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Paulus und seine Begleiter

Inhalt
Tafel 1 Tafel 2 Tafel 3
Anmerkung Nr.:
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Tafel 1: Paulus

Tafel 1: Paulus

 

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Tafel 2: Paulus und seine Begleiter

Tafel 2: Paulus und seine Begleiter

 

Inhalt Anmerkung Nr. 1
Tafel 1 zeigt auf der linken Seite zwei lange Zeiträume die als "Damaskus und Arabien" und "Tarsus" bezeichnet sind und dies ist eine recht lange Zeit im Leben von Paulus nachdem er ein Nachfolger von Jesus Christus wurde. In Galater 2,1 lesen wir: "Darnach über vierzehn Jahre zog ich abermals hinauf gen Jerusalem mit Barnabas und nahm Titus auch mit mir." In diesen 14 Jahren ist die Zeit in Damaskus und Arabien und Tarsus eingeschlossen und das war eine Zeit weniger physischer Aktivitäten, aber vieler geistiger Aktivitäten. Nach Paulus Damaskus Erlebnis wurde er sofort ein aktiver Christ und in der Apostelgeschichte 9,19-20 lesen wir: "Und stand auf, ließ sich taufen und nahm Speise zu sich und stärkte sich. Saulus aber war eine Zeitlang bei den Jüngern zu Damaskus. Und alsbald predigte er Christus in den Schulen, daß derselbe Gottes Sohn sei." Aber dann scheint Paulus seine lange Zeit der physischen Inaktivität in Arabien und Tarsus begonnen zu haben, Galater 1,17: "Kam auch nicht gen Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog hin nach Arabien und kam wiederum gen Damaskus." Diese lange Zeitspanne wurde nur durch Paulus Besuch in Jerusalem unterbrochen, wie es in der Apostelgeschichte 9,26-30 aufgezeichnet ist und wo es dann heißt, daß die Brüder ihn weiter nach Tarsus schickten. Diese lange Zeit in Damaskus und in Arabien und in Tarsus war eine Zeit, die Paulus mit Jesus verbrachte. Eine solche Zeit ist für uns alle lebenswichtig. Und wenn Christen, besonders Prediger, und besonders solche die im Radio und beim Fernsehen predigen, nicht eine solch wertvolle Zeit mit Jesus verbracht haben, dann kann man ihre Plattheit heraushören. Sie sind nie richtige Christen geworden, die Jesus kennen und die die Bibel kennen und den Unterschied kennen zwischen der mensch-gemachten Kirche und der wahren Kirche und deshalb die Menschen nicht in das Reich Gottes leiten, sondern in das Regiment des Antichristen. Paulus hat also viele Jahre damit verbracht, sein Herz und seinen Intellekt zu gebrauchen, um herauszufinden, worum es bei Christus wirklich geht, und seine Briefe geben uns den Eindruck, was das Ergebnis war. Paulus ging all diese Jahre nicht zur Kirche und scheint sogar keine Zeit damit verbracht zu haben, Gesellschaft mit anderen Gläubigen zu haben.

Inhalt Anmerkung Nr. 2
In der vorangegangenen Anmerkung wurde Titus erwähnt. Titus wird nun in der Apostelgeschichte nicht genannt. Doch Titus war ein Mitarbeiter von Paulus, den er für wichtige Aufgaben einsetzte. In 2 Korinther 2,18 wird erwähnt, daß Paulus ihn nach Korinth schickte, wo es Probleme gab, und er erreichte dort etwas, was sogar Paulus und Timotheus vielleicht nicht erreicht hätten. Und dann traf Titus Paulus in Mazedonien und konnte ihm berichten, daß alles in der Gemeinde in Korinth in Ordnung gebracht worden war. In 2 Korinther 2,13 sagt Paulus, daß er keine Ruhe in seinem Geist hatte, weil er Titus, seinen Bruder, nicht in Troas fand, sondern nach Mazedonien fuhr. Und dann in Mazedonien, 2 Korinther 7,6 und 7,13-14, schreibt er, daß Gott ihn durch die Ankunft des Titus und seinen guten Bericht über die Korinther tröstete und daß Titus Geist an allen Korinthern erquickt worden ist. Im 8ten Kapitel von 2 Korinther erwähnt Paulus Titus drei mal in Verbindung mit der Sammlung und in 2 Korinther 8,23 sagt Paulus, daß Titus sein Genosse und Gehilfe ist und er für die Korinther tätig ist; unsere anderen Brüder aber sind Abgesandte der Gemeinden und ein Abglanz Christi. Und dies ist eine ausgezeichnete Beschreibung der Arbeit des Paulus und seiner Begleiter und die Existenz dieser reisenden Botschafter Christi war lebenswichtig für das Wohlergehen der Kirche und das Nichtbestehen dieser wichtigen Mitglieder des Leibes Christi in den mensch-gemachten Kirchen heute ist charakteristisch für deren Leblosigkeit. In Titus 1,5 hören wir, daß Paulus Titus in Kreta deswegen zurückgelassen hat, damit er das, was noch zu tun ist, zu Ende führt und in 2 Timotheus 4,10 berichtet Paulus, daß Titus nach Dalmatien gezogen ist. Titus ist also ein gutes Beispiel der Arbeit, die von Paulus und seinen Begleiter geleistet wurde.

Inhalt Anmerkung Nr. 3
Der Dienst, der von Paulus und seinen Begleitern ausgeführt wurde, wird manchmal der reisende Dienst genannt. Und der Dienst, dem sie dienten wird seßhafter Dienst genannt und das sind die Kirchen, die sie besuchten und denen sie dienten oder die sie errichteten und denen sie dienten. Doch dieser seßhafte Dienst ist, oder war zumindest, nicht so seßhaft wie wir ihn jetzt kennen. Heute ist das herausragendste Zeichen eines solchen seßhaften Dienstes das Kirchengebäude. Es bedeutet und demonstriert geradezu die seßhafte Situation einer Kirche. Doch Kirchengebäude gehören immer zu einer mensch-gemachten Kirche. Die wahre Kirche hat keine Kirchengebäude. Die wahre Kirche trifft sich in dem Haus eines ihrer Mitglieder. Die Bibel gibt uns vier Beispiele einer solchen Kirche, die in einem Haus zusammenkommt und das ist Römer 16,3-5 in einem Haus in Rom und 1 Korinther 16,19 in einem Haus in Ephesus und Kolosser 4,15 in einem Haus in Laodizea und Philemon 1-2 in einem Haus in Kollossä. Die ersten beiden Fälle nun, der in Rom und der in Ephesus, wurden von denselben Menschen zur Verfügung gestellt, von Aquila und Priscilla. Paulus lernte Aquila und Priscilla in Korinth kennen und als Paulus von Korinth nach Ephesus reiste begleiteten sie ihn und als er Ephesus verließ, blieben sie in Ephesus und stellten ihr Haus der Kirche dort als Treffpunkt zur Verfügung. Und nach Paulus nächstem Besuch in Ephesus verließen sie, Aquila und Priscilla, auch Ephesus und gingen nach Rom und stellten auch dort wieder ihr Haus der Kirche in Rom für Zusammenkünfte zur Verfügung. Und in 2 Timotheus 4,19 schreibt Paulus: "Grüße Prisca und Aquila" und der Brief wurde nach Ephesus geschickt, und deshalb kann angenommen werden, daß Aquila und Priscilla nicht nur wieder in Ephesus lebten, sondern daß sie auch wieder Kirchenzusammenkünfte in ihrem Haus hatten. Die Kirche ist also auch nicht so seßhaft wie wir es annehmen, nicht so auf einen Ort für Treffen festgelegt, sondern zieht um, je nach der Situation der Menschen die mit ihr im Zusammenhang stehen und besonders je nach der Situation der Menschen, deren Haus für Zusammenkünfte benutzt wird. Die Menschen also, die zum Haus von Aquila und Priscilla bei ihrem ersten Aufenthalt in Ephesus zu Gemeindeversammlung kamen, mußten zu einem anderen Haus zu Treffen gehen, nachdem Aquila und Priscilla nach Rom wegzogen. Und als sie nach Ephesus zurückkamen und wieder ihr Haus für Versammlungen öffneten, dann mögen die Menschen, die zu ihrem Haus kamen, völlig andere gewesen sein. Die wahre Kirche ist also fast so mobil und beweglich wie der reisende Dienst.

Inhalt Anmerkung Nr. 4
Unten am Ende von Tafel 2 werden die verschiedenen Orte gezeigt, wo Aquila und Priscilla lebten. Zeitlich gesehen, ist nur ihr Umzug mit Paulus von Korinth nach Ephesus bekannt. Doch diese Information über die Bewegungen dieses Ehepaares demonstriert die Mobilität der wahen Kirche.

Inhalt Anmerkung Nr. 5
Die folgende Tafel 3 ist eine Wiederholung von Tafel 2, zusätzlich zeigt sie aber die Gitterlinien der graphischen Darstellung und macht es deshalb leichter, die Beziehungen zwischen den verschiedenen Orten die Paulus besuchte und seinen Mitarbeitern zu sehen, die ihn dort begleiteten.

 

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Tafel 3: Paulus und seine Begleiter, Gitterlinien hinzugefügt

Tafel 3: Paulus und seine Begleiter, Gitterlinien hinzugefügt

 

Inhalt Anmerkung Nr. 6
Gemäß Tafel 1 wurde Paulus Brief an die Römer während seiner dritten Missionsreise geschrieben. Paulus dritte Missionsreise war von 53 bis 57 nach Christus. Am Ende dieses Briefes hat die King James Version der Bibel diese Bemerkung: "Written to the Romans from Corinthus, and sent by Phebe servant of the church at Cenchrea" (Geschrieben an die Römer von Korinthus, und geschickt von Phebe, Dienerin der Kirche von Cenchrea). Gemäß Tafel 1, und auch gemäß der Apostelgeschichte, erscheint der Name von Korinth nicht in Paulus dritter Missiosnreise, doch der Name Griechenland tut es, und deshalb sollte daraus geschlossen werden, daß das Wort Griechenland das Wort Korinth einschließt. In der King James Version heißt der letzte Vers in Römer, Römer 16,27: "To God only wise, be glory through Jesus Christ for ever. Amen. Written to the Romans from Corinthus, and sent by Phebe servant of the church at Cenchrea" (Ihm, dem einen, weisen Gott, sei Ehre durch Jesus Christus in alle Ewigkeit! Amen. Geschrieben an die Römer von Korinthus, und geschickt von Phebe, Dienerin der Kirche von Cenchrea). Cenchrea, oder Kenchreä, ist der östliche Hafen von Korinth. In Römer 16,23 werden Gaius und Erastus erwähnt und daß sie die Römer grüßen. Gaius war nun aus Korinth, weil er gemäß 1 Korinther 1,14 von Paulus in Korinth getauft wurde, und Erastus war von Korinth gemäß 2 Timotheus 4,20.

In seinem Brief an die Römer erwähnt Paulus viele Christen, die er kannte und die dort lebten, und die Kirche in Rom war damals bereits ein wichtiger Teil der Christenheit. Ich glaube, daß der erste Jünger von Jesus in Rom der Kaiser Augustus war und der Grund davon ist recht einfach. Augustus Bruder war Kornelius und Kornelius war Hauptmann und verantwortlich für die Schätzung in Bethlehem und er lernte Jesus kennen als Jesus einen Tag alt war. Dies wird in Jakob Lorbers Buch "Kindheit und Jugend Jesu", im Kapitel 19 und Vers 19 geschildert. Und ein anderer Bruder von Kaiser Augustus war Cyrenius und Cyrenius war Landpfleger in Syrien (Lukas 2,2) und er lernte Jesus kennen als Maria Jesus dem Landpfleger das Kindlein zur Kosung übergab und er nahm das Kind auf in seine Arme und dies wird in Kapitel 35 Vers 15 berichtet. Kornelius hatte Josephs Familie zu seinem Bruder Cyrenius geschickt, der dann ihre Reise nach Ägypten organisierte. Diese zwei Brüder haben nun höchstwahrscheinlich offizielle Berichte an den Kaiser geschickt und private Berichte an ihren Bruder und somit war Augustus äußerst gut informiert über das Ereignis des ersten Kommens des Christus und die sehr positiven Berichte verursachten wahrscheinlich, daß er ein Nachfolger von Jesus wurde wie seine zwei Brüder. Während der Zeit wo Jesus auf Erden wandelte traf er immer wieder mit diesen beiden Brüdern zusammen und somit wurde ihr Bruder Augustus, bis zum Ende seiner Herrschaft und bis zum Ende seines Lebens, darüber informiert gehalten, worum es bei Jesus ging.

Die katholische Kirche wird nun auch in Paulus Brief an die Römer erwähnt. Paulus ermahnt die Gläubigen in Rom, in Römer 16:17, daß sie auf die achten, die da Zertrennung und Ärgernis anrichten und er weist sie an, von ihnen zu weichen. Die Zertrenner existierten also schon damals und waren der Ursprung der katholischen Kirche und Paulus sagt, daß sie nicht unserem Herrn Christus dienen, sondern ihrem Bauche; und durch süße Worte und prächtige Reden verführen sie die Herzen der Arglosen, Römer 16:18. Dies ist die genaue Beschreibung der katholischen Kirche und der Gesamtheit der Orthodoxie, der Rechtgläubigkeit, wie sie bis heute existiert und agiert. Die katholische Kirche existierte also in Rom Jahre bevor Paulus in dieser Stadt ankam und somit existierte die Feindseligkeit zwischen dieser mensch-gemachten Kirche und Paulus, und diese Verführer waren wahrscheinlich in der Lage, Paulus zu verfolgen und ihn letztendlich zu töten und ihn dann für sich zu beanspruchen und ein gewaltiges Bauwerk über seinem Grab zu errichten.

 

Inhalt Anmerkung Nr. 7
Die Apostelgeschichte berichtet über Paulus erste Missionsreise von der Apostelgeschichte 13,1 bis Apostelgeschichte 14,26. Die zweite Reise ist aufgezeichnet von der Apostelgeschichte 15,32 bis Apostelgeschichte 18,22. Die dritte Reise beginnt mit Apostelgeschichte 18,23 und endet in der Apostelgeschichte 21,17.

 

Inhalt Anmerkung Nr. 8
Im ersten Kapitel unseres Buches "Die Imitationskirche", dem Kapitel, das Organismus – nicht Organisation genannt ist, haben wir das Folgende:

Wir wollen nun zum zweiten Beispiel gehen: Es ist die Auswählung des Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem der Heilige Geist sie sich berufen hat (Apostelgeschichte 13,1-4). Diese Auswählung war nicht von der Kirche von Antiochien vorgenommen worden oder von einer Zusammenkunft von Propheten und Lehrern in der Kirche in Antiochien. Der Heilige Geist tat es. Der Heilige Geist sandte sie aus. Sie wurden nicht von den Propheten und Lehrern ausgesandt, nein, der Heilige Geist tat es. In Apostelgeschichte 13,3 wird das Wort "apoluo" gebraucht, wenn es heißt "und ließen sie gehen". Und dies "ließen sie gehen" in Apostelgeschichte 13,3 bedeutet nicht bevollmächtigen, sondern gehen lassen, was andeutet, daß sie sie gern zurückbehalten hätten. Im nächsten Vers, in Apostelgeschichte 13,4, finden wir, wer sie bevollmächtigte: es war der Heilige Geist. Es heißt dort "Diese nun, wie sie ausgesandt waren von heiligen Geist, kamen sie gen Seleucia, und von da schifften sie gen Zypern". Ein anderes Wort wird hier benutzt: "ekpempo", es bedeutet bevollmächtigen. Es war also der Heilige Geist der das Ganze leitete und nicht Menschen. Oft wird gemeint, daß die Arbeit des Barnabas und des Saulus von der Kirche in Antiochia aus kontrolliert wurde, aber die Kirche in Antiochia bestimmte nicht wo die Apostel arbeiteten oder wie sie zu arbeiten hatten und was sie zu tun hatten und sie finanzierte ihre Arbeit auch nicht. Diese Ansichten entstehen immer, weil der Bibelleser eine gewisse Vorstellung hat, wie die Kirche aussieht und weil er versucht dieses Bild der Kirche in dem zu sehen, was er in der Apostelgeschichte ließt. Und diese gewisse Vorstellung wie die Kirche aussieht kommt natürlich von der Imitationskirche die er so gut kennt und mit der er dauernd zu tun hat.

Direkt am Beginn der ersten Missionsreise war die wirksame Tätigkeit, die alles in die Wege leitete, der heilige Geist und der heilige Geist blieb in dieser Position während aller drei Missionsreisen. Es war der heilige Geist, der Paulus leitete und der auch alle seine Begleiter leitete. Da gab es nicht so etwas wie eine Missionsgesellschaft, keine Missionare wurden angestellt und keine Gehälter wurden an sie ausgezahlt. Das Bild, das die Apostelgeschichte malt, ist das Bild des heiligen Geistes. Es ist ein Bild, das dem, was sich heute in der sogenannten Missionsarbeit abspielt, völlig fremd ist.

 

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