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Dieses ist das 30. Kapitel von "Die Imitationskirche."

 

30. Die Atheisten

Frank L. Preuss

 

Ich hatte einen Leserkommentar zu einem Artikel über Glauben gelesen und dieser verursachte, daß ich mir einmal etwas mehr Gedanken über die Atheisten machte.

Ich will zunächst die drei Absätze dieses Kommentars hier zitieren:

“Ich meine der Kommentar den der Autor macht, daß Kommunismus und Nazismus auch Glaubenssysteme waren und daß ihre Anhänger einen messianischen Glauben hatten, daß wenn sie dem wahren Glauben folgten, würden sie ein Paradies auf Erden schaffen, ist richtig.

Alle Glaubenssysteme haben die Tendenz, ihre Unterstützer dazu zu bringen, ihre kritischen und moralischen Urteilsvermögen zeitweilig außer Kraft zu setzen und zu tun, was auch immer die Führer des Glaubens sagen ist nötig und wünschenswert.

Atheismus lehnt alle Glaubens- und Religions-Systeme ab. Und da liegt die beste Hoffnung für die Zukunft der Menschheit.“

Der wichtige Satz auf den ich hier hinaus will, ist der folgende: „Atheismus lehnt alle Glaubens- und Religions-Systeme ab.“

Ich bin ohne weiteres bereit anzuerkennen, daß diese Aussage eines Atheisten seine wahre und ehrliche Ansicht ist.

Diese Aussage ist aber falsch, und wäre nur dann wahr, wenn sie folgendermaßen umformuliert würde: Atheismus lehnt alle anderen Glaubens- und Religions-Systeme ab.

Die ursprüngliche Aussage läßt aber den Leser auch sofort die ganze Verkehrtheit des Atheismus erkennen.

Die Unrichtigkeit ist, daß sie einfach falsch ist, da der Atheismus genau so ein Glaubenssystem ist, wie all die anderen.

Was aber darüber hinaus noch dazukommt, ist daß dies von den Atheisten nicht erkannt wird, und sie daher wirklich einer Illusion unterliegen, die bei den anderen Glaubenssystemen nicht vorhanden sein muß.

Und darüber hinaus wiederum kommt noch hinzu, daß sie das, worum es bei ihrem Glaubenssystem geht, nicht erkennen und daher völlig getäuscht werden, sie also Betrogene sind.

Die Atheisten kann man auch als Materialisten bezeichnen. Eine wichtige Erkenntnis muß sein, die Atheisten und die Materialisten als genau so eine Religionsrichtung zu erkennen, wie all die anderen Religionsrichtungen, seien es nun die Weltreligionen, oder deren verschiedene Unterteilungen. Im Christentum wären es die Katholiken, die Orthodoxen, die Protestanten, und da wieder die verschiedenen Konfessionen.

Wenn wir uns das Neue Testament ansehen, dann haben wir auch dort diese Richtungen. Die bekannteste ist die der Pharisäer. Eine weitere Gruppe ist die der Sadduzäer. Und diese Sadduzäer entsprechen sehr den Atheisten.

Um einmal das Denken solcher Leute etwas näher kennenzulernen, will ich hier einmal etwas über einen Sadduzäer bringen, wie es in den Werken von Jakob Lorber vorkommt:

 

Die Sache sah mir zu toll und gräßlich aus, und da es ohnehin schon gut eine Stunde über die Tagesmitte war, so gingen ich und mein Vater nach Hause, und ich erzählte auf dem Wege erst dem Vater, was bei dem Verlaufe der Kreuzigung alles zu sehen war. Er gestand mir zwar, nichts dergleichen gesehen zu haben, hatte aber fleißig meine Augen beobachtet und nahm aus ihrem fixierten Hin- und Herschweifen genau wahr, daß ich da etwas Besonderes sehen müsse; also nahm er auch aus der Treuheit meiner Worte genau ab, daß ich ihm keine Unwahrheit erzählt hatte. Er, als ein Arzt zur Not und als ein Philosoph und Theosoph zugleich, fand darin sehr viel Denkwürdiges, obgleich er trotz aller seiner Philosophie und Theosophie von meinen Erzählungen ebensoviel verstand als ich selbst; aber er beschloß, gegen Abend dennoch wieder dahin zu ziehen, um durch mich noch weitere Beobachtungen machen zu können, und um bei Gelegenheit den Sadduzäern so recht derb sagen zu können, daß sie die größten Ochsen und Esel seien, wenn sie die Unsterblichkeit der menschlichen Seele ableugnen.«

(Mathael:) »Wir selbst hatten einen ausgepickten Sadduzäer mitsamt seiner Familie zum Nachbarn, der zwar als Mensch ganz ordentlich, gut und sehr verträglich war, mit dem aber über Gott und über die Unsterblichkeit der Seele nie ein Wort zu reden war. Er hielt alle für höchst beschränkte Köpfe, die an derlei glaubten, und über mich sagte er, daß ich zu einem Dichter die besten Anlagen besäße, indem mir eine so lebhafte Phantasie und Einbildung eigen wäre. Kurz und gut, mein Vater gab sich zuzeiten viel ab mit ihm; aber es war alles rein vergeblich.

 

In dieser Beschreibung kommen zwei Unredlichkeiten dieser Atheisten oder Sadduzäer recht klar zum Ausdruck, und das ist, wie sie sich solchen Menschen gegenüber verhalten, die ihnen von ihren Überzeugungen und von ihren Erlebnissen berichten.

„Er hielt alle für höchst beschränkte Köpfe, die an derlei glaubten.“

Dazu könnte man viel sagen, aber eine Unredlichkeit ist die Arroganz die aus einer solchen Haltung spricht.

Die zweite ist diese:

„ ... und über mich sagte er, daß ich zu einem Dichter die besten Anlagen besäße, indem mir eine so lebhafte Phantasie und Einbildung eigen wäre.“

Das Zeugnis eines anderen Menschen wird einfach als unwahr bezeichnet.

Man erklärt einen anderen Menschen einfach als Lügner, weil der etwas sagt, das den eigenen Überzeugungen widerspricht.

Intellektuelle Unredlichkeit kann man das nur nennen.

Und da sind wir bei einem weiteren Aspekt dieser Sekte, daß sie rein vom logischen Standpunkt her schon völlig verkehrt liegen.

Die Hauptthese ihres ganzen Systems ist, das Vorhandensein des Übernatürlichen abzustreiten.

Und damit behaupten sie im Grunde, daß es etwas nicht gibt und nicht geben kann.

Und damit entlarven sie sich und die ganze Unlogik ihrer Denkweise, da es einfach unlogisch ist und unmöglich ist, zu beweisen, daß es etwas nicht gibt.

Und nun kommen wir zu etwas noch wichtigerem, nämlich zu dem wirklichen geistigen Hintergrund der ganzen Sache.

Der ganze geistige Hintergrund besteht ja darin, daß dieser grundsätzliche Aspekt dieser Religion verschleiert bleibt, daß er den Anhängern nicht bekannt wird, daß sie nicht wissen, wem sie da eigentlich folgen.

Sie werden getäuscht und betrogen, und derjenige der sie täuscht will ja gerade, daß er als solcher nicht erkannt wird.

Wir wollen uns aber nun der eigentlichen Wichtigkeit dieser ganzen Sache zuwenden.

Der Materialismus hat in den letzten Jahrhunderten stark zugenommen. Wichtige Meilensteine waren das neunzehnte Jahrhundert und noch schlimmer war das zwanzigste Jahrhundert.

Einen guten Endruck bekommt man davon, wenn man sich einmal darüber klar wird, wie stark diese Geistesrichtung sich unter den Christen verbreitet hat. Sogar unter Christen wird es immer mehr ersichtlich, daß man sich davor scheut, grundlegendes zu bekennen.

Denken Sie nur einmal an so etwas wie die Entrückung, aber auch schon an Dinge wie die Himmelfahrt, oder die Auferstehung, oder die Wiederkunft, oder die Endzeit und das Ende und das tausendjährige Reich.

Die meisten Christen stehen in ihrer Denkweise mehr den Materialisten nahe und weniger den Lehren des Herrn und noch weniger dem was er uns lehrt zu tun.

Der allerwichtigste Aspekt aber dieser ganzen Angelegenheit ist der, daß diese Sekte der Atheisten in der Endzeit einen Glaubenskrieg führen wird in einer Art und Weise, der alle bisherigen Glaubenskriege an Grausamkeiten weit überflügelt.

Dieser Glaubenskrieg ist ja in Wirklichkeit kein Krieg gegen alles was etwas mit Glauben und dem Übernatürlichen zu tun hat, sondern ist ein echter Religionskrieg, ein Krieg einer Religion gegen alle anderen.

Und dies einfach deshalb, weil die Atheisten selbst Gläubige sind, selbst eine Sekte sind, selbst eine Religion darstellen, und deshalb wie alle anderen Religionen alle Konkurrenz bekämpfen und versuchen, sie auszurotten.

Und dies wird ihnen auch gelingen. Am Ende werden keine anderen Religionsgemeinschaften übrigbleiben. Sie werden all vernichtet worden sein.

Es werden nur recht wenige Menschen übrigbleiben, die wirklich an einen Gott glauben und sich auch auf ihn verlassen – und nicht auf ihre Sekte und deren Führer.

Und aus diesem allen sollten wir lernen, wir die wir zu diesen Übriggebliebenen gehören wollen, wie wir uns dieser feindlichen Religion gegenüber wehren können.

Und das ist vor allem, diesen Feind als das zu erkennen, was er wirklich ist: als eine Sekte, und besonders als eine Sekte, die alle die Mängel aufweist, die in diesem Kapitel aufgezählt wurden.

Wenn man diese Munition benutzt, wird es einem viel leichter fallen, sich im Glaubenskampf zu behaupten.

Man muß ihnen ihre eigene Unlogik vor Augen halten, daß sie nicht beweisen können, daß es etwas nicht gibt und nicht geben kann.

Man muß ihnen ihre Unredlichkeit vor Augen halten, daß sie andere als Wirrköpfe bezeichnen, nur weil sie anderer Meinung sind.

Man muß ihnen auch ihre Unredlichkeit vor Augen halten, daß sie anderen absprechen, die Wahrheit zu berichten, die Wahrheit über das was sie erlebt und erfahren haben.

Man muß ihnen ihre eigene Unvernunft vor Augen halten, daß sie sich für etwas einsetzen, dessen Hintergrund sie gar nicht kennen und verstehen, daß sie jemandem folgen, den sie ablehnen würden, würden sie wissen würden, wer es ist.

Machen Sie sich vertraut mit diesen Gedankengängen, und es wird Ihnen sehr behilflich dabei sein, die Endzeit zu verstehen und sie zu überstehen.

Das Hauptkennzeichen dieser Leute ist folgendes:

Atheisten sind die direkten Sklaven des Teufels und sie merken es nicht.

Ich will aber zu den Anzeichen zurückkehren, die uns helfen, solche Leute zu erkennen, Leute die Atheisten sind oder was die Bibel Sadduzäer nennt.

Sie sind hochnäsig.

Sie meinen andere wären dumm und mögen Menschen die nicht mit ihnen übereinstimmen mehr oder weniger direkt dumm nennen. Sie meinen und sagen, daß ihre Gegner, und jedermann der daran denkt solche zu unterstützen, dumm sind.

Und das ganz abgesehen davon, sie so hinzustellen, als ob sie sich anhören wie Mitglieder von solchen Gruppen, die gegen die Elite sind. Sie schelten andere nicht fähig zu sein, klar zu denken, weil sie Angst haben.

Sie setzen andere als eine Blamage herab. Sie verspotten sie als dumm.

Sie meinen gern und sagen es auch, daß andere bitter werden, an der Religion festhalten oder an einer Antipathie gegenüber Menschen, die nicht so sind wie sie.

Sie glauben und sagen, daß sie selbst die Fakten haben und die Wissenschaft und das Argument auf ihrer Seite haben und hiermit widersetzen sie sich was sie glauben ihre Gegner zu haben und sich darauf verlassen: Lügen, Aberglaube und Vorurteile.

Mit Genuß machen sie sich die Vorstellung zu eigen, daß ihre Gegner Schwachköpfe sind, und im weiteren Sinne jeder, der wie sie denkt.

Die Freude über ihren Gegner scheint keine Grenzen zu kennen.

Die schwach verstellte Botschaft ist oft: ihre Gegner sind Verrückte die Handel mit der Furcht treiben.

Sie werden zu einer Parodie der Leute an den Eliteuniversitäten, behaglich zufrieden mit ihrer eigenen intellektuellen Überlegenheit und die armen Idioten bemitleidend, die mit ihnen nicht übereinstimmen.

Es ist schnüffelnde Herablassung. Sie setzen gern andere herab.

Sie machen sich lustig über normale Menschen wegen ihrem angeblichen Schwachsinn.

Wenn Sie sich die Diskussionen im Neue Testament ansehen, die Jesus mit den Sadduzäern hatte, dann werden sie etliche dieser gerade erwähnten Einstellungen verspüren.

Sich mit dieser ihrer Art des Denkens und Handelns vertraut zu machen, wird es Ihnen viel leichter machen, diese Leute aufzuspüren und auf sie vorbereitet zu sein und ihnen zu begegnen.

 

Zum Schluß will ich einen Auszug von CB Rogers You’ve gotta have faith... (Das mußt’e aber schon glauben...) bringen, der aufzeigt, daß Charles Darwins Theorie der Evolution statistisch unmöglich ist und daher hinter unserer Schöpfung ein inteligenter Konstrukteur sein muß:

Die Lehrsätze der Evolution sind auf Grund von Fortschritten der Wissenschaft unter Beschuß gekommen und jetzt stolpert Darwins Evolution schon über die erste Hürde. Es scheint paradox zu sein, daß ein Glaubenssprung benötigt wird, um ein Atheist zu sein.

Als ein frommer Darwinist und leidenschaftlicher Atheist für 40 Jahre (bis vor fünf Jahren) würde ich den Unterricht jederart von Creationism an unseren Schulen als reine Unsinn betrachtet haben.

In meiner Zeit als Student waren die Evolution Darwins und der Atheismus die einzigen vernünftigen und sich intelligent anhörenden „Glauben“ die man hatte.

All dies änderte sich vor fünf Jahren als ein junger Doktor mich herausforderte, zu beweisen, daß Evolution eine Tatsache ist. Als Anfangsliteratur gab sie mir Ralph Muncasters Skeptic’s Search for God (Des Skeptikers Suche nach Gott), wo er damit anfängt, Abiogenesis zu untersuchen, den Ursprung des ersten Lebens. Das Buch war eine Offenbarung und ich war enttäuscht herauszufinden, daß evolutionäre Biologen/Chemiker Null Fortschritt gemacht hatten, zu erklären wie das erste Leben (die erste lebende, reproduzierende Zelle) anfing – die hatten keine Ahnung.

Muncaster vertrat den Standpunkt, daß die erste lebende Zelle entweder zufällig, aufs Geratewohl, durch natürlichen Prozeß anfing oder irgendwie durch irgendeine entschlossene, übernatürliche, intelligente Absicht (Creationism). Da gab es keinen dritten Weg. Seine Voraussetzung war einfach: falls bewiesen werden könnte, daß Leben zufällig entstand, dann gäbe es keinen Grund für einen intelligenten Konstrukteur; wenn nicht, dann müßte es so etwas wie Gott geben.

Was ich entdeckte war, daß es wahrscheinlicher ist, daß Leben in der Form eines Reptils in einer fliegenden Untertasse aus dem Weltraum ankommt, als daß so etwas wie ein einzelliges Wesen sich selbst zufällig aus der uranfänglichen Suppe zusammensetzt und, zum ersten mal in 40 Jahren, mußte ich die Möglichkeit eines intelligenten Konstrukteurs in Betracht ziehen.

Als Darwin vor 150 Jahren sein großes Werk veröffentlichte, waren es mindestens hundert Jahre bevor die Wissenschaften der Mikro/Zellenbiologie, Bio- und organische Chemie ein Verständnis für einige der Geheimnisse und Komplexität einer Zelle liefern würden. Unter anderem lagen das DNA-Molekül, die Komplexität des Genoms und gründliche statistische Analyse, die die Mängel in seinen Theorien des zufälligen Ursprungs und Makroevolution hätten aufzeigen können, noch in der Zukunft. Hätte er Zugang zu all dieser Information gehabt, wäre seine große Theorie vielleicht recht anders gewesen.

Kurz gesagt, Muncaster benutzte statistische Analyse und die fünf logischen Schritte, die nachfolgend umrissen werden, um die Unmöglichkeit der zufälligen Entstehung der erste lebende Zelle zu beweisen.

Es kann nicht erklärt werden wie einfache Verbindungen wie Aminosäuren sich, zufällig, nicht nur formen, sondern sich in größere Proteinketten und RNA (Ribonukleinsäure) und DNA in der rauen Umgebung der „primordial soup“ kondensieren.

Wie sollten tausende von einzelnen Bestandteilen „wissen“ wann sie ankommen sollen?

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß DNA, mit mehr als 3 Milliarden Hauptbestandteilen verteilt unter 46 Chromosome, zusammen mit Ribosomen, die Mitochondrien, plus all der anderen komplizierten Substrukturen wie der Golgi-Apparat, wissen sollten, wie sie auf gut Glück in solch einen winzigen Raum in genau die richtige Art und Weise und zu genau der richtigen Zeit hineinpassen?

Die ersten Fossilien erschienen vor 3,5 Milliarden Jahren, folglich muß die erste lebende Zelle älter sein; zu der Zeit würde die Erde ein heißer, feindseliger Ort gewesen sein. „Wie würde die Oberfläche der Zelle (einschließlich des Cytosskelettes) ‚wissen,‘ irgendwie die Zelle zu bedecken, um sie vor diesen zerstörerischen Elementen zu schützen?“

Wie sollte der DNA lebendig gemacht werden ohne programmiert zu sein?

Evolutionisten stehen auf dem Standpunkt, daß mit unendlicher Zeit alles möglich ist; gib einem Affen eine Schreibmaschine und schließlich gibt es die kompletten Werke von Shakespeare. Dies ist nicht mehr stichhaltig seitdem ein Alter von 15 Milliarden Jahren für das Universum geschätzt wurde. Die geschätzten 4,5 Milliarden Jahre für das Alter der Erde schienen jedoch genügend Zeit für Moleküle zu sein, „Glück zu haben“ und das erste DNA, RNA und Protein zu gestalten und von ihnen die erste Bakterie. Aber von einer Reihe von Wissenschaftlern durchgeführte Wahrscheinlichkeitsberechnungen zeigten unvorstellbare Wahrscheinlichkeiten dagegen, daß diese Zeit ausreiche.

Um nur zwei Beispiele zu nennen:

Der britische Astronom und Mathematiker Sir Fredrick Hoyle rechnete und sagte: “…die Wahrscheinlichkeit der Bildung von Leben aus lebloser Materie ist eins zu einer Zahl mit 40-Tausend Nullen danach. Es genügt, um Darwin und die ganze Theorie der Evolution zu begraben.“

Und der agnostische Mikrobiologe Dr Michael Denton rechnete über die Minimumproteinentwicklung, daß: „Um eine Zelle durch Zufall zu erhalten, würde erfordern, daß mindestens 100 funktionsfähige Proteine gleichzeitig an einem Ort erscheinen.

Dies sind 100 gleichzeitige Geschehnisse, jede von einer unabhängigen Wahrscheinlichkeit, welche kaum mehr als 10-20 sein könnte, bei einer maximalen gemeinsamen Wahrscheinlichkeit von 10-2 000.”

Diese Zahlen sind irrsinnig, doch für mich, als einen organischen Chemiker, gab den Ausschlag die Frage der Chiralität in der Bildung der zellularen Bestandteile – Aminosäuren (alle L-Formen) und Nukleotiden (alle D-Formen). Eine Beschreibung der Chiralität geht über den Umfang dieses Artikels, es hat aber mit der höchst speziellen Art zu tun, mit der Moleküle in Zellbestandteilen zusammenhängen. Es genügt zu sagen, daß die durch die Chiralität aufgeworfene Angelegenheit die Wahrscheinlichkeit für einen zufälligen Beginn von erstem Leben im Grunde genommen auf Null setzt.

Es ist dann offensichtlich, daß naturalistische Evolution des ersten Lebens statistisch unmöglich ist und daraus folgt dann, daß ein „intelligenter Konstrukteur“ erforderlich war; Darwinsche Evolution besteht noch nicht einmal die erste Hürde.

So wie jeder Lehrsatz der Evolution unter Beschuß gerät, scheint es paradox zu sein, daß es die Weiterentwicklungen der Wissenschaften gewesen sind, die dafür verantwortlich sind.

So wie intelligente Planung Glaubwürdigkeit erlangt, braucht man nun Glauben, um ein Atheist zu sein.

 

Dieses ist das Ende von "Die Atheisten"

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