Werk verunglimpft, dagegen aber viel Raum dem Laodicenerbrief widmet, der ein Machwerk ist.

Eine Person die vom Geist geleitet ist, ein wahrer Theologe, würde ein geistiges Werk erkennen; und er würde als Werkzeug des Messens seine geistige Kapazität benutzen. Ein falscher Theologe wird nur dann ein Werk akzeptieren, wenn ein antikes physisches Manuskript in der griechischen Sprache, oder einer anderen antiken Sprache, existiert.

Dieses ist der wesentlichste Aspekt des Unterschiedes zwischen geistigen Menschen und fleischlichen Menschen. Fleischliche Menschen werden immer zu der materiellen Seite des Lebens hingezogen werden und sie werden immer die Zustimmung der Menschen finden wollen. Und dieser Unterschied ist recht gut von Paulus in seinem wahren Brief an die Kirche in Laodicea beschrieben worden. Paulus benutzt seinen Brief, um die geistigen Gründe herauszustreichen, warum Leute zurückkehren zu den Gebräuchen der Heiden. Er sagt, daß die Laodicener sich wieder den menschgemachten Regeln zugewendet haben und daß ein Tempel solch eine Menschensatzung sei, ein totes Werk von Menschenhand. Und er sagt, daß diese fleischlichen Leute geheimen Handel mit allen Heiden treiben und alles aufbieten, daß sie sich mit ihnen ja nicht die geheime Freundschaft verderben möchten.

Die ganze Religiösität der sogenannten Christenheit ist heidnisch. Sie unterdrückten den Laodicenerbrief und wahrscheinlich auch andere Briefe, sie unterdrückten die Didache, sie nehmen heutzutage Bücher aus der Bibel heraus und machen so als ob die Bibel vollständig ist. Ich würde nicht überrascht sein, wenn wir herausfinden, daß sie viel wichtigere Dokumente entfernt haben, daß sie Dokumente vernichtet haben, die noch viel deutlicher den Unterschied zwischen dem Leben mit Christus und ihrem Heidentum aufzeigen – ihrem Leben das dem Antichristen geweiht ist.

Was sind die wichtigsten Aspekte unserer Diskussion?

Wie brauchen nicht zu "meditieren," wie es uns verschiedene Quellen empfehlen, und Jahre oder Jahrzehnte, vielleicht an einsamen Orten, damit verbringen, wie Einsiedler zu leben.

Ein "erleuchtetes" Leben wird erreicht, indem wir einfach Einsicht und Verstehen dadurch uns erwerben, daß wir Kenntnis von den universellen Gesetzen erlangen und diese Einsicht dann im täglichen Leben anwenden.

Diese Einsicht zu erreichen, ist unsere Hauptaktivität.

Und während wir hiermit beschäftigt sind, werden wir uns sehr wohl der Kräfte des Lichts bewußt, aber auch der Kräfte die uns zu Gefangenen der Finsternis machen wollen und uns abhalten wollen, von allem, was uns Leben bringt, und die lebensbringende Informationen unterschlagen.

Wir meditieren über die unveränderlichen ewigen geistigen Gesetze und wir tun es Tag und Nacht.

Und das Geheimnis die Kontrolle über den Verstand zu erlangen ist nicht zu versuchen, das Denken zu stoppen, sondern zu versuchen, sehr ernsthaft, das Denken über die falschen Dinge zu stoppen, und nur noch die richtigen Gedanken zu pflegen.

 

Dieses ist das Ende von "Meditiere"

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