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Dieses ist das 33. Kapitel von "Die Imitationskirche."

 

33. Gestaltung aus den geistigen Ursubstanzen

Frank L. Preuss

 

Ich will zurückkommen auf ein Zitat aus dem vorvorigen Kapitel das sich mit dieser Gestaltung aus den geistigen Ursubstanzen beschäftigt:

 

Das, o Herr, ist nun abermals ein Histörchen, das ich erlebt habe in meiner Jugend, bei der mir sonst alles klar wäre, - nur die Gestalt der Seelen nicht, die aller menschlichen Form bar waren, und das vorher zahllos viele aus den Verruchten entflogene, mir sichtbar gewordene Geschmeiß von Fledermäusen und kleinen Drachen. Der große Geist gab mir freilich dahin wohl ein etwas erläuterndes Wort, daß dies nur Ausgeburten des bösen Willens seien; aber wie, - das ist eine ganz andere Frage, die außer Dir, o Herr, wohl niemand beantworten und lösen wird! Diese beiden könntest Du, o Herr, uns wohl lösen, so es genehm wäre Deinem heiligsten Willen!«

Sage Ich: »Ganz gut und wahr hast du deine Erzählung von dem, was du selbst erlebt hast, vorgetragen. Die bestiale Gestaltung der Seelen der bewußten sieben großen Verbrecher hat ihren Grund eben in einer gewissen freien Ordnung, aber freilich dahin nur, wie sich in einem Leibe die darin wirkenden Seelenspezifikalteile von neuem ergreifen oder umtauschen, was dem gleich ist, als wie ihr einen Knaul Würmer sehet, die da durcheinanderkriechen und -steigen und gewisserart eine ihnen stets bequemere Ruhelage suchen. Haben sie entweder in ihrer guten oder bösen Art eine gefunden, so wird die äußere Form gewiß stets eine der guten oder bösen Art entsprechende.

Seht hier mehrere Pflanzen; da steht eine heilsame, da eine giftvolle! Betrachtet bei dem sonnenhellen Lichte unserer Leuchtkugel die Formen! Sehet, wie geschmeidig, lieblich, sanft und bescheiden die heilsame Pflanze in ihrer Form anzusehen ist, und wie eckig, zerrissen und hie und da auch ganz verdächtig glatt die Giftpflanze dagegen in ihrer Form anzusehen ist, und dennoch bestehen beide Gattungen aus einer und derselben Ursubstanz, stehen in gleicher Erde, schlürfen denselben Tau ein, die ganz gleiche Luft und das gleiche Licht! Und dennoch ist in der heilsamen Pflanze alles heilsam, in der Giftpflanze aber ganz und gänzlich Gift! Der Grund liegt allein im Verkehren der Ordnung.

Ihr habt ja gesehen, wie zuvor aus den sich ganz ähnlichen Glühzungen oder umherschwebenden Feuerschlangen, die für das Fleischauge vor lauter Kleinheit nicht zu erschauen wären, sich ein vollkommener, ganz gemütlicher Esel herausgeformt hat; glaubt ihr, daß daraus bei einer andern Ordnung der sich zu einer ganzen organischen Form ergreifenden Ursubstanzen nicht ebensogut ein Tiger, ein Kamel, ein Ochse oder Elefant oder sonst etwas hätte entstehen können?! O ganz sicher! Und ein anders geordnetes Sich-Ergreifen hätte aber dann auch eine ganz andere Natur und Eigenschaft in sich, die einer andern ganz feindlich gegenüberstünde, und das darum, weil in jeder anders organisierten eigentümlichen Form fortwährend das Bestreben vorwaltend ist und zum größten Teile auch bleibt, alles andere und etwa Schwächere in seine Ordnung umzugestalten.

Aus dieser Eigenschaft gehet hervor die Liebe, die innere Wärme, das Bestreben, die Gier, der Hunger und der Durst. Ist diese Gier, die gleich der Herrschsucht ist, hie und da zu groß und haschet nach zu vielem, um es unter seine ursprüngliche Ordnung zu schieben, so wird das in sich Hineingeschobene nicht selten zu mächtig, ergreift die erste im Wesen schon seiende seelenorganische Ordnung, zieht sie in die eigene gute, bessere, aber gar leicht auch schlechte, schlechtere und am Ende gar allerschlechteste Ordnung!

Was geschieht aber dadurch? Mathael, nun komme mit deinen gesehenen tigergestaltigen Verbrecherseelen! Sie sind von jenen zu gierig zu sich genommenen Seelenursubstanzen, die zu ihrer Ordnung nicht taugten, zu übermäßig in sich aufgenommen worden; und diese haben dann erst ihre Seelen in das ihrige Überschlechte verkehrt und somit aus Menschenseelen wahre Tigerseelen gezeugt, und vom selben Ursprunge war auch all das Geschmeiß, das du den geängstigten Verbrechern massenhaft hast entsteigen sehen. Nun aber saget mir alle, ob ihr diese gar reichliche Lehre wohl allseits verstanden habt!«

Sagen die meisten: »Jawohl, Herr, wir verstanden diese Lehre jedenfalls so ziemlich; aber daß wir uns rühmen könnten, darin so recht zu Hause zu sein, da würden wir Lügner sein. Aus der früheren Gestaltung der Eselin haben wir wohl wahrgenommen und gesehen, wie aus den geistigen Ursubstanzen ein Ding oder Wesen wird. Wir sahen ja ordentlich das Gras wachsen, und wie sich gewisserart von selbst eine Eselin aus den Feuerzungen erschaffen hatte. Ja, wir wissen durch Deine Güte und Gnade sogar, was, wer und woher kommend diese Feuerzungen sind, und wie sie sich als verwandt zu irgendeiner ausgeprägten Idee und Form ergreifen können. Wir wissen es recht wohl, wie sich diese Deine zahllosesten Urgedanken, von denen die ganze Unendlichkeit strotzt, obschon sich der äußeren Erscheinlichkeit nach gleichsehend, in sich selbst dennoch sehr unterscheiden, leichter und schwerer sind, je nachdem sie in sich irgendeinen Sinn enthalten, der etwas Tieferes, Ernsteres und Gediegeneres in sich faßt, und wie die Verwandteren sich auch zunächst ergreifen und irgendein Organ zu bilden anfangen.

 

Es geht hier um die Gestaltung von Dingen in der geistigen und auch in der materiellen Welt. Es geht hier um die Gestaltung von geistigen Dingen wie zum Beispiel einer Seele und um die Gestaltung von natürlichen Dingen wie einer Eselin.

Und weiterhin geht es um die Gestaltung von positiven Dingen und auch von negativen Dingen und Zuständen.

Als erstes wurde in dem Zitat von der bestialen Gestaltung der Seelen der bewußten sieben großen Verbrecher gesprochen und daß diese ihren Grund in einer gewissen freien Ordnung hat. Es geht da um den Umstand, wie sich in einem Leib die darin wirkenden Seelenspezifikalteile von neuem ergreifen und umtauschen.

Und hier sind wir wieder bei dem Thema Körper und Seele und Geist und wie diese aufeinander einwirken. Die ideale Situation ist, wenn sich die Seele dem Geist öffnet und von ihm völlig eingenommen wird und dadurch auch den Leib beeinflußt und ihn völlig vergeistigt. Die umgekehrte Situation ist, wenn die Seele dies nicht tut, sondern immer mehr vom Körper beeinflußt wird und selbst ganz materiell wird und sich dann beim Tode so gut wie überhaupt nicht vom Leib trennen kann und von einem Geistwesen mit Gewalt getrennt werden muß.

Es geht hier um geistige und materielle Gestaltung und dieses Thema könnte man auch mit der Behandlung von weißer und schwarzer Magie vergleichen und mit Erklärungen von Situationen die sich besonders in der Endzeit abspielen werden, wo es sehr hilfreich sein wird, etwas über die Hintergründe dieser von Gott und dem Antichristen erzeugten besonderen Ereignisse zu wissen.

Es geht aber auch darum, mehr Verständnis für wissenschaftliche Entwicklungen zu haben, denn da sind diese “Feuerzungen” sehr im Gespräch und man kann das dort verfolgen, wenn man nur andere Worte für diese Phänomene erkennt.

Ich wiederhole erst einmal den Anfang des Zitats: „Das, o Herr, ist nun abermals ein Histörchen, das ich erlebt habe in meiner Jugend, bei der mir sonst alles klar wäre, - nur die Gestalt der Seelen nicht, die aller menschlichen Form bar waren, und das vorher zahllos viele aus den Verruchten entflogene, mir sichtbar gewordene Geschmeiß von Fledermäusen und kleinen Drachen. Der große Geist gab mir freilich dahin wohl ein etwas erläuterndes Wort, daß dies nur Ausgeburten des bösen Willens seien.“

Das erläuternde Wort des großen Geistes gibt uns den geistigen Hintergrund, wie Gestaltung funktioniert: Das Geschmeiß von Fledermäusen und kleinen Drachen ist die Ausgeburt des bösen Willens. Der böse Wille bringt solches also zustande – etwas negatives. Und der gute Wille bringt eben positives zustande.

Es geht also um den Willen. Wenn wir das Wirken des Willens verstehen, dann werden wir Gestaltung verstehen.

Und wenn wir den Willen richtig anwenden, dann werden wir gestalten können – positiv gestalten können. Und mit dem Willen kann der Mensch auch negativ gestalten. Und da haben wir bereits die Grundlagen der weißen und auch die der schwarzen Magie.

Es wird also darauf ankommen, den Willen zu gebrauchen.

Bewußt etwas zu wollen, wird Ergebnisse bringen.

Das Vorhandensein des Willen in uns und seinen Gebrauch muß uns bewußt werden - und wie wichtig dies ist.

Das erste Buch dieser Website heißt „Kann man Glauben messen“ und darin kann man viele Einzelheiten finden, wie man seinen Willen anwenden sollte und wie nicht.

Gestalten zu können wird also immer darauf beruhen, etwas von der Anwendung des Willens zu verstehen. Seinem Willen immer die richtige Richtung zu geben, wird maßgebende sein. Und dies trifft für beide Arten der Magie zu, nur bei der schwarzen Variante ist es dann eben ein böser Wille.

Es geht also um die Auseinandersetzung zwischen diesen beiden Varianten des Willens. Es geht um die Auseinandersetzung der Kräfte die auf Gottes Seite sind, geblieben sind oder dahin wieder zurückgefunden haben, auf der einen Seite, und auf der anderen Seite um die Kräfte, die sich in Rebellion gegen ihn befinden. Und das schließt Wesen in beiden Reichen ein, im geistigen und im irdischen.

Auf welcher Seite man sich befinden will, ist jedermanns eigene Angelegenheit. Für ein göttliches Wesen ist der freie Wille das Hauptmerkmal. Und alle Wesen sind von Gott geschaffen worden und haben daher einen freien Willen – auch die, die jetzt noch gegen ihn rebellieren.

Und das kommt auch bei dem zum Ausdruck, was Jesus dann sagt: „Die bestiale Gestaltung der Seelen der bewußten sieben großen Verbrecher hat ihren Grund eben in einer gewissen freien Ordnung, aber freilich dahin nur, wie sich in einem Leibe die darin wirkenden Seelenspezifikalteile von neuem ergreifen oder umtauschen, was dem gleich ist, als wie ihr einen Knaul Würmer sehet, die da durcheinanderkriechen und -steigen und gewisserart eine ihnen stets bequemere Ruhelage suchen. Haben sie entweder in ihrer guten oder bösen Art eine gefunden, so wird die äußere Form gewiß stets eine der guten oder bösen Art entsprechende.“

Entweder gestalten wir gemäß einer guten Art, oder gemäß eine bösen Art. Die äußere Form wird also von der Art bestimmt werden.

Die sieben Verbrecher hatten eine böse Art, sie waren eben böse. Jemand der schwarze Magie betreibt, ist auch böse, nur ist er sich mehr bewußt, was er tut, und was die theoretischen Grundlagen seines Tuns sind.

Der Wille ist also der Ausgangspunkt, aber oft auch das Ziel: andere Menschen den eigenen Willen aufzuzwängen. Die gute Art wird den freien Willen anderer respektieren, die böse Art nicht.

Eins der wichtigsten Motive der bösen Art ist die Herrschsucht, und die bringt meistens andere böse Motive mit sich, wie die Sucht nach materiellem Besitz, nach Geld, nach körperlicher Befriedigung.

Das wichtigste Ziel eines Menschen der zurück zu Gott will, ist es in Liebe zu wirken. Und da muß er etwas tun: bewußt seinen Willen in diese Richtung lenken. Wenn er das tut, werden die äußeren Formen anfangen, sich dementsprechend umzuformen.

Die Gestaltung eines Lebens zur Liebe hin ist also die Aufgabe. Je mehr der Mensch dann wieder näher zu Gott kommt, je weiter werden seine Gestaltungsfähigkeiten zunehmen. In einem gewissen Stadium mag er dann Esel oder Tiger gestalten oder danach vielleicht Himmelskörper und Galaxien. Das Prinzip wird das gleiche bleiben, der geistige Fortschritt aber wird das Gestaltene bestimmen.

Gottes Schöpfung anzuerkennen ist wichtig, und auch sie zu bewahren und zu schützen, und all das Geistige in der Materie anzuerkennen, und ihm zu helfen, sich geistig weiterzuentwickeln. Wir respektieren einfach alle Kreatur. Aber wir sind uns auch bewußt, daß eine Schöpfung wie ein Tiger eine Schöpfung aus der geistigen Welt heraus ist, eine Seele hat und diese sich zwar aufwärtsentwickelt, aber unsterblich ist. Der Tiger als irdisches Wesen mag am aussterben sein, aber nicht der Tiger, die Tigerseele, im geistigen Reich. Jederzeit kann wieder ein Tiger neu erschaffen werden oder auch jede andere Art von Tier, ob es schon einmal auf der Erde vorhanden war oder ob es etwas völlig neues ist.

Sich um das Aussterben von Tierarten Sorgen zu machen, ist deshalb nicht ein wirkliches, echtes Sorgen. Das einzige was wirklich unsere Sorge benötigt, ist, wie auch in allen anderen Angelegenheiten unseres Lebens, sich um die geistigen Dingen Sorgen zu machen. Diese Art der Sorge wird automatisch auch die materiellen Dinge mit erfassen und sie in die richtige Richtung lenken.

„Ihr habt ja gesehen, wie zuvor aus den sich ganz ähnlichen Glühzungen oder umherschwebenden Feuerschlangen, die für das Fleischauge vor lauter Kleinheit nicht zu erschauen wären, sich ein vollkommener, ganz gemütlicher Esel herausgeformt hat; glaubt ihr, daß daraus bei einer andern Ordnung der sich zu einer ganzen organischen Form ergreifenden Ursubstanzen nicht ebensogut ein Tiger, ein Kamel, ein Ochse oder Elefant oder sonst etwas hätte entstehen können?! O ganz sicher!“

Hier haben wir die wissenschaftlichen Einzelheiten des Hintergrundes des Gestaltens: Glühzungen, oder umherschwebende Feuerschlangen, die für das Fleischauge vor lauter Kleinheit nicht zu erschauen währen.

Mehr Einzelheiten gehen aus dem Folgenden hervor:

 

Hier tritt Raphael hervor und sagt: »Gott ist in Sich ewig und unendlich. Der unendliche Raum ist von Ihm allein erfüllt. Er als der höchste, reinste und größte Gedanke und die ewig vollendetste Idee in und aus Sich Selbst kann, als alles das von Ewigkeit, auch nur in einem fort Gedanken fassen in Seiner ganzen Unendlichkeit, und diese ist voll derselben aus Ihm; wir (die ,Urengel') aber, als Seine schon seit den für euch Menschen undenklichsten Zeiten ausgereiften und nun selbständigen Lebensideen voll Licht, Weisheit, Erkenntnis und Willenskraft, haben noch eine unendliche Menge Dienstgeister unter uns, die gewisserart unsere Arme ausmachen und unsern Willen erkennen und denselben auch sogleich in Vollzug setzen.

Die puren Gedanken Gottes sind der Stoff, aus dem alles, was die Unendlichkeit faßt, entstanden ist: wir ursprünglich ganz allein durch den Willen des allerhöchsten und allmächtigsten Geistes Gottes, - alle diese Dinge und Wesen aber dann durch uns, die wir die ersten und vorzüglichsten Aufnahmegefäße für die aus Gott kommenden Gedanken und Ideen waren - und sind und von nun an in erhöhter und stets vervollkommneterer Weise auch für ewig verbleiben werden.

Wir fassen die aus Gott kommenden Lebensgedanken, die sich euch in der Gestalt feuriger Langzungen zur Beschauung stellen, zusammen und bilden in einem fort, nach der Gottesordnung in uns, Formen und Wesen; und so da euch jemand fragete, woher Gott oder wir, als Seine sozusagen schon ewigen Diener, Boten und Knechte, den materiellen Stoff zur Bildung der Wesen hergenommen haben, - da vor euch habt ihr ihn nun! Diese schlangenartigen und feurigen Langzungen sind die geistigen Bausteine, aus denen alles, was die ganze Unendlichkeit nur immer Materiell-Wesenhaftes in sich faßt und birgt, gemacht worden ist.

Wie dieses Machen aber vor sich geht, hat euch zuvor der Herr Selbst überaus klar gezeigt. Aber ihr werdet das alles erst dann in aller Fülle der wahren Lebensklarheit einsehen und vollkommen begreifen, wenn ihr selbst ganz lebensvollendet vor Gott dem Herrn stehen werdet im Geiste und nicht mehr im schweren Fleische.

Auf daß ihr aber nach dem Willen des Herrn auch, was euch nun möglich ist, sehen könnet, wie wir mächtigen und alten Diener Gottes aus diesen in dem Raume umherschwebenden Gottesgedanken Formen und Wesen bilden, so sehet mit eurer Seele Augen her, und ihr werdet etwas erfahren, was bis jetzt noch kein Sterblicher auf der Erde erfahren hat!

Sehet, ich gebot nun im Namen des Allerhöchsten meinen dienstbaren Geistern, recht viel des notwendigen Stoffes hierherzuschaffen! Und sehet, schon haben wir nun einen hellstrahlenden Klumpen von unseren feurigen Langzungen vor uns, der noch keine andere Form denn die eines runden Feuerballes hat!

 

Die Bedeutung der Gedanken, des Denkens, ist das erste, was in diesem Zitat auffällt. Diese Bedeutung muß erkannt werden, wenn wir gestalten wollen und wissen wollen, wie das Gestalten vor sich geht.

„Die puren Gedanken Gottes sind der Stoff, aus dem alles, was die Unendlichkeit faßt, entstanden ist.“

Und dann folgt, was diese Gedanken eigentlich sind:

„Wir fassen die aus Gott kommenden Lebensgedanken, die sich euch in der Gestalt feuriger Langzungen zur Beschauung stellen, zusammen und bilden in einem fort, nach der Gottesordnung in uns, Formen und Wesen; und so da euch jemand fragete, woher Gott oder wir, als Seine sozusagen schon ewigen Diener, Boten und Knechte, den materiellen Stoff zur Bildung der Wesen hergenommen haben, - da vor euch habt ihr ihn nun! Diese schlangenartigen und feurigen Langzungen sind die geistigen Bausteine, aus denen alles, was die ganze Unendlichkeit nur immer Materiell-Wesenhaftes in sich faßt und birgt, gemacht worden ist.“

„Schlangenartige und feurige Langzungen“ ist der Ausdruck, der hier benutzt wird.

Aus diesen in dem Raume umherschwebenden Gottesgedanken werden Formen und Wesen gebildet.

Wie ist diese Information zu bewerten?

„Ihr werdet etwas erfahren, was bis jetzt noch kein Sterblicher auf der Erde erfahren hat!“

Der Anfang des Schöpfens ist immer der Gedanke.

Auch wir in unserem täglichen Leben tun dies. Wenn der Architekt ein Gebäude schaffen will, fängt er mit dem Gedanken an. Der Gedanke ist das Erste bei dem ganzen Ablauf des Planens und des Bauens eines Bauwerkes. Erst nach dem Gedanken kommen die ersten Skizzen und die ersten Zeichnungen. Der Gedanke ist immer der Ausgangspunkt.

Wenn ich gedanklich etwas durchgegangen bin, dann kann auch die Durchführung folgen. Je mehr ich etwas gedanklich plane und geplant habe, je besser wird sich der ganze Ablauf der Ausführung des Planes abwickeln.

Und wenn wir dann wieder als ein negatives Beispiel uns der Theorie der Evolution zuwenden, dann wird die ganze Misere dieser Theorie deutlich, die etwas höchst kompliziertes schaffen will, und meint, dabei ohne die gedankliche vorherige Planung auskommen zu können, und meint, daß sich alles irgendwie von allein ergeben wird.

Wir wollen aber nun zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren und das war die folgende Unklarheit:

„Das, o Herr, ist nun abermals ein Histörchen, das ich erlebt habe in meiner Jugend, bei der mir sonst alles klar wäre, - nur die Gestalt der Seelen nicht, die aller menschlichen Form bar waren, und das vorher zahllos viele aus den Verruchten entflogene, mir sichtbar gewordene Geschmeiß von Fledermäusen und kleinen Drachen.“

Es geht um die Gestalt der Seelen, und insbesondere um die Gestalt von Seelen die aller menschlichen Form bar sind.

Wie kommen solche “unselige” Seelen zustande?

Jesus gibt folgende Erklärung:

„Die bestiale Gestaltung der Seelen der bewußten sieben großen Verbrecher hat ihren Grund eben in einer gewissen freien Ordnung, aber freilich dahin nur, wie sich in einem Leibe die darin wirkenden Seelenspezifikalteile von neuem ergreifen oder umtauschen, was dem gleich ist, als wie ihr einen Knaul Würmer sehet, die da durcheinanderkriechen und -steigen und gewisserart eine ihnen stets bequemere Ruhelage suchen. Haben sie entweder in ihrer guten oder bösen Art eine gefunden, so wird die äußere Form gewiß stets eine der guten oder bösen Art entsprechende.“

Die äußere Form einer Seele wird durch die Art bestimmt, die gute oder die böse Art.

Beide Arten bestehen aus einer und derselben Ursubstanz. Der Grund liegt allein im Verkehren der Ordnung.

Schlechtes entsteht einfach dadurch, daß die Ordnung verkehrt wurde.

Eine schlechte Ordnung ergibt schlechte Ergebnisse.

Eine schlechte Ordnung, eine Ordnung die tigergestaltige Verbrecherseelen hervorbringt, ergibt sich, wenn man zu gierig ist, wenn man zu gierig etwas aufnimmt, das nicht taugt.

Übermäßiges Aufnehmen von etwas was nichts taugt.

So etwas verkehrt eine Seele in etwas Schlechtes. Und wenn dann der Tod kommt, dann entflieht dieses Schlechte in der Form von Geschmeiß, der Form eines Tigers.

Anstatt sich in der Form weiterzuentwickeln und dem Körper als ein Lichtwesen zu entsteigen, finden eine Rückwärtsentwicklung statt, und die Seele die schon menschlich geworden war, wird nun wieder zu einer Tierseele.

Alles Negative entsteht einfach dadurch, daß Gottes Ordnung nicht eingehalten wird.

Aber unsere Betrachtungen haben auch dazu geführt, daß wir mehr über die Einzelheiten des Erschaffens erfahren haben.

Und hierbei ist auch ein Verständnis hilfreich, wie weiße und wie schwarze Magie funktionieren und besonders, was den Unterschied zwischen den beiden ausmacht. Schwarze Magie ist nicht etwas was sich manche Menschen ausdenken, es gibt sie wirklich, genau so wie weiße Magie.

Beide Formen der Magie machen sich also diese gerade diskutierten Grundsätze zunutze. Wenn man wissen will, was weiße und was schwarze Magie ist, dann muß man sich die dahinter stehenden Absichten ansehen: welche Ordnung verfolgen sie?

Das Wichtige dabei aber ist, zu wissen, was man tun muß, um sich vor schwarzer Magie zu schützen und dazu will ich hier einmal die wichtigsten Schriftstellen anführen.

Zauberei wirkt nicht gegen Jakob, Beschwörung hilft nicht gegen Israel. 4 Mose 23,23

Denn sie sind euch nicht mit Brot und Wasser auf dem Weg entgegengegangen, als ihr aus Ägypten zogt, und Moab hat Bileam, den Sohn Beors, aus Petor in Mesopotamien gedungen und gegen dich ausgesandt, damit er dich verfluche – doch der Herr, dein Gott, hat sich geweigert, Bileam anzuhören, und der Herr, dein Gott, hat für dich den Fluch in Segen verwandelt; denn der Herr, dein Gott, liebt dich. 5 Mose 23,5-6

Denn sie sind den Israeliten einst nicht mit Brot und Wasser entgegengekommen. Moab hat gegen sie Bileam gedungen, der sie verfluchen sollte. Doch unser Gott verwandelte den Fluch in einen Segen. Nehemia 13,2

Wie der Spatz wegflattert und die Schwalbe davonfliegt, so ist ein unverdienter Fluch; er trifft nicht ein. Sprichwörter 26,2

Es wird immer auf die Ordnung ankommen, in der man sich bewegt. Bewegt man sich in Gottes Ordnung, dann sind Flüche nicht zu fürchten und dann erschafft man sich ein Leben hier und auch im Jenseits, das einen weiter bringt.

Alle unsere Gestaltungen werden sich dann so aus den Ursubstanzen vollziehen, daß sie zum Segen für uns werden.

Ein Verständnis dafür, was in diesem Kapitel diskutiert wurde, wird sehr hilfreich sein in den Zeiten des Endes, wenn viele Menschen Schwierigkeiten haben werde, den Unterschied zu erkennen in den Phähomenen die von Gottes Seite her kommen und denen, die von der Seite seines Gegner her kommen. Dann muß man sich das Grundsätzliche ansehen: Kommt die dahinterstehende Ordnung von Gott und ist daher gut oder nicht?

 

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