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4. Korrespondenz

4.11 Rolf Bütler (2)

 

4.11 Korrespondenz mit Rolf Bütler (2)

 

3. Email (von Rolf Bütler)

Sehr geehrter Herr Preuss
Herzlichen Dank für Ihre Antwort

Da ist mir, bei den Jahresangaben der sieben Hungerjahre, ein Fehler unterlaufen.
Was die anderen Angaben (Adam bis zur Hungersnot und Adam bis Christus) betrifft, bin ich auf das gleiche Ergebnis gekommen.
Ohne jetzt Ihre Angaben durchgesehen zu haben, sind Sie demnach auch davon ausgegangen, dass Sem nicht der Erstgeborene von Noah gewesen ist, aber der Wichtigere.
Genau so verhält es sich bei Abraham, der nicht der Erstgeborene Terachs war.

Richtig, das Geburtsjahr Josephs spielt eine untergeordnete Rolle in der ganzen biblischen Chronologie, nicht so bei Juda.

Sie schreiben: "Der Zeitraum in dem Jakobs 11 Söhne geboren wurden war 7 Jahre, und zwar beginnend im 7. Jahr seiner Ankunft bei Laban und endend im 14. Jahr seiner Zeit bei Laban (1 Mose 29,20+27+30 und 1 Mose 30,25 und 1 Mose 31,38+41). Dass Joseph als elfter von elf Söhnen in den 7 Jahren im siebten Jahr geboren wurde, ist also eine Annahme und so detailliert nicht möglich anzugeben, sie ist aber nicht unwahrscheinlich."

Ich lege 1Mo 29,31 so aus, dass, erst als Jakob Lea verschmähte, weil er Rahel lieber hatte als Lea (1Mo 29,30), diese schwanger wurde (Gott öffnete ihren Mutterschoss und gleichzeitig war Rahel unfruchtbar) und Ruben auf die Welt kam (1Mo 29,31.32). Das wären dann aber nicht sieben Jahre nach Ankunft Jakobs bei Laban, sondern 14 Jahre, respektive knapp 15 Jahre (sieben Jahre für Lea und sieben Jahre für Rahel und ein knappes Jahr Schwangerschaft und dann 1Mo 29,31).
Diese Terminierung erachte ich deswegen für nicht ganz unwichtig, weil Juda, direkter Vorfahre von Jesus Christus, frühestens im 18 Jahr nach Ankunft Jakobs bei Laban auf die Welt kam.
Jakob verlies dann Laban im 21. Jahr nach seiner Ankunft (1Mo 29,30b und 1Mo 31,38.41) kurz nachdem Joeseph geboren war (1Mo 30,25).

Das alles wird jetzt natürlich sehr eng mit all den Kindern Jakobs. Hier eine ungefähre Reihenfolge, angefangen im 15. Jahr nach Ankunft bei Laban:
15. Jahr = Geburt von Ruben (1Mo 29,32). Im selben Jahr, vielleicht noch während der ersten Schwangerschaft von Lea, die Geschichte mit Bilha und der Geburt von Dan.
16. Jahr = Geburt von Simeon durch Lea und kurz darauf die Geburt von Naphtali durch Bilha.
17. Jahr = Geburt von Levi durch Lea.
18. Jahr = Geburt von Juda durch Lea.
18./19. Jahr = Geburt von Gad durch Leas Magd Silpa. Nur kurze Zeit später wurde Lea doch wieder schwanger und Issaschar kam auf die Welt.
19./20. Jahr = Geburt von Asser durch Silpa. Wieder kurze Zeit später, Geburt von Sebulon durch Lea. Da vor der Geburt von Dina, zum ersten Mal nichts von einer Schwangerschaft steht, könnte Dina die Zwillingsschwester von Sebulon sein.
21. Jahr = Jakob hat Laban 20 Jahre gedient (1.Mo 31,38.41) und Joseph ist auf der Welt (1Mo 30,25). Wann genau Rahel schwanger wurde ist nicht gesagt (1Mo 30,22.23). Weil Rahel diese ganze Zeit als Schmach bezeichnet (1Mo 30,23), erachte ich eine Schwangerschaft Rahels nach der Geburt von Gad durch Silpa und erneuten Schwangerschaft Leas und Geburt von Sebulon und Dina, als Voraussetzung der Schmach. Demnach wäre Rahel noch im 19. Jahr schwanger geworden und Joseph wäre nach einer erneuten Schwangerschaft Silpas und der Geburt Sebulons und Dinas auf die Welt gekommen.

Wirklich eine fast unglaubliche Geburtenabfolge, aber meiner Meinung nach die wahrscheinlichste um allen Jahresangaben Jakobs bei Laban gerecht zu werden.
Was meinen Sie dazu?

Was der Aufenthalt in Ägypten betrifft, haben Sie natürlich auch Recht :-).
Es sind nicht "nur" 400 Jahre, sondern deren 430.

Weil sich die Jahresangaben bei der Chronologie ab Adam auf ihn beziehen, die Abkürzung a. H. (anno hominis).

Und jetzt wünsche ich Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende.

Freundliche Grüsse
Rolf Bütler

 

4. Email (von Rolf Bütler)

Sehr geehrter Herr Preuss

Lassen Sie mich noch einmal zu Wort kommen.
Bei meinen Ausführungen über den wahrlichen "Geburtenexzess Jakobs" habe ich es unterlassen meine Äusserungen zu belegen. Nach erneutem durchlesen der verschiedenen Bibelstellen muss ich gestehen, dass ich 1Mo 29,27 zu wenig Aufmerksamkeit gegeben habe. Denn durch die "Vollendung der [Hochzeits-] Woche" und den zweiten sieben Jahre Dienst im Hause Labans, fallen die Geburten Jakobs in eben diese Zeit hinein. Und nicht in die Zeit 15-21.

Freundliche Grüsse
Rolf Bütler

 

5. Email (an Rolf Bütler)

Sehr geehrter Herr Bütler,

vielen Dank für Ihre beiden Emails zum Thema
Balkendiagramm der ersten Israeliten.

Ihre Abkürzung a. H. bedeutet also anno hominis.

Ich habe das mal gegoogled und stieß auch auf Chronologien und das erste, was mir auffiel war das Jahr 1027 vor Christus als das Jahr des Tempelbaubeginns unter Salomo (3207 a. H.) und damit war ich interessiert und habe weiter nachgesehen. 3207 a. H. stimmt also mit meinem 3208 a. H. recht gut überein, aber nicht 1027 vor Christus mit meinen 966 vor Christus.

Und dann war da die Aussage: "Wesentlich sind nur die Angaben a. H., da sie die Zahlensymboliken der Bibel aufzeigen."

Das deutet also darauf hin, daß das Jahr 1027 vor Christus auf "Zahlensymboliken der Bibel" beruht.

Eine weitere Aussage ist: "Die Quellen der Chronogie sind Altes Testament und Neues Testament aber nicht die Jahreszahlen der Geschichtsforschung."

Als ich weiterlas fand ich, daß der Unterschied zwischen 3207 und 3208, von einem Jahr also, darin besteht, daß 1 Könige 6,1, wo es heißt "Im 480. Jahr nach dem Auszug Israels aus Ägyptenland ... wurde das Haus des Herrn gebaut," also nicht 480 Jahre danach sagt, sonder im 480. Jahr, also 479 Jahre danach.

Das ist natürlich eine Einzelheit, die darauf hindeutet, daß eine sorgfältige Beachtung biblischer Angaben vorliegt.

Ich habe dann etwas weiter gelesen und kam zu der Aussage: "Der Zusammenhang von Christus und David ist der Schlüssel zum Verständnis der Chronologie der Bibel."

Das macht alles einen interessanten Eindruck. Ich werde da wohl etwas mehr lesen. Da Sie mit dem Ausdruck a. H. vertraut sind, nehme ich an, daß Sie sich mit diesen Dingen beschäftigt haben und würde deshalb gern wissen, was Sie von solchen Chronologien halten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und weiterhin viel Spaß beim Bibelstudium.

Mit freundlichen Grüßen

Frank L. Preuss

 

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