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Einzelheiten der Bücher des Neuen Testaments

Menschen und Orte in den Briefen des Neuen Testaments

 

Inhalt:

Tafel
jl.ev01.037,05
jl.ev01.038,07-08
jl.ev01.116,10
jl.ev01.089,05-13
jl.ev01.091,01-20
jl.ev01.100,01-06
jl.ev01.113,01-13
jl.ev01.149,01-03
jl.ev01.113,10.2
B.D. NR. 389
B.D. NR. 595

 

Auf dieser Webpage beschäftigen wir uns mit dem Hintergrund der Evangelien wie es in Jakob Lorbers Werk "Das große Evangelium Johannes" berichtet wird, von wem sie geschrieben wurden und wie Jesus direkt diese Schriften beeinflußte und was er den Schreibern sagte, sie sollten aufschreiben, und was sie nicht aufschreiben sollten. Und dann sehen wir uns die Menschen und Orte an, die in den Briefen des Neuen Testaments erwähnt werden; dies ist in einer Tafel enthalten, die auch andere Einzelheiten der 27 Bücher des Neuen Testaments zeigt, wie Anzahl der Kapitel, Anzahl der Verse, die Jahre, in denen sie wahrscheinlich geschrieben wurden, die Orte, wo die Briefe geschrieben wurden, die Personen, denen sie diktiert wurden, die Grüßenden, die Personen, die die Briefe überbrachten, die Gegrüßten, und die Orte, zu denen die Briefe geschickt wurden.

Die Tafel benutzt Information von einer vorangegangenen Webpage, Zahl der Verse des Neuen Testaments, und ist eine Ergänzung der Webpage Paulus und seine Begleiter.

Zunächst also die Tafel, die alle 27 Bücher des Neuen Testaments auflistet, und nach der Tafel folgt Information über die Schriften der Evangelien.

 

^ Tafel

Einzelheiten der Bücher des Neuen Testaments
Nr. des Bu- ches Name des Buches Autor Zahl der Kapi- tel Zahl der Verse Zeit Abfassungs- ort des Briefes Namen der Leute (nur Neues Testament) in Briefen Bestim- mungsort des Briefes
am Abfassungsort andere am Bestimmungsort
Schreiber Grüßende Bote andere andere Gegrüßte Ange- schriebene
1 Matthäus Matthäus 28 1 071 30
2 Markus Markus 16 678
3 Lukas Lukas 24 1 151 Theophilus
4 Johannes Johannes 21 879 30
5 Apostel- geschichte Lukas 28 1 007 Theophilus
6 Römer Paulus 16 433 56 Corinthus Paulus, Tertius Rö 16,22 Timotheus, Lucius, Jason, Sosipater, Gajus, Erastus, Quartus Phöbe, Dienerin der Gemeinde zu Cenchrea Prisca, Aquila, Epänetus, Maria, Andronikus, Junias, Ampliatus, Urban, Stachys, Apelles, Aristobulus, Herodion, Narzissus, Tryphäna, Tryphosa, Persis, Rufus, Asynkritus, Phlegon, Hermes, Patrobas, Hermas, Philologus, Julia, Nereus, Olympas Römer Rom
7 1 Korinther Paulus 16 437 55 Philippi Paulus 8x, Sosthenes 1Co 1,1 Aquila, Priscilla Stephanas, und Fortunatus, und Achaikus, und Timotheus 2x Apollos 7x, Kephas 3x, Petrus in Jerusalem, Barnabas Chloe Krispus, Gajus, Stephanas Kirche in Korinth Korinth
8 2 Korinther Paulus 13 257 55 Philippi, eine Stadt in Mazedonien Paulus 2x, Timotheus 2Co 1,1 Titus 10x, und Lukas Silas in Korinth, King Aretas in Damaskus Kirche in Korinth Korinth, Achaja
9 Galater Paulus 6 149 48 Rom Paulus 2x Petrus 6x Jerusalem Antiochien, Jakobus 3x Jerusalem, Barnabas 3x Jerusalem Antiochien, Titus 2x Jerusalem, Johannes Jerusalem Kirchen in Galatien Galatien
10 Epheser Paulus 6 155 60 Rom Paulus 2x Tychikus Heilige zu Ephesus Ephesus
11 Philipper Paulus 4 104 60 Rom Paulus, Timotheus 3x Epaphro- ditus 2x Euodia, Syntyche, Klemens Heilige zu Philippi Philippi
12 Kolosser Paulus 4 95 60 Rom Paulus, Timotheus Epaphras 2x, Aristarchus, Markus, Jesus (Justus), Lukas, Demas Tychikus, Onesimus Barnabas Archippus Nympha Heilige zu Kolossä Kolossä, Laodicea, Hierapolis
13 1 Thessa- lonicher Paulus 5 89 51 Athen Paulus 2x, Silas, Timotheus 3x Gemeinde zu Thessa- lonich Thessa- lonich
14 2 Thessa- lonicher Paulus 3 47 51 Athen Paulus 2x, Silas, Timotheus Gemeinde zu Thessa- lonich Thessa- lonich
15 1 Timotheus Paulus 6 113 62 Laodicea, die die wichtigste Stadt ist in Phrygia Pacatiana Paulus Hymenäus, Alexander Timotheus 3x Ephesus
16 2 Timotheus Paulus 4 83 64 Rom, als Paulus zum zweiten mal vor Nero gebracht wurde Paulus Eubulus, Pudens, Linus, Klaudia Lukas Phygelus in Asien, Hermogenes in Asien, Hymenäus, Philetus, Demas in Thessa- lonich, Crescens in Galatien, Titus in Dalmatien, Karpus in Troas, Alexander, Erastus in Korinth, Trophimus in Milet Markus, Tychikus Priska, Aquila, Onesiphorus 2x Timotheus Ephesus
17 Titus Paulus 3 46 62 Nikopolis in Mazedonien Paulus Zenas, Apollos Artemas, Tychikus Titus
18 Philemon Paulus 1 25 60 Rom Paulus 3x, Timotheus Epaphras, Markus, Aristarchus Demas, Lukas Onesimus, ein Sklaven- diener Philemon, Appia, Archippus Kolossä
19 Hebräer Paulus 13 303 Geschrieben von Timotheus an die Hebräer aus Italien. Timotheus Timotheus 2x Hebräer
20 Jakobus Jakobus 5 108 zwölf Stämme
21 1 Petrus Petrus 5 105 Rom Petrus, Silas Markus Pontus, Galatien, Kappa- dozien, Asien, und Bithynien
22 2 Petrus Petrus 3 61 Petrus Paulus
23 1 Johannes Johannes 5 105
24 2 Johannes Johannes 1 13 auserwählte Herrin und ihre Kinder
25 3 Johannes Johannes 1 14 Diotrephes, Demetrius Gajus
26 Jude Jude 1 25 70 Jude Jakobus
27 Offen- barung Johannes 22 404 90 Insel, die da heißt Patmos Antipas, Isebel sieben Gemeinden in Asien
Summe: 260 7 957

 

Das erste Buch des Neuen Testaments ist das Evangelium des Matthäus.

Jesus hatte nun zwei Jünger mit dem Namen Matthäus.

Der erste war derjenige, der das Evangelium nach Matthäus geschrieben hat. Es war Matthäus der Schreiber.

^ jl.ev01.037,05

Nun folgt ein Bericht der Berufung des Matthäus des Schreibers in der Stadt Sichar aus Jakob Lorbers Werk "Das große Evangelium Johannes", und dort aus dem ersten Band, Kapitel 37, Vers 5:

jl.ev01.037,05

Du Johannes, aber brauchst es nicht zu schreiben, da solche meine Lehre ohnehin mehrfach wird gezeichnet werden. Es befindet sich aber hier ein Schreiber, auch ein Galiläer, mit Namen Matthäus; dieser hat sich schon so manches aus meiner Jugend aufgezeichnet, und da er schnellen Griffels ist, so wird er sich sicher alles aufzeichnen, was er hören und sehen wird. Diesen bringet herauf, rufet ihm beim Namen, und er wird euch sogleich folgen! Saget aber auch den ersten Priestern, daß sie heraufkommen mögen, wie auch einigen ersteren, die ihr gestern am Brunnen werdet gesehen haben. Aber zuerst rufet Mir den Matthäus; denn von diesem will Ich, daß er uns auch folge!

Aus diesem Zitat sehen wir, daß auch Johannes Dinge niederschrieb und daß deshalb Teile des Evangeliums nach Johannes von Johannes zur Zeit des Geschehens aufgezeichnet wurden.

Dies Zitat zeigt aber, daß Matthäus der Schreiber, der Schreiber des Evangeliums, das Evangelium, oder Teile davon, zu einer Zeit schrieb, als er selbst als Jünger von Jesus Zeuge der Ereignisse war und sie auch zu der Zeit aufschrieb. Deshalb muß die Zeit des Zustandekommens dieses Evangeliums in die Zeit gelegt werden, als Jesus auf Erden wandelte.

^ jl.ev01.038,07-08

Nun folgen zwei Verse, die Teil einer Diskussion zwischen Jesus und Matthäus sind, der ein Zollbeamter und –schreiber ist, an dem Tag, an dem die beiden zum ersten mal zusammen kamen und wo es um Schreibmaterial geht, und wo Jesus dann Matthäus sagt, wie die Bergpredigt aufgezeichnet werden soll:

jl.ev01.038,07

Sagt Matthäus: »Für zwei Tage bin ich versehen; soll ich mehr haben, so will ich's mir sogleich beschaffen.«

jl.ev01.038,08

Sage Ich: »Es genügt für zehn Tage; danach werden wir des Materials schon anderwärtig habhaft werden. Bleibe nur hier und halte mit uns das Morgenmahl; nach 6 Uhr aber werden wir uns auf den Berg begeben. Dort werde Ich diesen Völkern das Heil verkünden; du aber schreibe Mir nach dem Munde all das Gesagte in drei Kapiteln und unterteile diese in kleine Verse nach der Art Davids. Sehe dich aber noch um ein paar andere Schreiber um, die es dir nachschreiben sollen, damit auch diesem Orte ein geschriebenes Zeugnis verbleibe!«

Das Evangelium nach Matthäus, oder zumindest Teile davon, wurden direkt am Anfang vervielfacht. Matthäus hatte drei Schreiber mit sich, als er zum Berg Garizim ging.

Nun kommen wir zum weiten Jünger von Jesus mit dem Namen Matthäus.

Der Bericht über diesen Matthäus, der später der Matthäus der Apostel wurde, beginnt in Jakob Lorbers Werk "Das große Evangelium Johannes" im ersten Band, Kapitel 116, Vers 6 (jl.ev01.116,06).

Und in jl.ev01.120,01-06 wird die Berufung dieses Matthäus durch Jesus beschrieben. Und in jl.ev01.120,05 wird der Name dieses Mannes zum ersten mal erwähnt. In der Bibel wird dieses Ereignis in Matthäus 9,9 beschrieben.

In der Bibel beginnt diese Geschichte über diesen Matthäus den Apostel, in Markus 2,1 und endet in Markus 2,12. Es ist der Bericht über den kranken Mann, der durch das Dach zu Jesus herunter gelassen wurde und geheilt wurde. Dieser Matthäus war einer der Männer, der das Bett herunterließ, auf dem der Gichtbrüchige lag. Der Mann auf dem Bett war sein Onkel. Er wird von Jesus als jemand bezeichnet, der ein pfiffiger Sprecher ist, jl.ev01.116,10, und Matthäus beschreibt sich selbst als einen ehrlichen Griechen in jl.ev01.117,07.

^ jl.ev01.116,10

Jetzt folgt ein Beispiel einer Rede dieses Zollbeamten:

jl.ev01.116,10

Sagt der frühere, pfiffige Sprecher: »Nur eine kleine Geduld, ihr werdet es sogleich sehen! Sehet, heute ist Sabbat; an diesem Tage kommt gewöhnlich, wie ihr es lehret in den Synagogen und Schulen, das Heil von oben! Diesmal aber ist der Menschen Heil unten, und so kommt nun einer, der noch kein Heil hat, von oben zu euch hinab und wird da unten sein Heil suchen. Es geschieht demnach hier nichts Sabbatwidriges; denn das wird doch einerlei sein, ob an einem Sabbat das Heil von oben herabkommt, oder ob jemand das Heil unten sucht, so es schon vor ihm aus den Himmeln herabkam zu den blinden Menschen, die es nicht erschauen mögen, so sie auch schon mit ihren Nasen daranstoßen!«

Dieser Matthäus war ein Mann, der sehr gut den Unterschied zwischen lebensloser Religion und geistigem Leben verstand.

^ jl.ev01.089,05-13

Nun folgt ein Auszug, der über Matthäus den Schreiber und sein Werk, aber auch über den Schreiber des zweiten Evangeliums, Markus, informiert, jl.ev01.089,05-13:

   05] Petrus sagte, als Ich ihn fragte, ob er nicht auch nach Hause ziehen wolle auf ein paar Tage: »Herr, nur der Tod kann mich von Dir trennen oder ein Gebot aus Deinem Munde! Für meinen Sohn Markus habe ich dem Thomas den Auftrag gegeben, daß er hierher kommen solle; denn er wäre zu brauchen, indem er des Schreibens nahe so gut wie der Matthäus kundig ist! Das ist aber auch alles, was ich nun bei meinem Hauswesen zu bestellen habe; für alles andere sorgest ohnehin Du, mein Herr und mein Gott!« - Sage Ich: »Nicht so laut, Mein Simon Petrus; denn hier sind wir nicht in Sichar! Es sind aber nun etliche hier, die noch nicht so weit sind als du; diese könnten sich ärgern. Darum genügt es, daß du Mich in der Zukunft 'Herr' nennst; das andere behalte einstweilen allein nur in deinem Herzen, das Ich wohl kenne!«

   06] Petrus ist mit diesem Bescheide zufrieden und fragt Mich, ob wir durch die zwei Tage in Kana ganz und gar nichts tun sollen. Ich aber sage: »Das sei ferne von uns; aber also angestrengt wie in Sichar werden wir hier nicht arbeiten! Wir sind hier irdisch im eigentlichen Vaterlande, und du weißt es, wieviel ein Prophet im Vaterlande gilt! Daher werden wir hier auch in unserer eigentlichen Sphäre nicht viel tun und lehren; denn wo der Glaube mangelt, da gibt's für uns wenig Arbeit. Wir wollen uns daher hier, wie man sagt, so ein paar Tage hindurch recht gut geschehen lassen und uns für das Künftige ein wenig weiter hinaus vorbereiten!«

   07] Nach diesen Worten kommt Matthäus und fragt Mich, ob er durch die zwei Tage etwa hier so manches aufzeichnen solle, was er in Sichar mit gesehen und vernommen habe.

   08] Ich aber sage: »So du schon durchaus etwas tun willst, so schreibe die Bergpredigt noch ein paar Male ab, und es soll davon hier in Kana, und zwar hier beim Wirte, ein Stück verbleiben, und ein Stück wollen wir in Kapernaum lassen; denn auch dort werden wir sonst nicht viel zu tun bekommen!«

   09] Der Wirt aber kommt nun und fragt Mich, was Ich zu Mittag speisen möchte. Und Ich sage zu ihm: »Freund, wozu eine so eitle Frage?! Hast du Mich doch vor dem Morgenmahle nicht gefragt, und sieh, es hat Mir recht wohl gemundet! Also wird Mir auch das Mittagsmahl munden! Ich sage dir, jede Speise, die mit des Gebers edlem und liebevollem Herzen gewürzt ist, schmeckt am besten, besser denn die kostbarsten Dinge, die an den Tischen selbstsüchtiger Prasser prangen und mit ihren Ambradüften die Säle füllen!« Mit diesem Bescheide war unser junger Wirt vollends zufrieden und bot dann mit dem fröhlichsten Herzen alles mögliche auf, um uns am Mittage so gut als nur immer möglich zu bewirten.

   10] Und so gingen die zwei Tage unter manchen guten Besprechungen und vielseitigen Besuchen von seiten der Bürger dieser kleinen Stadt vorüber.

   11] Auch einige Kranke wurden durch die bloße Auflegung der Hände geheilt; und Ich zeigte einem redlichen Arzte daselbst, der die Heilkraft durch das Auflegen der Hände nicht begreifen konnte, eine Menge heilsamer Kräuter und anderer Dinge, mit denen er dann die besten Kuren machte und sich dadurch einen rühmlichen Namen erwarb.

   12] Am dritten Tage aber kamen bis auf die Mutter Maria und die vier älteren Brüder alle, die durch die zwei Tage in ihre Heimat abgegangen waren, wieder zurück und brachten von allen Seiten neue Jünger mit. Namentlich hatte Thomas in dieser Hinsicht einen recht reichen Fischfang getan und brachte auch so eine Menge gebratener Fische mit; denn er wußte, daß Ich solche Fische gerne aß.

   13] Also brachte auch der junge Markus seinem Vater Simon viele Grüße und auch eine Menge bester gebratener Fische mit, und der Ischariot brachte viel Geld und recht viel Leben in die Gesellschaft; denn er war sehr lebhaft und regsam und ordnete alles, fand an Mir ein ungemeines Wohlgefallen und wußte viel zu erzählen von den mannigfachsten Begebnissen, die sich hie und da im weiten Reiche der Römer zugetragen hatten.

^ jl.ev01.091,01-20

Und jetzt folgt eine Anweisung von Jesus über den Umfang der Schriften und über ihr Verständnis und seine Anstrengung, die Lehre rein zu halten, jl.ev01.091,01-20:

   01] Ich aber sage zu Kana am nächsten Tage dem Johannes, der das erste Zeichen bei der Hochzeit aufzeichnete, daß er nun auch dieses zweite Zeichen am selben Orte aufzeichnen solle; und Johannes tat dies auch mit wenig Worten in acht Versen, wie es geschrieben steht.

   02] Es fragte Mich aber auch Matthäus, ob auch er diese Tat aufzeichnen solle. - Ich aber sage zu ihm: »Laß es! So wir morgen nach Kapernaum kommen werden und Ich alldort auch wieder lehren und Zeichen verrichten werde, - diese sollst dann du aufzeichnen! Setze aber zu Meiner Bergrede noch die Heilung des Aussätzigen zu Sichar, den Ich heilte, als Ich vom Berge herabkam!«

   03] Sagt Matthäus: »Herr, meines Wissens sind zu Sichar zwei Aussätzige von Dir geheilt worden; welchen soll ich aufzeichnen?«

   04] Sage Ich: »Es sind wohl mehr denn zwei geheilt worden; aber es genügt der eine, den Ich heilte am Fuße des Berges und dann beschied, daß er sich dem Priester Jonael, dessen Namen du nicht anzusetzen brauchst, zeigen solle und opfere die Gabe, die Moses geboten hat zu einem Zeugnisse über sie! Denn wer Mir nicht glaubt des einen Zeichens wegen, der wird Mir auch nicht glauben, so Ich vor ihm wirkete hundert Zeichen! Daher setze aus den vielen Zeichen nur das von Mir dir nun angezeigte!«

   05a] Sagt Matthäus: »Ach ja, Herr, nun weiß ich schon, welches Zeichen Du meinst! Angemerkt habe ich mir's wohl, aber nicht vollends schriftmäßig aufgezeichnet, und das werde ich nun sogleich tun und werde damit sogleich ein neues Kapitel anfangen.

   05b] Denn die Bergpredigt habe ich in drei Kapitel abgeteilt, und das wird nun das vierte Kapitel.«

   06] Sage Ich: »Es ist einstweilen solche deine Einteilung gut; aber du wirst, nachdem Ich aufgehoben sein werde von dieser Erde in Mein himmlisches ewiges Reich, noch vier Vorkapitel zu schreiben genötigt sein; deshalb kannst du nun schon die drei Bergpredigtkapitel statt mit I, II und III sogleich mit den Zahlen V, VI und VII, und das neue alsonach mit VIII bezeichnen und beordnen!«

   07] Und Matthäus traf mit seinen Aufzeichnungen sogleich eine solche Einrichtung, und es stehet heutzutage die Bergrede, obschon sie das erste war, was Matthäus geschrieben hatte, nicht im ersten, sondern erst im fünften, sechsten und siebenten Kapitel.

   08] - Dies zu wissen ist ebenfalls zum besseren Verständnisse der beiden Evangelien des Johannes und des Matthäus nötig; denn die beiden sind unter Meiner persönlichen Leitung geschrieben worden, und es handelt sich hier auch vorzüglich darum, daß durch solche Kenntnis die beiden sich äußerlich sehr unähnlich scheinenden Urkunden unter ein Dach und somit in eine rechte Harmonie gebracht werden, weil es sonst nahe immer also geschah, daß selbst gute Schriftkenner die Wundertaten, die sich im Matthäus und Johannes ähnlich sehen, als die gleichen betrachteten und sich aber dennoch fragten: »Wie möglich sagt Matthäus das und Johannes das, da das Faktum völlig ein und dasselbe zu sein scheint?!«

   09] Es gingen daraus denn auch viele Irrtümer und nicht selten ein völliger Abfall von Meiner Lehre, wie sie in den Evangelien geschrieben steht, hervor.

   10] Man könnte hier freilich wohl sagen: 'Ja, warum, o Herr, ließest Du denn das durch so viele Jahrhunderte geschehen und wolltest darüber niemandem ein Licht geben?' Da sage Ich:

   11] Es verrann kein Jahrhundert, in dem Ich nicht allenthalben, wo Meine Lehre nur einigermaßen bekennet wird, Männer erwählt und geweckt hätte, damit diese den Sachverhalt und die nötige Erklärung der Evangelien genügend den Menschen dartäten. Die Erwählten haben das wohl allzeit getan und haben auch historisch an den Urkunden das ergänzt, was teils durch die Fahrlässigkeit der Menschen, teils durch den starren Sinn und nicht selten bösen Willen der verschiedenen sektischen Aufseher und Priester des Evangeliums, respektive Meiner Lehre, verlorengegangen ist; aber nur sehr wenige nahmen das an.

   12] Die sich mit der Zeit systematisch ausgebildet habenden Kirchen verwarfen es ganz natürlich und erklärten es als 'Ketzerei' und 'Teufelsspuk', weil es nicht für ihren gewinn- und herrschsüchtigen Kram taugte!

   13] Die Gelehrten und Künstler erklärten dagegen solche Erscheinungen für »Hirngespinste« und »träumerische Faseleien« eines armen Tropfs, der auch etwas sein möchte, ohne sich dazu die erforderlichen Eigenschaften durch Mühe, Fleiß und gründliches Studium erworben zu haben!

   14] In dem Orte aber, wo der erwähnte und erweckte Prophet lebte und bekannt war, galt er auch sicher am wenigsten und konnte daher auch wenig ausrichten. Denn nach den Begriffen der Menschen, wie sie allgemein also sind, sollte ein Prophet eigentlich gar nicht auf der Erde wohnen und auch gar keine Menschengestalt haben, auch nichts essen und trinken und keine Kleider tragen, sondern er sollte zum wenigsten wie ein Elias in einem feurigen Wagen in den Lüften herumfahren, vom feurigen Wagen aber für jeden Menschen bloß nur das verkünden, was einer oder der andere eigenliebig gerne hört und was ihm schmeichelt! Das wäre dann ein rechter Prophet, auf den sicher alle Augen und Ohren gerichtet wären, besonders so er dazu noch wunderbarerweise bei seinen Luftfahrten gleich metzenweise Gold- und Silbermünzen unter die Reichen, kleine Scheidemünzen aus Kupfer aber unter die Proletarier schleudern würde und möchte dabei beloben die Großen, Reichen und Mächtigen, aber dafür zu öfteren Malen scharf züchtigen die armen Teufel (Proletarier), besonders so sie es wagten, gegen die Reichen, Großen und Mächtigen zu murren! Freilich würde dann ein solcher Prophet für die Armen eben keine gar zu angenehme Erscheinung sein, und sie würden ihn nicht loben!

   15] Aber so der Prophet ein Mensch ist wie jeder andere, wenn er ißt und trinkt, am Ende sogar eine Wohnstube hat und dabei etwa gar irgend ein weltlich Handwerk betreibt, oh, da ist es schon aus mit seiner Propheterei! Er wird entweder als ein Halbnarr oder als ein Gleisner {Heuchler} deklariert, und in seiner Heimat wird er sicher am wenigsten irgend etwas ausrichten!

   16] Ich habe alsonach durch die nahe 2000 Jahre stets das Fehlende ergänzt; aber wer nahm es an? Ich sage: Allzeit nur sehr wenige, und diese selten lebendig genug! Man nahm sich davon wohl Kenntnisse und Notabene (Merkzeichen); aber daß danach etwa jemand seinen Lebenswandel eingerichtet und dann im Geiste sich selbst überzeugt hätte, daß der sonst natürliche Mensch im Ernste von Mir erwählt war, den Menschen in der so nach und nach finster gewordenen Welt wieder ein frisches Licht aus den Himmeln zu überbringen, das hatte man noch allzeit aus allerlei nichtigen Gründen bleiben lassen!

   17] Der eine hat sich ein paar neue Ochsen gekauft und muß sie nun zum Pflügen abrichten, der hat natürlich keine Zeit; der andere hat einen neuen Acker zu bestellen und kann daher auch nicht kommen! Ein dritter hat sich ein Weib genommen und hat darum schon gar keine Zeit und Gelegenheit mehr! Ein vierter hat ein großes Haus zu bauen und kennt vor lauter Sorgen sich nicht aus; der kann schon gar unmöglich eine Zeit haben! Und so hat am Ende ein jeder eine Ausrede, und ein neues Licht aus den Himmeln brennt dann wieder in irgend einem verborgenen Winkel der Erde vergeblich durch ein ganzes Säkulum (Jahrhundert}. Und gebe Ich im nächsten Säkulum wieder ein neues Licht zur Erleuchtung der alten Urkunden, so wird ihm dasselbe Los zuteil!

   18] Wenn man das aber nur zu sicher nach aller Zeiten Erfahrung zugeben muß, so fragt es sich, ob da wohl an Mir die Schuld ist, so an den alten Urkunden noch bis zur Stunde dieselben Lücken zu entdecken sind, wie sie von eitlen Verstandesforschern und Grüblern schon vor tausend Jahren entdeckt worden sind, woraus dann auch allzeit die vielen Zweifler und endlich Verwerfer Meiner Lehre, Meiner und ihrer (der Lehre) vollsten Göttlichkeit wie die Pilze aus der Erde hervorgegangen sind.

   19] Ich gebe aber darum nun ein vollstes Licht in dieser Sache, auf daß sich dann am Ende niemand damit wird entschuldigen können, als hätte Ich Mich seit der Zeit Meiner leiblichen Gegenwart auf der Erde weder um die Reinheit und Vollständigkeit Meiner Lehre, noch um die sie angenommen habenden Menschen mehr bekümmert!

   20] So Ich jüngst wieder zur Erde kommen werde, so werde Ich eine starke Sichtung vornehmen; und keinen werde Ich annehmen, der Mir mit was immer für Entschuldigungen kommen wird! Denn jeder, der da ernstlich sucht, kann und muß es finden! Die kranken Schafe und Esel an dem Futterbaren aber sollen eine Arznei bekommen, nach der sie sicher gefräßig werden nach dem Futter aus den Himmeln; aber dann werden sie als Rekonvaleszenten langehin sehr homöopathisch gespeist werden! Und nun wieder zu dem Evangelium!«

^ jl.ev01.100,01-06

Nun folgt eine Passage die zeigt, wie Jesus detaillierte Anweisungen gab, was zu schreiben und was nicht zu schreiben und wie er die verschiedenen Aufgaben zwischen Matthäus und Johannes erklärt, jl.ev01.100,01-06:

   01] Hier tritt Matthäus zu Mir hin und fragt Mich, ob er auch dieses Zeichen aufschreiben solle und so manche Lehren und Reden, die Ich die paar Tage hindurch im Hause des Obersten gegeben habe.

   02] Ich sage: »Das Zeichen mit dem Hauptmann vor Kapernaum, und was Ich allda geredet habe, und dieses Zeichen im Hause Petri auch, aber mit Weglassung der gesprochenen Worte, die da nicht zur öffentlichen Lehre gehören! Die Beredungen im Hause des Obersten aber, und daß Ich zwei Tage hindurch Mich bei ihm aufhielt, laß ganz hinweg!

   03] Wir werden aber schon noch in Kürze wieder in das Haus dieses Obersten (Kornelius) kommen, und zwar zur Zeit, da ihm seine liebste Tochter sterben wird, die Ich dann erwecken und sie ihm wiedergeben werde. Dann magst du seiner sowie des Zeichens Meldung also niederschreiben, daß du weder ihn noch den Ort näher zu bestimmen brauchst, - sonst würden wir ihm weltlich schaden, da die Priesterschaft auch auf ihn ein obachtsames Auge geworfen hat, was wir aber durchaus nicht tun wollen und werden.

   04] Ich werde aber nun bis zum nächsten Fest in Jerusalem in dieser Seegegend herum, die Mir am besten gefällt, noch viele Zeichen tun und werde viele Lehren geben; diese wirst du aber alle vollständig aufzuschreiben haben!«

   05] Matthäus richtet sich nun zum Schreiben ein. Aber der Johannes wird bei der Gelegenheit ganz traurig und sagt: »Aber Herr, Du meine Liebe der Liebe! Werde ich denn gar nichts mehr zum Schreiben bekommen?«

   06] Sage Ich: »Mein liebster Bruder, sei darob nur du nicht traurig! Du wirst noch sehr vieles zu schreiben bekommen! Denn dich habe Ich nur für die wichtigsten und tiefsten Dinge bestimmt!«

^ jl.ev01.113,01-13

Und nun noch etwas mehr über die Unterschiede zwischen Matthäus und Johannes und über das Erkennen der Wahrheit durch entsprechendes Handeln, nicht bloßes Lesen und Hören, jl.ev01.113,01-13:

   01] Es trat aber auch der Schreiber Matthäus, der Mir von einiger Ferne folgte, um zu sehen, was da vorginge, daß er es dann aufzeichne, zu Mir hin und fragte Mich, ob er diese Begebenheiten aufzeichnen solle.

   02] Ich aber sagte: »Laß das, auf daß späterhin nicht eine Verwechslung statthaben möge! Denn wir werden übermorgen eben wieder ans Meer gehen, und da wird uns eine haargleiche Geschichte vorkommen, die du dann ganz zu beschreiben haben sollst! Überhaupt kannst du von morgen an alles Außergewöhnliche aufzeichnen, was da immer vorkommen wird!«

   03] Matthäus ist damit völlig zufrieden; aber es fragt Mich auch Johannes, dem diese Tat sehr wunderbar vorkam, ob nicht auch er diese Tat sich wenigstens mit wenigen Zeichen anmerken dürfe.

   04] Und Ich sage zu ihm: »Das kannst du wohl tun, aber nicht gleich auf das, was du bis jetzt geschrieben hast, sondern erst später einmal; denn wir werden in einem halben Jahre noch eine ganz gleiche Geschichte zu schlichten bekommen, und selbige kannst du dann für diese, oder diese für selbige aufzeichnen!

   05] Es liegt aber durchaus nicht so viel daran, ob ein oder das andere Zeichen, das mit einem früheren große Ähnlichkeit hat, aufgezeichnet wird oder nicht, weil dadurch für die späteren Nachfolger Meiner Lehre dann leicht Verwechslungen und aus solchen Verwechslungen endlich allerlei Grübeleien und Zweifel entstehen könnten, die dann der Hauptsache, die doch nur allein in Meiner Lehre besteht, bei weitem mehr schaden als nützen würden.

   06] Solange Ich und ihr und die, die von der vollen Wahrheit der vielen Zeichen unterschiedlich zeugen können, auf dieser Erde leben, da werden all die Zweifel leicht verhütet; aber in späteren Zeiten, wo das Geschriebene allein von Mir zeugen soll, der Freiheit des menschlichen Willens wegen, da muß die Schrift rein und wohlgeordnet sein, sonst schadet sie mehr als sie nützt.«

   07] Sagt Johannes: »Herr, Du meine Liebe! Das Du nun sagtest, ist sicher im höchsten Grade wahr; aber wäre es eben deshalb nicht sehr vorteilhaft, so ich dann ganz genau wie der Bruder Matthäus alles aufzeichnete, was Du tust und lehrst?

   08] Denn so dann die Menschen in der späteren Folge meine und des Matthäus Schrift miteinander vergleichen und in meiner Schrift nicht finden werden, was da steht in der des Matthäus, werden sie dann nicht zu grübeln und an der Echtheit des ganzen Evangeliums zu zweifeln anfangen und sagen: 'Ist denn nicht ein Jesus gewesen, der Gleiches gelehrt und auch sicher Gleiches getan hat? Warum schrieb Matthäus dies und Johannes jenes, das sich nicht gleicht, und doch sollen beide ständig um Ihn gewesen sein?!' Ich meine, dieses Urteil der Nachkommen wird bei so bewandtem Umstande, daß ich ganz etwas anderes schreibe als der Bruder Matthäus, nicht ausbleiben.«

   09] Sage Ich: »Du hast wohl ganz recht, liebster Bruder; aber siehe, warum Ich das also geschehen lasse, hat einen dir für jetzt noch unfaßbaren Grund, der dir aber in der Folge schon noch klar werden wird!

   10] Was Matthäus schreibt, das kommt nur dieser Erde besonders zugute; was aber du schreibst, das gilt für die ganze ewige Unendlichkeit! Denn in allem, was du schreibst, liegt verhüllt das rein göttliche Walten von Ewigkeit zu Ewigkeit durch alle schon bestehenden Schöpfungen und durch jene auch, die in künftigen Ewigkeiten an die Stelle der nun bestehenden treten werden! Und würdest du das auch in viele tausend Bücher schreiben, was Ich dir und euch allen darüber noch kundgeben werde, so würde solche Bücher die Welt nimmer begreifen können, und es würden solche Bücher der Welt daher auch nichts nützen.

   11] Wer aber nach der überkommenen Lehre lebt und glaubt an den Sohn, der wird ohnehin wiedergeboren im Geiste, und der Geist wird ihn leiten in alle Tiefen der ewigen Wahrheit.

   12] Nun weißt du den Grund, warum Ich dich nicht alles schreiben lasse; daher frage Mich künftig darum nicht weiter mehr! Denn zu klar darf es der Welt nie gemacht werden, auf daß sie nicht in ein noch größeres Gericht verfalle, als sie sich ohnehin schon befindet im alten notwendigen Gerichte.

   13] Ich will Meine Lehre aber also stellen, daß durchs bloße Lesen oder Hören des Evangeliums niemand auf den Grund der lebendigen Wahrheit gelangen soll, sondern allein nur durchs Handeln nach Meiner Lehre; die Handlung erst wird jedem zu einer Leuchte werden!«

In jl.ev01.135,02 finden wir eine Rede von Matthäus dem Apostel, gerade nach seiner und der anderen Berufung. Und dort sagt er: "Wieso da! Ich bin ein Grieche und die können mir nicht viel antun." Und dies ist ein Hinweis, daß er der zweite Matthäus ist, denn in jl.ev01.117,07 beschreibt er sich selbst auch als einen "ehrlichen" Griechen. Diese beiden Passage bestätigen also, daß der zweite Matthäus der Apostel war, und nicht der erste, der Schreiber des Evangeliums nach Matthäus. Die Überschrift von jl.ev01.037 heißt: "Berufung des Matthäus als Evangelist und Apostel" und das ist deshalb nicht korrekt. Die englische Version hat diese Überschrift: "The calling of Matthew as a Gospeller and disciple" (Die Berufung des Matthäus als ein Evangelist und Jünger). Und diese Art der Formulierung der Überschrift vermeidet die fehlerhafte Beschreibung in der deutschen Version des ersten Matthäus als einen Apostel. Die Überschriften in der deutschen Version stammen höchstwahrscheinlich nicht von Jakob Lorber, sondern von den Herausgebern. Jesus scheint das Wort Apostel zu vermeiden und spricht von den zwölf Boten und von den zwölf Erwählten, jl.ev01.134,06. Jesus beschreibt Matthäus als den achten der zwölf, jl.ev01.134,03.

^ jl.ev01.149,01-03

In jl.ev01.149,01 wird berichtet, daß Nathanael für sich ein Evangelium in griechischer Sprache aufzeichnete. Ich bringe diese Passage, da sie eine ausgezeichnete Erklärung enthält, was der jüngste Tag ist, jl.ev01.149,01-03:

   01] Nathanael, der unter den Zurückgebliebenen gleichsam den Leiter machte, da auch er für sich, ohne von Mir eigens dazu berufen zu sein, ein Evangelium in griechischer Sprache, der er wohl mächtig war, aufzeichnete, und zwar umfassender denn alle andern, die sich damit befaßt haben, kam ganz wie tiefst erschreckt zu Mir und sagte: »Herr! Du Allmächtiger! Auch ich hatte das Gesicht und sah die erschrecklichsten Dinge, so daß mir vor Angst mein Griffel den Dienst versagte! Ich bitte Dich in aller Fülle meiner Liebe zu Dir, Du ewig Heiliger, sage mir doch, ob das dereinst jenseits in aller Wirklichkeit also geschehen wird, wie ich und viele es nun geschaut haben.«

   02] Sage Ich: »Sei ohne Furcht; denn du hast nichts zu befürchten! Wer also lebt und handelt wie du, der wird erweckt werden jenseits, wie auch schon diesseits zum ewigen Leben; und das wird jedermanns jüngster Tag sein, wann er erweckt wird von Mir zum ewigen Leben, sei es schon hier oder jenseits.

   03] Bestrebe sich aber ein jeder, daß er schon hier erweckt werden möge; denn wer schon hier als noch im Fleische erweckt wird, der wird den Tod des Fleisches weder sehen noch fühlen und schmecken, und seine Seele wird nicht geängstigt werden.

In der Bibel ist Lukas der Autor des dritten Evangeliums. Sein Name erscheint nun in dem Brief des Paulus an die Kolosser 4,14, "Es grüßt euch Lukas, der Arzt, der Geliebte, und Demas," und das ist in Rom; auch in 2 Timotheus 4,11, "Lukas allein ist bei mir." Er schrieb auch die Apostelgeschichte und dort finden wir ihn an manchen Stellen wo das Wort "wir" dort erscheint.

Ein Beispiel wo Lukas ein Begleiter von Paulus ist, auf der zweiten Missionsreise, wird in der Apostelgeschichte 16,11-13 gefunden: " Da fuhren wir aus von Troas; und geradewegs kamen wir gen Samothrazien, des andern Tages gen Neapolis und von da gen Philippi, welches ist die Hauptstadt des Landes Mazedonien und eine Freistadt. Wir hatten aber in dieser Stadt unser Wesen etliche Tage. Am Tage des Sabbats gingen wir hinaus vor die Stadt an das Wasser, da man pflegte zu beten, und setzten uns und redeten zu den Weibern, die da zusammenkamen."

Ein anderes ist 16,16, "Es geschah aber, da wir zu dem Gebet gingen, daß eine Magd uns begegnete, die hatte einen Wahrsagergeist und trug ihren Herren viel Gewinnst zu mit Wahrsagen."

Apostelgeschichte 20,6, die dritte Missionsreise, "Wir aber schifften nach den Ostertagen von Philippi bis an den fünften Tag und kamen zu ihnen gen Troas und hatten da unser Wesen sieben Tage."

Apostelgeschichte 20,13-15, "Wir aber zogen voran auf dem Schiff und fuhren gen Assos und wollten daselbst Paulus zu uns nehmen; denn er hatte es also befohlen, und er wollte zu Fuße gehen. Als er nun zu uns traf zu Assos, nahmen wir ihn zu uns und kamen gen Mitylene. Und von da schifften wir und kamen des andern Tages hin gegen Chios; und des folgenden Tages stießen wir an Samos und blieben in Trogyllion; und des nächsten Tages kamen wir gen Milet."

Und dann wieder Apostelgeschichte 21,1-17 auf der dritten Missionsreise und Apostelgeschichte 27-28, die Reise nach Rom.

Dies waren also Passagen aus der Apostelgeschichte und zeigen, daß Lukas anwesend war bei einigen Ereignissen, die er in seinem Werk beschreibt. Es könnte aber auch möglich sein, daß Lukas anwesend war, als Jesus auf Erden wandelte und daß deshalb sein erstes Buch, das Evangelium nach Lukas, zumindest teilweise ein Augenzeugenbericht war.

^ jl.ev01.113,10.2

Ich werde nun nun einen recht bemerkenswerten Vers über das letzte Evangelium, das Evangelium nach Johannes, von oben, wiederholen, wo Jesus zu Johannes spricht:

   10] Was Matthäus schreibt, das kommt nur dieser Erde besonders zugute; was aber du schreibst, das gilt für die ganze ewige Unendlichkeit! Denn in allem, was du schreibst, liegt verhüllt das rein göttliche Walten von Ewigkeit zu Ewigkeit durch alle schon bestehenden Schöpfungen und durch jene auch, die in künftigen Ewigkeiten an die Stelle der nun bestehenden treten werden! Und würdest du das auch in viele tausend Bücher schreiben, was Ich dir und euch allen darüber noch kundgeben werde, so würde solche Bücher die Welt nimmer begreifen können, und es würden solche Bücher der Welt daher auch nichts nützen.

^ B.D. NR. 389

Es scheint nun, daß Johannes immer noch dabei ist, uns mit dem Wort Gottes zu versorgen und ich bringe nun einen Auszug aus einer Botschaft von Bertha Dudde und sie ist, nach dieser Aussage, die Stenographin, die das Diktat des Johannes aufschreibt, das ihr gegeben wird. Der Auszug kommt von Bertha Duddes Botschaft "Mein Führer und Beschützer. Kontrollgeist. Schüler – Lehrer." 26. April 1938. B.D. NR. 389:

Die einzige Aufgabe, die ein Lehrer seinem Schüler stellt, soll gelöst werden zur Zufriedenheit des göttlichen Lehrmeisters, und darum betreuet und lehret dich unermüdlich die Geisteskraft, die dir zum Führer und Beschützer zugeteilt wurde und die mit großer Freudigkeit ihres Amtes waltet .... Das Wesen, das dich stets umgibt, das deine Gedanken lenkt, ist dir wohlgesinnt .... Es ist des Herrn liebster Diener Johannes .... Amen B.D. NR. 389.

Johannes scheint also nicht nur damit fortzufahren, uns mit göttlichem Wissen zu versorgen, sondern das Material, das er zur Verfügung stellt, ist auch wieder von höchstem Wert. Es ist das Material, das im kommenden Eintausend-jährigen Reich benutzt werden wird, das Material, das er Bertha Dudde diktierte.

Die Bedeutung von Johannes als dem Bringer des Wortes Gottes, und das besonders für die Zeit des Endes nahe dieser Erlösungsperiode, und sogar mehr noch für die kommende Zeit, die neue Erlösungsperiode, wird von zwei Faktoren unterstrichen: erstens wurde das bedeutendste Werk von Jakob Lorber von ihm als Das große Evangelium Johannes gebracht und unterstreicht deshalb die hohe Stellung des Johannes als geistige Person, der am meisten dazu geeignet ist, Botschaften von Gott zu diktieren; und zweitens die Tatsache, daß das Gesamtwerk von Bertha Dudde als Botschaften stenographiert wurden, die von Johannes kamen.

^ B.D. NR. 595

Nun folgt der Anfang einer Botschaft von Bertha Dudde, der zeigt, daß Gott zu Bertha Dudde durch seinen Diener Johannes spricht:

Gottes Wort.... Geistige Kraft .... Verstand.... Erfindungen....
25.9.1938 B.D. NR. 0595
In dieser weihevollen Stunde spricht der Herr durch Seinen Diener Johannes mit dir und gibt dir Kunde von Dingen, die sich dem allgemeinen Wissen entziehen und die beitragen sollen, aufklärend zu wirken. Denn es sind bestimmt im Himmel und auf Erden solche, die das Mittleramt vertreten .... die von Gott empfangen und geben .... und die diese Gaben wieder den Menschen vermitteln. Jedes Werkzeug auf Erden steht unter göttlichem Schutz, auf daß die Worte, von oben gegeben, auch rein empfangen und weitergegeben werden. Was sich in dieser Zeit an Botschaften verbreitet über die Erde, bleibt immer ein unfaßbarer Segen für die Menschen.

 

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