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Dieses ist das 28. Kapitel von "Die Imitationskirche."

 

28. Der Drang zum Organisieren

Frank L. Preuss

 

Was jetzt folgt ist eine ausgezeichnete Beschreibung von Leuten die das Bedürfnis nach einer Organisation haben und nach jemandem der eine solche Organisation anführt. Ich habe diese Beschreibung schon vorher einmal benutzt und bringe sie hier noch einmal. Wiederholungen sind ausgezeichnete Mittel, zu Lernendes besser zugänglich zu machen. Wenn Sie diese Beschreibung jetzt gleich lesen werden, dann denken Sie daran, daß der hier Fragende noch ganz gerne Organisation haben möchte und somit auch jemanden, der sie führt, und der dabei wohl auch daran denkt, selber eine solche Führungsposition einzunehmen. Diese Beschreibung kommt von Kapitel 134, des Bandes 10, Das Große Evangelium Johannes von Jakob Lorber:

 

Als die Jünger solches vernommen hatten, da sagte zu Mir Simon Juda: "Herr und Meister, da wir uns nun in zwei Gruppen teilen, soll denn nicht eine jede Gruppe einen Vorsteher haben?"

Sagte Ich: "Wann hat denn die reinste Liebe und die vollste und klarste Wahrheit aus den Himmeln eines Vorstehers benötigt?

Die Liebe, wie die Wahrheit in ihrer höchsten Reinheit und Vollendung ist ja eben in sich auch alsosehr das Allerhöchste in sich selbst, daß sich darüber nichts noch Höheres denken und begreifen läßt!

Ist aber solch eine Liebe und Wahrheit aus Mir in jedem von euch, die Ich nun in Meinem Namen aussende, - wer von euch will oder möchte dann seinem Bruder einen Vorsteher abgeben? Wie willst du dir da eine Vorstehung anmaßen, so du sagst und lebendig glaubst, daß nur Ich der Herr bin, - alle die andern aber sagen und glauben ganz dasselbe? Wer von euch will bei solch einer Annahme und bei solch einem Glauben ein Erster sein?

Wenn ein guter Rechner sagt und beweist, daß drei ganz gleiche Dinge und wieder ebenso drei ganz gleiche Dinge sechs solche ganz gleichen Dinge ausmachen, und ein zweiter und dritter, vierter, hundertster ebenso guter Rechner sagen und beweisen ganz dasselbe, - Frage: Wer von ihnen soll da wohl der Vorzüglichere sein, und wen von ihnen sollten die hundert gleich guten Rechner zu einem eitlen Vorsteher über sich erwählen, und warum?

Siehe, Ich ganz allein bin der Herr! Ihr alle untereinander aber seid ganz gleiche Brüder, und es soll keiner mehr noch minder sein; denn eine jede noch so geringe Vorsteherei erweckt im Gemüte des Vorstehers die satanische Herrschgier und wird denn auch nur zu bald zum Verderber der reinen Liebe und der lebensvollen Wahrheit aus ihr, wie es sich gleich im Anfange des Königtums nur zu klar erwiesen hat und sich nun im Tempel zu Jerusalem mehr und noch klarer erweist.

Wer von euch denn aber schon durchaus ein Erster Meiner Jünger sein will, der sei ein Letzter und Geringster von ihnen und sei ihrer aller Knecht und Diener! Denn also besteht die Ordnung in Meinen Himmeln unter Meinen Engeln!

Wahrlich, Ich sage es euch: Alle, die sich auf dieser Erde in einem andern Sinne werden zu Vorstehern berufen lassen, werden jenseits einen schweren Stand überkommen! Denn die schwerste Lebensaufgabe für einen Hochmütigen - was am Ende nahe ein jeder Vorsteher wird - ist die Demütigung seines Gemütes.

Darum bleibet alle völlig gleiche Brüder, und keiner wolle vor dem andern einen noch so geringen Vorzug haben; und alle Menschen werden daraus, daß ihr euch untereinander als wahre, vollkommen gleichberechtigte Brüder liebt und achtet, ersehen und erkennen, daß ihr wahrhaft Meine Jünger seid, so ziehet nun hin und tut nach Meinem Willen!

 

Und hier sind wir zu dem Ende des Zitats gekommen.

Wir wollen jetzt einmal zeitlich ins Mittelalter gehen und uns eine Situation zur Zeit der Reformation in Europa ansehen. Die Situation ist hier auf eine Person mit dem Namen Michael Sattler bezogen. Ich zitiere jetzt einen Bericht über Michael Sattler:

 

Michael Sattler
(* um 1490 Staufen/Breisgau, † 20.5.1527 Rottenburg)
Michael Sattler war ein gebildeter Mann, der Latein, Griechisch und Hebräisch beherrschte und als Benediktinermönch von St. Peter im Schwarzwald vermutlich die Freiburger Universität besuchte. In der Benediktinerabtei hatte er zuletzt das Priorat inne. Die in der Umgebung von Freiburg verbreitete evangelische Predigt veranlaßte ihn wohl, sich mit den Paulus-Briefen zu befassen, was ihn schließlich dazu führte, die Dogmatik der Alten Kirche abzulehnen und das Kloster zu verlassen.
Nach seiner Heirat mit einer Begine zog er 1525 nach Zürich, weil im Breisgau unter Ferdinand I. die „Häresie“ ausgelöscht werden sollte. In Zürich schloß er sich den Täuferkreisen an und predigte und taufte; bei der letzten „Taufdisputation“ (6.11.1525) wurden die Behörden auf ihn aufmerksam und wiesen ihn am 18.11. aus der Stadt. Er reiste über Staufen nach Straßburg, wo ihn Capito in sein Haus aufnahm. Hier traf Sattler mit Hans Denck zusammen, vor dem er seine an den Schweizer Brüdern orientierte schriftgemäße Theologie verteidigte. In einem ernsten und friedlichen Gespräch mit Brucer und Capito stellte er dann sein Glaubens- und Kirchenverständnis dar.
Die wesentliche Differenz lag darin, daß es für Sattler nur eine Kirche der „Erwählten“ gab, die mit den Ordnungen der irdischen Welt nichts zu tun haben dürfte; die Herrschaft in der Welt gehöre dem Teufel und den Ungläubigen. Da man in dieser Streitfrage keine Einigung erzielen konnte, verließ Sattler Ende 1526 die Stadt und ließ sich in Horb in Württemberg nieder. Hier sammelte er eine große Täufergemeinde um sich und erwarb sich solches Ansehen, daß er bei der ersten Täufersynode in Schleitheim bei Schaffhausen (24.2.1527) zum Vorsitzenden gewählt wurde. Diese Synode verfaßte die Schleitheimer Konfession, die zur Grundlage des oberdeutschen und schweizerischen Täufertums wurde. Auf Vorschlag Sattlers wurde in ihr die prinzipiell pazifistische Absonderung von der Welt detailliert beschrieben und auch organisatorische Vorkehrungen im Gemeindeaufbau beschlossen, damit keine Gemeinde in der Verfolgungszeit ohne Leiter und Prediger wäre.
Auf der Heimreise wurden die führenden Täufer von Horb und Rottenburg Ende Februar verhaftet; bei Sattler wurden Dokumente und Notizen von der Synode gefunden. Die österreichischen Behörden, die das Land nach dem Sturz Ulrichs von Württemberg verwalteten, wollten einen Aufsehen erregenden und exemplarischen Prozeß veranstalten. Sie hatten allerdings große Mühe, einen Gerichtshof zustande zu bringen, dem auch unabhängige Richter angehörten; der Prozeßbeginn in Rottenburg verschob sich vom 12.4. auf den 17.5.1527.
Gegen alle Angeklagten wurde geltend gemacht, daß sie durch die Abkehr von der altkirchlichen Lehre kaiserliches Recht gebrochen hätten und daß sie den weltlichen Obrigkeiten Eidesleistungen versagten; Sattler wurde darüber hinaus die Verletzung seines Mönchsgelübdes und die Lehrmeinung vorgeworfen, man dürfe den Türken keinen Widerstand leisten. In seiner Verteidigungsrede wies Sattler darauf hin, daß der Kaiser gegen Luthers Lehre im Wormser Edikt (Wormser Reichstag) fordere, allein dem Evangelium und dem Wort Jesu Christi zu vertrauen – eben dies hätten die Täufer gatan. Für die übrigen Anschuldigungen bezeichnete er die beschriebenen Tatsachen als zutreffend, widerlegte die Anklagepunkte jedoch, indem er auf ihre Konformität mit der Bibel hinwies. Abschließend bot er eine Disputation aufgrund der biblischen Originaltexte an. Das Ansinnen, mit den Richtern zu disputieren, führte zu einem Tumult im Gerichtssaal. Nach eineinhalbstündiger Beratung wurde das Urteil über Sattler verkündet und drei Tage später vollzogen: Auf dem Marktplatz wurde Sattler ein Stück von der Zunge abgeschnitten (er konnte danach weiterhin sprechen), und mit glühenden Zangen wurden ihm zwei Fleischstücke aus dem Körper gerissen. Diese Marter wurde auf dem Weg zur Richtstätte fünfmal wiederholt, wobei Sattler laut für seine Peiniger und Richter betete. Dann wurde er an eine Leiter gebunden und ins Feuer geworfen. Als die Handfesseln verbrannt waren, soll er noch ein mit Glaubensgenossen verabredetes Zeichen mit den Fingern gegeben haben, daß er auch im Todeskampf zu seinem Bekenntnis stehe. Eine Chronik berichtet von Wunderzeichen am Tag der Hinrichtung und in der folgenden Nacht. Sattlers Frau wurde acht Tage nach seiner Hinrichtung im Neckar ertränkt.
Capito und Brucer, die ihn persönlich gekannt hatten, haben in Briefen ihre Hochachtung vor Michael Sattler ausgedrückt, nicht ohne seine Abweichung von der reformatorischen Lehre zu tadeln.

 

Was für eine schöne Beschreibung der abendländischen, christlichen Kultur. Das ist Christentum wie es leibt und lebt – in der Welt der Religionisten.

Das ist finsterstes Mittelalter und für uns heute weit zurückliegend und daher eben nicht mehr relevant. Und wenn solche Dinge heute passieren – in anderen Teile der Welt – dann übersieht man es einfach und Berichte darüber werden einfach nicht gelesen und meistens auch erst gar nicht veröffentlicht. Und somit ist man dann auch gut vorbereitet für die Endzeit und wenn dann die Forderung nach der Ausrottung der Gläubigen erhoben wird, dann wird man so einem Anliegen nicht widerstehen und eifrig daran teilnehmen.

Dieses Beispiel von der Verfolgung von Michael Sattler ist leider nur ein Beispiel von vielen anderen.

Ich habe es hier ausgewählt wegen zweier Erwähnungen von organisatorischer Gestalt, einmal die Organisation der Gemeinde und zum zweiten die Organisation von mehreren Gemeinden. In dem Bericht heißt es: „Auf Vorschlag Sattlers wurde in ihr die prinzipiell pazifistische Absonderung von der Welt detailliert beschrieben und auch organisatorische Vorkehrungen im Gemeindeaufbau beschlossen, damit keine Gemeinde in der Verfolgungszeit ohne Leiter und Prediger wäre.“

Hier kommt der Drang zum Organisieren recht gut zum Ausdruck: „organisatorische Vorkehrungen im Gemeindeaufbau beschlossen, damit keine Gemeinde in der Verfolgungszeit ohne Leiter und Prediger wäre.“ Der springende Punkt ist natürlich das vollständige Fehlen eines Verständnisse dafür, wie man selbst, und damit auch die Gemeinde, vom heiligen Geist geleitet wird, und daß ein organisieren wollen von möglichen zukünftigen Situationen völlig unnötig ist, wenn man diese Dinge dem Geiste überläßt. Wenn Christus unser Herr und Führer ist, dann wäre jeder zusätzliche Führer, der zwischen uns und dem Herrn stünde, ein Unding, und dann wäre ein sich vorbereiten wollen auf zukünftige Situation höchst unnötig. Das ganze hat aber auch mit Zuständigkeiten zu tun und letztendlich mit dem, Erster sein zu wollen. “Warum?“ fragt Jesus:

„Frage: Wer von ihnen soll da wohl der Vorzüglichere sein, und wen von ihnen sollten die hundert gleich guten Rechner zu einem eitlen Vorsteher über sich erwählen, und warum?“

Erster sein zu wollen ist das grundsätzliche antichristliche Motiv. Das biblische Beispiel ist Diotrephes, er wollte Erster sein.

3 Johannes 9: Ich habe der Gemeinde geschrieben, aber Diotrephes, der unter ihnen hochgehalten sein will, nimmt uns nicht an.

Eine moderne Übersetzung lautet folgendermaßen:

Ich habe der Gemeinde geschrieben. Aber Diotrephes, der unter ihnen der Erste sein will, erkennt uns nicht an.

Diese ist das Schlüsselziel des Antichristen: Erster sein zu wollen.

Die drei Briefe des Johannes haben Antichrist als ihr Thema. Sie sind der einzige Teil der Bibel der das Wort Antichrist erwähnt. Sie sind der Teil der Bibel der uns einen Typen des Antichristen vorstellt, Diotrephes, und damit der Teil, der uns Aufschluß gibt, wie wir den letztendlichen Antichristen der Endzeit erkennen können - wenn wir wollen. Wir werden ihn erkennen, wenn wir auf diese, von Johannes erstgenannte Eigenschaft des Antichristen achten werden. Er will Erster sein.

Johannes gibt uns dann im nächsten Vers weitere Eigenschaften und die erste davon ist: „mit bösen Worten hetzt er gegen uns.“ Das wird ein starkes Merkmal des Antichristen sein, daß er alle gegen uns Gläubige aufhetzt.

Aber wenn das Merkmal zu Tage treten wird, könnte es für viele schon zu spät sein, weil sie sich dann schon seit langem in sein Lager geschlagen haben.

Dieses zweite Merkmal wird erst in einem späteren Stadium auftreten, wenn sein wahre Gesinnung mehr zum Vorschein kommen wird. Wer aber den Antichristen früher erkennen will, der muß sich schon einmal die Mühe machen, sich mit dem erste Merkmal zu befassen. Und dieses erste Merkmal sieht für einen normalen Menschen gar nicht so negativ aus, im Gegenteil, in unserer heutigen erfolgsstrebenden Welt scheint es etwas ganz selbstverständliches zu sein, Erster sein zu wollen.

Es ist ein ganz normales Verhalten, in der Welt Erster sein zu wollen, und es ist auch ein ganz normales Verhalten in der Kirche Erster sein zu wollen – in der Kirche zu der auch der Antichrist gehört - der menschgemachten, der selbstgestrickten.

Und dies ist der Grund, warum der Antichrist so gut wie von niemandem erkannt werden wird, auch nicht von den so-genannten Christen und auch nicht von vielen scheinbar echten Christen. Sie beschäftigen sich nicht wirklich damit, wie die echte Kirche Christi auszusehen hat. Und dieser Mangel wird sich bitter auswirken.

Das Vermögen die echte Kirche zu erkennen, wird sich höchst bezahlbar machen in der Endzeit, denn dann werden wir auch die echten Christen erkennen können – und besonders auch die unechten – die Antichristen.

Die Führung der Kirche wird also eine Schlüsselsache sein. Wird die Kirche wirklich vom Geist, vom heiligen Geist, geleitet, oder von Menschen?

Die Prophezeiung, die für das Erkennen des Antichristen an erster Stelle steht, stammt von Bertha Dudde, die sie am 23. und 24. April 1947 niederschrieb und die folgendermaßen lautet:

Es ist der zu erwartende Antichrist eine Persönlichkeit, die aus dem Rahmen des Natürlichen heraustritt; es ist ein außerordentlich begabter Mensch, dessen besondere Stärke in seiner Weltsicherheit liegt, in seinem Auftreten denen gegenüber, die die Verantwortung tragen für das Wohl des Volkes. Und darum wird er Erfolg verzeichnen können, man wird ihm die von ihm angestrebte Oberherrschaft zubilligen, man wird annehmen, durchgreifende Änderungen zum Besten der Allgemeinheit durch ihn erwarten zu können. Und sie werden ihn alle anerkennen, er wird diese Vorzugsstellung ausnutzen zu Maßnahmen jeglicher Art.

Die Schlüsselformulierung hier ist „die von ihm angestrebte Oberherrschaft.“ Das sind einfach nur andere Worte für Erster sein zu wollen.

Und was hier von Bertha Dudde vorhergesagt worden ist, ist bereits eingetreten und zwar ganz offensichtlich. Und das geschah im November 2008.

Was im November 2008 geschah, ist zwar nur der erste Teil dieser Erreichung der angestrebten Oberherrschaft – aber ein sehr entscheidender Teil.

Entscheidend deshalb, weil sie dem Beobachter gleich zu Beginn des Auftretens dieses Mannes die Gelegenheit gibt, ihn zu erkennen, und darum zu wissen, welche Zeit begonnen hat.

Lesen Sie diese Prophezeiung. Ihr Titel ist „Antichrist – Heilsbringer? Maßnahmen gegen alles Geistige.“ Und die Nummer ist B.D. NR. 4029. Sie ist im Internet zu finden.

Hier zeigt es sich, daß dieses Wissen, um was es bei der Imitationskirche geht, höchst wichtig ist, um die Zeichen der Zeit zu erkennen.

Das Verständnis dafür, wie eine wahre Leitung der Kirche aussieht, und auch wie sie nicht sein soll, wie sie ist, wenn sie von einem Diotrephes, einem Typ des Antichristen, geschieht, ist entscheidend, um zu überleben – geistig zu überleben. Es ist nötig, um bei der Entrückung auch dabeizusein und nicht zurückbleiben zu müssen.

In der Endzeit wird es wichtig sein, wirklich vom Geist geleitet zu sein. Dies trifft besonders auf den Einzelnen zu, aber auch auf die Gemeinde.

Es ist so wichtig, weil es um unseren Schutz geht. Gott kann uns nur wirklich schützen, wenn wir uns von ihm leiten lassen. Wenn wir nicht auf ihn hören, kann unser Schutz ausbleiben, weil wir dann nicht das tun, was er uns sagt – weil wir nicht zuhören.

Wir können dann leicht in eine Falle laufen, die wir hätten vermeiden können, wenn wir zugehört hätten. Wir könnten verhaftet werden, wie Michael Sattler.

Er war sehr gebildet, formal gebildet, hatte sich aber auch selbst wirklich mit dem Worte Gottes beschäftigt und hätte deshalb auch in diesen Punkten Bescheid wissen sollen. Einmal über die persönliche Leitung, aber auch über die Leitung der Gemeinde, und zum anderen mal hätte er auch wissen müssen, daß auch die Summe der Gemeinden vom Geist geleitet wird, und nicht von einer Synode.

Und hier sind wir beim zweiten Fall des Dranges zum Organisieren.

Es heißt in dem Bericht: „Hier sammelte er eine große Täufergemeinde um sich und erwarb sich solches Ansehen, daß er bei der ersten Täufersynode in Schleitheim bei Schaffhausen (24.2.1527) zum Vorsitzenden gewählt wurde.“

Auf der Heimreise – von der Synode - wurden die führenden Täufer verhaftet.

Ich habe von einem zweiten Fall gelesen, wo Christen zusammen kamen, um eine überregionale Organisation ihrer Gemeinden zu formen, und wo diese Reise zu ihrer Verhaftung führte. Dieser zweite Fall lag nicht ein halbes Jahrtausend zurück, sondern nur wenige Jahre. Ich werde darauf wohl noch zurückkommen.

Das Wort Synode ist ein Wort das es nicht gibt in der Bibel. Dies allein sollte schon genügen, von so etwas fern zu bleiben.

Die einzelne Gemeinde wird vom heiligen Geist geleitet und nicht von Menschen und auch besonders nicht von einem Menschen – dem Herrn Pastor – und dies bringt ganz einfach mit sich, daß, wenn alle Gemeinden vom Geist geleitet sind, auch die Summe der Gemeinden vom Geist geleitet wird.

Das Entscheidende aber wird immer sein, ob der Einzelne von diesem Geist geleitet ist. Wenn das nicht der Fall ist, und wenn es besonders bei einem oder bei allen Ältesten – die die Gemeinde vor den Wölfen schützen sollten – nicht der Fall ist, und wenn sie dann dadurch selbst zu Wölfen werden – wie Diotrephes – dann ergibt sich ganz automatisch, daß dann auch die Gemeinde nicht von diesem Geist geleitet ist, sondern eben von dem anderen – dem des Antichristen.

Den Antichristen erkennen zu wollen, wird genau von der Kenntnis dieser Umstände abhängen: Wie wird der einzelne Gläubige und wie wird die Gesamtheit der Gläubigen – sei es die Gemeinde oder seien es alle Gemeinden – geleitet?

Oder anders ausgedrückt, wird es darauf ankommen, ob die Menschen in den einzelnen, täglichen Gegebenheiten, sich so verhalten, daß sie wirklich glauben, daß alles von Gott geleitet wird, und es keine Zufälle gibt, und daß das ganze Leben eine Prüfungssituation ist, wo alles zum Besten dient, wenn man nur dies weiß und auf alles so reagiert, wie das Wort Gottes es uns empfiehlt. Ganz einfach, weil wir wissen, daß Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt – daß denen alle Dinge zum Besten dienen.

Dieses zu glauben, und dann in diesem Glauben zu wachsen, weil die tägliche Erfahrung immer wieder dieses Prinzip bestätigt, ist der Angelpunkt.

Der Glauben wird dann mehr und mehr zu einem Wissen.

Und mit diesem Glauben – und mit diesem Wissen – wird es einem dann relativ leicht fallen, dem Ende der Zeiten mit Ruhe und Gelassenheit entgegenzusehen. Und auch mehr noch als nur Ruhe und Gelassenheit, denn das wirkliche Endergebnis wird die Entrückung und dann das nachfolgende Leben auf der neuen Erde – einem Paradies – sein.

Das Leben kann nicht kampf- und leidlos an uns vorübergehen, ansonsten wir keinen geistigen Fortschritt erzielen, um dessentwillen wir aber leben auf Erden.

Es gibt also eigentlich kein Unheil für uns, denn ob es auch irdisch als solches erscheint, so ist es doch geistig nur eine Ausreifungsmöglichkeit für unsere Seelen, und nur an uns selbst liegt es, ob ein solches Unheil für uns zum Heil wird, ob es sich segensreich an unserer Seele auswirkt.

Wir wollen zurückkommen zu dem Drang alles organisieren zu wollen. Wir hatten uns das Organisieren der Gemeinde angesehen und auch das Organisieren mehrerer Gemeinden in der Form einer Synode. Eine weitere Form des Organisierens ist das Bedürfnis, ein formelles Glaubensbekenntnis zu formulieren: „Diese Synode verfaßte die Schleitheimer Konfession.“ Anstatt das ganze Wort Gottes als Grundlage des Glaubens zu akzeptieren, werden gerne bevorzugte Teile davon herausgenommen und hervorgehoben und dann formell zusammengefaßt und da solche Glaubensbekenntnisse dann immer nur ein Teil des Ganzen sind, ergeben sich sofort Unterschiede zu anderen „Konfessionen,“ die nicht solch eine Schleitheimer Konfession haben, sondern eine andere.

Und dann kommt der nächste Schritt. Anstatt dann so etwas dann sich zu Gemüte zu führen und als Denkansatz zu haben, als etwas, worüber man nachdenken kann und es vielleicht sogar auswendig lernen kann, um es einem so leichter fallen zu lassen, darüber zu meditieren, muß solch ein Glaubensbekenntnis natürlich schriftlich festgehalten werden und so als Dokument zur Verfügung stehen, um dann auch, zum Beispiel, Abweichlern vorgehalten werden zu können.

So etwas hat dann natürlich auch Nachteile. Und der große Nachteil ist, daß so etwas schriftlich Festgehaltenes dann auch leicht dem Gegner in die Hände fallen kann und dieser dann etwas hat, das er als Beweismittel gebrauchen kann und das dann zu einer Verurteilung führen kann.

Es heißt in dem Bericht: „Bei Sattler wurden Dokumente und Notizen von der Synode gefunden.“

Eine weitere Sache der Konfessionen ist es, Mitgliederlisten zu führen. Und so etwas ist dann natürlich auch für Behörden etwas hoch interessantes, da haben sie es dann leicht, alle Betroffenen benannt zu finden.

Dieser Drang zum Organisieren geht dann auch oft Hand in Hand mit dem Bedürfnis, Lieblingsideen beim Formulieren von Konfessionen mit hereinzubauen, wie hier in diesem Beispiel die Idee des Pazifismus. Jesus sagt, gebt dem Kaiser was des Kaisers ist. Die Polizeigewalt, oder im Größeren Rahmen die Verteidigungseinrichtungen eines Landes, sind nichts Böses an sich, im Gegenteil, sie sind dazu da, das Böse einzuschränken. Das Schwert an sich ist nicht etwas Böses, genau so wie auch ein Messer nicht etwas Böses ist. Böse ist, wenn so etwas falsch benutzt wird.

Ich denke hier an eine Situation in der Cyrenius, der das ganze östliche römische Weltreich unter sich hatte, und über dem nur noch der Kaiser in Rom stand, in der Anwesenheit von Jesus sein Schwert wegwerfen wollte, nachdem er Gottes Macht erfahren und erlebt hatte. Jesus gab ihm folgenden Rat: „Cyrenius! Tue nicht, was du tun willst! Denn wahrlich, wer das Schwert nach deiner Art trägt, der trägt es gerecht! Wer das Schwert gebraucht als Waffe, der werfe es von sich; wer es aber gebraucht als einen Hirtenstab, der behalte es! Denn also ist es der Wille Dessen, dem Himmel und Erde ewig gehorchen müssen! Du bist aber ein Hirte denen, die in das Buch deines Schwertes geschrieben sind; daher umgürte dich nur wieder mit der gerechten Ehre, auf daß dich dein Volk erkennt, daß du ihm ein Hirte bist! Bestünde deine Herde pur aus Lämmern, da bedürftest du keines Stabes! Aber es gibt darunter sehr viele Böcke, darum möchte Ich dir lieber noch einen Stab hinzulegen, als dir den einen nehmen! Wahr ist es: außer in Gott gibt es keine Macht; aber wenn dir Gott die Macht verleiht, dann sollst du sie nicht dahin von dir werfen, was Gottes Fluch gerichtet hat!“

Dies ist in Kapitel 75 von Jakob Lorbers „Kindheit und Jugend Jesu“ zu finden.

An der Spitze einer Organisation muß natürlich ein Präsident sein, oder ein Vorsitzender oder ein Vorstand oder was immer. Hier bei der Synode ist es der Vorsitzende. Er ist dann der Erste. Und um so etwas dann zu rechtfertigen, wird auf die Bibel verwiesen. Und dann schlägt man gleich zwei Fliegen mit einem Schlage. Man rechtfertigt nicht nur einen Vorsitzenden, sondern auch gleich die Synode selbst und verweist auf die Apostelgeschichte und dort auf das, was in Jerusalem stattfand und von dem im 15. Kapitel der Apostelgeschichte berichtet wird.

Die Gesinnung der Theologen kommt recht gut zum Ausdruck, wenn man sich die Überschriften in ihren Bibelübersetzungen ansieht. Da findet man dann zum Beispiel bei Meisters Übersetzung folgende Überschriften: „Ausspruch des Petrus auf dem Konzil zu Jerusalem“ und „Ein Synodalschreiben an die gläubigen Heiden.“ Beachten Sie Worte wie Konzil und Synodal; beide Worte, Konzil und auch Synode kommen im Text nicht vor, aber in ihren Gehirnen können sie sich eine Kirche ohne ein Konzil und eine Synode gar nicht vorstellen, so etwas gehört einfach dazu. Auch bei Schlachter findet man da das Konzil, er nennt es das Apostelkonzil. Auch in der Elberfelder Übersetzung gibt es das Apostelkonzil. Menge nennt es Konvent oder Apostelkonvent. Auch die Einheitsübersetzung spricht vom Apostelkonzil.

Und da Jakobus das Schlußwort spricht und die Entscheidung formuliert, wird er dann von den Religionisten zum Synodenvorsteher oder so etwas gemacht. Ein Bibellexikon bezeichnet ihn als Präsidenten des ersten Konzils. In Wirklichkeit war Jakobus der wohl am weitesten Fortgeschrittene in geistigen Dingen und damit als Ältester in der Gemeinde anerkannt. Wenn man das bereits erwähnte Buch „Kindheit und Jugend Jesu“ liest, dann erhält man eine Menge Einzelheiten über diesen Bruder von Jesus. Er war ein Sohn Josefs – der jüngste - aus früherer Ehe, und eine seiner Aufgaben in der Familie war es, sich um den viel jüngeren Bruder Jesus zu kümmern und somit verbrachte er sehr viel Zeit mit Jesus und war deshalb die Person, die das engste Verhältnis zu ihm hatte und besonders auch wohl die mit Abstand längste Zeit mit Jesus verbrachte und daher außerordentlich viel von ihm aufnahm. Er hatte schon zu der Zeit als Jesus noch ein Kind war, ein sehr gutes Verständnis für vom Geist geleitet zu sein, besonders auch im Vergleich mit anderen Mitgliedern der Familie. Und er war es auch, der die Begebenheiten aus der Kindheit und Jugend Jesu aufschrieb.

Und Jakobus nun zu einem Präsidenten des Konzils zu machen und die Versammlung dort zu einem Synodenkonzil zu machen, ist für Menschen, die nur in Form von Organisationen denken können und nichts von der Leitung durch den Geist verstehen, eine Selbstverständlichkeit.

Wie sehr Michael Sattler daran glaubte, daß nur das Wort Gottes als Richtschnur gelten könne, geht aus den folgenden zwei Sätzen hervor:

„In seiner Verteidigungsrede wies Sattler darauf hin, daß der Kaiser gegen Luthers Lehre im Wormser Edikt (Wormser Reichstag) fordere, allein dem Evangelium und dem Wort Jesu Christi zu vertrauen – eben dies hätten die Täufer gatan. Für die übrigen Anschuldigungen bezeichnete er die beschriebenen Tatsachen als zutreffend, widerlegte die Anklagepunkte jedoch, indem er auf ihre Konformität mit der Bibel hinwies.“

Ausdrücke wie “allein dem Evangelium und dem Wort Jesu Christi zu vertrauen – eben dies hätten die Täufer gatan“ und „indem er auf ihre Konformität mit der Bibel hinwies. Abschließend bot er eine Disputation aufgrund der biblischen Originaltexte an“ zeigen sehr klar, daß diese Christen sehr wohl die Notwendigkeit erkannt hatten, das Wort Gottes als Richtschnur zu verwenden, aber die anderthalb Jahrtausende von orthodoxer Beeinflussung waren eben nicht ohne Einfluß und nicht so einfach aus dem Denken herauszubekommen. Und dies wirkte sich besonders in solchen Gebieten aus, wie Gemeindeleben und die Aufgabenbereiche der Ältesten.

Wir wollen uns jetzt den Drang zum Organisieren bei einem anderen, auch sehr aktiven Christen ansehen, und von Europa im 16. Jahrhundert weggehen und uns nach Amerika begeben, und ein paar Einzelheiten im Leben von Edgar Cayce im 19. und 20. Jahrhundert betrachten.

Edgar Cayce hatte sich als Kind das Ziel gesetzt, anderen Menschen helfen zu wollen, und besonders auch Kindern zu helfen. Seine Hauptbeschäftigung war das Bibellesen und als er erwachsen geworden war, führte ihn Gott, durch eine Krankheit zu seiner Aufgabe im Leben: Er hatte die Gabe, in die geistige Situation eines Menschen hereinzublicken und geistige und körperliche Probleme zu erkennen, sie aufzuzeigen, und auch Lösungen zu diesen bestehenden geistigen und leiblichen Krankheiten aufzuzeigen. Eine Person, die seine Hilfe in Anspruch nehmen wollte, braucht Edgar Cayce nur ihren Namen und Anschrift anzugeben und das genügte, um Egar Cayces Geist ihn dorthin zu transportieren und sich alles genau anzusehen, ohne daß die betreffende Person in Edgar Cayces Nähe zu sein brauchte. Viele Menschen wandten sich an Edgar Cayce und erhielten Hilfe von ihm oder durch ihn, und wurden geheilt. Die Heilung erfolgte durch Anweisung, wie sie sich zu verhalten hatten, welche Medizin oder Nahrung sie zu verwenden hatten, welchen Behandlungen sie sich zu unterziehen hatten. Diese Information erhielt Edgar Cayce auf geistigem Wege und gab sie dann an die betreffende Person weiter, oft in schriftlicher Form durch den Postweg, da die Personen weit weg waren. Auch für Edgar Cayce waren diese Informationen oft völlig neu und auf natürlichem Weg nicht vorhanden. Der Geist gab zum Beispiel einem Hilfesuchenden den Namen und die Adresse eines Arztes in New York, zu dem er gehen sollte und sich dort behandeln lassen sollte. Auch Edgar Cayce hatte von diesem Arzt niemals zuvor gehört und kannte ihn auch nicht. Der Hilfesuchende folgte den Anweisungen und fand tatsächlich diesen Arzt und wurde von ihm erfolgreich behandelt. Dieser Arzt war ein Physiotherapeut und ihm fiel dann auf, daß ihm öfters Leute von einem Edgar Cayce geschickt wurden und er nahm dann Kontakt mit ihm auf und lernte ihn kennen und es kam dann zu einer guten Zusammenarbeit.

Dieser Arzt hieß Harold J. Reilly und er schrieb dann später das Buch „Das große Edgar-Cayce-Gesundheitsbuch (The Edgar-Cayce-Handbook for Health Through Drugless Therapy)”.

Und so gab es andere Kontakte die den Heilungssuchenden helfen konnten und an die sie verwiesen wurden. So gab es zum Beispiel Apotheken die bestimmte Medikamente in ihrem Sortiment hatten, die besonders von Edgar Cayce empfohlen wurden.

All diese Kontakte ergaben sich mit der Zeit und so wuchs eine Gruppe von Menschen, die sich auf Edgar Cayces Heilmethoden spezialisierten oder spezialisiert waren. Für einige weitete sich diese Zusammenarbeit so weit aus, daß sie zu Edgar Cayces Standort umzogen, um besser von seinen Patienten erreichbar zu sein.

Und nun kommen wir zu dem Drang des Organisierens. Edgar Cayce sah diese natürliche Entwicklung nicht richtig und er wollte seinen Hilfesuchenden eine mehr direkte Hilfe zukommen lassen und in der Lage sein, ihnen mehr direkt mit seinen oft sehr speziellen Therapien und Medikamenten helfen zu können und hatte deshalb die Idee, eine speziell auf seine Methoden ausgerichtetes Krankenhaus zu haben. Diese Idee begann eine recht einflußreiche Rolle in seinem Leben zu spielen und viele seiner Aktivitäten beschäftigten sich mit diesem seinem Ziel. Eine Seite dieser Idee war es, finanzielle Vorbereitung dafür zu treffen, Finanzen dafür zu finden. Immer wieder hoffte er, Menschen zu finden, die das Geld für seine Sache aufbringen würden.

Viele Christen haben ähnliche Ambitionen. Ihnen schwebt ein Ziel vor Augen, und nun versuchen sie, es zu realisieren und dazu benötigen sie Geld und das versuchen sie nun auf irgend eine Art und Weise aufzubringen. „Fund Raising“ ist es genannt; Geldbeschaffung oder Kapitalbeschaffung ist eine große Angelegenheit. Man kann zum Beispiel Stellengesuchsanzeigen in der Zeitung lesen, wo Wohltätigkeits-Organisationen einen erfahrenen Fund Raiser suchen.

Fund Raising ist biblisch und deshalb könnten solche Menschen meinen, sie befänden sich auf gutem Grund. Wofür aber wurde in der Bibel Geld eingesammelt? Es ging darum, christlichen Schwestern und Brüdern finanziell zu helfen. Stellen Sie sich vor, in einer Gesellschaft zu leben, in der Sie als Outcast gelten. Wo die offizielle Amtshaltung Sie als Gegner des System einstuft, wie es die Christen in und um Jerusalem zu erleben hatten. Und das schloß insbesondere auch den finanziellen Bereich ein. Ein Auftragnehmer bekam zum Beispiel keine Aufträge mehr, weil herausgefunden wurde, daß er ein Anhänger dieser neuen Jesus-Sekte war. Plötzlich viel das Einkommen aus und der Mann stand arm da. Und ein anderer verlor seinen Job aus dem gleichem Grunde und hatte nun kein Einkommen mehr und das Arbeitsamt war auch nicht da.

Das Geld wurde also für eine solche Situation eingesammelt und das Einsammeln des Geldes war nicht so sehr die Hauptsache, es ging eigentlich um etwas anderes und das war, die Liebebereitschaft in den Christen zu wecken, den Hang zur Materie aufzuweichen, es zu lernen, die Ichliebe zu wandeln und daraus eine Nächstenliebe zu entwickeln.

Dieses ist überhaupt der Hauptgrund warum es arme Menschen gibt, weil es Unterschiede in den Lebenssituationen der Menschen gibt. Unsere Aufgabe hier ist, geprüft zu werden, ob wir geeignet sind, in die geistige Welt aufgenommen zu werden, in den Bereich der geistigen Welt, der die Lichtwelt ist.

Gott kann jederzeit aus einem armen Menschen einen reichen Menschen machen. Da gibt es keinerlei Probleme. Das Problem liegt ganz woanders: im Herzen der Menschen. Und das gleiche gilt für seine Arbeit im Weinberg. Da gibt es niemals ein finanzielles Problem, wenn Arbeit für das Reich Gottes getan werden soll. Wenn es da ein Problem gibt, dann ist es die Tatsache, daß eine solche Arbeit gar nicht von Gott gewollt ist oder daß die Menschen die falsche Einstellung haben. Ich habe in meinem Leben niemals eine Arbeit für Gott deshalb nicht ausführen können, weil die Finanzen dafür nicht vorhanden waren. Das Gegenteil habe ich viel eher beobachtet, daß das Geben und Helfen dadurch beeinträchtigt wurde, daß man die hilfsbedürftige Person zu kritisch beobachtete und nach einem Grund suchte, warum sie nicht würdig sei, eine Geldspende zu erhalten. Wenn zum Beispiel eine solche Person das Geld, das man ihr gibt, dafür ausgibt, um versüßtes und dunkelbraun gefärbtes Markenwasser sich zu kaufen und man selbst gab so gut wie kein Geld für Getränke aus, da man Leitungswasser trank, das wesentlich gesünder war, und dieses durchaus gesunde Leitungswasser auch dem Hilfesuchenden reichlich zur Verfügung stand. Und warum sollte ich nun einer Person eine Geldspende geben, damit diese es dann dafür ausgibt, um dieses Kunstwasser zu kaufen und zu konsumieren, das dem Körper sicherlich nicht viel Gutes antut? Warum sollte diese Person in dieser Beziehung mit meinem Geld sich einen Luxus erlauben, den ich mir nicht erlaube, und der außerdem noch schädlich für sie ist? Aber das ist ja gerade der Grund, warum diese Person sich in einer solchen „ärmlichen“ Situation befindet: ihr fehlt das Licht, die Einsicht, die Erleuchtung, und nicht eigentlich das Geld.

Das Geld ist also meistens nicht das, was fehlt. Es ist unserer mangelnder Liebewille.

Im Neuen Testament wird also Geld eingesammelt, um armen Menschen – und zwar Schwestern und Brüdern - zu helfen, um ihnen die Verbundenheit zu bezeigen. Da gibt es keine Beispiele dort, wo Geld eingesammelt wird, um die Arbeit für Gott möglich zu machen – sie zu finanzieren. Gott hat das nicht nötig.

Auch wenn Menschen dem Paulus Geld zukommen ließen, dann war das mehr ein Akt der aus Liebe zu ihm getan wurde, als ein Akt ohne den er nicht seine Arbeit hätte ausführen können.

Wenn jetzt Menschen Geld einsammeln, um eine Arbeit für Gott möglich zu machen, dann ist da etwas verkehrt. Wenn Sie zum Beispiel auf eine Website stoßen, wo um finanzielle Hilfe gebeten wird, um Spenden, um einen Beitrag zur Finanzierung der Website, oder wo Bücher oder anderes zum Verkauf angeboten werden, dann sollte solches Ihnen bereits etwas über den geistigen Stand der dahinterstehenden Leute aussagen. Ein Hauptproblem ist immer Unglaube.

Edgar Cayce ging in seinen Bemühungen, Geld zu beschaffen, so weit, nach Texas zu ziehen, um mit Hilfe seiner übernatürlichen Begabungen dort das große Geld im Ölgeschäft zu machen. Die Information die er dort erhielt, war, daß wenn die Menschen, die mit ihm zusammen nach Öl bohrten, wirklich ihren Reichtum und ihr Leben dann für Gott gebrauchen würden, und wenn sie diese Einstellung schon jetzt einnehmen würden, dann würden sie auch auf Öl stoßen. Und da diese Voraussetzungen nicht bereitgestellt wurden, fanden sie auch kein Öl und Edgar Cayce mußte, nach recht langer Zeit und viel Aufwand, sein Texas-Vorhaben aufgeben.

Und als er dann endlich einen Geldgeber fand und das Krankenhaus gebaut wurde und es ganz ordentlich lief, kam der Zusammenbruch an der Börse mit den nachfolgenden wirtschaftlichen Problemen, und der Geldgeber hatte dann nicht mehr so recht die Mittel und andere organisatorische Probleme tauchten auf, und das Hospital wurde dicht gemacht.

Die ganze Angelegenheit war menschlich organisiert worden und hatte keinen Bestand. Die ganze Angelegenheit war überhaupt nicht notwendig, da die natürliche Entwicklung, daß Menschen sich durch die Leitung des Geistes zusammenfanden und an der Arbeit um Edgar Cayces Begabung teilnahmen, vollauf genügte. Die ganze Angelegenheit war überhaupt nur notwendig, da das Streben des Egos nicht erkannt wurde und dies wiederum beruhte auf mangelnder Lehre über solche Dinge, und dies wiederum beruhte auf dem Festhalten an Bindungen zu menschgemachten Kirchen.

Aber da ist auch ein anderer Gesichtspunkt zu dieser Sache und der ist der, daß wenn man ein Hospital hat und man ist der Leiter einer solchen Einrichtung, dann ist man ja auch jemand und hat etwas erreicht im Leben – im weltlichen Leben. Stellen Sie sich nur einmal vor, man hat Gelegenheit in einem Gespräch zu erwähnen, daß man ein recht großes Privat-Krankenhaus hat und gerade dabei ist, einen neuen Chefarzt zu bestellen. Na, so etwas würde doch dem Ego außerordentlich gut tun.

Und wenn sie dann so etwas vortragen können, und das vielleicht noch im Rahmen eines Vortrages den sie halten vor einer recht großen Zuhörerschaft, und man stellt dann Vergleiche an, wer könnte dann wohl als Erster gelten?

Und wenn die Kinder in die Schule gehen, müssen sie dann als Beruf des Vater so etwas angeben wie Hellseher, oder Heiler, oder Medium, oder könnten sie vielleicht eher von einem Krankenhausdirektor erzählen? Und was erst wenn sie auf der Universität sind und nach dem Beruf des Vaters gefragt werden? Wie hört sich so etwas an: Mein Vater betet für Leute.

Wenn ich zurückblicke in meinem Leben und danach suche, worin der Unterschied besteht zwischen Leuten die mir geistig etwas geben konnten und Leuten, die mir geistig so gut wie nichts geben konnten, dann komme ich zu dem Schluß, daß die Leute, die mir geistig nichts geben konnten, immer Leute waren, die von diesem Drang zum Organisieren in irgend einer Weise erfaßt worden waren. Ich erinnere mich an eine junge Frau die mich als Kind im Kindergottesdienst angesprochen hat. Was sie uns erzähle, wurde in mir lebendig. Ich denke heute noch manchmal daran. Aber sie war nicht in der Organisation dieser Konfession eingebettet. Sie hatte wohl keinen Titel und bezog wohl auch kein Gehalt und sie war plötzlich nicht mehr da und es wurde gesagt, sie hätte die Geistlosigkeit ihrer Gemeindeführung bemängelt und so mußte sie gehen. Da gab es Leute die schienen, trotzdem sie organisatorisch eingegliedert waren, Titel hatten und für ihre Arbeit bezahlt wurden, als ob sie geistig am Leben waren, wenn man aber genauer hinsah, dann waren es mehr oder wenig natürliche Begabungen und Talente die da recht gut genutzt wurden und zum Ausdruck kamen. Ich kann mich an einen Fall erinnern wo der Lehrer so interessant biblische Stellen erklärte, daß ich anfing, selbst die Bibel zu studieren. Er leitete eine Gemeinde die gerade entstanden war in einem Ort der selbst neu war und gerade anfing, Leuten einen Platz zum Leben zu geben. Er selbst war Geschäftsmann und machte diese Arbeit nebenbei. Ich ging gerne zu diesen Bibelstudiumsabenden und machte mir Notizen. Mit der Zeit ergab sich aber eine Änderung. Der Mann beschloss, aus seiner Arbeit für Gott eine hauptberufliche Arbeit zu machen und damit seinen Unterhalt zu verdienen. Er gab sein Geschäft auf und betrieb seinen weltlichen Beruf anfangs nur noch nebenbei, um seine Einkünfte als Pastor zu ergänzen, da die Gemeinde erst am wachsen war. Seine geistige Situation war die Veränderung von einem geistig lebendigen Christen zu einem fleischlichen Christen, den geistige Umnachtung begann einzuhüllen. Wenn immer ich an Gemeindeleben von Konfessionen teilnahm, waren es die Personen, bei diesen Treffen, die nicht organisatorisch in diese Konfessionen eingegliedert waren, die mir in Gesprächen etwas geben konnten. Ich erinnere mich an einen Abend wo Leute von anderen Gemeinden, vielleicht sogar von anderen Konfessionen eingeladen waren, und ich hörte zwei jungen Frauen aus Afrika zu, die mir erzählten, daß wenn sie ein neues Kleid benötigen würden, dann würden sie den Herrn darum bitten, und sie würden dann auch ein neues Kleid von ihm bekommen. So etwas war völlig neu für mich. So etwas hatte ich nie zuvor gehört. Es war das erste mal, daß ich Leute traf, die ganz bewußt von ihrem Glauben sprachen, die von ganz konkreten Glaubensdingen sprachen und in mir den Wunsch erweckten, diese Glaubensangelegenheit näher zu untersuchen. Aber dieses Erlebnis ergab sich daraus, daß bei dieser Zusammenkunft bewußt der Kontakt mit anderen „Gläubigen“ zustande kommen sollte. Bei fast allen anderen Zusammenkünften waren solche Begegnungen eher Erscheinungen, die vor oder nach der sogenannten eigentlichen Veranstaltung sich ergaben und nur deshalb geschahen, weil man schon vor Beginn der Veranstaltung da war oder nachher noch etwas blieb. Während der eigentlichen Veranstaltung selbst waren für solche Begegnungen meistens keine Gelegenheiten. Ich ging zu vielen Veranstaltungen und bemerkte bald die geistige Leere der führenden Leute dort und fragte mich, was mich eigentlich zu solchen Veranstaltung hinzog, wenn der geistige Inhalt des Verkündeten dort so kläglich war. Ich kam zu dem Schluß, daß es die Anwesenheit all der anderen Glaubenssuchenden war, was mich anzog. Und so ist es wohl meistens in dem Gemeindeleben von Konfessionen, daß dort trotzt all des Unglaubens der leitenden Leute, die Menschen trotzdem zusammenkommen, weil sie das Zusammensein mit anderen Suchenden schätzen und, wohl meist unbewußt, davon Gewinn haben. Wenn ich wirklich von einem Sprecher bei Veranstaltungen geistiges Gut gewonnen habe, dann waren es so gut wie ausnahmslos Menschen, die diese Tätigkeit des Verkündens nicht hauptberuflich betrieben, sondern ihren Lebensunterhalt mit einem normalen Beruf verdienten oder es waren Geschäftsleute, die auch nicht für ihre Verkündigungen erwarteten, bezahlt zu werden oder dafür Geld verlangten. Sie waren keine Angestellten der Organisation, sie hatten keine Position dort und hatten keinen Titel. Ihr Problem fing erst dann an, wenn sie eine solche Anstellung anfingen in Betracht zu ziehen, wenn sie begannen, die Möglichkeit, sich vollzeitig mit dem Verkünden des Wortes Gottes zu befassen, ins Auge zu fassen. Das Wort vollzeitig kann sehr trügerisch sein, weil es anzudeuten scheint, daß man dann seine gesamte Zeit, und nicht nur ein Teil davon, dem Herrn widmet. In Wirklichkeit aber bedeutet das Wort vollzeitlich in diesem Zusammenhang, daß man dann aus der Kenntnis, die man über den Herrn hat, Geld zu machen anfängt. Es ist immer ein Verrat an dem Herrn. Jemand, der Geld daraus zu machen anfängt, daß er Kenntnisse über den Herrn Jesus Christus dazu benutzt, finanziellen Gewinn daraus zu machen, ist immer ein Verräter. Und in allen Fällen, die ich kenne, bleibt er auch ein Verräter. Die einzige Ausnahme die mir bekannt ist, ist ein Mann mit dem Namen Judas. Er war auch ein Verräter, aber er kehrte um. Und nicht nur kehrte er um, er ging sogar so weit und gab das Geld zurück, das er für seinen Verrat bekommen hatte. Ich kenne keinen Fall, von jemandem, der zum Verräter wurde, und dann umkehrte - außer diesem Judas. Und von jemandem der sogar das Geld zurückgeben hat, ist mir nie etwas zu Ohren gekommen.

Ich war sehr erfreut als ich bei Jakob Lorber las, daß Judas der Apostel auch im jenseitigen Reich wieder die Stellung des Apostels einnimmt und zu denen gehört, die dem Herrn am nahesten sind. In dem Evangelium von Jakob Lorber kann man sehr viel Einzelheiten über diesen Jünger erfahren und es ist aufschlußreich, ein solches Leben zu studieren, und besonders auch zu erfahren, wie Jesus Christus es sieht und was er von diesem Mann hält, also seine Seite des Verrats zu erfahren.

Die Lehre, die man aus dem Leben des Judas ziehen kann, ist die, daß wenn man schon einmal die Kenntnis von Jesus dazu benutzt hat, Geld daraus zu machen, dann sollte man, besonders nachdem man dies hier gelesen hat, damit umgehendst aufhören, umkehren – es also bereuen - und wenn möglich, das Geld zurückgeben. Wenn Sie so etwas tun – mit dem Geldverdienen aus geistiger Arbeit aufhören und Buße tun – dann sind Sie wahrscheinlich etwas ganz Einmaliges, Sie tun etwas, was außergewöhnlich ist, aber es wird sich für die Ewigkeit „auszahlen.“

Und eine sofortige Folge von Ihrer Umkehr wird sein, das Ihr fleischlicher Status sich wandeln wird und Sie werden geistig werden und Ihre Worte der Verkündung werden Herzen erreichen und das Feuer in ihnen entflammen lassen.

Judas kehrte um – er tat Buße – und daher ist er kein Verräter mehr. Menschen die aber mit dem Geldverdienen aus der Kenntnis über den Herrn weitermachen, sind und bleiben Verräter.

Judas rechnete natürlich auch mit einer mehr weltlichen Herrschaft Jesu und er war sich natürlich auch nicht des Erlösungsplans durch Jesu Tod am Kreuz in seiner ganzen Bedeutung bewußt. Auch hatte er die Schwäche, gern schnell reich werden zu wollen. Aber das Hauptmotiv für seine Tat war sein Glaube an Jesus und besonders ein Glaube, daß Jesus in seiner Machtvollkommenheit uneingeschränkt war, und deshalb sich aus jeder einschränkenden Situation befreien konnte, daß er also einer Festnahme oder einer Hinrichtung jederzeit entgehen konnte, und dieser Glaube des Judas veranlaßte Judas, Jesus mit seinem Verrat herauszufordern, um seine Macht dem ganzen Land Israel, und auch dem römischen Reich, zu demonstrieren und damit seine Überlegenheit allen zu beweisen. Judas Hauptmotiv war es also, Jesus dazu zu bringen, seine Macht ganz öffentlich zu demonstrieren und sich dadurch zum Führer und Befreier zu erheben. Judas hatte sehr genau Jesus beobachtet und seine Taten und seine Fähigkeiten und war dadurch völlig überzeugt, daß ihm nichts unmöglich war. In dieser Hinsicht war Judas also wohl der größte Gläubige. Judas war ein politisch ausgerichteter Mensch und daher die Person um Jesus herum, die am besten die absolute Macht verstand, die diesen Gott-Menschen umgab.

Die große Tragödie die aber von all diesen anderen Verrätern herbeigeführt wird, ist, daß all diese Suchenden zu ihnen kommen und ungespeist wieder abziehen müssen. Mehre Jahrzehnte bin ich zu diesen Verrätern gegangen und all diese Zeit blieb ungenutzt und ich erhielt keine geistige Nahrung, im Gegenteil, oft wurde der geringe Glaube der vorhanden war, noch entmutigt, da Unglaube von der Kanzel herab verkündet wurde, ganz abgesehen von all den falsche Lehren die verkündet und praktiziert wurden.

Millionen von Menschen überall auf der Erde gehen täglich zur Kirche und hören wie geistlose „Geistliche“ zu ihnen reden und bleiben ohne geistliche Speise und kehren unbereichert zurück nach Hause. Was für eine Tragödie.

Gott sagt: „Und niemals kann von seiten eines Menschen einem anderen dieses Amt übertragen werden, es kann niemals ein Mensch sich dazu berufen fühlen, einen Mitmenschen zu einem Vertreter Gottes auf Erden zu erheben, denn dieses Amt steht Mir allein zu.“

Gott ist der Einzige der Menschen organisiert und niemand anderes. Er macht das Organisieren und da gibt es keinerlei Organisationen. Wenn immer die Menschen eine Organisation anfangen, dann ist auch immer ein von dieser Organisation ausgehendes Amt damit verbunden, und beides, die Organisation und das Amt, ist verkehrt und gotteswidrig.

Es ist gotteswidrig und deshalb direkte Einflußnahme des Gegners Gottes. Alles Organisierte gehört zu dem Bereich des Antichristen. Menschen, die den Drang zum Organisieren haben, stehen unter dem Einfluß des Widerchristen.

Lassen wir Gott selbst zu diesem Thema sprechen; B.D. bedeutet Bertha Dudde:

 

Rechte Vertreter Gottes auf Erden.

24. April 1960. B.D. NR. 7585.

Lebendige Vertreter Gottes auf Erden müssen von Meinem Geist erfüllt sein, ansonsten sie Mir nicht in der rechten Weise dienen können. Denn sie sollen an Meiner Statt reden, wenn sie Meine rechten Vertreter sein wollen, und sie müssen daher reden, wie es ihnen Mein Geist kündet - sie müssen es zulassen, daß Ich Selbst durch sie rede und also die Menschen direkt angesprochen werden. Sie müssen die Bedingungen erfüllen, die ein Wirken des Geistes in ihnen zulassen: Sie müssen selbst in der Liebe leben und lebendig glauben, daß Ich Mich offenbare denen, die sich zubereiten, und sie müssen ständig innige Verbindung suchen mit Mir, um Mich Selbst in sich vernehmen zu können. Meine rechten Vertreter auf Erden reden von Meinem Geist getrieben, denn sowie sie lebendigst mit Mir verbunden sind, ist Mein Wille der ihre, und sie können nicht anders, als das auszusprechen, was Ich zu den Menschen reden will. Meine rechten Vertreter müssen von Meinem Geist erfüllt sein - dann werden sie auch ihren Zuhörern geben können, was deren Herzen berührt, weil dann Ich Selbst diese anspreche und Mein Wort wahrlich zum Herzen dringen wird, wenn sich der Mensch sehnet nach Gottes Wort. Darum kann Mein Wort überall vernommen werden unter der Voraussetzung, daß der Verkünder sich selbst zuvor so innig mit Mir in Verbindung setzt, daß Ich Selbst nun durch ihn rede. Und zu einer solchen innigen Verbindung gehört auch Liebe, ansonsten der Prediger nicht das Verlangen hat, die Bindung mit Mir herzustellen, sondern er aus Seinem Verstand heraus zu seinen Zuhörern spricht und diese Worte keinen Widerhall finden im Herzen derer - es sei denn, das Sehnen nach Meinem Wort ist in einem Menschen so stark, daß Ich Selbst diesen Menschen ansprechen will und er dann auch dem Wort Gottes die Kraft entzieht. Das Wissen um das Wirken des Geistes ist jedoch den Menschen verlorengegangen, und selbst den Verkündern des göttlichen Wortes fehlt dafür das Verständnis. Es ist ihnen unglaubwürdig, daß Ich Selbst zu den Menschen rede, daß Ich Mich nur eines rechten Werkzeuges bediene, um die Menschen direkt anzusprechen. Sie glauben es nicht, daß Gott Sich offenbart immer und in jeder Weise, daß Er direkt einen Menschen anredet, der die Bedingungen erfüllt, die Ich an einen direkten Wortempfang knüpfe. Und weil sie selbst nicht daran glauben, richten sie sich auch nicht selbst zu einem Aufnahmegefäß Meines Geistes her. Und dann sind sie auch nicht tauglich, als Meine Vertreter auf Erden zu wirken, denn ein rechter Vertreter muß Mir als Sprachrohr dienen, er muß Mich Selbst durch sich reden lassen, auf daß die Menschen in Wahrheit Gottes Wort empfangen, denn die Verkünder sollen reden an Meiner Statt, sie sollen nicht eigene Verstandesarbeit den Menschen unterbreiten, sie sollen nur immer hören, was Ich Selbst zu ihnen rede - sie sollen Meinen Geist in sich wirken lassen. Wo aber der Glaube an Mein Geistwirken fehlt, dort kann sich ein Mensch auch nicht als Mein Vertreter auf Erden ausgeben, denn nur allein das Wirken Meines Geistes in ihm stempelt ihn dazu. Und niemals kann von seiten eines Menschen einem anderen dieses Amt übertragen werden, es kann niemals ein Mensch sich dazu berufen fühlen, einen Mitmenschen zu einem Vertreter Gottes auf Erden zu erheben, denn dieses Amt steht Mir allein zu. Ich wähle Mir Meine Diener aus, Ich sende die Jünger in die Welt, Ich spreche Selbst durch jene, die sich hergerichtet haben zu einem Aufnahmegefäß Meines Geistes. Ich erwähle Mir die rechten Vertreter auf Erden, denn Ich weiß es, wer für ein solches Amt tauglich ist, Ich weiß es, wer Mir als Sprachrohr dienet, wer völlig in Meinen Willen eingeht, wer sich so innig Mir verbindet, daß Ich durch ihn zu den Menschen reden kann. Und die Menschen werden es auch selbst erkennen, ob und wann sie durch eine Predigt sich angesprochen fühlen, denn der rechte Vertreter wird die rechten Worte finden, die an ihre Herzen rühren. Doch es gibt deren nur wenige, und dennoch kann Ich von Meiner Bedingung nicht abgehen, daß das Wirken des Geistes vonnöten ist, soll eine rechte Weinbergsarbeit geleistet werden. Wer für Mich und an Meiner Statt tätig sein will, dessen Geist muß erweckt sein, ansonsten er nicht die Wahrheit den Mitmenschen weiterleiten kann, die von Mir Selbst ausgeht. Ohne Wahrheit aber ist der Weg verbaut zu Mir, denn auf dem Wege des Irrtums wird kein Mensch zu Mir gelangen können. Die Wahrheit aber vermittelt euch Menschen der Geist aus Mir, weshalb nur der ein rechter Vertreter von Mir auf Erden sein kann, in dem Mein Geist wirken kann. Amen. B.D. NR. 7585.

 

Mahnung zur Demut.

20. August 1960. B.D. NR. 7678.

Erkennet eure Schwächen, und suchet dagegen anzugehen, indem ihr euch demütig Mir unterstellt und um Meine Gnade bittet, um Hilfe in geistiger Not. Denn dem Geringsten werde Ich nahe sein, wenn er - als der Geringsten einer - dem Mitmenschen dienet und ihm zu seiner Seele Heil verhilft. Es werden nicht immer die Großen die Auserwählten sein, sondern nur wahre Demut sichert dem Menschen die Berufung, und darum auch sind wenige Menschen nur auserwählt, wenngleich viele dazu berufen sind - d.h. viele Menschen sich nur zur wahren Demut durchzuringen brauchten, um dann auch von Mir auserwählt zu werden. Aber die Menschen haben alle noch zu viel Geltungsbedürfnis, sie wollen hervortreten aus der Reihe ihrer Mitmenschen, sie wollen beachtet werden und also gleichsam herausgestellt sein, und es beeinträchtigt dies schon die wahre Demut, die den Empfang von Gnaden ohne Maß zur Folge hat. Doch Ich lasse jedem Menschen seinen Willen, nur sollet ihr erkennen lernen, was für euch von Vorteil und was von Übel ist. Solange sich der Mensch klein und unwürdig dünkt, spricht er mit Mir im Geist und in der Wahrheit, wenn er die Gebetsverbindung mit Mir sucht. Und dann kann auch Mein Geist einfließen in ihn, dann kann Ich ihn mit Gnaden bedenken ohne Einschränkung. Findet der Mensch aber Beachtung von seiten der Mitmenschen ob seiner Fähigkeit, Meine Stimme in sich zu vernehmen, so kann sich leicht seine Demut wandeln und einer Selbstgefälligkeit weichen, die stets eine Gefahr ist für den Menschen. Und darum sollet ihr euch immer selbst prüfen, was euch bewegt, den Mitmenschen euch mitzuteilen, ihr sollt wissen, daß jeder selbstgefällige Gedanke Meinem Gegner Einschlupf gewähren kann und daß ihr dann Mich Selbst hindert, in euch zu weilen und euch anzusprechen. Und ihr sollt kritisch sein an euch selbst - wenn ihr Mir in Wahrheit dienen wollet. Denn wo ihr auch weilet, immer müsset ihr im stillen Kämmerlein zu Mir beten und Mich um Meinen Geist bitten. Und könnt ihr euch in euer Kämmerlein zurückziehen, wenn ihr inmitten der Welt steht? Wenn ihr von Menschen umgeben seid, die nicht alle gleich gesinnt sind und oft nur Sensationen erwarten? Ihr sollt keinen Augenblick vergessen, daß Ich die Stimme eines Kindleins vernehme, das sich gedanklich an Mich wendet, und ihm auch Antwort gebe - daß Ich Mich aber stumm verhalte, wenn ein unlauteres Empfinden die Selbstgefälligkeit eines Menschen erkennen läßt, der wohl auch zu Mir betet, doch nicht im Geist und in der Wahrheit. Reinigt euch zuvor von diesem Empfinden, und ihr werdet klein und demütig vor Mir erscheinen und nicht die Aufmerksamkeit der Mitwelt auf euch zu ziehen suchen. Und so könnet ihr glauben, daß Ich wohl unter euch bin, wenn zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind - daß ihr aber keine Gewähr habt für Meine Gegenwart, wo Selbstgefälligkeit, Hochmut oder geistige Überheblichkeit Mir die Anwesenheit verwehren und nun dem Gegner Tür und Tor geöffnet sind, der zwar auch sich im Lichtgewand eines Engels vorstellen wird, aber euch nicht Worte der Wahrheit und des Lebens schenkt. Die Demut des Herzens ist das beste Prüfzeichen, denn dem Demütigen schenke Ich Meine Gnade. Und ihr alle müsset euch selbst prüfen, ob ihr euch zur rechten Demut gestaltet habt, wenn ihr Mich bittet um Mein Wort. Dann werdet ihr auch Meines Wirkens gewiß sein können, dann werdet ihr angesprochen werden von Mir und Kraft und Licht empfangen eurer Bitte gemäß. Amen. B.D. NR. 7678.

 

Wir hatten uns das Leben eines Christen im Mittelalter in Europa als Beispiel angesehen und dann das eines Christen in Amerika im vorigen Jahrhundert und wollen nun einen Einblick in die Arbeit eines Christen in Asien nehmen, die bis in dieses Jahrhundert reicht.

Ich hatte in einem Buch über diesen Christen gelesen, der in China recht aktive gewesen war und dadurch verfolgt wurde und dann entkam und später in Deutschland lebte. Seine Lebensgeschichte war sehr bewegt und ergreifend und gab viele Einzelheiten aus seinem Leben und das von Christen und von christlichen Gemeinden in China.

Ich beschäftige mich hier mit diesem Buch, da es Einblicke in organisatorische Dinge gibt, die dort zu finden sind und die von den Autoren des Buches so beschrieben werden, als gehörten sie zu einem normalen christlichen Leben, und von denen die Autoren also deshalb anzunehmen scheinen, daß sie ganz einfach Teil des wahren Christentums sind.

Die Einleitung im Buch wurde von einem Christen geschrieben, der dort als Vorsitzender einer Gemeinschaft von Haus-Kirchen-Führern in China bezeichnet wird und somit wird uns gleich am Anfang des Buches gezeigt, daß alle Begebenheiten, die in diesem Buch beschrieben sind, im Rahmen einer Konfession stattfanden oder daß sie zumindest letztendlich, zumindest bei den Autoren, dazu führten, daß es zur Bildung von Organisationen kam.

Auch das Vorwort, das wieder von einem anderen Christen geschrieben wurde, deutet auf diese Tatsache hin, daß die Berichte in dem Buch uns Eindrücke aus dem Leben von Christen geben, die zu einer Konfession gehören, denn er bezeichnet sich selbst als jemand, der zu einer Haus-Kirche in China gehört, die einen bestimmten Namen hat.

In der Einführung in das Buch, die von einem der Autoren geschrieben wurde, gibt dieser Autor an, daß kurze Beiträge von chinesischen Hauskirchen-Führern in das Buch aufgenommen worden sind. Diese Information deutet an, daß der Hauptblickwinkel, aus dem dort alles gesehen wird, der Blickwinkel von Menschen ist, die Führer sind, oder sein wollen, und daß deshalb die wirkliche Führung, die allein bestehend sollte, und die die des Herrn sein sollte, verkannt wird.

In dem Buch wird von einer Begebenheit berichtet, wo solche Hauskirchen-Führer eine Zusammenkunft geplant hatten, daß aber die Behörden davon erfahren hatten, und daß es deshalb nicht zu dieser Zusammenkunft kam, sondern daß all die Führer, die zu diesem Ort der geplanten Zusammenkunft kamen, schon dort von Beamten erwartet wurden und festgenommen wurden oder festgenommen werden sollten.

Und hier ergibt sich die Parallele zu Michael Sattler, der auch festgenommen wurde, als er von einer Versammlung kam, die sich mit dem Zusammenschluß von Gemeinden befaßte.

Der in dem Buch über China beschriebene Wunsch der Hauskirchen-Führer war, einen Zusammenschluß von mehreren solcher Hauskirchen-Gruppen zu erreichen. Sie wollten eine Einheits-Bewegung schaffen und das ist natürlich schon ein Beweis, daß die schon vorhandene Einheit, die darin besteht, daß alle diejenigen, seien es individuelle Personen oder individuelle Gemeinden, sich schon in der Einheit befinden in dem Augenblick, da sie in Einheit mit dem Herrn sind, und daß deshalb eine Schaffung einer Organisation nur beweist, daß diese Einheit nicht verstanden wird. Und dann kommt natürlich noch hinzu, daß bewußt oder unbewußt, die Leitung des Herr nicht erkannt wird, und damit auch nicht praktiziert wird, oder in vielen Fällen auch nicht gewünscht wird, und nun durch die Leitung dieser, selbsternannten, Führer geschehen soll.

Es hatten sich sogenannte Hauskirchen-Netzwerke oder Hauskirchen-Gruppen gebildet und eine nannte sich zum Beispiel das Hauskirchen-Netzwerk der Wiedergeborenen. Sie hatten Organisationen gebildet und sie hatten sich einen Namen gegeben, alles Zeichen von menschgemachten Kirchen, von Imitationskirchen.

Und dazu gehörte natürlich auch, daß es Führer in den Hauskirchen gab. Der Herr war also nicht der Führer, und in der Gemeinde gab es keine Ältesten, deren Aufgabe es gerade war, die Entstehung solcher Führer zu vermeiden, zu vermeiden, daß einer der Ältesten sich zu einem Wolf entwickelte und wie Diotrephes Erster sein wollte. Und diese selbsternannten Führer nannten sich dann natürlich „Pastor“ und da es kein wirkliches Gemeindeleben dann mehr gab, wo die Jünger durch das Teilnehmen an solchem Gemeindeleben zu aktiven Christen wurden, wurden dann natürlich Bibelschule nötig, oder wie es in dem Buch genannt wird, Ausbildungsstätten für Jünger. All diese Einzelheiten sind recht nett in dem Buch zu finden. Das Wort Hauskirchen-Führer hat dort eine vorrangige Stellung und bestimmt den ganzen Ton des Buches auch wenn es oft nicht direkt gebraucht wird.

In solchen Organisationen wie Hauskirchen-Netzwerken besteht natürlich oft das Gefühl der Uneinigkeit und der Zerrissenheit, eben das Gefühl, daß diese Einheit, die Einheit mit Jesus Christus, mit Gott, eben nicht da ist, und da dieser wirkliche Grund der Uneinigkeit nicht erkannt wird, versucht man die Unzulänglichkeit dadurch zu beheben, diese einzelnen Netzwerke zu einem Netzwerk zusammmenzufassen – zu organisieren. Und das geschieht auf nationaler Ebene, hier also in China. Und auf internationaler Ebene ist es nicht anders, dort versucht man das Gleiche, einen Zusammenschluß zu bauen, der alle Konfessionen oder Religionsgemeinschaften zusammenbringt – organisiert. Der geistige Hintergrund ist immer der gleiche. Es ist immer der luziferische Wille von dem abzuweichen, was Gottes Wille ist, also Gott entgegenzuarbeiten, ein Abweichen von Gottes Willen zu erreichen und damit seinen Willen zu untergraben.

Das Traurige an der Sache ist aber auch, daß gerade in China, wo durch die Arbeit von Watchman Nee viele der Dinge aufgezeigt wurden, die in den Imitationskirchen verkehrt sind, und wie die wahren Kirche funktionieren sollte, es zu dieser Entwicklung kommen mußte. Wenn man das oben erwähnte Buch liest, bekommt man den Eindruck, daß dieser Aspekt der chinesischen Kirche bewußt ausgeklammert wird und nicht erwähnt wird. Der Name Watchman Nee wird zumindest nicht erwähnt, er scheint den Autoren unangenehm zu sein.

Oben hatten wir folgenden Absatz gelesen: “Siehe, Ich ganz allein bin der Herr! Ihr alle untereinander aber seid ganz gleiche Brüder, und es soll keiner mehr noch minder sein; denn eine jede noch so geringe Vorsteherei erweckt im Gemüte des Vorstehers die satanische Herrschgier und wird denn auch nur zu bald zum Verderber der reinen Liebe und der lebensvollen Wahrheit aus ihr, wie es sich gleich im Anfange des Königtums nur zu klar erwiesen hat und sich nun im Tempel zu Jerusalem mehr und noch klarer erweist.“

„Eine jede noch so geringe Vorsteherei erweckt im Gemüte des Vorstehers die satanische Herrschgier und wird denn auch nur zu bald zum Verderber der reinen Liebe und der lebensvollen Wahrheit aus ihr.“

Die satanische Herrschgier wird erweckt und diese wird zum Verderber der Wahrheit. Hier haben wir also das ganze Bild: Herrschgier veranlaßt den Gierigen eine Organisation zu bilden. In der Organisation kann er dann herrschen, Erster sein. Und diese Situation verdirbt die reine Liebe und die lebensvolle Wahrheit. Das Verderben der Wahrheit – das Verbreiten von falschen Lehren – hat ihren Ausgang hier – in der Herrschsucht. Mit anderen Worten haben wir hier eine schöne Beschreibung der Orthodoxie. Sie wollen organisieren, um dann herrschen zu können, und das Ganze resultiert dann in falscher Lehre. Das alles wird oben als satanisch bezeichnet. Es ist luziferisch. Es ist das System des Antichristen.

Solche Leute sind Teil des Regimentes des Antichristen.

Wenn Sie meinen in der Endzeit zu leben, oder kurz davor, dann werden Sie das ganze System des Antichristen mit allen seinen Hilfsunternehmungen nur dann vermögen, richtig zu durchschauen, wenn Sie die Fähigkeit besitzen, die Auswirkungen dieser satanischen Herrschgier zu erkennen.

Lassen Sie mich Ihnen einen Rat geben. Wenn Sie richtig für den Herrn entbrannt sind, werden Sie vielleicht eines Tages eingeladen, zu predigen und da Sie ein geistiger Christ sind, werden Ihre Worte aufflammen und Herzen werden berührt werden und der Herr wird sein Wort durch nachfolgende Zeichen und Wunder bestätigen und Sie werden dann zurückblicken auf dieses Ereignis und froh seien, daß Gott Sie benutzte und sich darauf freuen, wieder von Gott benutzt zu werden.

Und dann werden Sie auch denken, daß Sie diese Arbeit mögen, und daß Sie gern öfters für solch höchst zufriedenstellenden Aktivitäten gebraucht werden möchten. Und wenn dies dann auch tatsächlich geschieht und Sie haben des öfteren die Gelegenheit, Menschen Gottes Wort zu bringen, und sie frei und lebendig werden zu lassen, dann wollen Sie wahrscheinlich diese Art der Arbeit noch öfters tun und sind durchaus bereit, die Zeit, die Sie mit Ihrer weltlichen Arbeit verbringen, weiter zu reduzieren.

Sie mögen dann vielleicht sogar anfangen, darüber nachzudenken, Ihren weltlichen Arbeitsplatz ganz aufzugeben und die Arbeit für Gott ganztags zu machen.

Für Gott vollzeitlich zu arbeiten ist exzellent, nur gibt es da einen gefährlichen Aspekt dazu, und fast alle Christen die ihn gewählt haben und ihn wählen, sind in diese Falle gelaufen und laufen noch in diese Falle, diese Falle des Betrügers, und das ist, zu meinen, vollzeitliche Arbeit zu tun bedeutet, seinen Lebensunterhalt dadurch zu verdienen, diese neue Arbeit nun so zu tun, daß sie die Quelle wird, aus der man sich sein Einkommen verdient, sie zum Geldverdienen zu benutzen.

Wenn Sie den richtigen Weg gehen, Gottes Weg, dann werden Sie auch Ihren Lebensunterhalt dadurch verdienen, es wird aber Gottes Art und Weise sein, wie dies geschieht und wie er Sie mit allem Nötigen versorgen wird, um Ihren Lebensunterhalt zu gewährleisten, und dies ist ein Weg, mit dem die meisten Leute Probleme haben, oder Sie benötigen recht lange, sich daran zu gewöhnen und zu lernen, wie er funktioniert. Er ist ganz gut in der Bibel beschrieben und Beispiele sind dort gegeben, und die biblische negative Art ihn zu beschreiben ist, daß Sie nicht mit dem Worte Gottes ein Geschäft machen sollten (2 Korinther 2,17) oder meinen, die Frömmigkeit sei ein Mittel, um irdischen Gewinn zu erzielen (1 Timotheus 6,5).

Fangen Sie also niemals an, Geld aus Ihrer Kenntnis von Jesus Christus zu machen. Vermeiden Sie dies unter allen Umständen. Fallen Sie niemals in diese Falle des Betrügers.

Schreiten Sie vorsichtig und weise solch einer Situation entgegen, einer Zeit, wo Sie Ihre Zeit reduzieren, um Geld zu verdienen, um mehr Zeit für geistige Dinge zu haben. Erinnern Sie sich an Paulus, daß er noch mit seinen Händen arbeitete, als er schon ein solch hohes Stadium erreicht hatte, daß die Bibel ihn als Apostel bezeichnet.

 

Dieses ist das Ende von "Der Drang zum Organisieren"

Zu Kapitel: [29]

 

 

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